Vodafone muss wegen LTE-Drosselung vor Gericht

Auch der Telekommunikationskonzern Vodafone bekommt mit seinem Versuch, stationäre LTE-Anbindungen als adäquaten Ersatz für einen DSL-Anschluss zu vermarkten, Ärger mit Verbraucherschützern. mehr... Vodafone, Netzbetreiber, Gebäude, Hauptquartier, Headquarter, Düsseldorf Bildquelle: Handelsblatt Politik, Vodafone, Vodafail Politik, Vodafone, Vodafail

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sehr gut. genau das ist ja der punkt. als dsl alternative werben und dann drosseln...
 
@Mezo:
Ja, aber das wird ja nichts daran ändern dass sie es drosseln. Sie werden höchstens dann einfach nicht mehr damit werben, dass ihr LTE DSL ersetzen kann.
 
@Freudian: es kann aber hinsichtlich der EU auch darauf hinauslaufen, dass das Drosseln ganz verboten wird. Siehe Roaming Gebühren....
 
@TurboV6: Ja, vielleicht, wenn man ganz dolle optimistisch oder naiv ist. Aber nicht bei dieser Klage.
 
@Freudian: nicht anders wars damals bei den Roaminggebühren; wieso also naiv? In anderen Ländern sind echte LTE Flags und flächendeckendes Internet bereits Standard. In Schweden kriegste in jedem abgelegenen Sommerhaus zumindest 10MBit/s. In Städten 500MBit/s zu preisen, wo wir bei 6 MBit/s stehen. Angesichts dessen, dass die EU-Kommissare bei der Netz-Infrastruktur kräftig aufs Gaspedal drücken (siehe eben Telekommunikationsgebühren) gebe ich den Drosseln keine 5 Jahre mehr in Europa - sofern nicht die Grünen an die Macht kommen.
 
@TurboV6:
Roaminggebühren sind abgeschafft? Uiii!
 
@Freudian: sie sind teilweise günstiger als Inlandstarife. Bis 2016 sollen sie laut EU abgeschafft werden. Fehlt Dir hier das Hintergrundwissen? Sauber!
 
@Freudian: trotzdem können sie sich nicht mehr alles erlauben. im telekommunikationsbereich wird gelogen was das zeug hält und worum es in dem vertrag wirklich geht kommt ins kleine. ist dir mal aufgefallen, dass ein tarif immer nur aus sehr wenig text besteht und der überwiegende/wichtige teil im kleinen steht? sowas sollte endlich mal verboten werden. hinter jeden wort sind 1-2 zahlen, die auf das kleingedruckte hinweisen. es werden ja nicht mal mehr die richtigen preise genommen, sondern man gibt für ein paar monate einen reduzierten preis und schreibt diesen fett oben rein.
 
@Mezo:
Du tust so als ob ich die verteidigen würde. Das tue ich nicht. Ich weiß aber wie der Hase läuft in einer Lobbykratie und Parlamentarischen Diktatur.
 
@Mezo: ich raff halt nicht, dass sich die leute beschweren, weil sie das kleingedruckte nicht lesen. natürlich ist es erstmal fies, das mit DSL gleich zu setzen. aber dann steht immer im kleingedruckten, was das bedeuted. und wenn die gelinde gesagt zu dämlich sind, zuende zu lesen... naja... egal.
 
@LoD14: Naja, der ein oder andere hat vielleicht einfach nur die Schnauze voll, ständig durch irgendwelches verschwurbelt geschriebenes Kleingedrucktes subjektiv gefühlt verarscht zu werden.
 
@LoD14: das kann aber auch als Täuschung bewertet werden. Es gibt eine klar definierte Grenze, wie viel Kleingedrucktes zumutbar ist und ab und in welcher Form es unzulässig ist.
 
