Google wegen In-App-Käufen eines Kindes verklagt

Google muss sich derzeit ganz ähnlichen Vorwürfen stellen, die vor kurzem auch Apple Kopfzerbrechen bereitet haben. Es geht um In-App-Käufe, die unter bestimmten Umständen von Kindern vorgenommen werden können. mehr... App Store, Google Play, Android Market Bildquelle: Google Google, Play Store, Google Play Store, Google Play Google, Play Store, Google Play Store, Google Play Google

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Also... die Frau hat ihrem Kind das Gerät mit freigeschalteter Bezahlschranke im PlayStore in die Hand gedrückt... sicherlich mag sie an dieses Zeitfenster, in dem keine neuerliche Passwortabfrage erscheint, nicht gedacht haben, aber das ist ein wenig so als habe sie ihrem Kind ihre Brieftasche in die Hand gedrückt, das Kind kauft sich dafür für 50 USD Süßigkeiten (wobei der Händler jedoch nicht einmal erkennen kann, dass er es mit einem Kind und nicht dem Brieftaschenbesitzer als Käufer zu tun hat), und die Frau verklagt anschließend den Süßwarenladen, denn sie habe nicht mehr daran gedacht, dass da noch Geld in der Brieftasche sei...
 
@FenFire: Es geht hier um 65 Dollar wohlgemerkt. Nach 50 Dollar würde kein Hahn krähen.
 
@FenFire: Unter 18 Jahren ist man nur beschraenkt Geschaeftsfaehig
 
@-adrian-: War das "da drüben" nicht erst ab 21?
 
@-adrian-: und? hindert vielen nicht daran Kindern was zu verkaufen. Am Ende geht es nur um eins.. PRofit und Gewinn. Solange keine Klage kommt, ist das den meisten egal. (Mit ausnahmen)^^
 
@-adrian-: Nur kümmern sich reichlich wenig Verkäufer um diesen Fakt oder überlassen dies gar einer hochgradig sicheren "Sind sie 18?" Abfrage. Interessanterweise kommen solche "Schlagzeilen" nur bei größeren Firmen - wobei ich nicht Glauben kann, dass es hier irgendeinen Zusammenhang geben kann :D.
 
@-adrian-: das ist richtig (liegt die Grenze in den USA auch bei 18? Naja, jedenfalls über fünf :)), aber wie soll ein Online-Händler wie hier Google das Alter desjenigen erkennen, der das Gerät tatsächlich in der Hand hält? Durch die Hinterlegung von Kreditkartendaten im Google Account und die Eingabe von dessen Passwort in der PlayStore App hat der für Google nicht sichtbare Geräteanwender ja quasi nachgewiesen, alt genug zu sein (und das ist die Mutter, die all diese Dinge getan hat, ja auch). Kann Google dafür verantwortlich gemacht werden, wenn die Mutter das Gerät nach diesen Freischaltungen ihrem Kind in die Hand drückt? Mit ähnlicher Argumentation könnte ich auch den Spirituosenhändler wegen Alkoholabgabe an Minderjährige verklagen, wenn der erwachsene Bruder des Trinkers im Laden unter Vorlage seines Ausweises die Erwerbsberechtigung erlangt hat, dann aber den gekauften Schnaps dem kleinen Geschwisterchen gegeben hat (der PlayStore sieht die Übergabe des Gerätes in Kinderhände ja nicht). Auf der anderen Seite: wenn ein ähnlicher Fall bereits Apple getroffen hat, hätte Google quasi sicherheitshalber nachziehen können und das 30min-Fenster abschaffen können...
 
@FenFire: der Händler im Laden wird jedoch erkennen (wenn er nicht blind ist), dass er es mit einem Kind zu tun hat!
 
@mgg2000: Die Händler berufen sich dabei meist auf den im Volksmund sogenannten Taschengeldparagraph (§110 BGB). Allerdings bleibt auch hier immer ein Restrisiko beim Verkauf an einen beschränkt Geschäftsfähigen (§106 BGB). Denn es könnte sein, dass die Eltern ihrem Kind den Kauf eben dieser Sache ausdrücklich untersagt haben. In diesem Falle haben beide Seiten die gezogenen Leistungen wieder herauszugeben (Sache gegen Geld). Wie es nach amerikanischen Recht ausschaut, kann ich nicht sagen...
 
@mgg2000: Genau eben weil der Händler den Käufer unmittelbar sieht habe ich für den fiktiven Händler zwecks besserer Vergleichbarkeit mit dem Kauf bei Google in [o1] ja die fiktive Eigenheit "(wobei der Händler jedoch nicht einmal erkennen kann, dass er es mit einem Kind und nicht dem Brieftaschenbesitzer als Käufer zu tun hat)" hinzugefügt. Ohne diese erkennt der Händler natürlich den Fünfjährigen als minderjährig. Da ein Online-Händler seinen Kunden nicht sieht ist er jedoch auf eine andere Art der "Alterserkennung" angewiesen, hier z.B. ein Login mit Angabe von Kreditkartendaten. Diese wird natürlich ausgehebelt, wenn die Mutter sich anmeldet, ihre Kreditkartendaten hinterlegt und dann das Gerät dem Kind in die Hand drückt.
 
