China: Regierung ordnet Windows 7 Downgrade an

Die chinesische Regierung hat offenbar nach der unautorisierten Veröffentlichung interner Dokumente angeordnet, dass alle Behörden wieder auf Windows 7 wechseln sollen, wenn sie bereits das neue Windows 8 eingeführt hatten. mehr... Windows 7, Logo, Hintergrundbild Bildquelle: Microsoft Windows 7, Logo, Hintergrundbild Windows 7, Logo, Hintergrundbild Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Na, sicher. Irgendein Regierungsfuzzi passt nicht auf seine Daten auf und der Schuldige ist natürlich das Betriebssystem. Typisch China. :-/
 
@HeadCrash: war es nich in China, dass die Behörden unlizenzierte Win7 Versionen aus Sparzwang verwendet haben? Vielleicht funktioniert das Vorhaben nicht mehr bei Windows 8.
 
@HeadCrash: Tja, wahrscheinlich sind die Koordinaten der chinesischen Interkontinentalraketen nach standardmäßiger Installation von Windows 8 auf Skydrive gesichert worden...blöd gelaufen...
 
@HeadCrash: So so, nur weils Windows 8 ist, ist es auf einmal sicher?
Würde mich absolut nicht wundern, wenn die dort eine NSA Backdoor entdeckt haben.
 
@Freudian: Du steht mitten auf der Schwelle eines zwanzig Meter offenstehenden Scheunentores, da fragst Du Dich im Ernst, ob es irgendwo eine versteckte Hintertür gibt?
 
@Bengurion: Auch Windows bekommt man einigermaßen sicher. Sonst würde es kein Unternehmen oder keine Regierung benutzen. Aber wenn eine Backdoor drin ist, spielt das keine Rolle.
 
@Freudian: Nein, es ist nicht wegen Windows 8 sicher, aber es ist sicherer, denn die Sicherheit wird permanent weiterentwickelt. Und es würde mich absolut wundern, wenn sie eine Backdoor gefunden hätten. Ich bin sogar sehr sicher, dass es da keine gibt. Die NSA hat da vollkommen andere Mittel und Wege.
 
@HeadCrash: So sicher bist du dir da? Manche lernen offenbar nie, selbst wenn schon oft angedeutet wurde, dass es NSA backdoors gibt...
 
@HeadCrash: Typisch Mensch.
 
@HeadCrash: also meine Parallelinstallation von 8.1 habe ich seit 5 Wochen nicht mehr gestartet.

Einfach zu unsauber konfigurierbar und die Kompatibilität mit diversen Programmen lässt zu Wünschen übrig.

In dieser Hinsicht also verständlich.
 
@Druidialkonsulvenz: Zu unsauber konfigurierbar im Vergleich zu was? Bezogen auf Windows 7 sicherlich nicht, denn dort hat sich nichts verändert, mal abgesehen von dem ein oder anderen Dialog zur Konfiguration, der nun etwas anders aussieht oder an einer anderen Stelle ist. Bezogen auf z.B. ein Linux mag das sein, wobei interessant zu wissen wäre, was Du mit "unsauber" genau meinst. Kompatibilität mit diversen Programmen kann ich aus der eigenen Erfahrung nicht unbedingt nachvollziehen, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen. Wobei ich aus der Sicht eines Entwicklers die "Schuld" (wenn man es denn so nennen will) in ca. 98% aller Fälle auf die Programmhersteller und nicht aus das Betriebssystem schiebe. Es gibt einfach immer noch zu viele Programme, die sich nicht an einfache Vorgaben halten und dann - gewissermaßen zu recht - auf die Nase fallen.
 
Die Hintertür nannte sich bei dem Herren bestimmt Java + dubioses Pornoportal.
 
@Knarzi81: U+C ermittelt schon :D
 
@Schrimpes: Mit "ermittelt" meinst du doch "sendet eine Abmahnung", oder? ;)
 
@metty2410: na sichi :)
 
@Schrimpes: meinst du, Urmann bekommt das vor seiner Inhaftierung noch auf die Reihe?
 