@LoD14: Es geht nicht darum, dass man das Kleingedruckte nicht liest. Es geht darum, dass die Werbung offenkundig etwas verspricht, was dem Kleingedruckten widerspricht. Vergleiche es mit einem Yoghurt, wo auf der Verpackung groß draufgedruckt steht: "Mit echter Bourbon Vanille" und im Kleingedruckten unter den Inhaltsangaben dann zu lesen ist, dass die echte Boubon Vanille auch durch künstliche Aromen ersetzt werden kann.
 
@LoD14: siehe re:9
 
@LoD14: Was sollen die Leute denn machen wenn LTE die einzige Möglichkeit ist überhaupt ins Internet zu kommen? Friss oder stirb. Wenn LTE dann noch als DSL Ersatz beworben wird ist das eine Frechheit und gehört verboten. Wieso kann man nicht einfach die Drossel verbieten bei Nutzern die LTE als DSL Ersatz nutzen müssen weil es keine gleichwertige Alternative gibt um ins Internet zu kommen. Bei denjenige die bereits über schnelles Internet verfügen, sollte die Drossel angehoben werden, aber nicht verboten.
 
@LoD14: in deutschland haben wir (wie in den meisten anderen ländern) gesetze die einseitige vertragsbedingungen unterbinden. Wenn ein telekommunikationsanbieter seinen dienst als dsl alternative verkauft, der preis aber das fünffache ist und dann auch noch nach ein paar GB gedrosselt wird ist das werbeversprechen nun mal eine lüge gewesen. wer im osten in einem landstrich in dem es nur glasfaser gibt (und keinen anbieter der darüber internet anbietet, obwohl die deutsche telekom da mal in amerika marktführer war) sitzt freut sich über jede möglichkeit überhaupt ins internet zu kommen die schneller als ISDN ist. mit LTE wird sogar noch ein bedürfnis nach schnellem internet erzeugt was zu einer gewissen unzurechnungsfähigkeit des kunden führen kann. zum glück gibt es gesetze die vor so etwas schützen und verbraucherzentralen die gegen so etwas vorgehen.
 
Macht das nicht auch die Telekom so?
 
@Knerd: machen alle so.
 
@Knerd: >"Macht das nicht auch die Telekom so?"< Bitte nochmal den letzten Absatz im obigen Text Lesen, Frage klärt sich dann von selbst!
 
@Kribs: Hast recht ^^
 
@Knerd: schaust Du oben: Link im letzten Satz des Artikels.
 
Na, dieses Beispiel irreführender Werbung mit Mikro-Sternchen-Klauseln zeigt doch - neben Gammelfleischskandal, beknackter Lebensmittelkennzeichnung, GEZ- & GEMA-Beweislastunkehr, etc. - mal wieder, dass in unserem Lande VERBRAUCHERSCHUTZ bedeutet, dass die WIRTSCHAFT vor dem VERBRAUCHER geschützt wird!
 
Ich weiß schon, wie die Lösung bei Vodafon aussieht. Der klassische DSL Anschluss wird ebenso gedrosselt, und dann passt die Werbung ja wieder, dass der LTE Anschluss gleichwertig ist ^^
 
@FatEric: im grunde brauchen sie ja nur ehrlich zu sagen wie das läuft. die LTE kunden haben ja entweder eh keine andere möglichkeit, oder verstehens nicht. der ganze werbeschwindel wäre vermutlich garnich nötig. sie brauchen ja nicht sagen, was für konsequenzen solch eine drosselung hat...
 
@DataLohr: Ähm... wasn das fürn Quatsch. Gerade wenn es Kunden nicht verstehen, dann ist Aufklärung Pflicht! Ich sehe ja ein, dass LTE ein Shared Medium ist und hier eine Drossel sogar Sinn ergeben kann. Wenn aber gedrosselt wird, muss das DEUTLICH! gekennzeichnet werden! Dann ist halt der LTE Anschluss ein DSL Light Anschluss mit 384 kbit/s bei dem aber 40 GB auch mit mehr Speed gezogen werden kann.
 
