Amazon: Verdi rüstet sich für neue Konfrontation

Die Auseinandersetzungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Handelskonzern Amazon sind zwar aktuell scheinbar abgeflaut, werden in der nächsten Zeit aber wohl wieder weitergehen. mehr... Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon Gewerkschaft, Verdi, Warnstreik Gewerkschaft, Verdi, Warnstreik Verdi

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verdi sollte sich lieber mal um wichtigeres kümmern als laufend arbeitsplätze zu zerstören! wie wäre es wenn die sich mal stark machen würden um den ganzen sinnlosen preiserhöhungen einhalt zu gebieten! das würde den leuten mehr nutzen als laufend dieses sinnlose gestreike was am ende nichts bringt!
 
@snoopi: Was soll eine Arbeitnehmer-"Vertretung" deiner Meinung nach mit Inflation zu tun haben? Denen ist gleich, wie die Preise aussehen, die verhandeln nur Löhne und Urlaubstage sowie Sonderzulagen. Preise gehen die doch nichts an...
 
@snoopi: Was ich nicht verstehe ist, warum die Mitarbeiter in Logistikzentren einen Einzel- und Versandhandel Tarif bekommen sollen, dies verpacken doch nur Pakete oder nicht ? und das ist für mich Logistik, oder sehe ich das falsch ?
 
@Moe007: Du sagst es doch selbst: VERSANDHANDEL. Was anderes macht Amazon nicht. Also steht den Mitarbeitern auch der Tarifvertrag für Einzel und Versandhandel zu.
 
@Moe007: Warum wird der Lagerarbeiter bei Aldi und LIDL nach Tarifvertrag "Einzelhandel" behandelt? Er packt doch nur Kisten in Regale?
 
@Moe007: Wo steht dass das Verpacken von nur Pakete oder Logistik ist? Nirgends! Logistik ist eine viel breitere Schiene mit Organisation, Steuerung, Bereitstellung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güter-, Informations-, Energie-, Geld- und Personenströme entlang der Wertschöpfungskette sowie der Lieferkette. Siehe z.B. da:http://de.wikipedia.org/wiki/Logistik.

ABER mal zu Deiner Information! Amazon will überhaupt keinen Tarifvertrag egal zu welcher Branche. Amazon verweigert auch Verhandlungen zu einem Haus-Tarifvertrag. Auf Deutsch: Amazon verweigert alle tariflichen Festlegungen. Die wollen nur Niedriglöhne ohne feste Arbeitsplätze und ohne einem sozialen Arbeitsumfeld. UND deswegen hat Ver.di Recht!
 
@snoopi: Außerdem sollte Verdi sich um die Lage in Kiew kümmern, den Hunger der Welt beseitigen, den Klimewandel stoppen, Kriminalität Einhalt gebieten und und und ... . Nur mal so aus Neugier, Du hast aber schon verstanden, was eine Gewerkschaft ist?
 
@iPeople: etwas sachlich wäre schon angebracht. wieviel firmen haben zu gemacht nur weil verdi da endlos mehr geld haben wollte? ihr seht blos das eine, das andere seht ihr nicht. wenn dann eine firma zumachen muss, wer hilft denn da? verdi bestimmt nicht. aber ich denke mal ihr werdet recht haben, irgendwann brauch ja eh keiner mehr arbeit weil er sich eh nicht mehr leisten kann, dank verdi. das mehr geld muss ja irgendwo her kommen. verdi ist und bleibt ein saftladen, firmen gehen pleite aber verdi fordert weiter zum streiken auf, schon ne coole sache.
 
@snoopi: Kommt jetzt wieder das Märchen, dass Schlecker wegen ver.di pleite gegangen wäre? Das war miserables Management mit fehlender Strategie. --------- Firmen gehen auf Dauer pleite wenn andere Firmen sie mit Dumpinglöhnen niederkonkurrieren können. Dann sollte ver.di aber doch nicht weniger Lohn für die tarifgebundenen fordern, sondern mehr Lohn für die Nicht-Tarifgebundenen.
 
Wenn Amazon sich auf Dauer mit untertariflichen Löhnen durchsetzt, dann wird man vielleicht mehr (untertarifliche) Arbeitsplätze schaffen. Dafür gehen gute, tarifliche Arbeitsplätze bei Otto verloren. Die Beschäftigten gewinnen dabei sicher nicht.
 
@DerFisch: Wer Dir da ein Minus gegeben hatte ist wohl nicht von dieser Welt. Ich habe das mal mit einem Plus ausgeglichen. Zustimmung!
 
