App lässt Smartphone-Nutzer CPU-Leistung spenden

Samsung und die Universität Wien haben gemeinsam eine Android-App veröffentlicht, die sowohl als Wecker dient, als auch den Nutzern ermöglicht, die Rechenleistung ihres Smartphones einem Forschungsprojekt zur Verfügung zu stellen. mehr... Wecker, Android App, Power Sleep Bildquelle: Samsung Wecker, Android App, Power Sleep Wecker, Android App, Power Sleep Samsung

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Und wenn es schon auf BOINC basiert (bzw. vermutlich um einen Wecker erweiterte BOINC App ist), hätte man den Nutzern gleich ermöglichen sollen selbst zu wählen, an welchen Projekten sie teilnehmen möchten. Aber wenn man damit die Leute ein wenig für verteiltes Rechnen begeistern kann, ist die App trotzdem begrüßenswert.
 
@Link: Hoffentlich schaffen die es, dass es auch ohne Wecker muss klingeln, läuft. Auserdem sollten die die Möglichkeit zu auswahl geben, wieviele Kerne benutzt werden, denn meins mit 4 kernen wird richtig heis und dann steht da, dass unterbochen wurde dmit es abkühlt. Wenn ich auf 2 Kernen einstellen könnte, dann würde es zu diesen Untebrechungen vielleicht nicht kommen. ........EDIT: Interessant wäre zu wissen wie effizient so eine Smartphone im Vertgleich zu einer Desktop CPU ist, was die PPD/Watt angeht http://www.foldingstats.eu/index.php?seite=cpu_vergleich
 
@lubi7: die Anzahl der Kerne begrenzen und auch ohne Wecker ist es mit der original BOINC App möglich. Wie effizient es ist, hängt sehr stark von der Art der Berechnungen ab, ähnlich der Frage, ob eine bestimmte wissenschaftliche Anwendung auf GPUs effizient läuft bzw. sich überhaupt sinnvoll für GPUs umsetzen lässt. Soweit ich das beobachten konnte, laufen auf ARM i.d.R. solche Projekte gut bzw. effizient, die das auch auf GPUs tun, was ja auch nicht unbedingt überraschend ist, da beide Arten von Chips nur relativ einfache Befehlssätze haben (verglichen mit x86) und alles kompliziertere dann eben vergleichsweise viele Takte benötigt, bis es fertig ist (was natürlich dann nicht mehr effizient ist). Auch Projekte, mit hohem RAM-Bedarf lassen sich weder auf GPUs noch auf ARM-Geräten sinnvoll umsetzen.
 
Ich muss leider das ganze etwas aus der negativen Seite beleuchten. Denn Rechenleistung spenden, egal ob das die CPU im Desktoprechner ist, die bei nix-tun einfach etwas für "andere" rechnet, oder jetzt das Smartphone, kostet. Die Rechenleistung braucht schließlich zusätzlich Energie, die man wiederum auch bezahlen muss. Ganz von oben betrachtet spendet man also freiwillig Geld. Nix weiter, denn weitere Vorteile hat man nicht. Man nimmt weder an irgendwelcher Verlosung teil, noch kann man damit irgendein "Held" werden. Für mich ist die Sache mit der Energie ein K.O.-Kriterium, warum ich sowas nie wirklich laufen lassen habe. Sorry für all die, die auf meine Rechenleistung gehofft haben ;)
 
@NewsLeser: Du spendest Rechenleistung - Energie - Geld. Vom Prinzip hast du recht, hast du persönlich denn schon Geld gespendet? Häufig ist es so, die Leute die etwas spenden, spenden einmal im Jahr - wenn sie nicht mit leib und seele beim Projekt sind. Dann gibt es Leute die nichts spenden, weil sie nicht nachvollziehen können, wohin das Geld geflossen ist. Wenn du jedoch Geld in Form von Rechenleistung spenden kannst, ist deine Spende quasi einer gewissen Verwertung zugeordnet. Wenn du Geld spendest, muss und wird ein gigantischer "Overhead" damit am leben erhalten, der vielleicht nicht notwendig ist - dein Geld muss auch von einer Person verbucht werden. Auch kann durch solche Technologien ein Rückkanal gehalten werden. Außerdem, und das ist sehr wichtig, spendet man nicht nur einmal etwas, sondern immer wieder. Wenn du im Jahr 2014 eine Stunde Rechenleistung zu einem preis von wenigen Cent spendest, ist die ausbeute im Jahr 2017 mind. doppelt so hoch zum selben Preis. Wenn du jedoch den selben Geldbetrag über die Jahre spendest, wird er aufgrund der Inflation immer weniger wert. Ich sehe also eine menge vorteile, weswegen man solche Möglichkeiten der Unterstützung bevorzugen sollte. Es sei denn - man möchte gar nicht spenden... OK... aber dann ist die Diskussion über die Möglichkeiten einer Spende vollkommen egal ;)
 
