Forscher: Gewaltspiel-Debatte ist selbst das Problem

Nicht etwa gewalthaltige Computerspiele bergen das Risiko, dass die Entwicklung von Jugendlichen in die falsche Richtung läuft, sondern die ständige Diskussion darüber, meint ein Psychologe aus den USA. mehr... Electronic Arts, Ea, Shooter, Battlefield 4, BF4 Bildquelle: Electronic Arts Electronic Arts, Ea, Shooter, Battlefield 4, BF4 Electronic Arts, Ea, Shooter, Battlefield 4, BF4 Electronic Arts

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"Die meisten Kids spielen gewalthaltige Videospiele und es gibt wirklich keinen Beweis, dass dies einen negativen Einfluss auf sie hat" Ich mag dieses Zitat, zählen Zelda und Super Mario als gewalthaltig? EDIT: Nein, das ist kein Witz, sondern eine ernste Frage.
 
@Knerd: Wenn man diese Spiele auf die elementaren Gundbestandteile reduziert und das niedliche drum herum weg lässt ... definitiv ja. Aber vielleicht kommen die Leute endlich mal auf den Trichter, dass die Gesellschaft, Mobbing, unfähige Eltern, schlechte Erziehung oder Vernachlässigung die eigentlichen Gründe für die Entstehung psychischer Probleme sind, die letztenendes in Gewalt führen. Spiele haben damit nichts zu tun! Vielleicht wirken sie sich auf bereits geschädigte Personen aus, aber dieses ewige Gelaber dass Spiele gewaltätig machen ist schlicht Bullshit. Bin froh dass das offenbar auch endlich mal bei den "Fachleuten" ankommt.
 
@funny1988: Ich erlebe aktuell am eigenen Leib, wie es zu Amokläufen kommt, und ich kann dir versichern, ich verstehe JEDEN, der wegen extremen Mobbing Amok läuft.
 
@Knerd: Ich kenne das. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie grausam Kinder sein können. Ich durfte es damals in meiner Schulzeit oft genug miterleben. Da waren krasse Dinger mit dabei. Vom permanenten beleidigen, bis hin zu Mobbern, die anderen nach Hause gefolgt sind, sie dabei mit Müll beworfen haben oder gar mit Hundesch**** am Stock beschmierten ... Kids die wegen ihrem Aussehen zusammen geschalgen werden oder einfach so, weils den anderen halt Spaß macht. Ich weis noch einer aus meiner Klasse hatte eine alte Armbanduhr von seinem gerade verstorbenen Dad und zwei Kloppis aus meiner Klasse haben sie ihm weg genommen und fragten: "Na das ist doch die Uhr von deinem Vater oder?" Er: "Ja" und zack, haben sie sie auf den Boden geschmissen und Kaputt getreten. Warum? WTF warum ...
 
@funny1988: Deswegen will ich keine Kinder ;) Und die Person um die es geht, wurde depressiv und ist jetzt nach ca. 6(!) Jahren in Therapie. Und es geht alles aufwärts, sie stand allerdings schon vorm Suizid.
 
@Knerd: Ich hab einen Borderlinefall im Freundeskreis. Und woher kommt es? Vater Alki, hat die Mutter verlassen die dann an Krebs gestorben ist, gefolgt von den schlimmsten Heimen die Deutschland zu bieten hat, in denen sie von den Mitbewohnern fertig gemacht wurde (incl. Vergewaltigungsversuchen). Dazu kommen unfähige Therapeuten, die so unprofessionelle Sachen sagten wie: "Du bist ein hoffnungsloser Fall" ... Dabei ist sie ein total lieber Mensch. Sie ist jetzt 18 und so fertig, dass sie nur mit einer extremen Dosierung von Antidepressiva leben kann. Venlafaxin falls dir das was sagt. 75mg (normale Dosis) ... sie braucht 225mg. Und alles weil die Kindheit ein einziges Trauma war. Aber wehe es passiert was und sie hat Angry Birds auf dem Handy ... oh oh oh ...
 