@Bengurion: Wir werden sehen =)
 
@Bengurion: ich glaube der Brief kommt in China nicht an ^^ aber wenn U+C so verzweifelt ist, kann der das mal versuchen. Jeder arbeitet doch gerne wenn die Erfolgsaussichten bei 0% liegen, oder etwa nicht :D?
 
@Knarzi81: Heisst Windows 8.1 ist zu 100% sicher? :O
 
Vor kurzem haben sie noch verlangt das MS den XP Support verlängert. Nun gehts von 8 nach 7 zurück und da bleiben sie dann auch wieder 20 Jahre und als Webdesigner darf man sich dann darüber ärgern das IE15 noch so verbreitet ist und man Conditional Comments einbauen muss. 99% der IE6 Nutzer sitzen bestimmt neben einem Reissack und trinken Ume. *nicht auf die Goldwage legen diesen von meinereiner Kommentar*
 
@Paradise: Die bleiben da sicher keine 20 Jahre. China OS ist eben noch nicht ganz fertig.
 
Einträge in einem Forum, ungenannte Behörden, unklare Schwachstelle, Stellungnahme steht aus, keine Informationen,angeblich... Genau so lesen sich Fakten,Fakten, Fakten... :D
 
@kleister: ^^ Tja, aber wenn man es halt oft genug behauptet wird es zum Fakt :D
 
@kleister:

Der Username FaiKee klingt doch sehr glaubhaft :)
 
Wurde angeordnet, weil der DAZ-Loader unter Windows 8 / Windows 8.1 nicht mehr funktioniert und ansonsten ja Lizenzen gekauft werden müßten ...
 
@departure: Hast du noch nicht gemerkt das hier keine Spaß versteht ;-)
 
Windows 8 hat eine Hintertür, mit der ohne Einverständnis des Nutzers Modifikationen am System vorgenommen werden können.
Es ist zwar wohl ein netter Zeitvertreib, sich über die Chinesen lustig zu machen, aber wir sollten in der heutigen Zeit vorsichtiger werden, besonders in Anbetracht dessen, daß Microsoft mit der NSA in einem Boot sitzt.
Die Industriespionage seitens der USA muss ja irgendwo herkommen, und es deutet vieles darauf hin, daß Microsoft keine unwichtige Rolle in diesem Verbrechen spielt.
 
@Tenzing: Hast du irgendwas, was wir nicht wissen, oder wieso bist du so sicher? Oder beziehst du dich auf einen Punkt in der EULA, den ich gerade nicht kenne? Wenn es wirklich eine Backdoor gibt, kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass Windows 7 sie ebenfalls hat.
 
@adrianghc: ### http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/trusted-computing-microsoft-windows-8-nsa (von Microsoft tatsächlich mit einer einstweiligen Verfügung zensiert) ###
Derivat: http://www.technobuffalo.com/2013/08/22/nsa-windows-8-exploit/ ###
Zur Industriespionage: http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/nsa-spionageskandal-usa-will-industriespionage-in-deutschland-stoppen-a-931485.html
###
____ Alle Windows-Versionen haben explizite Backdoors (siehe z.B. NSAKEY), aber was in Windows 8 implementiert wurde erreicht eine neue Ebene, weil tatsächlich die Computer "nach Hause funken", während man vorher ziemlich sicher leben konnte, solange die Rechner von außen abgeriegelt waren.

Wir nähern uns jeden Tag mehr der Orwellschen Vision...

Übrigens: Die EULA besitzt keine Rechtskraft, weder im Sinne des Verbrauchers, noch im Sinne davon, daß nicht die Firma im Nachhinein sich mehr Rechte verschafft.
 
@Tenzing: Die TPM-Geschichte aus den ersten zwei Artikeln hat ja eigentlich nur bedingt mit Windows 8 an sich zu tun. In der dritten steht nichts konkret zu Windows 8 oder überhaupt Windows. Inwiefern funken Windows 8 Computer öfter "nach Hause" als z.B. Windows 7? Abgesehen von SmartScreen, was mir spontan als erstes einfällt. Das mit der EULA weiß ich, aber ich dachte, vielleicht beziehst du dich auf irgendeinen Punkt dort, den ich nicht kenne und der irgendwie eine Hintertür erwähnt.
 