@NewsLeser: ich finde es traurig, daß du bemängelst, daß Du für eine Spende (in diesem Falle Rechenleistung und ein paar Cent für Strom) keine Gegenleistung wie eine Verlosung oder Ruhm erhälst. Du solltest mal die Bedeutung von "Spenden" vielleich mal überdenken. Man sollte dafür keine Gegenleistung oder Vorteile erhalten. Einfach mal, in diesem Falle der Wissenschafft, uneigennützig helfen. In zehn, zwanzig Jahren werden wir alle vielleicht etwas davon haben. omtc
 
@gnom68: Das ist das Problem unserer gesellschaft.
Jeder will eine gegenleistung egal für was.
Wenn jemand etwas von ein paar cent Strom abhänig macht tut mir das wirklich leidGeld für Smartphone, Verträge, Computer etc. ist da leider.Leute helfen heutzutage meist nur wenn wenn Sie etwas davon haben.
Werde mir persönlichz die App jetzt nicht installieren da ich schon genug Open Souce Projekte mitfinanziere, will NewsLeser auch nicht unterstellen dass er das nicht tut, aber so etwas von ein paar cent Strom abhänig zu machen ?!
 
@NewsLeser: Irgendwie hast du schon Recht, wie war das gestern noch mit den falschen Energieeffizensklassen und den dadurch entstehenden + 100 Terrawatt? Und dann sich noch über eine Trassenführung in Bayern aufregen, Förderung der Solartechnik; weiterhin freie Fahrt für freie Bürger, im Notfall dann in 20 Jahren mit ähnlich ineffizienten Elektroautos; und und und... Insgesamt gesehen ist es mit Energiesparen bzw. Energie generell nicht weit her.
 
@NewsLeser: hört sich so an wie die Leute die sagen "Wenn ich auf dem Laufband im Tv nicht eingeblendet werde möchte ich mein Geld wiederhaben"
Krass das manche wirklich so denken.
 
@NewsLeser: Du hast natürlich recht, dass nichts auf der Welt ohne einen Verbrauch an irgendwas funktioniert.
Nur solltest Du mal die Werte kontrollieren, die Du Dir zum Maßstab Deines Handelns gegeben hast. Vielleicht hast Du schon mal von dem Begriff "Spende", "Selbstlosigkeit", Ehrenamt" oder "Bürgerschaftlichem Engagement" gehört. Aber es ist definitiv falsch zu behaupten, man würde nur "investieren" und bekäme nichts zurück. Das zeigt mir, dass Du unser Zusammenleben nicht verstanden hast. Denn selbstverständlich bekommst Du etwas zurück, viel mehr als bei jeder "Bier rettet Regenwald" Aktion. Du wirst nämlich zu Deinem eigenen Held und fühlst Dich gut, du hilft der Gesellschaft zu funktionieren und Gemeinschaft zu schaffen. Ohne freiwilliges Engagement würde unsere Welt nicht funktionieren, dann hätten wir die ausnahmslos von Unternehmen und Militär geführten Gesellschaften, die in der SF so eindrucksvoll beschrieben werden.
Es ist nicht Deine Ablehnung dieses Projektes, auch ich habe die Genom-Forschungs Apps deinstalliert, sondern es ist die Begründung, die mich erschaudern lässt und die mir deutlich zeigt, in welche Richtung ich meine Kinder mit gutem Vorbild erziehen muss.
 
@NewsLeser: wie die anderen schon geschrieben haben, solltest du mal die Bedeutung des Wortes "Spende" nachschlagen. Zum Thema "Held" werden: wenn was gefunden wird, werden bei manchen Projekten sehr wohl die Besitzer der Rechner benannt, die dieses Etwas gefunden haben, das war IIRC bei Einstein schon mal so, bei Rosetta gibts ne lange Liste von Leuten, die jeweils die Struktur mit der niedrigsten Energie gefunden haben: http://boinc.bakerlab.org/rah_old_potd.php Bei Projekten, bei denen das möglich ist, wird also, wenn die Admins das auch wollen, durchaus die Möglichkeit genutzt eventuelle besonderen Ergebnisse der einzelnen Teilnehmer zu würdigen.
 