@funny1988: Ne sagt mir grade nichts, bei dem Fall von mir, hatte die Mutter Krebs, sie kam in mehrere Pflegefamilien, ihren Vater kennt sie nicht und lebt aktuell bei ihren Großeltern/bei mir. In DE sieht sie zum ersten Mal in ihrem Leben(!) einen Therapeuten der ihr gesagt hat, sie soll sagen wie schnell es gehen soll nicht er. Sie war von der Praxis meines Hausarztes überwältigt, wie toll die doch war und mehr, ich denke viel hat auch mit dem Gesundheitssystem zu tun.
 
@funny1988: Ich denke das ist das Hauptproblem bei Mobbing, dass die Betroffenen zu Beginn als Sissies hingestellt werden und sich doch nicht so haben sollen. Der Täter fühlt sich dadurch nur ermutigt, weil er dadurch Rückendeckung und eine gesellschaftliche Legitimation erhält. Und wenn es dann irgendwann soweit gekommen ist, dass es auch mal strafrechtlich relevant wird, sind die Strafen ein Witz. Mobbing sollte imho mit einer gefährlichen Körperverletzung gleich gesetzt und entsprechend bestraft werden, d.h. mind. 5 Jahre Freiheitsentzug und eine Übernahme sämtlicher Folgekosten für das Opfer plus einer entsprechenden Entschädigungszahlung. Es muss einfach mal richtig weh tun andere Menschen zu misshandeln. Schließlich ist es ein Menschenrecht in Würde und Frieden zu leben.
 
@funny1988: Die Fachleute sind nicht das Problem, die reden seit Anfang der sinnlosen Diskussion nichts anderes. Das Problem sind profilierungssüchtige Politiker und Leute ohne Verstand, die allem hinterherhecheln, was ihnen Bild und Co. in den Kopf pflanzt.
 
@starship: Ich denke nicht mal, dass das unbedingt an der allgemeinen schlecht informierten Meinung liegt. Viel mehr würde ich vermuten, dass man einfach einen billigen Sündenbock sucht um nicht eingestehen zu müssen, dass der Mensch im Grunde ein widerliches Arschloch ist und unsere Gesellschaft an vielen Stellen versagt. Wenn ich mir anschaue wie Kinder in der Schule oder dem Kindergarten regelrecht fertig gemacht werden ... Da wunderts mich nicht wenn mal einer dabei ist, der sich nicht mehr anders zu helfen weis. Vor allem weil in den meisten Fällen von entsprechenden Aufsichtspersonen (Lehrern, Betreuern, Eltern) nicht genug dagegen unternommen wird, bzw. die Mobber nicht entsprechende Konsequenzen erfahren.
 
@funny1988: Wie gesagt, ich bekomme das aktuell mit und ganz ehrlich, was die Mobber als "Strafe" bekommen ist ein ganz schlechter, ich meine für eine schwere Entzündung und einen geschädigten Nerv im Oberschenkel ist mindestens ein Schulverweis gerecht, wobei selbst das noch zu wenig ist.
 
@Knerd: Kommt drauf an, wen Du fragst. Im Ernst. Frag 10 Leute, und Du erhälst 10 verschiedene Erklärungen, weil 10 unterschiedliche Bewertungskonzepte herangezogen werden. Deshalb gibt es auch bei den Studien keine Übereinstimmung, weil die nach unterschiedlichen Kriterien durchgeführt wurden. Super Mario hat ja auch eine drogenverherrlichende Komponente, iirc konsumiert der Avatar gelegentlich Pilze, und sowas läßt man bedenkenlos kleine Kinder spielen 8-)
 
@Knerd: Ich denke als gewalttätig zählen solche Spiele, die aufgrund von gewalttätigem Inhalt in der Alterseinstufung entsprechend hoch eingestuft werden. Also nicht Spiele in denen "harmlose Gewalt" stattfindet wie z.B. Mario der auf einen Gumba draufhüpft....
 
