Kurskorrektur: Intel plant massiven Stellenabbau

Nach der Bekanntgabe der recht durchwachsenen Bilanzen für das vierte Quartal kündigt Intel einen massiven Stellenabbau für 2014 an. Insgesamt müssen rund 5 Prozent der Belegschaft gehen. mehr... Intel, Chiphersteller, Markenhersteller Bildquelle: Intel Intel, Chiphersteller, Markenhersteller Intel, Chiphersteller, Markenhersteller Intel

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Der Fisch stinkt in der Regel immer vom Kopf her. Intel hat den ARM Prozessoren Jahrelang von einem sehr hohen Ross aus zugesehen, bis es zu spät war. Die gleiche Situation drohte schonmal, damals hat Intel mit den core Prozessoren gegenüber AMD nochmal die Kurve gekriegt ( besonders dank der Unfähigkeit der AMD Führung), im Mobilsektor gelingt das diesesmal nicht.
 
@duduli: Die aktuellen Smartphone/Tablet Atoms wirken aber dafür schon ziemlich passend.
 
@duduli: Intel baut bald auch ARM CPUs und zumindest technisch werden die Atom CPUs konkurrenzfähig. Denke mal Intel kriegt auch hier noch die Kurve,
 
@Doso: Müßte Intel für ARM-CPU's nicht Lizenzgebühren bezahlen? Das selbst dann, bei entsprechend hohen Stückzahlen, immer noch Geld zu verdienen ist, ist schon klar, die Lizenzgebühren schmälern das ganze Ergebnis dann aber ein bißchen. Und mit den neuen Atoms (die wirklich klasse sind) ist das so eine Sache. Das steht und fällt mit der Akzeptanz insbesondere der Hybriden aus Tablet und Ultra- bzw. Notebook und dabei insbesondere der Windows-Betriebssystemplattform, wo sich die Zuneigung selbst zu Windows 8.1 (mit dem ich persönlich sehr gut klarkomme, viele andere aber scheinbar nicht) in Grenzen hält. Intel müßte sich hier auch intensiv anderen Betriebssystemplattformen anderer Hersteller andienen. Ich selbst bin großer Microsoft-Fan, fände es aber schade, wenn Intel, die wirklich klasse Prozessoren bauen, immer schwächer wird, weil sie immernoch zu sehr in erster Linie fast nur auf Windows setzen.
 
Mal ganz davon abgesehen, dass mir die wirtschaftlichen Prozesse, die hinter dem Stellenabbau stehen, durchaus bewusst sind, stellt sich mir die Frage, was die Aussage soll, dass Intel Geld braucht, um die Umstrukturierung umzusetzen. Intel hat in den letzten Jahren unzählige Milliarden Gewinn nach Abzug von Steuern und Ausgaben für FuE eingefahren, dass die auf einem unverschämt großen Geldberg sitzen müssen. Wie kann man da jetzt rechtfertigen, dass das Geld, das durch die scheidenden Mitarbeiter gespart wird, dringend benötigt wird?!?
 
@Apolllon: Das Hauptproblem liegt ja auch darin, daß wenn es wieder bergaufgeht, die Suche nach neuen Fachkräften wieder losgeht.
Ich sehe das immer wieder bei den Großkonzernen, die offenbar das Prinzip der Arbeitnehmerbindung nicht verstanden haben.
Da geht viel Potential verloren...
 
@Apolllon: Die Frage ist halt wie weit das Kapital gebunden ist, Intel wird vermutlich keinen Geldspeicher haben. Mit Angestellten kann man leider ziemlich schnell die laufenden Kosten senken.
 
@floerido: was nützt das aber wenn die hellen Köpfe dann aber woanders arbeiten? gerade in solchen Krisenzeiten muss man seiner Belegschaft sicherheit bieten, damit sie sich nicht um Existenzängste kümmern müssen sondern um neue Innovationen. Aber solange der fett gesessene Chefarsch noch seine 5-7 stellige Monitärausschüttzung bekommt, ohne gemessen an dem was er verdient am Risiko der Firma angemessen mitbeteiligt zu werden, sondern diese Fehlentscheidungen der Führungsriege an das kleinste Glied der Kette deligiert, wird sich da leider nichts ändern.
 