@FatEric: ja, aber die konsequenz von solche einer verbraucherschutz debate ich selten, dass die verbraucher besser informiert werden, sonder mehr, dass die firmen ihre spitzfindigkeit verbessern. dafür haben die genug anwälte und psycho/marketing leute angestellt.
 
@DataLohr: das hat oftmals nichts mit "nicht verstehen zu tun" wenn du zu Hause ne 6000er hast, die aber mit 4 Personen in einer Familie teilen musst, dann kannst dir ausmalen, wie interessant da LTE mit der dreifachen Geschwindigkeit oder gar mit theoretischer VDSL-Geschwindigkeit ist... aber wenn man dann - aus Unwissenheit - nicht einschätzen kann, wie viel 15 bzw. 30 GB im Monat für die Familie sind, dann kommt das Erwachen leider zu spät und man hängt in einem 2-Jahres-Vertrag fest. Wenn dann noch die Technik nicht zufriedenstellend arbeitet, wirst "leicht" aggressiv... und du merkst erstmal, wie gut doch die lahme 6000er im Verhältnis war. Zumal ja noch nicht mal richtiges 4G vorhanden ist, sondern eher nur das 3.9G (rein von den Bandbreiten genommen).
 
@chippimp: ja genau das mein ich ja. ich hab selbst LTE, wiel ich als alternative auch nur dsl light habe. soweit ich feststellen konnte ist es wirklich so, dass die leute nicht einschätzen können wie viel datenvolumen sie verbrauchen und vorallem was es heißt nur 384kbit zur verfügung zu haben. vodafone wird aber niemals dazu verpflichtet, dass genau zu erklären. grade erst hat sich einer beschwert, dass er von vdsl auf eine lahme 6000er dsl leitung wechseln muss und wollte sich daher lte zulegen, zum glück sind die allgemeinen negativen äusserungen zu diesen verträgen langsam weiter verbreitet. edit: soweit ich feststellen konnte ist die technik ansich schon ganz gut, die meisten probleme kommen von mutwilligem rumgemache der provider. ich hatte mal eine woche lang den kompletten http verkehr blockiert und hab diverse ausfälle von telefon oder funk, ohne ersichtlichen grund. wenn aber wirklich mal ein gewitter aufzieht, stellt man fest wie standhaft lte doch eigentlich sein kann.
 
Ich liebe meinen Kabelanbieter! Spaß beiseite...für manche ist LTE die einzige Möglichkeit, überhaupt Breitband-Internet zu bekommen. Was hier aber in allen möglichen Bereichen abgezogen wird, ist schon wirklich kriminell. Um es kundengerecht zu gestalten, sollte eine Flatrate auch das sein, was sie suggeriert...unbegrenztes Surfvergnügen zum Festpreis.
 
Ich hoffe, dass das das Ende der Drossel für LTE Zuhause ist. Da es bei uns weder Kabel noch DSL gibt...
 
@DARK-THREAT: Ich denke, es wird dahin führen, dass LTE-Kunden (in ansonsten 'versorgungsarmen' Gegenden) per richterlichem Urteil die gleichen Einschränkungen erfahren, wie DSL-Kunden es bei demselben Anbieter haben. Bzw (wenn es kein DSL/Kabel-Angebot bei dem jeweiligen Anbieter hat) eine für DSL-Kunden in Dtl. übliche Überschreitungsgrenze. Wenn Du also Glück hast und Vodafone-LTE-Kunde bist und der Richter der Klage entspricht, hiesse das für Dich, dass die Drosselung aufgehoben werden müsste, denn bei DSL hat Vodafone (zumindest laut eigenem Versprechen http://goo.gl/R8rQnV) keine Drossel. Zumindest noch nicht. - Viel Glück. ;)
 
@DARK-THREAT: Was hindert dich daran Sky DSL zu nutzen ?
 
@Horstnotfound: Der zu große Ping von über 500-1000ms, Onlinezocken somit unmöglich.
 