@snoopi: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Du nach Deinem Geschreibe, Gewerkschaften sollen gefälligst Preise regulieren, von Sachlichkeit sprichst. Mal abgesehen, vom Mythos, dass Firmen grundsätzlich nur wegen Verdi zugemacht werden.
 
@iPeople: Überhaupt zu snoopi. Zu schreiben Fabriken haben wegen Ver.di zugemacht ist schon eine ziemlich merkwürdige Darstellung. Denn 1. ist nicht Ver.di Schuld an allen Schließungen sondern auch oft Missmanagement usw. UND 2. Ver.di ist ja nicht für alle Branchen / Industriebereiche zuständig in denen Betriebe geschlossen wurden. Kurzum: Die Aussage von snoopi ist Quatsch. UND ganz nebenbei: Amazon steht in gewisser Weise auch als Speerspitze für all jene Firmen / Wirtschaftsbosse, die generell tarifvertragslose Zustände wollen und dieses auch durchsetzten wollen. Da kommt das mit Amazon und der ach soooo bösen Ver.di natürlich gerade Recht!
 
@snoopi: Generell muss ich dir theoretisch zustimmen. Verdi will 3% mehr, IG-Metall 4%, plus normale Lohnerhöhung wegen Betriebszugehörigkeit etc. macht dann im Durschnitt für FAST alle +5% Lohn. Dies ergibt dann auch im Durschnitt eine allgemeine Preissteigerung von 5%, wie viel mehr hat man jetzt in der Tasche? Dumme Sache, irgendwie... Noch dümmer ist allerdings, dass die Gruppe außerhalb von "FAST alle" immer mehr werden.
 
@Lastwebpage: 5% verlangen, und bekommen sind 2 verschiedene Sachen. Und wenn der Preis für ein Produkt um 5% steigt, weil der Lohn 5% steigt, ist wohl irgendwo der Wurm in der Rechnung, oder?
 
Verdi vs. Amazon artet so langsam wie Samsung vs Apple ... oder Gema vs. YouTube aus ... nervt langsam eher.
 
@Hausmeister: Ja, oder Schmidt gegen Müller in Kleinkleckersdorf .....
 
@iPeople: Waren das die Beiden mit der Quietsche-Ente in der Badewanne?:-)
 
Für mich ist ver.di einer der letzten haufen. Nich als gewerkschaft betrachtet sondern aus führungssicht. 1 jahr ist das ganze nun schon am laufen und nix ist passiert. Wie soll man bitte eine gewerkschaft ernst nehmen die sich nicht 100 % dahinterklemmt? Im bahnbetrieb wäre längst ein streik an allen stellen/Standorten begonnen worden.
 
@MarcelP: Du weißt aber schon, dass nur Mitglieder streiken? Wenn zu wenig Mitarbeiter bei Amazon Verdi-Mitglied sind, kann Verdi nicht viel ausrichten, da nur diese wenigen Mitarbeiter streiken würden.
 
@iPeople: Im Prinzip darf jeder streiken, nur bei Gewerkschaftsmitgliedern ist der Lohnausfall gedeckt. Wär auch blöd wenn nur Mitglieder streiken dürften weil dann der Arbeitgeber sofort sieht wer zur Gewerkschaft gehört. Und genau das soll er eigentlich nicht wissen
 
@zwutz: Ja ich weiß. Dazu kommt aber, dass ein nicht gewerkschaftlich orgeanisierter Mitarbeiter durchaus auch arbeitsrechtliche Probleme bekommen kann.
 
@iPeople: Nein. Nicht wenn der Streik von einer Gewerkschaft ausgerufen wurde.
 
@zwutz: ich meinte auch nicht unmittelbar und mit genau dieser Begründung ;) Keine Sorge, so ungeläufig ist mir das Arbeitsrecht nicht ;)
 
@MarcelP: Viele Amazon-Versandlager gibt es erst seit 2011 oder 2012. Da sind noch nicht so viele Mitarbeiter ver.di-Mitglied. Die Strategie ist also nachvollziehbar. Einen flächendeckenden unbefristeten Streik würde man verlieren. Und dann ist die Streikmoral komplett im Eimer. Streiken bedeutet immer auch einen teilweisen Gehaltsverzicht, da das Streikgeld etwas weniger ist. Beim nächsten Streik wird Graben aber sicher als dritter Standort dabei sein.
 