@Apolllon: die Aktionäre wird´s freuen.
 
Los AMD, Intel gibt euch die Gelegenheit zum überholen, vermasselt es diesmal nicht schon wieder!
 
@Rumbalotte: nur weil einer strauchelt ist ein anderer nicht automatisch besser... amd müsste mit einem überzeugenden konzept in diversen bereichen ankommen um flächendeckend zu punkten...und dann gäbe es noch die frage des tatsächlichen bedarfs zu klären... schließlich ist das auch ne softwaresache die amd zb. nicht alllein zu realisieren hat, sondern auch partner wie microsoft usw. - und die sind nun mal nicht von der schnellen truppe und sympathisieren eher mit intel
 
@Rikibu: Stimmt, daher auch der Name "Wintel". Hat lange Zeit sehr gut gepasst, aber die Zeiten ändern sich, was selbst ich als Microsoft-Fan zugeben muß. Wobei ich auch AMD grundsätzlich gerne mag. Zu P4-Zeiten gab's für mich nur AMD, jetzt bin ich wieder bei Intel. AMD muß mehr Leistung aus weniger Energie holen und kriegt das, im Gegensatz zu Intel, irgendwie nicht hin. Sehr schade.
 
Das sich der Markt zugunsten der Mobilgeräte verschiebt ist grundsätzlich richtig. Hier ist Intel eigentlich mit den neuen Atoms auch sehr gut aufgestellt und wird erhebliche Marktanteile dazubekommen (-kaufen). Allerdings wird hier im Prinzip kein Geld verdient. Intel war verwöhnt von der Schwäche AMDs und den hohen Margen im Desktop-/ Serversegment. Zumindest bei den klassischen Desktopsystemen ist seit Jahren eigentlich das Ende der Fahnenstange erreicht. Es fehlt schlicht der Grund sein System aufzurüsten bzw. auszutauschen. Schön für die Umwelt, bitter für Intel.
 
@EmilSinclair: Naja, die Server werden ihnen schon bleiben. Allerdings ist es hier ähnlich wie bei Desktop-Rechnern. Es gibt viel Leistung für mittlerweile relativ wenig Geld (wenn ich bedenke, wie schweineteuer ein Server selbst nur für eine kleine Firma noch vor 12-13 Jahren war), und die Kisten halten leistungsmäßig mittlerweile 3-4 neue Windows-Versionen lang durch, bei anderen, unixoiden Betriebssystemen ist es sicher ähnlich. Bin ja gespannt, wo die Reise für Intel hingeht.
 
Der Autor des Artikels hat aber auch gar keine Ahnung, was er da niedergeschrieben hat. ich empfehle dringend nicht irgendwo Meinungen abzuschreiben. Intel hat nicht das erste mal einen Zug "verpasst". Aber Intel hat es immer geschafft sich anzupassen. Das wird auch diesmal gelingen. Intel hat ein derartiges Know How und nebenbei diese Situationen schon oftmals gehabt. Beispiel: Wenn man sich anschaut wie schnell Intel bei Thema stromsparen aufgeholt hat oder damals auf die ersten 64 Bit Prozessoren von AMD reagiert hat oder davor in den 90ern..., dann möge man sich warm anziehen. 2 Jahre und Intel drückt wieder alles an die Wand.
5k Arbeiter, das ist keine wirkliche Summe. Man sollte schliesslich auch wissen, dass Intel zig tausend Arbeitsplätze in den USA in den letzten Jahren ohne Benötigung aufgrund eines Ehrenworts geschaffen hat. Aber das weiss man natürlich nicht, weil die Medien sich für sowas nicht interssieren!
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