Microsoft, Google & Co: Details zu Schnüffelanfragen

Die Größen des IT-Geschäfts haben nun nach Monaten nach Bekanntwerden der NSA-Affäre die Zahlen zu den Regierungsanfragen veröffentlicht. Allerdings handelt es sich um nicht besonders genaue Angaben, da in 1000er-Kategorien gezählt wird. mehr... überwachung, Nsa, Barack Obama, Yes we scan Bildquelle: Nerdcore überwachung, Nsa, Barack Obama, Yes we scan überwachung, Nsa, Barack Obama, Yes we scan Nerdcore

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Ja ja, wer weiß schon was da wirklich ab geht.
 
Fällt das nur mir auf, oder ist das Absicht? "Reguläre Anfragen", sprich da hat sich jemand bemüht bei den Firmen Anzufragen, ob man Ihm doch "bitte" die Infos zukommen lässt? Ein Witz, wen einen klar sein sollte, das 100.000 Fach mehr Infos durch den direkten Zugriff auf die Infrastruktur abgegriffen wird, z.B. Leitungen zwischen Servern, Übersee Leitungen, Knotenpunkte usw...! Was bringen diese Öffentlichen Palmwedel-Beweihräucherung? Naja vieleicht das man Mitarbeiter einsparen kann, weil ja weniger "Offiziell" abgefragt wird? HA-HA-(Verschluckendes-Würgen)
 
@Kribs: Die Firmen geben halt an, was offiziell passiert ist. Inwiefern dort heimlich Daten abgegriffen wurden, liegt wohl nicht in der Hand der Firmen.
 
@iPeople: Auch das koennte ein wenig mehr in der Hand der Firmen liegen :)
 
@iPeople, @HeadCrash: Stopp, bevor jetzt mein Kommentar mit Nichtigkeiten verwässert wird! ES geht um die direkte Zusammenarbeit, das zu Verfügung stellen von Ressourcen und Infrastruktur, das Ausliefern von Schwachstellen, das Einbauen von Hintertüren, das Wegsehen bei Spähaktionen. Nur mal zu MS: http://me-magazine.info/2013/07/12/snowden-microsoft-arbeitet-seit-jahren-mit-dem-nsa-zusammen/ , http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/neue-enthuellungen-nsa-ueberwachung-prism-mitarbeit-firmen-zr-2955689.html , http://www.computerworld.ch/news/it-branche/artikel/auch-microsoft-arbeitet-mit-der-nsa-zusammen-63572/ , http://www.spiegel.de/netzwelt/web/microsoft-hat-in-der-prism-affaere-mit-der-nsa-kooperiert-a-910714.html
 
@Kribs: Und? Das genau meinte ich doch, das lief alles im Rahmen des Patriot Act.
 
@Kribs: iPeople hat es schon geschrieben: man muss zwischen einer grundsätzlichen Zugriffsmöglichkeit der NSA und einem Zugriff bei Nachfrage im Rahmen von FISA oder Patriot Act unterscheiden, auch wenn es uns Deutschen nicht gefällt. In den USA gibt es nun mal leider die Gesetze, die Firmen zwingen, unter bestimmten Umständen Daten herauszugeben. Mir persönlich fehlt in der gesamten Berichterstattung leider immer der Abdruck der "geheimen Dokumente", die ja mit Übergabe an die Presse eh nicht mehr geheim sind. Ich habe in einem Video des CCC zuletzt noch eine ganze Reihe solcher Dokumente gesehen, aber keines davon hat eine direkte Zugriffsmöglichkeit der Behörden auf Server von z.B. Microsoft beschrieben. Es ging immer um Angriffe über die Infrastruktur oder über Sicherheitslücken. Wenn es da doch Dokumente gibt, die einen direkten Zugriff tatsächlich zweifelsfrei belegen, warum findet man sie dann nirgendwo?
 
@HeadCrash: Das ist wirklich eine interessante Frage. Gerade was Microsoft betrifft, existiert doch eine dermaßen große Anzahl an Leuten, die ein Interesse daran haben, diesem Unternehmen "endlich" das Genick zu brechen, dass es schon sehr verwundert, dass zwar seit Generationen immer wieder solche Behauptungen in den Raum gestellt, diese aber niemals belegt werden konnten/können. Da wird wohl eine Menge Wunschdenken mit im Spiel sein.
 
@Kribs: Hier geht es nur darum transparent zu machen, wo die Firmen tatsächlich mit den Behörden/Geheimdiensten kooperiert haben. Wenn die NSA irgendwelche zentralen Knotenpunkte im Internet abhört, dann kann man das wohl nicht als Kooperation mit Google, Apple oder Microsoft bezeichnen. Aber es ist mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Firmen jetzt z.B. noch darauf setzen, die Daten in den jeweiligen Wirtschaftsregionen zu halten oder die Daten beim Transport zwischen ihren Datenzentren grundsätzlich zu verschlüsseln (beides hat z.B. Microsoft ja schon angekündigt), dann müsste - theoretisch - in Zukunft mehr über die geregelten Wege der Anfragen laufen, was die Transparenz noch erhöhen würde. Die Probleme, die wir aktuell im Bereich Geheimdienste haben, kann man halt nur Stück für Stück angehen.
 
@Kribs: Es geht darum eine möglichst kleine Zahl zu veröffentlichen um die etwas irritierten Nutzer zu besänftigen. Ach so, nur 6000 Facebook Nutzer? Dann ist alles gut! Ich persönlich fühle mich beruhigt und werde nun sämtliche Dienste wieder guten Gewissens nutzen... ^^ ... und der Aufschrei wäre riesig, wenn veröffentlicht würde, dass 15.467 MS-Konten abgefragt wurden. So besteht die Möglichkeit, dass nur 15.001 Kontos betroffen waren.
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