@FenFire: Sorry - Das geschaeft zwischen Haendler und Kaeufer ist das ausschlaggebende - nicht wo hinterher die Ware landet. Das kann dem Kaeufer eigentlich ziemlich egal sein ob hinterher der Alk an einen 15 Jaehrigen abgedrueckt wird. Auch wenn es moralisch nicht egal waere
 
@-adrian-: Ich weiss auch dass der Vergleich hinkt ;) Online-Händler haben halt das Problem, dass sie ihren Käufer nicht sehen.
 
1. Selber schuld wer seinen Kindern sowas in die Hand gibt ohne Gehrin einzuschalten. 2. Schade, wenn durch sowas Leute auch NOCH Recht bekommen fuer ihre Dummheit und 3. siehe 1 und 2. Ich hoffe, dass die Frau nicht gewinnt, aber leider reden wir hier von der USA und da ist alles moeglich. :(
 
@StefanB20: Paar Mio Schadensersatz müssen da schon drin sein.
 
Während Apple ja "bekanntlich" alles sehr strikt prüft, ist Android ja etwas offener, was den Bezug solcher Spiele angeht. Daher stellt sich mir die Frage: wenn man dies als Grundlage nehmen würde (strikte Prüfung vs. Offenheit), kann man da Google überhaupt irgendwas anhaben?
 
Wenn mich meine Neffen wieder nerven und mein Smartphone zum spielen haben wollen kommt erstmal der Flugmodus rein. Spiele, die eine aktive internetverbindung brauchen gibts dann halt nicht! Und der Passwortschutz ist natürlich ebenfalls aktiv!
 
Irgendwie lustig. Dass die Frau selbst den Kauf getätigt haben könnte und alles auf das Kind schiebt, möchte wohl niemand wissen. Kann ja sein^^
 
http://i0.kym-cdn.com/photos/images/original/000/001/384/Atrapitis.gif (= Ne ernsthaft, das ist doch genau das wohin sich unsere Gesellschaft hin entwickelt. Facebook/Smartphone-Spiele die mit relativ geringem Aufwand erstellt werden und maximalen Profit einbringen. Weil die Schöpfer dieser "Meisterwerke" mitbekommen haben das aus "normalen" Spielen kaum noch etwas rauszupressen ist dank Steam, PSN+, Kinguin, etcetc. Wenn die "ältere" Gesellschaft zu vernünftig und geizig mit Geld umgeht, muss man eben anders an Kohle kommen. Wie das geht? Hey heutzutage hat jedes Kind ab 6 Jahren ein iPhone oder Galaxy-Wasweissich. 1+1=$PROFIT$. Wenn ich EA zu DungeonKeeper zitieren darf, nachdem sie sich zu den schlechten Bewertungen geäussert haben:"Sie (Anmerkung: der 18+ Spieler) sind einfach nicht in unserem Zielgruppenbereich" => 1+1=? ... Kind+Smartphone+keineManieren/Verantwortung+IdontCare_Eltern=$PROFIT$. Man könnte sagen, das "wir" alle eine Teilschuld zu tragen haben. "Wir" haben Spiele heruntergeladen, wir sind die Geiz-ist-geil_Generation die auf den nächsten Steamsale wartet. (Warum ich wir unter Anführungszeichen setze? Ich bin Konsolenspieler und ich liebe Achievements => ich spiel nur Originale :P) "Wir" sind es, die unseren Kindern keine vernünftigen Umgang beigebracht haben und uns jetzt darüber beklagen das die Generation nach uns ein Haufen Idioten sind die alles sofort haben wollen, sich für die grössten, schönsten und besten halten, die andere nach ihrem Aussehen in Schubladen einsortieren. (Wir steht hier in Anführungszeichen da ich bisher keine vernünftige nicht-biatchige Frau gefunden hab die nicht halbnackt rumläuft, sich aber andererseits beschwert das Männer sexistisch sind) ... Aber viele Menschen machen es sich immer einfach, ja genau, gebt ruhig Apple und Google die Schuld... die können bestimmt etwas dafür das "wir" keine Zeit für unsere Kinder haben (oder haben wollen). Genau, beklagt euch über EA und kauft trotzdem jedes Jahr dasselbe Spiel obwohl ihr meintet nie wieder einen EA-Titel zu kaufen. Sorry, aber wenn ihr das ernst gemeint hättet, würde es den Laden mittlerweile gar nicht geben. 1+1=? "Die Leute hassen uns, aber sie kaufen uns trotzdem jeden Mist ab *DLCs dazuleg*" Unsere Gesellschaft = $PROFIT$ ... Du kannst dich und die deinen belügen und du stellst dich so fromm wie ein Lamm. Du kannst es nicht verleugenen, die Zeugen sie starren dich an! SIEH IN DIE AUGEN NOTREDAMES! ... Ja kommt, verleugnet es nur und überhäuft mich mit Minus, wie ihr es immer tut ;) Dadurch wird die Welt gleich viiiiel besser! ... Habt ihr alle echt toll gemacht Leute. Nein, ernsthaft, natürlich ist Google dran Schuld wenn ihr euren Kindern Smartphones in die Hand drückt UND diverse Sicherheitsfunktionen ausgeschalten habt. ... Achja und das Lied war: https://www.youtube.com/watch?v=Cvpo1VPwbS0
 
Sind viele Rechtsexperten unterwegs.... Das viele Apps eine Art Abzocke-Modell verfolgen, dürfte wohl schwer von der Hand zu weisen sein. Wenn alles so klar wäre, wie einige hier behaupten, dann wäre Apple wohl kaum einen Vergleich eingegangen.
 
Na das mit den InApp-Käufen ist schon recht oft eine Abzocke. Bei manchen Apps kommst du da locker über 50.-€ nur um ein paar schwachsinige Optionen zu erhalten oder um einen Level weiter zu kommen. Das sollte man komplett verbieten. Aber dann würden sie die Apps nicht mehr losbringen. Andererseits habe ich da aber auch kein Mitleid, wenn da jemand seinem Teen oder Kiddie ein Smartphone in die Hand drückt und lässt ihn da unkontrolliert schalten und walten.
 
In-App-Käufe sind nervig und gehören verboten.
 
@caliber: In-App-Käufe sind genial, wenn sie z. B. aus einer kostenlosen Demo eine Vollversion machen.
 
es wäre interessant zu wissen welches Smartphone die Dame hat und vor allem welche Android Version. Den seit Android 4 können Gastzugänge erstellt werden welchen Restriktionen auferlegt werden können. Genauso wie man zum Beispiel bei Samsung oder HTC (ka ob das noch mehr Hersteller haben) einen Kidsmode vorinstalliert hat der so etwas unterbindet. Also auf das Gerichtsurteil bin ich mal gespannt. Ich schätze mal wenn sie nen aktuelles Smartphone hat (der letzten 2 Jahre) welches diese Möglichkeit bietet, dazu sie noch selber die 30 Minuten Sperre nach dem Kauf ausgeschaltet hat, weil sie etwas falsches geklickt hat, wird Google da keinen Cent bezahlen.
 
In-App Käufe sind also Kriminell, entnehme ich hier einigen Kommentaren. Wusste garnicht das man dazu gezwungen wird. Ich würde jedenfalls nicht auf die Idee kommen irgendwelche Microtransaktionen zu tätigen egal bei welchem Spiel und hab bisher noch jedes Spiel geschafft was ich angefangen habe. Auch wenn das laut einigen ja Unmöglich ist ohne zusätzliches Geld zu Investieren. --- Das Schlimme ist das man dieser Frau noch recht geben könnte obwohl sie die Kreditkarte hinterlegt und die 30 Minuten Sperre deaktiviert hat. Und wer sagt uns das sie nicht selbst die Käufe getätigt hat? Der Frau sollte man eine Strafe auferlegen wegen fahrlässigkeit und schwerer Dummheit.
 
@picasso22: Genau genommen ist das "Marketing". Micro klingt nach was kleinem... kann doch nicht schaden mal eben für 100 EUR Gems aufzuladen <3 ... Ehrlich, alles ab 5 EUR ist eigentlich MACROpayment :P
 
@Ðeru: Ändert auch nichts daran das die Frau ihre Kreditkarte hinterlegt und die Passwortabfrage deaktiviert hat.
 
@picasso22: Das hab ich irgendwo in o6 angesprochen, ja :)
 
Die in App Kacke gehört bei vielen Games verboten. Vor allem Spiele, die als FreeToPlay bezeichnet werden, und dann mit sehr hohen Hürden kommen gehören Verboten. DungenKeeper aber auch Clash of Clans!
Das sind Abzockmodelle, mehr nicht, und es gibt nicht einen Grund, das irgendwie zu verteidigen!
 
Es geht hier um US-Amerikaner. Denen muss man auch sagen, dass ein frischer Kaffee heiß sein kann und man Haustiere nicht zum Trocknen in die Mikrowelle setzt, denn sonst klagen die auf Millionen Schadenersatz und bekommen auch noch recht. Da kann man leider nicht mit gesundem Menschenverstand argumentieren, so traurig es ist...
Ich weiß allerdings nicht, wie Google hätte vermeiden können, dass das Kind diese Käufe macht. Durch eine PIN oder gar TAN für jede einzelne Bezahlung vielleicht...
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