AOL-Chef Armstrong: Eklat nach "Baby-Begründung"

Der CEO der (ehemaligen) Branchengröße AOL hat mit höchst zweifelhaften Aussagen für einen Skandal gesorgt: Er hatte Kürzungen bei Sozialleistungen mit finanziellen Belastungen durch die Unterstützung notleidender Mitarbeiter-Babys begründet. mehr... Provider, Aol, America Online Bildquelle: AOL Provider, Aol, America Online Provider, Aol, America Online AOL

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Hm? Überlese ich hier was? Es ist doch nicht selbstverständlich, dass eine Firma 2x 1Mio bereitstellt. Warum denn "großzügig" und nicht großzügig? (edit: ah, die Stimmung geht wohl dagegen, dass diese "Spende" nun als Aufhänger für grössere Kürzungen gilt. Naja, aber trotzdem ist die Frau Fei doch mit einer Million besser dran, als ohne eine Million. Bzw die Tochter)
 
@tomsan: Rentenkürzung des Pensionsfonds von AOL, angeblich wegen Spende an Babys? Nur die Firma AOL hat gespendet nicht der Pensionsfonds, somit kann das keinen Einfluss auf die Rente haben (Spende). Der Eklat ist die Ausrede Krake Baby´s mindern Rente!
 
@Kribs: Natürlich war AOLs Ausrede für die Rentenkürzungen schwach. Aber dennoch versucht sich die Mutter hier ganz klar als Berufs-Empörte. Oder glaubst du ernsthaft das Kind, um das es geht, das vielleicht gerade mal ein, zwei Jahre alt ist, hat SELBER mitbekommen, dass eine Spende zu seinen Gunsten als Begründung für eine Rentenkürzung verwendet wurde.
 
@Kribs: Naja, aber wenn mein Sohn krank wäre und ich vom Arbeitgeber nun 1 Mio bekommen würde, dann würde ich glaube ich nicht drüber pröbeln, das der Manager doch mehr verdienen würde. Würde mich glaube ich demütiger zeigen, dass so das Leben gerettet wird. Und vielleicht andere Worte dafür finden, dass das ja wohl nicht der Grund sein kann für Rentenkürzung anderer. So klingt das ja wie: Geld bekommen, trotzdem maulen.
 
@tomsan: Weil im Land der begrenzten Unmöglichkeiten sich Jeder jederzeit über alles empören kann. Es wurde ja nicht, wie die Mutter behauptet, die BLOßE EXISTENZ des Kindes als Grund für die Kürzungen herangezogen, sondern AOLs durchaus großzügige Spende an die Familie des Kindes und eine andere Familie.
 
@tomsan: Vielleicht an dieser Stelle der Hinweis, sollte es oben nicht klar genug rüberkommen: Es handelte sich hier nicht um eine "Spende", sondern die "ganz normale" Krankenversicherung eines US-Arbeitnehmers - es gibt (trotz "Obamacare") dort nach wie vor keine staatl. Krankenversicherung nach europäischem Modell. Kurz: Die Million war keine Spende, sondern lediglich eine hohe Summe für die vertraglich festgelegte Versicherung der jeweiligen Arbeitnehmer. Alles weitere siehe @AhnungslosER.
 
@witek: Ah, OK. Dann ist AOL in dem Fall wie eine Krankenkasse. Die nicht nur rumposaunt, was für den bestimmten Patienten ausgegeben wurde (schon datenschutztechnisch ne Schweinerei). Hier wird dann zusätzlich der Griff in den "Krankentopf" auch noch als Rechtfertigung für andere Kürzungen genommen...
 
@tomsan: Eine Krankenkasse sind sie natürlich nicht direkt, @dune2 hat das in o2 sehr gut zusammengefasst - auch wenn ich nicht zum gleichen Fazit komme. Wirtschaftlich/Intern kann AOL tun und lassen, was sie wollen, mit so einer Begründung an die Öffentlichkeit zu gehen, halte ich aber für extrem ungeschickt, da sehr zynisch.
 
@witek: Deswegen schrieb ich ja auch "wie" ;)
 
@tomsan: Wer hat denn gesagt, dass Armstrong die Fälle namentlich benannt hat? Er kann doch auch eventuell vor der Mitarbeiterversammlung ganz allgemein erläutert haben, dass es Sonderbelastungen im Zusammenhang mit den Mitarbeiter-Nebenkosten gegeben hat. So wie sich die Gesamt-Situation für mich darstellt, hat vielleicht einfach nur Frau Fei den 'Streisand'-Effekt zu ihren (Un-)Gunsten voll ausgeschöpft...
 
@witek:

Da, kann gar nichts konkret rüberkommen, weil dein Artikel völlig offen lässt, auf welcher Grundlage diese Zahlungen erfolgt sind. Im Gegenteil lässt die Begriffswahl "grosszügigeZuwendung" eher den Rückschluss 'Spende' als irgendwas anderes zu.
 
@kleister: Ich habe hier weder Zeit noch Platz, das amerikanische Gesundheitssystem von Grund auf zu erklären. Tut mir Leid, aber ich habe schlichtweg nicht die Möglichkeit dazu. Das willst du allerdings ohnehin nicht hören, da für dich eh schon lange feststeht: witek = inkompetenter Depp.
 