@Knerd: Nun man erschlägt andere und/oder hüpft auf ihnen rum. Na allzu lieb wird das wohl kaum sein. Aber ich sage es immer wieder gern an dieser Stelle: Ich, jawohl ICH, wurde in meiner Kindheit ebenfalls von gewaltverherrlichenden Spielen geprägt und vom rechten Pfad abgebracht. Ich spielte damals Mortal Kombat 1. Und ich habe meine Gegner geschlagen und letzten Endes auch getötet. Jedesmal. Jedesmal spielte ich Kano und riss als Fatality meinen Gegnern das Herz aus dem Leibe. Naja, und heute bin ich Kardiologe :-D
 
@sPiDeRs: Das sind alles nur unterschiedliche Ausprägungen deines speziellen Fetischs. ;)
 
@Knerd:

Ist eine zu extreme Aussage von dem Herrn, nimm sie nicht zu ernst, denn sie ist nicht richtig und wenn er sowas in der Forschung schreiben würde, dann würde ich ihn ernsthaft in Frage stellen. In der Presse ist das zwar meiner Meinung nach auch nicht richtig, aber solange er es nicht übertreibt: Meinetwegen.
Außerdem ist die Übersetzung falsch, denn "evidence" bedeutet in der Forschung eher nicht "Beweis", sondern eher sowas wie "Hinweis".

Zu deiner Frage:
Es gibt verschiedene Methoden um das Gewaltpotential von Spielen zu messen. Das USK-Urteil ist keine davon ;)
In der Regel lässt man Personen das Spiel spielen und fragt dann Fragen wie "wie häufig wurde in dem Spiel...". Die werden dann auf einer beliebigen Skala beantwortet. Aus den Antworten wird dann ein Mittelwert für das Spiel errechnet und schon weiß man welches Spiel eher aggressiven Inhalt hat und welches nicht.
Und zu den Spielen: Also Zelda kA, aber Mario bzw. Super Mario Sunshine wurde in der letzten Studie die ich gelesen habe nicht als aggressives Spiel bewertet. Dahingegen wurde z.B. Crash Twinsanity durchaus als aggressiv bewertet.
 
@GarrettThief: Super Mario ist ja auch eine exakte Kopie von Ron Jeremy, also dem Inbegriff von Liebe und Zuneigung. Daß sie aus ihm einen dicken Italiener der Rohre verlegt machen war ja klar.
 
@GarrettThief: schau mal hier: http://goo.gl/zG1MrH --- hier ist jetzt zwar leider nicht aufgelistet in welchem kontext (also wissenschaftlicher oder nicht) "evidence" genutzt wird bzw. wie hier dann die übersetzung aussieht. aber evidence kann durchaus auch als beweis übersetzt werden und hängt im einzelfall wohl vom kontext ab! wie ich ihn verstehe, meinte er wohl, dass es durch eine fehlende konsistenz der studien und auch deren hohe anzahl, durchaus davon ausgegangen werden kann, dass diese tatsache (mehr oder weniger) als beweis angesehen werden kann (bzw. als deutlichem hinweis, da eine fehlende kausalität eben durch ihre abwesenheit einen indiz in einen beweis übergehen lässt. der hinweis also mehr als deutlich zu interpretieren ist).
 
Mich macht diese unsägliche Debatte über Gewaltspiele aggressiv und beeinflusst mich neagtiv (da brauch ich dann nicht mal ein Gewaltspiel für)!
 
Ich weiss ja nicht ob das für Gewalt gilt. Aus sicherer Quelle weiss ich jedoch dass "Rapelay"(google hilft) in Indien ein relativ beliebtes Spiel ist =) und dort diskutiert wird ob "Vergewaltigungsspiele" für Jugendliche schädlich sind.
 
@Kjuiss: http://news.oneindia.in/2009/11/10/japanese-rape-game-experts-activists-indian-market.html

=D noch Fragen? =D
 
@Kjuiss: selbst da könnte man argumentieren das es nichts am Standpunkt des Herren im Artikel ändert. Personen die solche Spiele spielen haben eventuell die Veranlagung solche Taten mit einer größeren Wahrscheinlichkeit zu begehen. Edit: Aber die Veranlagung kommt ja nicht aus dem Spiel heraus.
 
@hezekiah: Stimmt auch wieder... Spiele die gespielt werden sind eher ein Spiegel der gesellschaftlichen Missstände und nicht deren Ursache. =D Oder so...
 