@adrianghc: In welcher Traumwelt lebst du? Ich habe dir jetzt zwei Quellen genannt, die sich zu dem Thema, und auch _explizit_ zu Windows 8, äußern.
Daß so etwas nicht in der EULA angekündigt wird, ist natürlich klar. So dumm ist Microsoft nun auch wieder nicht.
Der SmartScreen-Filter ist doch nur eine Komponente des IEs! Ich spreche von versteckten Überwachungsfunktionen im Kernel und auf viel niedrigerer Ebene i.A., die jetzt mit W8 verschärft wurden.
Es kommt nicht von irgendwoher, daß Deutsche Sicherheitsbehörden und jetzt auch die Chinesen Abstand von diesem Überwachungswerkzeug nehmen.
 
@Tenzing: Also, du hast mir drei Links gegeben. Im dritten ist von Windows keine Rede. In den ersten schon und auch explizit zu Windows 8, was ich niemals bestritten habe. In ihnen ist die Rede davon, dass die Nutzung von TPM 2.0 in Kombination von Windows 8, das als erste Windows-Version TPM 2.0 überhaupt erst implementiert, problematisch sein könnte. Windows 8 und TPM 2.0 an sich sind aber zwei unterschiedliche Geschichten, deswegen meinte ich, dass die Artikel nur bedingt mit Windows 8 an sich zu tun haben, sondern eigentlich mit TPM 2.0 in Kombination mit Windows und der Tatsache, dass ab 2015 Windows-Computer (eben solche mit Windows 8) standardmäßig dieses aktivieren. Du redest von versteckten Überwachungsfunktionen im Kernel, die mit Windows 8 deiner Meinung nach verschärft wurden, aber nirgendwo sehe ich in den Artikeln etwas dazu, also kläre mich bitte auf. Und SmartScreen ist unter Windows 8 eine Komponente des gesamten Betriebssystems, die Dateien und Programme vor dem Öffnen mit einer Datenbank abgleicht, um zu verhindern, dass man schädliche Programme öffnet. Diesen Filter finde ich datenschutztechnisch überhaupt nicht unbedenklich und hab ihn bei mir deaktiviert.
 
@Tenzing: Wo nähern wir uns denn George Orwells Szenario aus 1984? Hättest Du Orwell zu Lebzeiten erzählt, dass es einmal Leute geben wird, die eine perfekte Abhör- und Ortungswanze in Form eines Mobiltelefons FREIWILLIG den ganzen Tag am Körper tragen und auch noch Geld dafür bezahlen, hätte der Dich in die geschlossene Abteilung der nächsten Psychiatrie einweisen lassen. Hättest Du ihm die heutige Realität damals als Stoff für einen Science-Fiction-Roman präsentiert, hätte er abgelehnt den zu schreiben, weil der Stoff ihm selbst für einen SciFi-Roman viel zu unglaubwürdig gewesen wäre.____

In Orwells Roman zwingt der Staat den Menschen die Überwachung auf. Sie ist dort für jeden sichtbar. Omnipräsent. Einfach weil Orwell sich nicht einmal im Traum vorstellen konnte, dass es jemals Menschen geben würde, denen es egal sein würde täglich auf Schritt und Tritt überwacht zu werden und die sogar mit ihrem eigenen Geld dafür zahlen, dass sie nicht nur von Vater Staat, sondern auch noch von Konzernen und Privatpersonen vollautomatisiert über ihre Taschenwanze mit lustig buntem, kindgerecht zu bedienendem Betriebssystem überwacht werden können.____