@NewsLeser: Deswegen heißt es ja auch SPENDEN, da bekommt man keine Gegenleistung. Und dennoch trägst du mit deinem Anteil zur Lösung dringender Fragen der Menschheit bei.
 
@NewsLeser: na hoffentlich mußt du jetzt dann nicht von wasser und Brot leben. Und hi und da kann man in seinem Leben auch mal was geben, ohne gleich wieder irgendeinen persönlichen Vorteil davon zu haben.
 
"Wie beim durch die PlayStation 3 bekannt gewordenen Projekt BOINC..." Also wenn dann ist BOINC durch Seti@Home bekannt geworden
 
@Slurp: ohja Seti@Home ist ein lustiges Projekt. Übersinn und Zweck lässt sich da ja auch streiten aber Interessant ist es schon :) (zumindest finde ich das) ;)
 
@Slurp: Yep. Das ganze ist vieel Älter als die PS3. Hatte Seti damals schon auf meinem 166MHz PC drauf ^^
 
@Slurp: lief denn BOINC überhaupt jemals auf der PS3? IIRC lief darauf Folding@Home, das ist aber kein BOINC-Projekt.
 
@Link: Nur wenn du eine Fat hast, deren Firmware alt genug ist, um noch eine Linux-Installation zuzulassen. Die Slim kann das gar nicht, bei der Fat hat Sony das irgendwann mal per Firmware-Update unterbunden.
 
Nee danke, die Akkulaufzeit ist so schon gering mit 1-2 Tagen :P Wenn das Smartphone dann auch noch ständig an der Dose hängt, damit die App benutzbar ist, kann man den Akku ziemlich schnell wegschmeißen...
 
@Angel3DWin: Li-Po akkus kann man laden wann man will. Man muß (darf) sie nicht entladen bis das Smartphone von selber verreckt. Ideal ist laden ab 25% und laden auf max 80-90%. Krampfhaftes auf 100% prügeln und halten schädigt diese Akkus. Letzteres würde mir sorgen machen, jedoch schalten heutige Ladegeräte ab wenn der Akku voll ist.
 
@Aerith: Ich weiß, aber habe eben auch gelesen, dass eben wenn das Handy nur an der Steckdose hängt, selbst wenn das Ladegerät sich abschaltet, das genauso ungesund ist, das meinte ich eben damit :)
 
@Angel3DWin: wie im Text geschrieben, ist das primär für Leute gedacht, die das Handy eh über Nacht laden lassen und in dieser Zeit ist es dann eh am Ladekabel, ganz unabängig davon, ob BOINC läuft oder nicht. Das einzige Problem dürfte die Hitzeentwicklung sein, speziell bei Quad-Core-CPUs, aber ich nehme jetzt einfach mal an, dass die die Möglichkeit die Anzahl der verwendeten Kerne zu beschränken nicht entfernt haben.
 
@Link: Ja selbst wenn ich meins nur lade wird es hinten schon ganz schön warm, im Idle. Wenn dann auch noch alle 4 Kerne beansprucht werden würden, naja, ich weiß nicht. Da ist eine Begrenzung wirklich wichtig. 1 oder 2 Cores machen da nicht ganz soviel aus....
 
"Wie beim durch die PlayStation 3 bekannt gewordenen Projekt BOINC..." mh naja ich selbst habe bisher noch nie von soetwas gehört.
Finde es aber eine super Sache. Da Samsung jedoch alles andere als eine Vertrauensvolle Firma ist, werde ich mir wohl die originale BOINC App laden. Aber super Artikel, danke für die Hinweise was es alles so gibt :)
 
BOINC auf der PS3? Ich habe eine PS3, und ich benutze BOINC, allerdings wäre mir neu, daß die beiden zusammengehören. Auf der PS3 heißt das Projekt "Folding@home" und faltet Proteine. Mit BOINC hat das hezlich wenig zu tun, wenngleich es dafür ebenfalls einen Proteinfalter namens "Rosetta" gibt. Also ja, die PS3 kann Proteine falten, aber nein, das tut sie nicht mit BOINC. Um BOINC auf einer PS3 einsetzen zu können bedarf es einer PS3, auf der man ein Linux installieren kann. Damit ist die "Slim" schonmal raus, und wer auf seiner "Fat" eine aktuelle Firmware drauf hat, schaut ebenfalls in die Röhre. Bekannt geworden ist BOINC jedenfalls nicht durch die PS3, wie im Artikel behauptet wird.
 
wo ist der benefit on top? ich zahle nicht nur strom für diese verteilte rechnerei, sondern auch traffic geht auf meine kosten um an solch projekten mitzuwirken - aber wo zum henker hab ich als derjenige der hier ressourcen zur verfügung stellt, etwas davon? warum soll ich das machen und ggf. fehlende erreichbarkeit zu riskieren?
 