Ja was denn nun? Wie sagt Ferguson selbst:""Es gibt Tonnen von Daten. Einige Studien finden einen Effekt, andere keinen. Es gibt keine Konsistenz." Heißt doch auf deutsch: Die einen Studien sehen den Effekt der Gewaltbereitschaft, die anderen Studien sehen diesen nicht wenn "Gewalt"-Spiele gehäuft gespielt werden. Eben also KEINE Klarheit darüber. Nun bleiben zwei unterschiedliche Ansätze. Der eine geht davon aus, dass Jugendliche, die diese Spiele verwenden, DADURCH gewalttätig werden, also DURCH das Spielen. Der andere Ansatz ist wohl, spielen zur Gewalt bereite Jugendliche diese Spiele, also waren die schon gewaltbereit quasi BEVOR sie die Spiele anwendeten, etwas übertrieben also, Gewaltbereite neigen auch zu solchen Spielen, waren also erst gewaltbereit und holten sich dann / deswegen diese Spiele. Wer Recht hat.....? ABER also doch so oder so eine mögliche Korrelation (Zusammenhang) gemäß Ferguson.
 
@Kiebitz: Wo liegt das Problem? Er sagt, ein Kausalzusammenhang (Ursache-Wirkungs-Beziehung) besteht nicht, eine Korrelation ist jedoch nicht ausgeschlossen. Nehmen wir an, der Grund für Gewalttaten wäre Mobbing und Mobbingopfer würde zur Egoschootern neigen. Dann bestünde nur zwischen Mobbing und Gewalttaten sowie Mobbing und Egoshootern ein kausaler Zusammenhang. Eine Korrelation jedoch bestünde zwischen allen 3.

Anderes Beispiel: Im Sommer steigt der Eiscremekonsum und das Sonnenbrandrisiko. Korellation = Wenn der Speiseeisumsatz steigt, steigt auch die Zahl der Sonnenbrände. <wahr> Kausalzusammenhang = Übermäßiger Eisgenuss führt zu Sonnenbrand. <bullshit>
 
oder "Tragen einer Sonnenbrille erhöht das Hautkrebsrisiko" :)
 
@hezekiah: Der ist auch gut. Denn sollte ich mir merken. ^^
 
@crmsnrzl: Habe ich was von Problem geschrieben. 1.) Er Ferguson sagt:"Es gibt Tonnen von Daten. Einige Studien finden einen Effekt, andere keinen. Es gibt keine Konsistenz." Nochmal Klartext: Es kann sein das Gewalt gefördert wird, es kann auch nicht sein. Für beide Annahmen gibt es Studien. UND ich wollte auch gar kein Problem aufmachen. Ich wollte auf zwei mögliche verschiedene Ansätze hinweisen. 1. Schon Gewalttätige spielen gern diese Spiele. 2. Durch diese Spiele werden Leute erst gewalttätig. Das ist ein Unterschied. Für 1. müßte man bei den Leuten (ihre Lebensumstände usw.) ansetzen. Für 2. müßte man bei den Spielen ansetzen. Und übrigens habe ich NICHT geschrieben, das eine Mehrzahl von Anwendern dieser Spiele warum auch immer gewalttätig ist. Aber um jene Personen, die im Zusammenhang mit diesen Spielen als gewalttätig auffallen, zu verringern wäre die Ursache schon interessant. In Deiner o.a. Argumentation hast Du übrigens 3 Faktoren eingebaut: Sommer, Sonnenbrand, Speiseeisumsatz um eine Korrelation zu "Bullshit" zu machen. Hättest Du statt Speiseeis Sonnenbrand genomme wäre die "Gleichung"aufgegangen. Aber bei dem News-Thema gibt diese Faktoren: Jugendliche, Spiele, Gewalttätigkeit. Du: "...Grund für Gewalttaten wäre Mobbing und Mobbingopfer würde zur Egoschootern neigen. Dann bestünde nur zwischen Mobbing und Gewalttaten sowie Mobbing und Egoshootern ein kausaler Zusammenhang. NEIN! Eben auch zwischen allen dreien besteht ein Zusammenhang: Mobbing zu Egoschootern, Mobbing zu Gewaltl, Gewalt zu Egoschootern. Lese dazu bitte auch nochmal den letzten Absatz der News durch.
 
