Filesharing: Eltern haften nicht für erwachsenes Kind

Eltern sind nicht dafür verantwortlich, wenn ihr volljähriges Kind ihren Internet-Anschluss für Urheberrechtsverletzungen via Filesharing nutzt. Sie können also auch nicht über die Störerhaftung hinzugezogen werden. mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

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Das ist bitter! Jetzt kommt Opa ins Heim!
 
Wenn Eltern schon nicht für ihre minderjährigen Kinder haften müssen, dann erst recht nicht bei volljährigen Kindern. Eine logische und richtige Entscheidung.
 
@Sapo: Das muss man differenziert sehen: Eltern haften nur dann nicht für ihre minderjährigen Kinder, wenn sie sie (sorry... über die Rechtswidrigkeit) Aufgeklärt haben, das Runterladen per Filesharing also ausdrücklich verboten haben. Hier ging es jetzt darum, ob der Anschlußinhaber seinem volljährigen Kind dasselbe auch ausdrücklich verbieten muss, um aus dem Schneider zu sein - was verneint worden ist; deshalb müssen / können die sich (die Beweislage war durch das Geständnis klar) direkt an den Sohn wenden.
 
@rallef: und die ganze sache ist auch nicht neu, in einer wohngemeinschaft bei gleichaltrigen ist die rechtsauffassung, die mitbewohner brauchen nicht gesondern informiert werden, da ein identischer wissensstand zu vermuten ist. ein volljähriges kind müsste besser/genau so wissen, dass er keine urheberrechtlich geschützten werke zum download bereit stellen darf. da urgeberrechtsverletzungen ein straftatbestand ist könnte man diestörerhaftung so vergleichen: wenn mit dem wagen des vaters über eine rote ampel gefahren wird und der sohn gibt nicht zu es gewesen zu sein muss der fahrzeuginhaber zahlen (also der vater), wurde das fahrzeug aber als fluchtwagen bei einem bankraub erkannt wird der inhaber nicht wegen des bankraubs hinter gitter wandern und ist auch nicht mitschuldig, weil er seinem sohn nicht erklärt hat er dürfe den wagen nicht für illegale zwecke nutzen. somit ist dieses urteil absolut logisch und die vorherigen instanzen sollten mal eine grundlegende urteilsbegründung auf den tisch legen.
 
Habe eben ARD Brisant halb mit angesehen, da war ein Interview mit dem Sohn, dem haben Die danach (als Vater nicht zahlte) direkt abgemahnt, und ER hat (über) 3000 Euro bezahlt.
 
Viele Abmahner verlieren vor Gericht. Schaut mal auf die Webseiten von den Abmahnanwälten, insbesondere, die Redtube-User abgemahnt hatten. Darin sind fast nur Versäumnisurteile, also die haben nur gewonnen, weil der Beklagte nicht vor Gericht erschienen ist bzw. nicht geantwortet hat.
 
@ichbinderchefhier: Also die "Standardabmahner" von z.B. Abofallen sind nie vor Gericht gegangen, weil die wussten sie verlieren. ___ Äh, Moment, sie schreiben: "Viele Abmahner verlieren vor Gericht" und später "haben nur gewonnen, weil der Beklagte nicht vor Gericht erschienen" - haben sie etwas verwechselt?
 
@mr.return: Die Abofallen waren doch Mahnungen, aber keine Abmahnungen, oder? :)
 
@ichbinderchefhier: Mag ja sein, ich verstehe ihre Aussage nur nicht ganz. Erst schreiben Sie, dass die Abmahner verlieren, dann aber gewinnen. Ich möchte nichts falsch verstehen. Wie meinten sie das?
 
@ichbinderchefhier: ja, bloß dummerweise interessiert das nach wie vor Keinen. Nett für den Anschlussinhaber und seinen Sohn, da haben die anderen 500 Anschlussinhaber mit ihren Kindern, die bei der der selben Massenabmahnung (ich vermute mal so es war so eine) stillschweigend gezahlt haben nichts davon. Hier liegt doch das eigentliche Problem. 10000 Abmahnungen durch den Kopierer gejagt, von 1000 kommt ein modUE, von 1000 kommt gar nichts, 2000 nehmen sich einen Anwalt, der vielleicht die Vergleichssumme runterhandelt, aber man zahlt trotzdem, 5000 die die geforderte Summe zahlen. Lass es bei 10000 Abmahnungen mal wirklich zu 5 Gerichtsterminen kommen. Die Zahlen sind zwar frei erfunden, dürften aber ungefähr hinkommen. Auf jeden Fall interessiert auch eine verloren Gerichtsverhandlung den Abmahner nicht weiter. Auch bei Redtube nicht, dass Geld ist schon längst im Sack, da bin ich mir sicher. Selbst eine Geldstrafe, mehr wird nach meiner Meinung bei dieser RedTube Geschichte nämlich nicht bei rauskommen, wenn überhaupt, ist locker abgedeckt.
 