@Rikibu: siehe Antworten auf [o2] und beschäftige dich eventuell mit der Bedeutung des Wortes "Spende".
 
@Rikibu: https://de.wikipedia.org/wiki/Spende
 
@Rikibu: Das Programm startet erst wenn des Smartphone am Ladekabel höngt und ab 80% voll ist, also wenn du aufstehst und das Smartphone vom Ladekabel trennst, wird das Programm angehalten.
 
@Rikibu: Traffic über WLAN ist natürlich - da dahinter ja in der Regel ein DSL-Festanschluss hängt - arschteuer. Von den Gigawatt an Stromverbrauch mal völlig abgesehen. Und dann gibt's noch nicht mal ne angemessene Entlohnung? Unverschämtheit!
 
Für alle die hier schrieben man solle doch das Wort "Spende" nochmal nachschlagen. - Wenn wir nicht ein derart krankes Geld- und Wirtschaftssystem hätten, müßte man nicht spenden! - Ja, hier geht es um Medizin! Aber auch die wird selbst hier in Deutschland immer mehr zu einer "full profit" Veranstaltung!? Am Ende werden die hiermit gemachten Fortschritte von irgendwem patentiert und Milliarden damit "verdient". Also warum "spenden" nicht die, die damit Gewinne machen wollen, ein Rechenzentrum für das Projekt? Warum soll ich für etwas spenden, für das ich am Ende auch noch Mondpreise zahlen darf?
 
@OPKosh: das mit dem Spenden der eigenen Rechenleistung für Medizinforschung hat in der Tat einen gewissen Beigeschmack, da will ich dir nicht widersprechen. Aber es gibt auch reichlich BOINC-Projekte, die nichts damit zu tun haben, z.B. aus dem Bereich der Astronomie. Ich Rechne z.B. hauptsächlich für SETI und Milkyway, da kann ich mir relativ sicher sein, dass sich daran in absehbarer Zeit keiner an den Ergebnissen eine goldene Nase verdienen wird (außer die am Projekt beteiligten bekommen einen Nobelpreis, das gönne ich denen aber).
 
@Link: Mit Astronomie und Astrophysik hast Du sicher Recht! Das sind aber so wohl ziemlich die einzigen Wissenschaften aus denen sich nicht so schnell Geld machen läßt!? Und es ändert nicht wirklich etwas an dem von mir dargestellten Problem!? Aber gerade bei allem was in die Medizin einfließt (Biologie, Biochemie, Chemie) ist es besonders pervers! Gerade in der Medizin (Pharmakonzerne, Medizintechnik usw.) werden die verlangten exorbitanten Preise immer mit den riesigen Forschungskosten begründet. Und jetzt will man nicht mal mehr die bezahlen und trotzdem seine Phantasiepreise verlangen?! Das ist doch wohl ein schlechter Witz!? Und wie so mancher Kommentar hier zeigt, sind die Menschen anscheinend inzwischen schon so verblödet (SORRY! Aber anders kann ich mir das nicht mehr erklären!), dass sie nicht mal merken, wie man sie verarscht! Schlimmer noch! Man beschimpft sogar noch die, die sich nicht verschaukeln lassen, faktisch als asozial. Wo sind wir nur gelandet?
 
