Asyl in Russland: Snowden darf auch länger bleiben

Der Aufdecker der NSA-Spionageaffäre Edward Snowden hat im vergangenen Sommer in Russland Asyl erhalten, dieses ist aber eigentlich auf ein Jahr befristet. Doch der Whistleblower darf, wenn er das will, länger in Russland bleiben. mehr... Nsa, Edward Snowden, Prism, Whistleblower, snowden Bildquelle: Russia Today Nsa, Edward Snowden, Prism, Whistleblower, snowden Nsa, Edward Snowden, Prism, Whistleblower, snowden Russia Today

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In 30, 40 oder 50 Jahren werden wir (der "freie" Westen) uns dafür schämen, dass wir es nicht geschafft haben Leuten wie Snowden und Assange, die uns die Augen geöffnet haben, Asyl zu gewähren. Ich denke, dass zumindest unsere Kinder oder Enkel noch erleben werden, dass Plätze und Straßen nach diesen Leuten benannt werden. Aber wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer.
 
@WieAusErSieht: Vielleicht... vielleicht verläuft die ganz Angelegenheit aber auch irgendwie im Sande, oder vielleicht sind in 50 Jahren Snowden, Manning, Annonymus etc. auch die Auslöser allen Übels gewesen.
 
@Lastwebpage:
In 50 Jahren vielleicht. Aber bis dahin können genannte Personen noch ganz schön Probleme bekommen, bloss weil sie das Übel an der Wurzel anpacken. Meine Hochachtung!!
 
@WieAusErSieht: in 30-50 Jahren werden wir uns entfernt an Snowden und den gescheiterten Versuch, der Totalüberwachung zu entkommen, erinnern.
 
@Sturmovik82: Vielleicht gibts in 30-50 Jahren auch gar keine Menschen mehr weil wir uns bis dahin selbst die Lichter ausgeblasen haben. Wir sind jedenfalls auf einem sehr guten Weg dorthin.
 
@WieAusErSieht: DAS glaubst Du wirklich? Vielleicht werden wir uns in 30, 40 oder 50 Jahren in einer Lage befinden, wo gar nichts mehr mit wirklicher Freiheit ist und alles der totalen und verknüpften Kontrolle von vielen Institutionen unterliegt. Selbstverständlich alles zu unserem Wohl und für unsere Freiheit. Und wo gaaanz vielleicht aus Versehen noch minimale Freiheit bestehen sollte werden wir uns aus Angst und Unsicherheit selbst kontrollieren und zurücknehmen.
 
@Kiebitz: das wird passieren wenn viele glauben, dass Snowden, Manning und Assange unwichtig sind bzw. die News über sie nerven. Dass aber damit das Kernproblem angesprochen wird (also die totale Überwachung), entgeht bestimmt über der Hälfte der Bevölkerung. Leider sind das dann meist die, die aus Gewohnheit die Deppen von Vorgestern wählen - und diese auch genau so regieren. Wie sonst ist es zu erklären, dass wir die zurückgebliebenen Hinterwäldler an der Macht haben? Die mögen in den alten Thematiken ja noch vertretbar sein. Aber von Internet haben sie nur gehört - und dann meist auch nur Schaudergeschichten. Die sind viel zu alt, um eigene Erfahrungen damit zu machen. Wie kann es also sein, dass solche Menschen über solch ein wichtiges Medium und Thema entscheiden dürfen? Ich glaube das ist es, was man sich in zig Jahren später fragen wird. Man wird sich fragen "wo bist du gewesen als sie (die USA) die Erde überwacht haben" (sorry, dass ich hier ein bekanntes Filmzitat abgekupfert habe; es passt aber imo ziemlich gut). Ach und: >ich< werde mich nie bei der Wortwahl kontrollieren, nur um irgendeinem Raster zu entgehen. Das habe ich nie und das werde ich auch nicht. Und wenn das irgendwann gegen meinen Boss geht, dann suche ich mir halt einen neuen.
 