Interessant wird es doch, wenn jetzt 2 Kinder im Haus sind, und entweder beide leugnen oder es beide zugeben. Dann dürfte es eigentlich schwierig werden, eine konkrete Person haftbar zu machen, oder?
 
@LoD14: Wenn beide leugnen ja. Wenn beide was zu geben wird bestimmt doppelt abkassiert. ^^
 
@LoD14: Wenn alle das Aussageverweigerungsrecht nutzen, obliegt es der Gegenpartei die Tat eindeutig zuzweisen. Das dürfte für jegliche Mehrpersonenhaushalte gelten, die einen Internetanschluss gemeinsam nutzen. Bin kein Jurist, sollte ich falsch liegen, bitte ich um Richtigstellung.
 
@bgmnt: Ich glaube zivilrechtlich muss der Anschlussinhaber als "Störer" haften, aber hier liegen diverse Urteile zugrunde. Hier in dem Fall gibt das Kind die Tat offen zu, dann kann der Anschlussinhaber wohl nicht mehr der richtige Beklagte sein.
 
@ichbinderchefhier: Meines Wissens gilt man jedoch nur dann als Störer, wenn das WLAN nicht ausreichend gesichert wurde und sich dadurch Unbefugte Zugriff verschaffen konnten. Wenn der Zugang zum WLAN bewusst weitergegeben wurde, so bestünde nur nach einer Abmahnung eine verschärfte Prüfpflicht. Somit würde ich den Anschlussinhaber in die Kategorie der Provider einordnen, die ebenso wenig haften. Demnach sehe ich den Tatbestand der Störerhaftung in solch einem Fall für nicht erfüllt. Nichtsdestotrotz müsste der Anschlussinhaber im Falle der Störerhaftung nur die Abmahnkosten begleichen, jedoch nicht die Schadenersatzforderung.
 
Ich dachte, dass das sowieso schon so zu handhaben wäre und man ab 18 für seine Handlungen nur selbst verantwortlich ist. Zumal in dem Fall der Vater nicht davon ausgehen konnte, dass der Sohn "Straftaten" über sein WLAN begeht. __ Von welchem Gericht war das Urteil in der ersten Instanz?
 
@mr.return: Vom "Kriech dem Lobby in den Arsch" - Gericht weil die Richter dort Sonntags gerne im Lobbygolfclub mitspielen wollen.
 
"Filesharing: Eltern haften nicht für ihr volljähriges Kind" - gut das das geklärt wurde. Danke Winfuture. Und morgen lesen Sie "Kinder: Ihre Körpergröße ist geringer als die von Erwachsenen"
 
@balini: Das hat in meinem Fall nur bis 14 so gestimmt.
 
@kkp2321: wow - nicht schlecht :-)
 
@balini: Ich finde diese Info wichtig! Denn wenn Besucher meine Leitung nutzen und etwas illegales tun, so bin ich bei noch aktueller Rechtslage haftbar, meines Wissens. Es soll zwar gerade etwas daran geändert werden, aber noch sind die nicht so weit. Und ob die volljährige PErson mein Kind oder ein Freund ist, wurde bisher von der Rechtssprechung nicht unterschieden. Somit ist das wirklich mal interessant.
 
@sPiDeRs: Leider nien. In dem Urteil wird sogar explizit auf das besondere Vertrauensverhältniss innerhalb einer Familie hingewiesen, es läßt sich somit nicht ohne weiteres auf andere Situationen übertragen.
 
Ja, so ist es endlich mal richtig.
Nicht jeder der angezeigt wird ist auch Schuldig !

Bitte nur noch genau solche Urteile, die auch Recht sprechen und nicht "versprechen" !
 
Ich habe auch mal so einen Brief von solchen Verbrechern bekommen, wegen einem Download, der einen Schaden von 60€ beträgt, wollten diese 1500€ von mir. Nach dem ich denen eine Antwort geschrieben habe, daß diese sich ihre DummyISO, die eh nicht funktioniert, und nur einen Trojaner installiert bzw. die IP Adresse übermittelt, in de Arsch schieben können, kam nix mehr von denen.
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