@witek: ein Beispiel, wie man das in recht wenigen Worten für Leser aus Deutschland verständlich machen kann, findest du in [o2]. Ob das so stimmt, kann ich zwar nicht sagen, wenn es aber richtig ist, auch nur halbwegs, dann ist "großzügige Zuwendung" schlicht falsch.
 
@witek: Siehe [re:12] und hab dich nicht so. Ich hab mich völlig sachlich, ruhig und konstruktiv geäussert. Schade, wenn dich selbst das überfordert.
 
@kleister: Du äußerst dich öfter abfällig und jenseits der Sachlichkeit über ihn. Darauf hat er vermutlich angespielt. Sätze wie z.B: "Schade, wenn dich selbst das überfordert." haben auch mit Sachlichkeit nichts zu tun.
 
Dieser Satz soll ja auch gar kein sachlicher Kommentar sein, sondern Ausdruck meines diesbezüglichen Bedauerns. Ich finde die beleidigten Reaktionen, wenn man offensichtliche Fehler beklagt und die standhafte Weigerung einer Korrektur in der Tat äüsserst schade. Ich finde es einfach nicht richtig, sich nicht um eine klare und eindeutige Sprache zu bemühen sowie falsche oder mindestens missverständliche Nachrichten zu verbreiten. Das ist meine persönliche Ansicht und ich äussere sie.
 
@kleister: Lieber kleister. Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich dir noch einmal antworten soll, aber ich muss jetzt einen Schlussstrich unter diese Diskussion setzen. Denn ja, es ist belastend. Ich schätze dich als intelligenten und gebildeten Menschen ein, weshalb mich deine kränkenden Anmerkungen mehr treffen als bloße Beleidigungen. Zumal ich mir mehr von dem, was du kritisierst, zu Herzen nehme als du glaubst. Es tut mir vor aber allem Leid, dass die Abneigung mir gegenüber so tief sitzt, dass du diese in einer sachlichen Diskussion nicht überwinden kannst und immer wieder eine mitgeben musst. Und bitte leugne nicht, dass du das nicht tust, dafür hast du zuviel Ahnung von der Materie. "Schade, wenn dich selbst das überfordert" empfinde ich eben als beleidigend, nenn mich gerne Sensibelchen, wenn du willst. Es ist abgedroschen, aber trifft es gut: Der Ton macht die Musik. Wir da oben sind auch nur Menschen, die auch Fehler machen. Wir berücksichtigen auch alle Hinweise, die uns Leser senden. Du willst die Wunde aber nicht heilen, sondern nur den Finger reinstecken. Und das finde ich wirklich schade, weil du bestimmt auch anders kannst.
 
@tomsan: die Anführungsstriche zeigen an das Terme aus den Quellen benutzt wurden. Alle Wörter die in diesem Artikel in Anführungsstrichen stehen kommen dann auch entsprechend in den Aussagen von Tim Armstrong und Deanna Fei vor.
 
@hezekiah: Sicher richtig. Aber es gibt einen Text 'drumrum'. Das ist der Kontext, der die 'Terme' transportiert und ihnen erst die Bedeutung gibt, die sich aus der Lektüre des Artikels erschliesst.
 
Wenn man etwas genauer nachliest (z.B. http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2014/02/06/aol-chief-cuts-401k-benefits-blames-obamacare/), dann ergibt sich bei der Situation ein anderes Bild. Neben zusätzlichen Kosten für Obamacare berief sich der CEO von AOL auf stark gestiegene Kosten für die bestehenden Sozialleistungen. Soweit, so wenig aufregend.

In den USA zahlt der Arbeiteger (oft) neben einer Pensionsleistung (401k) auch eine private Krankenversicherung für die Mitarbeiter. Die Kosten für die Krankenversicherung hängen vom Schadensverlauf ab, das heisst wenn es in den letzten Jahren zu Versicherungsfällen mit hohen Kosten kommt (wie die beiden Neugeborenen), dann steigen die Kosten für die Krankenversicherung rapide an. AOL hat nicht gönnerhaft zwei Babys geholfen und jeweils 1 mio gespendet, sondern die Krankversicherung für Mitarbeiter und ihre Angehörigen hat richtiger Weise die Kosten übernommen und in der Konsequenz stiegen die Beiträge stark an.

Dennoch muss AOL wie jedes andere Unternehmen sicherstellen, dass die Kosten für Mitarbeiterleistungen nicht weiter steigen, also wollten sie bei der Pensionsleistung (401k) wieder sparen. Vielleicht nicht die arbeitnehmerfreundlichste Variante, aber dennoch nachvollziehbar. Warum die Mutter sich nun in die Debatte einmischt (weder sie noch ihr Kind wurden benannt) und auf das Gehalt des CEOs verweist, kann ich nicht verstehen. Ihrem Mann hat sie damit sicher keinen Gefallen getan.
 
@dune2: Das Problem hier ist mal wieder das 'etwas genauer'. Man könnte das auch Stimmungsmache durch Auslassung nennen, aber das will man ja auch nicht gleich... ;)
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