Orwells Vision offenbart grundlegende ideologische Fehler, welche die Mächtigen heutzutage vermeiden um ein Volk besser und mit weniger Aufwand kontrollieren zu können. Einer dieser Fehler ist beispielweise den Leuten Gefühle und Sex unter Strafandrohung zu verbieten, wie es Orwell in seiner Roman-Gesellschaft tut. Als herrschende Klasse dem Volk ausgerechnet Gefühle und den Sexualtrieb zu verbieten, mit deren Hilfe man Menschen zu perfekten, nicht mehr des rationalen Denkens und Handelns fähigen Marionetten machen und somit bestens kontrollieren kann, ist völlig idiotisch. Die über Gefühle und Sexualtrieb wirkende Gehirnwäsche durch die Medien ist dafür verantwortlich, das sich z.B. viele Frauen teuren Sondermüll (Make-up genannt) ins Gesicht schmieren und viele Männer Geländewagen kaufen obwohl sie in einer Großstadt wohnen und schon einen Strafzettel bekommen, wenn sie mit zwei Rädern auf einer Grünfläche parken. So sieht wirkliche Gedankenkontrolle aus. George Orwells Szenario ist dagegen eine Luftnummer, die den Mächtigen eher mehr Arbeit und Ärger mit dem Volk einbringt als Profit.____

Von Orwells Vision sind wir mit versteckter 24/7-Überwachung von Millionen Einzelpersonen alleine in Deutschland Galaxien entfernt. Die heutige Realität lässt Orwells Überwachungsstaat zu einer Lachnummer verkommen. In Orwells Roman müssen Leute teilweise noch von der staatlichen Überwachung gesucht werden und sie können geheime Tagebücher führen. Heute logge ich mich von Providerseite in das Handy einer Person ein und kann mit Tools wie Carrier IQ mir per GPS ihre Position anzeigen lassen, per heimlich fernaktiviertem Mikrofon ihre Umgebung abhören, im Telefonbuch und Email-Verzeichnis nachsehen mit welchen Personen sie kommuniziert und wo die wohnen und gleich noch ihre Kontenbewegungen loggen, wenn sie Onlinebanking macht. Alles ohne das diese Person davon überhaupt etwas merkt. Das Ganze funktioniert dazu noch vollautomatisiert, so dass man diese Daten rund um die Uhr von Millionen Mobiltelefonbesitzern alleine in Deutschland erheben und später mit Datamining-Tools filtern kann. Eine Windows-Sicherheitslücke verkommt dagegen schon fast zu einem Witz.

Was Windows und die Backdoor-Diskussion angeht, darf ich mal daran erinnern, das Microsoft schon durch die bei den meisten Leute aktivierten oder zumindest irgendwann von Hand eingespielten Updates eine Backdoor zu jedem System hat, selbst wenn keine weiteren Sicherheitslücken oder NSA-Generalpasswörter im System vorhanden wären. Erst kürzlich ging eine Meldung durch die Presse, dass MS mit einem Update den Windows-Defender angewiesen hat, unbemerkt vom Nutzer TOR-Clients von tausenden Systemen zu löschen (Wer es nicht glaubt: Einfach mal eine Suchmaschine bemühen!). Schon das Einspielen von Updates ist also nichts anderes als eine Backdoor über die MS unbemerkt vom Nutzer beliebigen Code auf dem System einschleusen oder löschen kann. Damit erübrigt sich wohl die Frage, ob in Windows eine Backdoor existiert und weicht der Frage, wie viele Backdoors es wohl insgesamt gibt?
 