@OPKosh: naja, ganz so einfach ist es nicht. 1. Die Projekte, für die man rechnet, das ist Grundlagenforschung an Universitäten (i.d.R.), d.h. dass was dort herauskommt, ist erstmal jedem zugänglich und nicht nur einem ausgewählten Pharmakonzern. Zweitens werden damit Sachen erforscht, in die kein Pharmakonzern je allzu viel Geld reinstecken wurde, weil die Forschung auf dem jeweiligen Gebiet noch viel zu sehr in Kinderschuhen steckt, so dass es noch gar nicht erkennbar ist, ob das zu irgendwas führt und wenn, dann trifft Punkt 1 zu, was nicht unbedingt für ein gewinnorientiertes Unternehmen zum Investieren von größeren Summen einladend ist. Man muss aber auch anmerken, dass solche Forschung an Unversitäten sehr wohl von Pharmakonzernen unterstützt wird, von dem Geld, das der Staat beisteuert kann heutzutage eine Arbeitsgruppe aus dem Bereich einfach keine zeitgemäße Forschung betreiben, das reicht nicht mal um die notwendigsten Geräte auf dem Stand der Technik zu halten. Nur werden eben auch von den Konzernen keine große Summen investiert, schon alleine deshalb, weil es sehr viele Arbeitsgruppen gibt, die auf dem gleichen Gebiet forschen, da ist es nun mal nicht möglich, dass die alle eigene Rechenzentren bekommen und das Geld wird wirklich für Wichtigeres benötigt. Ganz soo böse sind die Konzerne nicht und ob du es glaubst oder nicht, ohne deren Geld wäre Forschung zumindest an deutschen Unis im Bereich (Bio)Chemie/Pharmazie/Medizin praktisch nicht mehr vorhanden und schon gar nicht auf dem teilweise sehr hohen Niveau, das wir hier haben. Das zu der Grundlagenforschung... Die Forschung an fertigen Medikamenten findet dann auch in den Labors der Pharmakonzerne statt und auch nur dort, da man natürlich die Informationen nicht auf der ganzen Welt an irgendwelchen BOINC-Rechnern oder sonst wo verteilen will. -----------------------------------------------------------------------
Entsprechend sehe ich das Rechnen für solche Projekte nicht so wie du. Es hat nur einen gewissen "Beigeschmack" für mich wie ich schon sagte, was aber nicht bedeutet, dass diese Projekte für mich ein NoGo sind, Rosetta@Home z.B. habe ich selber als Backup-Projekt für meine CPUs, zeitweise habe ich es auch als ein 2. Hauptprojekt neben SETI verwendet, allerdings ist der RAM-Bedarf dieses Projekts für meine schon etwas betagten Rechner mittlerweile ein Problem. Auch wurde ich auch niemals jemanden, der für solche Projekte seine Rechner arbeiten lässt, als verblödet bezeichnen, denn man sollte hier bedenken, dass viele, die an Projekten mit dem Ziel der Heilung einer bestimmten Krankheit rechnen, selber von der Krankheit betroffen sind (oder waren falls schon jetzt irgendwie halbwegs heilbar) oder vielleicht jemand aus ihrer Familie oder Umfeld davon betroffen ist/war oder sogar an der Krankheit nach langem Leiden gestorben ist. Das man da selber dazu beitragen möchte, dass die Forschung schneller vorankommt, ist mehr als verständlich und für diese Menschen spielt es wahrscheinlich auch keine (große) Rolle, ob nachher dabei ein Medinkament rauskommt, bei dessen Verkauf ein Pharmakonzern Geld verdient. Und schließlich gibt es auch Krankheiten, bei denen man gar nicht von den Pharmakonzernen erwarten sollte, dass sie selbst besonders viel für die Entwicklung eines Medikamentes tun werden, AIDS wäre so ein Beispiel, den AIDS-Kranken haben sie ja schon dort, wo sie ihn haben wollen: sie können ihn mit Medikamenten 30+ Jahre am Leben erhalten. ---------------------------------------------------------------------- Hmm, das ist jetzt aber lang geworden...
 
@Link: Sehr gut beschrieben! Aber Du merkst, dass Deine Verteidigung dieser Projekte auf der Absurdität des ganzen System beruht?! ;-) Das meinte ich mit meinem ersten Post. - Man investiert nicht, oder kaum, in Grundlagenforschung, weil der Profit nicht absehbar ist. Statt dessen läßt man diese Forschung die öffentliche Hand und die Betroffenen selbst finanzieren. Wenn dann was absehbar ist steigt man ein und patentiert es am Ende noch. - Oder Dein AIDS-Beispiel! Sehr gutes Bsp. im Übrigen! Denn richtig(!), an einer wirklichen Heilung ist man gar nicht interessiert! Im Gegenteil! Man verweigert selbst das was man hat denen die es sich nicht leisten können. Man verklagt ganze Staaten, in Afrika, die Generika für ihre Bevölkerung produzieren wollten und läßt lieber Tausende, wenn nicht Millionen, verrecken! - Und die Betroffenen, die wohl hauptsächlich aus Verzweiflung sich an derartigen Projekten beteiligen, habe und will ich auch gar nicht beschimpfen! Die sind sich der Perwersion dieses Systems mit Sicherheit bewußt. Mir ging es um die, die dieses System für normal, richtig, und clever zu halten scheinen.
 