Korrelation braucht keinerlei kausalen Zusammenhang. Zudem macht crmsnrzl die Korrelation nicht "zu Bullshit". Das ist ein tatsächlich existierender korrelativer Zusammenhang den er da aufgelistet hat. Nur weil z.B. Früchte besser reifen weil leicht bekleidete Menschen daran vorbeilaufen und schlechter wenn diese Menschen Wintermäntel und Handschuhe tragen ist dort noch kein kausaler Zusammenhang zu finden - ein korrelativer Zusammenhang aber auf jeden Fall.
 
Also ich bin zwar kein Professor, aber ich studiere Psychologie nun seit einigen Jahren und mein Stand ist da durchaus weniger extrem als seiner. Ich habe einige Studien darüber gelesen die auch kausale Zusammenhänge zwischen gewalttätigen Videospielen und gewalttätigem Verhalten finden. Das die Literatur nicht einheitlich sei, ist total normal.
Das der Herr behauptet, dass es keine "evidence" gibt, ist einfach falsch, denn ich habe hier welche vor mir...der gute Professor überdramatisiert.
 
@GarrettThief: Ich nehme ihre Aussagen mal so an, da sie das Fach lernen und dadurch hoffentlich mehr Erkenntnisse dazu haben. Aber hat er mit der Aussage: "Es besteht die Gefahr, dass Menschen einfach nur davon abgehalten werden, dringendere Probleme wie den Reformen zur Verbesserung der mentalen Verfassung oder ungleiche Bildungschancen auf die Tagesordnung zu setzen" nicht recht?
 
@mr.return:

An der Aussage kann schon was dran sein und ich persönlich vermute auch, dass er damit recht hat!
Aber deswegen stimme ich nicht automatisch allem zu, was der gute Professor gesagt hat. Und danke, dass du eine differenzierte Reaktion gezeigt hast.
 
@GarrettThief:

Leute, für mich ist das Thema ja auch emotional da ich selber Spieler bin, aber genau deswegen sollte man gut hinschauen und sich nicht von "Videospiele sind toll", "Videospiele sind böse" oder "Videospiele machen garnix" einfach so hinreißen lassen.
 
@GarrettThief: Es gibt weder Gut noch Böse, sondern nur gesellschaftlichen Konsens ;)
 
@GarrettThief: Es gibt auch genügend große und seriöse Studien (auch deutscher Unis), die keinen Zusammenhand nachweisen konnten. Wichtig ist zu hinterfragen a) wer die Studie gemacht hat und b) was in der Studie untersucht wurde und c) was irgendwer da hinein interpretiert hat. So gibt es zum Beispiel das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen mit seinem Chef Christian Pfeiffer. Das klingt zwar sehr offiziell, ist aber nur ein Verein. Die Studien von Herrn Pfeiffer genügen selten wissenschaftlichen Ansprüchen. Aber er trifft trotzdem oft sehr polemische Aussagen und belegt sie mit "das sei offensichtlich". Diese Nachrichten sind aber für Herrn Pfeiffer eher nützlich, da er seinen Verein hauptsächlich aus Geldern von Politikern finanziert - und die lieben die Polemik, denn dann können sie Aktivität vortäuschen...
 
@Nunk-Junge:

Ich habe doch gesagt, dass eine ambivalente Datenlage nicht ungewöhnlich ist, also weiß nicht was du mir damit sagen möchtest, dass es auch viele Studien gibt die anderer Meinung sind. Ich wollte darauf hinaus, dass seine Aussagen teilweise zu extrem formuliert sind...und ich wollte ganz sicher nicht die andere Seite des Extrems aufsuchen.
Und das auch deutsche dabei sind ist mir ehrlich gesagt total egal.

a, b und c sind sicher wichtige Punkte und genau bei c setzt ja im Grunde auch meine Kritik an. Das ich grundsätzlich auf b schaue ist für mich und auch für die meisten anderen in der Forschung selbstverständlich. Und a...da muss man leider auch manchmal drauf achten. Z.B. Manfred Spitzer gehört mit zum Dramakurs. Das Groß der Forschung ist aber, denke ich, von einem anderen Schlag :)
 
@GarrettThief: Ich hatte Psychologie zwar nur im Nebenfach, erinnere mich aber gut, dass der Prof uns mit ziemlich deutlichen Worten darauf hingewiesen hat, dass die Studienlage zum Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gewaltdarstellungen und Aggressivität viel klarer sei, als es in den Medien dargestellt würde.
 