@nOOwin: Ein Unterschied zu Orwell ist wohl, dass man sich der Überwachung zumindest teilweise entziehen kann, wenn man es will, da eben nicht omnipräsent. Überhaupt ist die Situation denke ich doch unterschiedlich, da die Überwachung in unserer Zeit sehr diskret ist und keine direkten Auswirkungen auf das private Leben der Menschen hat. Das ist natürlich auch ein Problem, denn wann man sie nicht bewusst wahrnimmt, ist sie auch weniger störend und man kämpft nicht dagegen an. Dein Argument, Orwell hätte einen für verrückt gehalten, hätte man ihn von der heutigen Situation erzählt, ist aber doch rein spekulativ und ehrlich gesagt bin ich sogar etwas enttäuscht, ausgerechnet von dir so was zu lesen. Ich behaupte jetzt, er hätte es überhaupt nicht unglaubwürdig gefunden. Es ist ja nicht so, dass die Handys damit beworben werden, kostenlos überwacht zu werden und dass sich die Menschen deshalb drauf losstürzen. Die Menschen zahlen ja nicht dafür, überwacht zu werden. Handys werden zu bestimmten Zwecken von den Menschen gekauft und können von anderen Menschen/Institutionen missbraucht werden bzw werden auch missbraucht. Das sollte jetzt wirklich niemanden wundern, auch nicht Orwell. Dass die Menschen selbst nach Bekanntgabe des Überwachungsausmaßes weiterhin ihr Handy benutzen, hat einfach damit zu tun, dass sie nicht ummitelbar betroffen sind in dem Sinne, dass sie keine direkten Auswirkungen auf ihr Privatleben spüren, und daran, dass sie einfach nicht den Willen haben, auf die Vorteile eines Handys (für die man es sich doch erst kauft) zu verzichten. So gesehen kann man natürlich sagen, die Überwachung sei ihnen egal. Aber ich benutze weiterhin mein Handy und trotzdem ist mir die Überwachung nicht egal. Ja, du wirst jetzt wahrscheinlich lachen, und vielleicht auch zurecht. Die Frage ist, wie weit ist man bereit zu gehen? Das Problem ist doch, dass die meisten Menschen, mich selbst eingeschlossen, einfach nicht wissen, was sie tun sollen, denn die Überwachung findet ja weiter statt, auch wenn man sich abkapselt. Es ist halt nicht wirklich eine Lösung. Eine politische Lösung ist das, was man bräuchte, aber es ist fragwürdig, ob man diese jemals erreichen kann und wie diese überhaupt aussehen sollte. Es weiß halt keiner wirklich, was man tun soll. Ich denke, die Möglichkeit der Überwachung wird es bei technischen Geräten in einem gewissen Rahmen einfach immer geben, so sehr man sich auch bemüht. Schon allein deshalb, weil kein System ganz sicher ist und immer Fehler enthält. Es müssen ja keine Sicherheitslücken bewusst eingebaut werden, da es sie auch so immer geben wird und sie immer auch irgendwann gefunden werden. Man dürfte halt die Möglichkeiten nicht so nutzen, wie es jetzt geschieht, nämlich massenhaft und ohne konkreten Verdacht. Nicht die Technologie ist das Problem, sondern der Missbrauch - das ist immer so. Auf Handy und Computer zu verzichten löst somit rein gar nichts und ist eigentlich das selbe, wie wenn man ein Bäumchen gegen den Klimawandel pflanzt - es nützt halt nichts auf der großen Skala der Dinge betrachtet. Wenn jeder das täte schon eher. Soll natürlich keine Ausrede sein, gar nichts zu tun. Ich finde aber nicht, dass die Lösung sein sollte, dass einfach alle auf elektronische überwachbare Geräte verzichten, die Lösung müsste doch sein, dass die Überwachung beschränkt wird. Die Frage ist, ob man das erreichen könnte. Vielleicht bin ich auch einfach noch zu naiv und glaub noch zu sehr an das Gute im Menschen, aber irgendwie muss es doch gehen? *** Noch zu deinem Punkt zu Gedankenkontrolle und Make-up und so - das nennt sich einfach Werbung. Wo ist die Gehirnwäsche, wenn Werbung für Make-up gemacht wird? Fakt ist, Frauen tragen das, über Sinnhaftigkeit dessen soll hier nicht diskutiert werden, das dürfen die Frauen unter sich austragen, aber wenn sie es gern tun wollen, dürfen sie doch. Dann gibt es halt Hersteller, die auf die Nachfrage reagieren und solche Produkte anbieten. Die Gehirnwäsche kann ich da nicht wirklich erkennen, wenn man weiß, dass es eine Zielgruppe für ein Produkt gibt, wieso sollte man es nicht produzieren und bewerben dürfen? Da verstehe ich dein Argument ehrlich gesagt nicht. Willst du jetzt einer Frau erzählen, sie schminke sich nur, weil man ihr Gehirn gewaschen hat? Damit tätest du ihnen unrecht, es gibt einfach etwas, das nennt sich Sinn für Ästhethik. Dieser ist teilweise angeboren, zu noch größeren Teilen wird er aus dem unmittelbaren Umfeld