Ver.di hat verloren und schadet sich selber und den Mitarbeitern nur unnötig. Es steht ja auch im Text, dass die Mitarbeiter drunter leiden, da man sich im Bekannten und Freundeskreis für seinen ach so "schlechten" Arbeitgeber rechtfertigen muss. Dass sowas nervt, kann ich auch verstehen. Dass Amazon schlecht bezahlt, ist ja nun wirklich auch nicht der Fall, für die Arbeit, die man da leisten muss.
Amazon hat es ja auch geschafft, über Weihnachten mal eben mehrere tausend Leute zusätzlich zu finden um den Streik abzupuffern. Nicht so selbstverständlich, wenn da keiner arbeiten wollen würde.
 
@FatEric: Verloren haben die Mitarbeiter. Verdi ist ledilgich Vertreter derselben.
 
@FatEric: Wenn nur 1/8tel der Mitarbeiter schlechter behandelt wird wie in den Tarifverträgen steht ist das immer noch zu viel. Nur weil es sagen wir 3/4 tel scheiss egal ist dass die 1/4 kaum was bekommen macht es die 1/4 nicht nichtig und das gezeichnete Bild in der Öffentlichkeit von Amazon nicht falsch. "Nicht so selbstverständlich, wenn da keiner arbeiten wollen würde." Wie das ganze oft mit dem Arbeitsamt läuft ist dir schon klar? Viele werden praktisch genötigt das dann zu machen und andere denken sich auch besser als nichts - ist es auch, nur warum sollen diese Leute nicht einen anständigen Lohn bekommen?
 
@FatEric: Für die mediale Berichterstattung - Stichwort Leiharbeiter - ist nicht ver.di verantwortlich. Das wurde von Journalisten aufgedeckt. Schuld ist allein die Amazon-Geschäftsleitung, wenn sie die Arbeitsbedingungen bei Subunternehmern nicht kontrolliert.
 
@DerFisch: Da hat aber Amazon innerhalb einer Woche reagiert und zum Beispiel diesem "sicherheitsdienst" gekündigt. Leiharbeit ansich ist bestimmt nicht toll, aber wohl wirklich kein Amazonproblem.
 
@FatEric: Die Reaktion von Amazon kritisiere ich auch gar nicht. Aber trotzdem war das ein Auslöser für schlechte Presse. Auch früher ist Amazon negativ in die Schlagzeilen gekommen, weil sie zeitweise Beschäftigte üüber staatliche Eingliederungshilfen quasi gratis angeheuert und danch gefeuert haben. Daran ist jedenfalls nicht ver.dii schuld..
 
@FatEric (o4): Weil da von Amts wegen Harz IV - Leute hinverdonnert wurden! Und was war nach Weihnachten? Alle Leute kurzfristig wieder ´raus!
 
@Kiebitz: Hartz IV sind wie viel 400€ ca.? der Lohn bei Amazon bezieht sich auf 9,50€ die Stunde ca. bei einer 40 Stunden Woche rund 1650€ Brutto. Sind ungefähr 1180€ Netto. Ja das ist nicht viel, aber man muss dafür nicht wirklich viel gelernt haben. Das ist mehr als ein Frisör bekommt, der 3 Jahre Ausbildung machen muss. Mit 1180€ kann man aber gut Leben. Luxus ist halt keiner drinnen.
 
@FatEric: Also bemessen wir angemessene Löhne jetzt nach dem Hartz4-Satz? Wenns denen schlecht geht, solls anderen auch schlecht gehen? Es ist egal ob andere weniger verdienen - Amazon macht gigantische Umsätze; da haben die Mitarbeiter tarifliche Bezahlung verdient.
 
@FatEric: Und diese Geringschätzung "unqualifizierter" Arbeit ist auch unangebracht. Dann braucht man für den Job eben keine besondere Ausbildung. Trotzdem ist es schwere Arbeit udn macht auf Dauer den Körper kaputt. Daher ist auch ein auskömmlicher Lohn drin. Und von 1200€ Netto kann man nicht "GUT" leben. Schon garnicht mit Kindern.
 
@Kiebitz: Nochmal nachträglich zur Klarstellung: Amazon lehnt JEDE - ich wiederhole: JEDE!- tarifliche Festlegung ab. Amazon will KEINEN Tarifvertrag egal welcher Branche und auch keinen Haustarifvertrag. Amazon stellt somit die Speerspitze gewisser Firmen und Arbeitgeber dar, die keine Tarifverträge wollen. UND das gehört mit allen legalen gewerkschaftlichen Mitteln bekämpft. Punktum! Aus!
 
ich gönne jedem mehr geld wenn die person eher zu den geringverdienern gehört. da kann man auch mal ordentlich an den tarifen schrauben. und das auch mit druck! das verdi hier aber den leuten am lager bei amazon den einzelhandelstarif erstreiken will erschliesst sich mir gar nicht. das ist nun mal logistik.
 