@OPKosh: bis jemand ein anderes _funktionierendes_ System entwickelt, müssen wir mit den Nachteilen des aktuellen Systems leben, gemessen an anderen bisher ausprobierten Systemen ist der eigentlich gar nicht mal so schlecht bzw. es ist eindeutig das Beste und es könnte noch besser werden, wenn sich unsere Politiker trauen wurden es an der einen oder anderen Stelle durch sinnvolle (!) Gesetze zu regulieren statt an ihren nächsten Arbeitsplatz oder die nächsten Wahlen zu denken. Unternehmen, die ihre Produkte verschenken oder Kopien davon tolerieren, kann ich mir kaum als langfristig überlebensfähig vorstellen, von daher verständlich, dass auch die Pharmaunternehmen, genau wie alle anderen auch, unerlaubtes Kopieren ihrer Produkte verfolgen. Alle Unternehmen in staatlicher Hand und nicht gewinnorientiert hatten wir schon, dass hat nur zu Jahrzehnten an Rückstand in der Entwicklung ggü. Staaten, die bereits unser aktuelles System hatten und letztendlich dem Zusammenbruch des Ganzen geführt, also ist das nicht die Lösung des Problems. ----- Und zur Grundlagenforschung in der öffentlichen Hand solltest du meinen Beitrag genauer lesen: wäre sie alleine in der öffentlichen Hand, ohne der Spenden der Industrie (ja, Spenden), gäbe es sie praktisch nicht mehr.
 
@Link: " Das System ist eigentlich gar nicht mal so schlecht bzw. es ist eindeutig das Beste und es könnte noch besser werden, wenn sich unsere Politiker trauen wurden es an der einen oder anderen Stelle durch sinnvolle (!) Gesetze zu regulieren statt an ihren nächsten Arbeitsplatz oder die nächsten Wahlen zu denken." - Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber das hatten wir alles mal! ;-) Nannte sich SOZIALE Marktwirtschaft! ;-) Seit der Wiedervereinigung geht es damit bergab. Und so richtig seit der Agenda 2010. Seit gut 20 Jahren DEreguliern wir! Das wird nicht besser, das wird schlimmer!
 
@OPKosh: nennt sich immer noch so, allerdings hast du recht, dass es insbesondere durch die Agenda 2010 nicht mehr so sozial ist. Es ist aber immer noch eben dieses System welches sich eben als das Beste bisher erwiesen hat, nur eben gerade vielleicht nicht in seiner besten Verfassung ist.
 
@Link: "... nur eben gerade vielleicht nicht in seiner besten Verfassung ist." - Nein! Die richtigere Beschreibung wäre, dass es nur noch ein Schatten seines früheren Selbst ist. Und es wird schlimmer! Denn es ist beiweitem nicht nur das Soziale das "gelitten" hat. - Die Regeln und Gesetze die Du fordertest hatten wir alle mal! Man hat sie gezielt beseitigt. Und beseitigt immer mehr! Das ist nicht nur eine etwas schlechte Verfassung, in der das Sytem steckt, das ist ein äußerst beunruhigender und sehr deutlich erkennbarer Trend. Und wenn Du glaubst das wird sich schon wieder richten, wirst Du wohl eine ziemlich böse Überraschung erleben! ;-) - Weißt Du das klingt bei Dir so, als wäre die soziale Marktwirtschaft nur mal eben durch einen dummen, unvorhersehbaren Umstand in eine etwas ungünstige Lage gebracht worden, aus der man sich schon wieder aufrappeln wird. Doch so ist es nicht! Sie wird zielstrebig und ganz bewußt und gewollt demontiert.
 
@OPKosh: das wird sich auch richten, nur müssen die Leute dazu ihren Arsch vom Sessel hochkriegen und auf die Straße gehen und diese erst verlassen, wenn alles zu ihrer Zufriedenheit geregelt wurde (so wie das aktuell in der Ukraine gemacht wird). Aber es ist gar nicht so schlimm wie du das darstellst und entsprechend loht es sich gar nicht vom Sessel aufzustehen.
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