@GarrettThief: Ja, ich stimme Dir zu. Die meisten Forscher werden wohl seriöse Arbeit machen, aber leider sind die anderen oft lauter.
 
Ich betrachte viele Kommentare auf Winfuture, die von Usern abgegeben werden, als agressionsfördernd. Kann man darüber diskutieren? :)
 
Es kommt hier bei uns immer dann diese Debatte auf wenn Politiker von ihrem eigenen Versagen ablenken wollen. Das Kinder immer weniger Zukunftsaussichten haben und in der Schule immer mehr Druck ausgesetzt sind bis einige daran zerbrechen, haben sie ja mit zu verantworten. Und wenns mal kracht muss ein schuldiger her.
Dann nehmen sie sich halt immer ein Opfer vor von dem sie selbst eine negativen Auswirkungen haben, falls sie es zu einem Verbot etc. bringen würden.
Die wenigsten Politiker rauchen, daher ging es auch schon den Rauchern an den Kragen.
Sieht man aber mal Gewalt und Autounfälle wo Alkohol eine Rolle spielt, erkennt man dass das wirklich ein Problem ist wo man etwas unternehmen müsste. Politiker trinken aber gerne, also wird dagegen auch nie einer was unternehmen.
Genauso wie Spiele könnte man ja auch Filme sehen. Ob Horror oder Action Filme, gewalt ist hier genauso präsent. Würde man eine Studie bringen wieviele Gewalttäter mal einen solchen Film gesehen haben, hätten die gleich wieder Stoff für Verbotsdiskussionen. Wenn die Politiker nicht gerne selbst solche Filme schauen würden, wäre das sicher schon längst mal hochgekommen.
 
Wenn überhaupt, dann sind Computerspiele die letzten Auslöser, aber nicht die Ursache und wer von Natur aus zur Aggression neigt, der findet immer einen Grund um sich abreagieren zu können. Menschen sind ja wie andere Fleischfresser auch, von Natur aus gefährliche Raubtiere. In wieweit die in uns allen schlummernden Instinkte durch eine über tausende von Jahren immer weiter fortgesetzte Erziehung zum zivilisierten Mitmenschen abgemildert oder gänzlich ausgeblendet werden konnten, ist die Frage. Ich schaue mir jedenfalls immer an wie sich Personen unter Alkoholeinfluss verhalten - die einen werden lustig, die anderen aggressiv - das sagt schon einiges über die betreffenden Personen aus.
 
Kann es bald nicht mehr lesen! Meine Freunde und ich haben vor ca. 20Jahren Lanpartys veranstaltet und haben uns gegenseitig abgemetzelt, nebenbei gelacht, getrunken und die Chips in uns reingestopft, bis wir mitten in der Nacht vor Erschöpfung bei laufenden Rechnern eingeschlafen sind. 14 Rechner inner 2-Zimmerwohnung, es war höllisch heiß und der Stromzähler war der einzige der wirklich Amok lief! Die Spiele, mit denen ich in die Shooter reinwuchs, hießen: Duke Nukem3D, Heretic, Doom, Quake und Unreal. Keiner von uns ist je Amok gelaufen oder hat gar nur so aus Spaß ne Katze angezündet. Wir hatten allerdings nen intaktes Elternhaus, ne gute Schulausbildung, Berufsausbildung und Jobs, von denen man leben konnte. Und was haben die Kiddys heute? Eigentlich das Gegenteil von dem was wir vor 20 Jahren hatten. Sollte auch mal dahin gehend betrachtet werden.
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