US-Gericht setzt Netzneutralität-Regeln außer Kraft

Ein Berufungsgericht in Washington DC hat eine möglicherweise folgenschwere Entscheidung gegen die Gleichbehandlung von Daten im Internet gefällt. Es entschied, dass US-Provider schnellere Übertragung bestimmter Inhalte gegen Bezahlung anbieten ... mehr... Internet, Netzneutralität, Himmel Bildquelle: Openmedia / Flickr Internet, Netzneutralität, Himmel Internet, Netzneutralität, Himmel Openmedia / Flickr

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Mit Geld kann man sichs echt richten wie man will.
 
@AM3D: Sieh es so: Recht bekommt immer der, der sich Recht leisten kann!
 
@AM3D: Ja, die machen echt mit Geld das schöne Internet kaputt. Erst DRM in HTML 5.1 und jetzt das ...
 
@AM3D: In den USA hat ja auch der Oberste Gerichtshof tatsächlich entschieden, dass Geld der freien Meinungsäusserung entspricht: Corporations = People. Money = Free Speech.
 
Ist doch in Deutschland auch schon längst so. Da hat man eine 16000 DSL Leitung (und das kommt auch an) aber YouTube ruckelt, weil der Provider nachweislich drosselt. Geht man dann über einen Proxy auf YouTube läufts auf einmal wie geschmiert.
Auch die Telekom bietet zum Beispiel Spotify bei den Mobilfunkverträgen mit an. Das Datenvolumen von Spotify wird nicht auf das monatliche Kontingent angerechnet und da es ein "Premium" Dienst ist, werden die Datenpakete auch bevorzugt behandelt. Ich nutze Spotify und hatte noch NIE Ruckler oder Aussetzer beim Streamen, sofern man nicht gerade Edge hat. Und die Songs sind in 256k.
 
@FatEric: In Deutschland gibt es auch keine Netzneutralität. Wird mit unserer jetzigen Regierung auch nichts werden, die lehnen das ab.
 
In den USA kann man sich nun mal jedes Urteil so kaufen wie man es gerne hätte. Siehe Genfood, Fracking usw. usw.
 
@Xiu: Das ist Kapitalismus, alles ist käuflich.
 
@Xiu: Es ist weniger so, dass das Urteil selbst gekauft ist; man hat dort schlicht eine Verfassung, die es den Behörden verbietet sich ohne detaillierte Rechtsgrundlage in die Vertrags- und Gestaltungsfreiheit einzumischen. (Und ein Gesetz, welches dies ermöglichen würde, hat aufgrund der politischen Verhältnisse keine Chance.) Genau wie bei uns, Nachrichten von gestern: In Hessen hat die Atomaufsicht nach Fukushima per Verfügung alle (ordentlich genehmigten!) Atomkraftwerke abschalten lassen, ohne dass es dafür eine Rechtsgrundlage (oder konkrete Gefahrensituation) gegeben hätte, so dass die Betreiber Schadenersatz verlangen können. Dieses Prinzip der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, was ja auch einem Willkürverbot entspricht, gilt eigentlich überall... bzw wo das nicht gilt, möchte man nicht wirklich leben.
 
@rallef: Endlich einer, der es verstanden hat.
 
Die spannende Frage ist doch ob man einem Carrier der sich als Informations-Dienstleister solche Rechte rausnimmt nicht auch entsprechende Pflichten aufdrücken kann, mit denen man ihm so ans Bein pinkelt daß diese Handlungen unrentabel werden.
 
@Johnny Cache: Du meinst nicht die Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung auf Kosten des Carriers...?
 
@rallef: Das gibt es ja schon. Ich meine jetzt eher daß er auch als Anbieter für die übertragenen Inhalte zur Verantwortung gezogen werden kann, also daß es sowas wie Störerhaftung gibt.
 
@Johnny Cache: So eine Sperrpflicht zB, mit Stoppschild?
 
@rallef: Unter anderem, ja. Letztendlich würde das ja bedeuten wenn sie tatsächlich nicht nur die Verbindungen herstellen wie sie es ja gerade gerne hätten auch für die Inhalte verantwortlich wären, was sie natürlich für die RIAA und Konsorten überaus interessant machen würde. Wenn sie den Störer mit verknacken könnten, hätten sie ja tatsächlich die Möglichkeit richtig Kohle zu kassieren, etwas bei normalen Menschen überhaupt nicht möglich ist.
 
@Johnny Cache: Wobei dann die Frage wäre, ob deren Geschäftsmodell überhaupt zulässig ist, sollten sie sich wirklich als Informations-Dienstleister verkaufen. Denn das würde bedeuten, dass sie, unabhängig von RIAA und Co., die Rechte an allen durch sie verbreiteten Daten haben müssten bzw. zumindest das Verbreitungsrecht. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, wann z.B. Verizon mich gefragt hat, ob sie meine Webseite für Geld anderen Menschen anbieten dürfen... Die Argumentation, der das Gericht da aufgesessen ist, ist für die ISPs hochgefährlich und kann (theoretisch) sehr teuer werden.
 
@Mitsch79: Genau das ist auch meine Hoffnung. ;)
 
Willkommen im Zweiklassen-Internet. Daß sowas aus den USA kommt, verwundert nicht im geringsten. Man sollte tunlichst Provider meiden, die sowas auch noch umsetzen.
 
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