@divStar: Das Hauptproblem der Leute mit Snowden ist, so glaube ich, nicht das, was er aufgedeckt hat, sondern das Problem, im bisherigen eigenen Leben / Verhalten was ändern zu sollen, wegen und auf Basis von dem, WAS er da aufgezeigt / gedeckt hat. Beim Erkennen, das das nicht leicht ist, das das Disziplin erfordert, das das was neues lernen erfordert, das es Zeit kosten würde, versuchen die Leute umschwenken zu dürfen auf ein : ach .. das iss bestimmt alles nicht so schlimm, das ist bestimmt übertrieben, der Snowden übertreibt bestimmt wie wild, der Typ ist bestimmt nur ein Angeber und jemand der sich nur aufspielen will usw. Wo du was zitierst: gibt da einen Musiktext, der ziemlich passend ist: "Wie eine träge Herde Kühe..schaun wir kurz auf und grasen dann gemütlich weiter.. " In wilden Kuhgalopp verfallen und gewisse alte Ochsen radikal hinter sich zu lassen ist aber wohl auch nicht das richtige, denn das / der endet bestimmt im Stacheldraht des Weidezauns *fg Deren Erfahrung zu nutzen, wo der Bauer den Ausgang eingebaut hat, macht auch Sinn ;-)
 
@DerTigga: es kann aber nicht sein, dass man zwangsläufig auf Facebook usw. verzichten muss - nur, weil es ja überwacht wird. Selbiges gilt für Twitter und andere Dienste, Suchmaschinen, Onlineshops. Dafür haben wir doch die Regierungsdeppen, die politisch dafür sorgen sollen, dass wir die Vorzüge der modernen Gesellschaft auch nutzen können. Immerhin sind die USA - zumindest laut der allgemein bekannten Definition - ja keine Kriminellen (auch wenn ich anderer Meinung bin). Also kann man und muss man sie politisch dazu zwingen ihre Füße gefälligst unter ihren eigenen Tisch zu stecken. Die Politik hierzulande besteht leider aus unfähigen Männchen und Weibchen mit Legostellfrisur und Durchzug zwischen den Ohren. DESWEGEN muss man sich doch erst überhaupt Gedanken darüber machen warum man plötzlich anfangen muss zu galoppieren! Würden die von uns gewählten Wachhunde ihren Job tun und die Wölfe weg von der Herde treiben / halten, könnten wir ganz normal weiden. Außerdem können und müssen sie auch darüber bestimmen wie vorbelastet der Boden ist, den wir fressen - immerhin haben die sonst nichts zu tun. Leider lassen die aber jede Chemiefabrik (=Dienstbetreiber) durch und machen dann - durch diese bestochen - lasche Regeln, die uns dann immer schlechtere Verhältnisse bescheren.
 
@divStar (re:6): Ich widerspreche Dir ja nicht. Aber mein Glaube an die Weisheit und an die Schwarmintelligenz der meisten unserer Bürger ist nicht so groß. Deswegen kann ich Deine Hoffnung nicht teilen bezüglich "...In 30, 40 oder 50 Jahren werden wir (der "freie" Westen) uns dafür schämen, dass wir es nicht geschafft haben Leuten wie Snowden und Assange, die uns die Augen geöffnet haben, Asyl zu gewähren..."! Wer schämt sich wirklich heutzutage noch über NS-Verbrechen. Wer denkt heute noch an die Widerständler dieser Zeit? Manche wollen nicht, manche wollen es vergessen haben, manche (Jüngere) wissen es erst gar nicht, nicht wenige finden alles nicht sooo schlimm, manche Wenige finden es sogar gut und eifern dem nach. Dieses nur mal so als Beispiel. Übrigens: Andere Länder ähnliche Probleme: Russland>Gulags, Türkei>Armenier, Christen>"Missionierung" bis zur Ausrottung mancher Völker, China>Tibet usw. usw. usw....
 