Drossel bei LTE entspricht doch grob der Drossel bei Telebumms, die sich mit ihrem Vorhaben doch unlängst einen 'Shitstorm' eingefangen haben? Drosselung von Kunden, die keine Wahlfreiheiten haben, also in solchen Gegenden, wo 'Over-the-Air' das einzige Angebot schnelleren Internets (und somit den Ersatz für das herkömmliche DSL/Kabel) darstellt sind m. E. heutzutage ein Grenzfall zur Nötigung. Und 'schnelleren' meint nicht das, was die Regierung unter schneller versteht (was ab 1Mbit aufwärts schon gegeben wäre o.O). Schneller beginnt m. E. z. Z. dort, wo Videos, TV-Streams, Videotelefonie á la Skype und Co. die Mindestanforderungen ansetzen. Wenn die ISP LTE schon zum billigen Lücken füllen der weissen Stellen auf der Landkarte nutzen wollen, dann sollen sie auch die Gegenleistung bieten, die jemand hat, der in einem einigermaßen vernünftig erschlossenen Gebiet lebt (DSL/Kabel). Bei den übrigen Gebieten hätte ich persönlich dann kein Problem mit einer Drosselung (ob nun bei LTE, Kabel oder DSL), wenn genug Alternativen zur Wahl stehen, die einen Wettbewerb ermöglichen und den Kunden somit eine Wahlfreiheit lassen. Diese Wahlfreiheit dürfte m.E. aber wohl nur in urbanen Gebieten gegeben sein und dorthin führen, wo wir unlängst waren; bei Shitstorm und bei Providerwechseln. Das Hauptärgernis der Drosselung bei Kunden ohne Wahlmöglichkeit ist im Übrigen nicht die Drosselung selbst. Einen solchen Cut führt auch fast jeder DSL/Kabel-Anbieter in seinen AGB auf. Das eigentliche Ärgernis ist, dass LTE-Kunden dieser Cut schon bei erreichen eines Bruchteils an Volumina erwischt und im Gegensatz zu DSL/Kabel sind die ISP dort auch ordentlich hinterher. Folgerichtig ist die Forderung im 5. Absatz auch derart zu verstehen: Die Verbraucherzentrale will für Gebiete ohne DSL/Kabel (nur mit LTE versorgt) nichts anderes, als die gleichen Rahmenbedingungen der Festnetznutzer.
 
Ich kann ein gewisses Maß an Drosselung ja sogar verstehen, wenn jemand den "Draht" quasi 24 Std. am Tag komplett zu macht, weil er meint es wäre sinnvoll im cmd "xcopy internet c:" einzugeben.... Aber wieso bitte nur ein diese zwei Zustände vollspeed oder Schnecke. Warum nicht tagsüber etwas(!) weniger und nachts dafür mehr. Warum nicht eine "Drosselung" auf 1/4 Speed, was immernoch reichen würde, um GMaps zu bedienen oder mal ein Foto zu verschicken. Diese Drosselung auf Steinzeitniveau ist meiner Meinung nach wirklich schon keine Vertragserfüllung mehr. Ist ja wie "all you can eat" aber nur 3 Körner Reis pro Minute
 
"Dies entspricht ganz und gar nicht den Erwartungen eines Verbrauchers," ach und bei handy verträgen ist das natürlich total ok wenn 300mb als flat verkauft werden weil man danach ja mit 1kb/s die sekunde weiter surfen kann -.-' die drosselung ist pure geldgier nichts anderes. und da gehört in jedem bereich nicht nur bei dem fall hier ein riegel davor
 
Das traurige ist ja, dass 384 Kilobit genau "DSL Light" entspricht. Die meisten User werden somit wahrscheinlich einfach nur auf ihr altes Niveau gedrosselt und ich kenne Leute, die stört das nichtmal groß und nehmen das so hin. Zumal der LTE Tarif meist nichtmal teurer oder sogar billiger ist, als der Festnetzanschluss bei Telekom..
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