@Matico: Auch für diech nochmal der Tarifvertrag den Verdi fordert gilt für Einzel und VERSANDHANDEL. Das ist keine Logistik Amazon verkauft Sachen und das macht Amazon zu einem Versandhändler. Also sollte den Mitarbeitern auch der passende Tarifvertrag zustehen.
 
@Matico: http://abload.de/img/1397604_1015179003601zqdtc.jpg
 
@Matico: ABER mal zu Deiner Information! Amazon will überhaupt KEINEN Tarifvertrag egal zu welcher Branche. Amazon verweigert auch Verhandlungen zu einem Haus-Tarifvertrag. Auf Deutsch: Amazon verweigert alle tariflichen Festlegungen. Die wollen nur Niedriglöhne ohne feste Arbeitsplätze und ohne einem sozialen Arbeitsumfeld und ohne jede tarifvertragliche Bindung. UND deswegen hat Ver.di Recht! VON daher: Es geht grundsätzlich auch um eine Einbindung Amazons in einen Tarifvertrag!
 
Bevor es wieder eskaliert, hier nochmal GRUNDLEGENDE INFO:

1. Die Forderung nach dem Tarif stellt nicht irgendein(e) GewerkschaftssekretärIn auf, sondern die Beschäftigten bei Amazon selbst. Sie wählen eine Tarifkommission.

2. Bevor wieder alle ihr Argument auspacken: "Aber mimi, die beraten doch nicht" --> Bezahlung nach dem Tarif des Einzel- und Versandhandels ist gerechtfertigt. In dem Tarifvertrag gibt es verschiedene Lohngruppen. VerkäuferInnen mit Ausbildung und Berufserfahrung werden besser bezahlt als Regalauffüller.

Es gibt auch eine Entgeltgruppe für VERSANDmitarbeiter. Otto bezahlt seine Mitarbeiter im Versandzentrum nach dem Tarif des Einzelhandels. Die machen das gleiche wie bei Amazon.
 
3. Nicht "ver.di" streikt, sondern die Mitarbeiter bei Amazon. Niemand wird gezwungen dem Aufruf zu folgen. Wenn am Spitzentag 1.800 Beschäftigte dem Aufruf folgen, gibt es offenbar den Wunsch nach Tarifverhandlungen. 4. Amazon redet nichtmal mit ver.di, weil sie ein Problem mit Gewerkschaften haben. Es gibt also gar keine andere Möglichkeit als zu streiken, um Amazon an den Verhandlungstisch zu bringen. Nett fragen hat man monatelang versucht.
 
Wieso versucht es Ver.di immer wieder? ich verstehe das nicht.. kann mir nciht vorstellen, dass die AN so schlecht dort haben bei Amazon. :/ und deren Lohn ist fuer Teilzeit weitaus mehr als bei manchen anderen Berufen vollzeit!! die sollten lieber dort was machen statt dort, wo man nen guten Lohn mit 10+ bekommt. alles unter 8 ist naemlich schlecht!
 
@StefanB20: ver.di sind die Mitarbeiter bei Amazon. Wie sollen die denn die Löhne von z.B. Friseuren verbessern?! Sie können schlicht nur im eigenen Betrieb streiken. Zwar gibt es Versandhändler die schlechter zahlen (Zalando), es gibt aber auch welche die besser zahlen (Otto, Baur etc.). Entscheidend für eine Gewerkschaft kann nur sein, ob Amazon tarifgebunden ist. Das ist es nicht, daher wird gestreikt. Punkt.
 
Genau Verdi, immer weiter so - ungelernte Sicherheitskräfte auf Flugplätzen müssen 16€ Stundenlohn verdienen, bei Amazon lässt sich mit Streiks auch viel mehr raus holen, ich denke mal 30€ sind da locker drinnen, wenn man 24 Monate Streikt... Wenn die großen Firmen dann alle ins Ausland abgewandert sind, dann habt ihr GEWONNEN !!!
 
@Horstnotfound: So nachdem du dir den Schaum vorm Mund weggewischt hast, darf ich dir mitteilen dass die Beschäftigten bei Amazon nicht 30€, sondern 11-14€ pro Stunde fordern. Und dass der Frankfurter Flughafen bestimmt nicht wegen Lohnerhöhungen ins Ausland abwandert.
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