gebildet, also dem, was die Mitmenschen als ästhetisch empfinden. Wenn eine Frau sich jetzt schminkt, weil das ihrem Sinn für Ästhetik entspricht (und das werden wohl die meisten sein), dann sehe ich kein Problem damit und mit Gedankenkontrolle hat das überhaupt nichts zu tun. Es sei denn, du verstehst alles, was man sich irgendwie aus dem Umfeld aneignet, als Gehirnwäsche und Gedankenmanipulation, was ich falsch fände. Ähnliches gilt für das Beispiel mit dem Geländewagen. Über die Sinnhaftigkeit eines solchen Gefährts in einer Stadt lässt sich in der Tat streiten, aber wieso muss gleich Gehirnwäsche dahinterstecken, wenn jemand ein solches Fahrzeug benutzt? *** Orwells Vision verkommt mitnichten zu einer Lachnummer, denn seine Vision ist doch noch weitreichender. In Orwells Vision geht es um einen Staat, der seine Bürger (eben mittels der omnipräsenten und totalen Überwachung) unterdrückt und ihnen das Recht abnimmt, sich selbst zu verwirklichen und glücklich zu werden. Und davon sind wir glücklicherweise in der Tat Galaxien entfernt. Unsere Gesellschaft könnte freier sein, müsste allen gleichere Chancen einräumen und auch politisch gäbe es eine Menge zu verbessern. Aber dennoch ist unsere Gesamtsituation nicht wirklich vergleichbar mit der Welt von 1984 (prinizipiell kann man ja alles miteinander vergleichen, aber das hat halt nur ab einer bestimmten Menge an Gemeinsamkeiten Sinn). Rechtfertigt das die Überwachung, wie sie heute geschieht? Ganz bestimmt nicht. Aber wenn ich mich zwischen unserer Welt und der von 1984 entscheiden müsste, würde ich auf jeden Fall bei unserer bleiben - selbst mit Handy in der Tasche. Zu behaupten, Orwells Vision wäre eine Lachnummer verglichen mit der heutigen Situation, finde ich ehrlich gesagt falsch und wenn einmal ein solcher Staat existiert hätte (was er in einem gewissen Ausmaß oft genug in Form von Diktaturen getan hat), wäre deine Behauptung eine Beleidigung an all jene, die unter diesem Staat zu leiden gehabt hätten. Das, was sie gemeinsam haben, ist, dass in beiden gewisse, aber doch unterschiedliche Möglichkeiten der Überwachung existieren. Wie sie missbraucht werden und wie die Überwachung überhaupt aussieht, ist in beiden Welten ganz unterschiedlich. *** Noch kurz zu den Windows-Backdoors: So gesehen hat Windows in der Tat eine Backdoor, das ist richtig. Aber es geht doch um Backdoors, die einen unbefugten und unbemerkten Zugriff auf persönliche Daten erlauben. Eine solche Backdoor stellt die Updatefunktion an sich nicht dar, sie ist nur eine Möglichkeit, eine solche Backdoor einzuschleußen - was aber nicht die Frage beanwortet, ob es eine solche Backdoor, von der hier die Rede ist, überhaupt gibt. Ich behaupte jetzt sogar, dass es für die NSA doch sogar völlig unnötig wäre, Dinge wie Windows-Fehlermeldungen auszuwerten, wenn sowieso eine Hintertür im System eingebaut ist, die ihnen uneingeschränkten Zugriff gewähren soll. Was die TOR-Clients betrifft, stellen sich die Dinge doch eigentlich etwas anders dar, als du es schreibst. Es ging um (veraltete und anscheinend unsichere) Clients, die unbemerkt über Trojaner auf Computer geladen wurde und über die ein Botnetz aufgebaut wurde. Und der Zweck eines Antivirenprogramms ist es eben unter anderem, ungewollte Software zu entfernen und zu verhindern, dass sie auf dem Computer läuft. Wenn man damit nicht einverstanden ist, dass Antivirensoftware prinzipiell beliebige Software löschen kann, sollte man sie halt nicht benutzen, aber wenn doch, muss man ihr halt ein gewisses Maß an Vertrauen entgegenbringen. Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass eine Antivirensoftware nicht ohne Vorwarnung was löschen können sollte und das stimmt wohl auch. Aber dass es sich hierbei um den Windows Defender handelt, ist doch eigentlich unerheblich. Man kann sich immer noch ein anderes (und möglicherweise besseres) Antivirenprogramm installieren, wenn einem die Arbeitsweise des Windows Defenders nicht passt. Dass aber ab November der Client über das "Tool zum Entfernen bösartiger Software" oder wie das auch immer heißt entfernt wurde, wäre da schon eher problematisch, denn dieses Tool lässt sich nur Abstellen, wenn man beim Patch-Day bewusst das Tool aus der Liste der zu installierenden Updates ausschließt, aber selbst dieses benachrichtigt meines Wissens nach bei einem Befund, bevor er entfernt wird. Wenn ich da etwas falsch verstanden habe oder ich einfach etwas übersehen habe, weise mich ruhig darauf hin.
 
