Telefonwerbung bringt Firma eine Razzia ein

Die Bundesnetzagentur hat es nicht bei einer einmaligen Eskalation belassen, sondern ist erneut mit einem Durchsuchungsbeschluss in die Geschäftsräume einer Firma marschiert, die Menschen zu Werbezwecken angerufen haben soll. mehr... Telefon, Telefonieren, Festnetz Bildquelle: macinate / Flickr Telefon, Telefonieren, Festnetz Telefon, Telefonieren, Festnetz macinate / Flickr

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sollte viel öfter passieren...Gibt noch zuviele schwarze Schafe..
 
@sanem: Man freut sich, wenn so etwas Halbseidenes wie dieses Callcenter hochgenommen wird (mM zu Recht), und ist gleichzeitig empört, wenn etwas Halbseidenes wie Downloadportale dicht gemacht werden... alles eine Frage des Standpunkts *philosophier* (womit ich nicht Dich angreifen will)
 
@rallef: Warum sollte man das auch vergleichen? Call Center belästigen Menschen. Das kann man von Download- oder Streamingportalen nicht sagen.
 
@w4n: Ich sag ja, alles eine Frage des Standpunkts... Die Musikindustrie und die "Kreativen" werden das ein wenig anders sehen, die fühlen sich mehr als belästigt. Ohne dass die es nötig hätten von mir in Schutz genommen zu werden.
 
@rallef: Aber wenn man selbst etwas positives daraus ziehen kann dann drueckt man da schon mal gerne ein Auge zu. Da ist ploetzlich alles gar nicht mehr sooo schlimm
 
@sanem: Das Problem ist, dass gerade die richtig schlimmen Call Center meistens im Ausland sitzen.
 
"An der Razzia waren 16 Mitarbeiter der Bundesnetzagentur beteiligt, die von Kräften der örtlichen Polizei unterstützt warden" Nur die Polizei darf etwas durchsuchen. Die Typen von der BNA dürfen nicht mal einen Kugelschreiber ungefragt anfassen. Und schon gar nicht Büros durchsuchen. Die Typen muss man nichtmal reinlassen
 
@spacereiner: Hier spricht der Profi *lach
 
@Doozy: Da gibts nicht wirklich was zu lachen! Nur die Polizei ist befugt zu einer Durchsuchung! Die Formulierung im Artikel, die Polizei hätte die BNA "nur" unterstützt, ist schlicht falsch. Andersherum wird ein Schuh draus.
 
@OPKosh: Wie kommst du darauf? Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft dürfen durchsuchen, das sind nicht nur Polizeibeamte.
 
@Minty_Insurrect: Ok, Du hast natürlich Recht! Alle "Strafverfolgungsorgane" (Polizei, Staatsanwaltschaft, andere Teile der Justiz) haben die Befugnis zu Durchsuchungen. Die BNA gehört aber definitiv nicht dazu!? Von daher hat er trotzdem Recht, auch wenn er es "proletisch" beschrieben hat.
 
@OPKosh: Eigentlich dürfen so ziemlich alle Beamte, bzw. Bundes-/Landesbedienstete von der Staatsanwaltschaft mit Durchsuchungen beauftragt werden. Finanzbeamte z.B. wenns um Steuern geht. Amtliche Lebensmittelkontrolleure zählen ebenfalls zu den Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft, ebenso wie Beamte des Forstdienstes oder der Bergverwaltung. Die dürfen eine Dursuschung übrigens nicht nur durchführen, sondern bei Gefahr im Verzug sogar anordnen. Passiert nur eben eher selten.
 
@spacereiner: Wenn die Pol. mit einem Durchsuchungsbefehl vor Deiner Tür steht, dürfen die rein. Korrekt. Die "Typen von der BNA" sagen den Herren/Damen dann, was beschlagnahmt werden soll. Das geht schneller, wenn sie auch gleich mit hinein gehen. Ansonsten nimmt die Pol. einfach alles mit und Du stehst in leeren Räumen.
 
@spacereiner: Die Jungs von der BNA werden von der Polizei auf jeden Fall als Sachverständige hinzugezogen (ebenso wie seinerzeit bei den Durchsuchungen zu gefälschten / gebrauchten Softwarelizenzen MS-Mitarbeiter dabei waren) und kommen auf jeden Fall rein; immerhin ist das eine Behörde, da kann ich jetzt nicht sagen inwieweit die darüberhinausgehende (eigene) Eingriffsrechte haben.
 
@rallef: Es gibt ja auch die berüchtigten Microsoft-Audits. Jeder, der für die Firma/Behörde mal einen VL-Vertrag mit Microsoft eingegangen ist, hat dafür unterschrieben, daß man Microsoft bei Bedarf, auch unangekündigt, in die Hütte und ins Netzwerk lassen muß. Wenn Microsoft dann wirklich mal vor der Tür steht, sollte man die, auch ohne Polizei, besser reinlassen. Wenn jemand jedoch von seinem Hausrecht Gebrauch macht und die Microsoft-Auditoren vor der verschlossenen Tür stehenläßt (Microsoft kann den Einlaß natürlich nicht erzwingen), muß damit rechnen, schon wenige Wochen später dann eine richtige fette Steuerprüfung am Hals zu haben. Oder eine Prüfung von irgendeiner anderen, (ge)wichtigen Institution, die man hereinlassen MUSS. Und VL-Verträge mit vergünstigten Lizenzen wird's dann von Microsoft sicherlich auch nicht mehr geben. Ich will damit sagen, daß die meisten, und die BNA sowieso, weil sie auch eine Behörde sind, Mittel und Wege haben und finden, irgendwo reinzukommen, sogar Microsoft, die ja "nur" eine Firma sind.
 
Zufall, dass die Firma aus München kommt? In München scheinen die Menschen mit Gesetzen generell scheinbar etwas lockerer umzugehen.
 
@BartVCD: In München die Menschen, in Hamburg die Anwälte (und Richter) und in Berlin die Politiker. Oder sollte das jetzt ne Anspielung auf den Herr Hoeneß sein?
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