@Kiebitz: vielleicht schämen wir uns nicht öffentlich für die NS-Verbrecher.. aber wir werden öffentlich dazu angehalten, es werden uns dauernd Schuldgefühle vermittelt und wir zahlen immer noch Reparationen - auch wenn die Mehrheit damit überhaupt nie etwas zu tun hatte. Außerdem verbieten wir immer noch NS-Zeug und wir mögen es nicht wenn wir damit in Verbindung gebracht werden. Jo .. und was Religion angeht, müssen wir uns sicher auch nicht streiten: fast jede Religion hatte eine Art Missionierung hinter sich - und diese Religionsfaschisten nerven mich auch und für die will ich mich eher fremdschämen. Betrifft aber auch den Islam genau so. Ich denke trotzdem, dass man sich zumindest ähnliches fragen wird - also warum man als Land geschwiegen hat .. in voller Ehrfurcht vor dem Amiland - zum Beispiel
 
was hat eigentlich soetwas in win Future zu suchen !
Ich finde das ist ein unwichtiger Beitrag
 
@Pfau_thomas: Snowden hat natürlich nichts mit Winfuture zu tun...
 
@Pfau_thomas: Ich hätte nicht gedacht, dass nach 9 Monaten Snowden immer noch bezahlte Forentrolls unterwegs sind, die Stimmung gegen ihn machen. Im August war da ja teilweise echt unerträglich im heise-Forum.
 
@eN-t re:2): ".... bezahlte Forentrolls..."? Wie dat denn? Und wenn Du meinst Pfau_thomas schreibt Quatsch, dann ist Deins auch nicht viel besser im Inhalt und Stil! Und NEIN! Ich bin nicht Pfau_thomas seiner Meinung! Aber NEIN! Deiner auch schon gar nicht!
 
@Pfau_thomas:
Anhand der Kommentare wirst Du featgestellt haben, dass Du mit Deiner Meinung ziemlich alleine dastehst. Heute ist Flexibilität angesagt.
 
@Pfau_thomas: Wieso schreibst du deinen Beitrag denn erst, wenn du ihn unwichtig findest ?
 
Erstaunlich wie unkompliziert der Chodorkowski nach Deutschland kommen konnte und jetzt Asyl in der Schweiz beantragt hat. Da passt auch das: http://www.der-postillon.com/2013/12/edward-snowden-nicht-reich-und.html
 
@ephemunch: der unterschied ist das snowden gegen die interessen des westens gehandelt hat bei chodorkoski war des umgekehrt.
 
@ephemunch: Wer holt sich schon gern Landesverräter ins Haus?
 
@iPeople: Im angeblich relevanten Punkt Landesverräter würde ich wenn erheblich lieber Snowden hier haben statt Nazis.
 
@DerTigga: Da hast Du sehrt wohl recht, das war auch anders gemeint, als es aussieht. Snowden hat der westlichen Welt einen Spiegel vorgehalten, logisch dass kaum einer der westlichen Staaten ihn als Asylant aufnimmt. Das meinte ich.
 
Politisch Gesuchte aus vielen Ländern werden hier aufgenommen. Ebenso Hartz4-Touristen, aber so jemand wird wegen den USA nicht aufgenommen. Achja, wir sind ja ein vorbildlicher Rechtsstaat und keineswegs korrupt oder so...
 
@ichbinderchefhier: Heißt es nicht immer (seitens gewisser Politiker), wir können nicht jede Minderheit bei jedem Grund aufnehmen? :-D Wir brauchen billige arbeitswillige Fachkräfte aus der dritten Welt und nicht irgendwelche Protestler und gefährliche Moralisten! :-[
 
das liegt daran das deutschland immer (nur) noch eine gewöhnliche kolonie der USA ist und unsere politiker eigentlich nur marionetten
 
@dave678: "...gewöhnliche Kolonie..."? Niemals! In einer gewöhnlichen Kolonie werden die Leute drangsaliert und geknechtet. Hier in Dt. machen die allermeisten Leute und fast alle Politiker freiwillig und freudig mit >:[
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