@Tenzing: Gab allerdings genug Papers, dass schon seit Win95 Hintertüren für USA mit drin sind.
Nur dienten die maximal dem Ausspähen von ein paar Daten. Das Vornehmen von Änderungen am System über die Hintertür geht wohl erst seit Win8.

Allerdings: Als Regierung eines Landes würde ich schleunigst auf Ubuntu oder ein anderes Open Source OS setzen.
 
@andy01q: Das habe ich ja nicht bestritten und das Beispiel von NSAKEY angegeben ;).
In W8 sind eben die Computer dann aktiv.
 
Eine sehr umsichtige und weise Entscheidung der chinesischen Regierung.
 
Mich überrascht, dass die Chinesen überhaupt schon so weit fortgeschritten sind, während im Westen bei vielen Firmen daran gearbeitet oder gar erst überlegt wird, von XP umzusteigen.
 
Was hat das jetzt mit der Rede zutun. Ich erkenne da irgendwie den Zusammenhang nicht oder haben jetzt sogar Journalisten jetzt schon Zugang zu Sicherheitslücken in Windows 8? Ich bezweifle aber, dass Windows 7 soviel sicherer ist
 
Gut so. Gebt Windows 8 keine Chance.
 
Ich finde Windows 8 super und umgehe die Kacheloberfläche per reg-Datei indem ich auf Admin ohne uac wechsele. Aber ich nutze auch gerne die Kacheln, super Apps wie TuneinRadio etc gibt´s. Aber, ich nutze eine Erweiterung zur Firewall und unterbinde die ganze Funkerei von Windows. Dieses Smartscreen nervt, selbst wenn man es abschaltet, funkt es trotzdem. Bei jedem scheiss Programm oder ner Installation davon funkt es nach Redmond/USA. Ich habe alle Zugriffe protokolliert und die IP's mal verfolgt. Die explorer.exe, welche die gesamte Oberfläche darstellt, geht ständig online, ist doch voll das Sicherheitsrisiko. Ich kann die Chinesen verstehen.
 
@akohle: Echt, SmartScreen funkt auch, wenn man es abschaltet? O.o Macht es genau das selbe wie wenn es angeschaltet ist?
 
Aus internen Dokumenten, geht hervor, dass IT-Experten Windows 8 für geradezu gefährlich halten. Das Betriebssystem enthält ihrer Ansicht nach eine Hintertür, die nicht verschlossen werden kann. Diese Hintertür heißt Trusted Computing und könnte zur Folge haben, dass Microsoft jeden Computer aus der Ferne steuern und kontrollieren kann. Und damit auch die NSA.
http://framoe.bplaced.net/index.php?page=1910268156&f=1&i=1910268156
 
@tabs: Jop Trusted Computing ist Microsofts Backdoor und wir kennen alle das Motto: "Yes we can!" Da interessiert nicht mal ob sie es brauchen. Aber kann sich ja jeder seine Meinung zu bilden. Wer allerdings glaubt das die Amis die Einzigen auf der Party sind, der muss wirklich naiv sein. Anderen Regierungen fehlt nur ein Snowden.
 
@tabs: Schön das ihr alle so viel über TPM und TC wisst... nicht http://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Platform_Module -> "Der Chip ist aktuell überwiegend passiv und kann weder den Bootvorgang noch den Betrieb direkt beeinflussen"
 
Unverständlich ist, dass die Chinesen überhaupt Windows verwenden. Da können sie auch gleich mit der NSA kooperieren.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte