Bundestag will Wanzen suchen und Handys prüfen

Als Reaktion auf die von Edward Snowden ausgelöste Überwachungs-Affäre will der Deutsche Bundestag seine Schutzmaßnahmen gegen Abhör-Aktivitäten in der nächsten Zeit deutlich verbessern. mehr... Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Bildquelle: Deutscher Bundestag Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Deutscher Bundestag

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Oha, da wird jetzt schon reagiert? Das ging ja mal schnell. Respekt, Respekt...
 
@jigsaw: TYPHON HX, CANDYGRAM, TOTEGHOSTLY 2.0, PICASSO, MONKEYCALENDAR, GOPHERSET, DROPOUTJEEP ... um nur mal ein paar der Projekte der NSA zu nennen, die sie zur Überwachung und Manipulation von Handy-Daten und -Verbindungen haben. Da klingt die Ankündigung des Bundestages, so als wollten Kinder bei den Großen mitspielen - ohne zu merken, was für Dilletanten sie sind.
 
@jigsaw: Der Grund ist ein anderer: Mit sicheren Kommunikationswegen- und geräten kann jeder mal zum Edathy werden, ohne befürchten zu müssen, dass bei einer möglichen Durchsuchung was gefunden wird.
 
@jigsaw: Ein Wunder, dass überhaupt reagiert wird, denn eigentlich ist die ganze Abhör-Geschichte ja schon längst für beendet pofalliert worden.
 
War letzte Woche in Berlin und es war echt nervig da rein zu kommen. durchsucht gescanned und dann noch in einer Glaskabine warten muessen. Weiss einer was es damit auf sich hat. Wird da schon der Kommunikationsweg der Leute geprueft?
 
@-adrian-: Als eines der wichtigsten Parlamentsgebäude der Welt dürfte das Reichtsagsgebäude eines der Hauptangriffsziele von Terroristen sein. Daher wird da natürlich jeder genau durchleuchtet. Ich finde aber, dass es seit dem man sich zuvor online anmelden kann sich erheblich verbessert hat. War vor ca. 4 Jahren mal im Reichstagsgebäude. Da musste man noch ca. 2 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Beim letzten Besuch, nach voriger Online-Anmeldung lief alles wie am Schnürchen. Das man wie am Flughafen durchleuchtet wird, ist doch völlig normal. Ist ja kein Kreishaus was man betritt ;-)
 
@ijones: naja - das letzte mal als ich in der 10. Klasse da war, ist man einfach rein gelaufen :) Was passiert aber in dem Grossen Glaskaefig?
 
@-adrian-: Da wird ein 3D Modell von dir erstellt, um dich später von einem Roboter ersetzen zu lassen... ;)
 
@-adrian-: um wieviel minuten ging deine uhr nach? ;D
 
Ein Jahr nach den ersten Enthüllungen denkt der Bundestag über eine Überprüfung ihrer Räumlichkeiten nach? Das ist ja mal Zeitnah! *thumbsup*
 
Ich finde es echt erschreckend, wenn man in den letzten Jahren Bilder aus dem deutschen Bundestag sieht. Da ist es völlig normal, dass die Abgeordneten auf ihren Smartphones und Tablets rumspielen. Das hätte es vor einigen Jahren noch nicht gegeben. Klar sind die Diskussionen im Bundestag nicht geheim. Aber wird wirklich sichergestellt, dass auch in Ausschüssen sämtliche ungeschützte mobile Geräte außerhalb des Raums gelagert werden? An die Öffentlichkeit sind bisher nur Berichte von Konferenzen der Bundeskanzlerin gekommen, wo Journalisten vorher ihre Smartphones abgeben mussten und die Räumlichkeiten entsprechend gescannt wurden.
 
@ijones: Lieber spielen sie am Tablet rum als gar nicht da zu sein:) Sah man ja bei wichtigen Entscheidungen bei der Fussball WM
 
@ijones: Stimmt genau, aber die gezwitscherten Insiderinformationen stammen meist von Abgeordneten (nicht nur Hinterbänklern), die ihre Finger nicht stillhalten konnten.
 
Regierst du noch oder handelst du schon?
 
besser später als nie.
 
Ich finde es ok das viele der Bundestagsabgeordneten, auch aus der Bürgerschaft und der Bezirksabgeordneten, über solche Plattformen erreichbar sind. Die Bürger wollen doch mehr Transparenz zu ihren Politikern. Damit ist der Weg offen, die Bürger können sich mitteilen. In Bezug auf die Datensicherheit innerhalb der deutschen Politiker bin ich persönlich der Meinung das sie das ausspähen ihrer Daten nicht verhindern. Und das diese Vorhaben nur Show sind, um die Gemüter des Volkes in Zaum zu halten.
 
Bis die mal anfangen tatsächlich danach zu suchen, ist doch schon längst alles fachmännisch vom Nutznießer entfernt worden und die werten Herren werden dann frohlockend verkünden, sie wäre gar nicht überwacht worden und die Enthüllungen wäre alle Käse.
 
das wird aber schon lange Zeit. Ich hatte geglaubt, dass unsere Geheimdienste das seit langem machen. Offenbar nicht. Die haben alle ihre Zeit dafür nötig um sich selbst zu verwalten.
 
Ich fasse mal für mich alten Blödmann zusammen. Die Regierenden, bzw. das Parlament, haben also jede Menge streng geheime Sachen, die keiner mitbekommen soll. Weder die NSA, FSB (ex-KGB), Mossad, MSS (China) noch das gemeine Volk (Wenn es denn öffentlich wäre, bräuchte man sich ja nicht gegen abhören zu schützen). Mit letzterem habe ich das größte Problem.
 
"deutlich verbessern" In Politiker-deutsch wird das dann so eine Art Stopp Schild was an den Eingang gehangen wird mit dem Slogan "Du kommst hier net rein"
 
@marcol1979: Nah!
Auf dem Stoppschild steht dann: "Abhörgeräte und Funkwellen müssen draußen bleiben."
Darunter ein Schild mit dem Hinweis: "Abhörgeräte und andere Spionage Utensilien müssen angemeldet werden."
 
hoffe das Zonen-Angie hat nicht wieder den Kammerjäger zum Wanzen suchen bestellt....(Neuland).....
 
Das BSI hat aus dem Jahre 2003 einen Bericht als PDF-Dokument auf seiner Internetseite, der vorschlägt Mobiltelefone z.B. in wichtigen, geschlossenen Sitzungen oder in Büros von Geheimnisträgern aus Gründen der Abhörsicherheit zu verbieten. Ich selbst habe schon Ende der 90er Jahre in einem Praktikum im Netzausbau eines grossen deutschen Providers mitbekommen, wie sich einige Mitarbeiter ein Spass daraus machten ihre Ehefrauen/Freundinnen/Freunde oder auch mal fremde Leute mit deren Handys quasi "aus der Hosentasche" zu belauschen. Damals gab es in der Firmware also schon eine Möglichkeit das Mikrofon eines Handys unbemerkt vom Besitzer über das GSM-Netz zu aktivieren und die Position eines Gerätes war natürlich auch bestimmbar (allerdings nur über die Funkzellenortung und daher noch nicht mit GPS-Genauigkeit wie heute). Das Ergebnis dieses Praktikums war nicht nur meine Zulassung zum Studium, sondern auch die sofortige Abschaffung meines bisher letzten Mobiltelefons unmittelbar nach dem Praktikum.____

Wenn ich also schon im letzten Jahrtausend das Problem erkannt und prompt gehandelt habe und das BSI im Jahre 2003 Politik und Wirtschaft eindringlich mit einem längeren Bericht auf diese Problematik aufmerksam gemacht hat, wie kann es sein, dass heute auch nur ein Abgeordnerter ein Mobiltelefon in eine geschlossene Sitzung mitbringen darf und im Bundestag bei solchen Sitzungen auch noch iPads erlaubt und als Arbeitsgerät angeschafft wurden?____

Braucht es wirklich mehr als 15 Jahre mit diversen Datenskandalen (z.B. Telekom-Mitarbeiterüberwachungsskandal, Carrier-IQ-Skandal Snowden-Veröffentlichungen) und zig Warnungen von BSI und Datenschützern bis auch nur eine Hand voll Politiker erkennen, dass es ein Problem sein könnte, wenn sie ständig Staatsgeheimnisse ausplaudern, weil über die Mobiltelefon-Wanze in ihrer Hosentasche jeder mithören kann, wenn sie mit einem anderen Geheimnisträger vermeintlich unter 4 Augen sprechen?____

Dem Artikel nach haben unsere Politiker immer noch nicht begriffen, wie der Hase wirklich läuft. Denn so lange, wie sie private Mobiltelefone in dienstlich genutzten Gebäuden zulassen, können sie sich das Durchsuchen der Gebäude nach versteckten Wanzen sparen. Wer wollte da noch Wanzen verstecken, wenn jeder der im Gebäude herumläuft eine "smarte" Tracking-Abhör-Wanze mit sich herumträgt, die man nach Belieben zur Spionage nutzen kann?____

Ich frage mich, was da für Zustände herrschen, dass Parlamentarier sich frei aussuchen können, ob sie per Krypto-Handy oder mit dem Privat-Handy mit ihren Mitarbeitern sensible Informationen austauschen oder nicht. Reichen deutsche Behördendatenbanken mit Daten (inklusive Wohnort, Steuernummer, Sozialversicherungsnummer und Bankverbindungen) von sämtlichen Bundesbürgern, die auf chinesischen Servern an Interessenten verkauft werden und Pläne von gepanzerten Regierungslimousinen samt den gefahrenen Routen und den Dienstplänen des Sicherheitspersonals auf bei eBay verkauften Festplatten noch nicht? Muss man Kriminellen noch ein paar Staatsgeheimnisse mehr anvertrauen, damit diese dem deutschen Volk noch besser schaden können?____

Hätte ich ein Firma, käme da kein Mitarbeiter mit seinem persönlichen Mobiltelefon durch die Tür. Ich habe Bekannte, die mir Fotos aus geheimen Rechenzentren geschickt haben, in deren EXIF-Daten per GPS der Aufnahmeort vermerkt war. Was für ein naiver Chef lässt Leute mit einem iPhone in ein Rechenzentrum mit sensiblen Daten?____

Man hat früher Leuten fristlos gekündigt, die meinten ihren Freunden von ihrer Arbeit erzählen zu müssen und über den Chef gelästert haben und heute gibt man naiven Leute mit SmartPhones die Möglichkeit den Standort von Hochsicherheits-Rechenzentren zu verraten. In so einem Rechenzentrum würde ich schon einmal keinen Server mieten. Wer garantiert mir denn, dass da niemand meine Firmengeheimnisse per SmartPhone kopiert und mitnimmt um die an die Konkurrenz zu verkaufen?____

Ich würde Abgeordnete, die durch ihre Bequemlichkeit und Naivität fahrlässig brisante Daten verraten und so dem deutschen Volk schaden mal gross in die Zeitung setzen und die Gefahren die von deren Verhalten ausgehen erklären. Dann ist da bald nichts mehr "heikel". ____

Spitzenpolitiker legen zudem bei Amtsantritt einen Eid ab, dass sie Schaden vom deutschen Volk abwenden werden. Wie geht das mit Geheimnisverrat durch die Nutzung eines privaten, unverschlüsselten Mobiltelefons über das dienstliche Geheimnisse anderen zugänglich werden zusammen?____

Oder sind Politiker genauso wie grosse Teile des Volkes auch der Meinung wir hätten alle nichts zu verbergen? Ich möchte bloss mal wissen, wieso dann die meisten Leute ihre Wohnung aufräumen, wenn Besuch kommt und sie darüberhinaus andere Leute verklagen, die unvorteilhafte Fotos von ihnen im Internet posten, wenn sie doch nichts zu verbergen haben. ;-)
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