Intel verzichtet auf Rohstoffe aus Kriegsgebieten

Der Chiphersteller Intel hat auf seiner großen CES-Pressekonferenz nicht nur Produkte und Technologien vorgestellt, sondern auch eine neue Initiative für "konfliktfreie" Rohstoffe, die nicht aus Bürgerkriegsgebieten stammen. mehr... Intel, Afrika, Rohstoffe, Konflikt Bildquelle: Intel Intel, Afrika, Rohstoffe, Konflikt Intel, Afrika, Rohstoffe, Konflikt Intel

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Das ist natürlich vorbildlich, wenns denn auch stimmt.
 
@kkp2321: Wenn sie sich wirklich daran halten, ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung, hoffentlich auch mit Vorbildwirkung. Solche Unternehmen haben die Macht tatsaechlich was an solchen Zustaenden zu aendern.
 
@aecro: Aber wehe die CPU kostet dann 20€ mehr, dann schreit die Geizistgeil Gesellschaft wieder...
 
@elox: Und das ist dann wieder das Problem in der Gesellschaft, ich gebe gerne 20€ mehr aus um sowas zu unterstuetzen, leider denken nicht genug Leute so.
 
@aecro: Das liegt einfach daran, dass sich der Hersteller dann im nächsten Jahr denkt "Oh cool man muss es den Leuten nur als charity verkaufen und schon zahlen sie freiwillig mehr" Als ob von dem Mehrgeld ernsthaft was beim kleinen chinesischen Kind ankommt. Wobei muss es ja nicht, das ist ja kein "Kriesenregion". Das ist doch alles eine geheuchelte Doppelmoral. Ich würde sofort 10% mehr auf IT/Technik zahlen, wenn ich zu 100% würsste, dass die 10% auch zu 100% beim Arbeiter ankommen. Man stelle sich nur vor wie extrem man Arbeitsbedingungen, Lebensqualität und Umweltschutz mit z.B. 20€/CPU pushen könnte. So lange am anderen Ende ein Aktionär sitzt, wird es nie ernsthaft besser werden. Wäre ja schlecht für den Gewinn. Gott bewahre er könnte ja zurück gehen ... Egal ob man noch X Mrd. Gewinn macht ... er ist um eine halbe Million zurück gegangen: OHHHHH Personal abbauen, sonst weint der Aktionär dass die Rendite nicht stimmt. Unser System ist kaputt, bzw. voll darauf ausgerichtet dass wir auf dem Rücken der Armen leben.
 
@funny1988: Du hast Recht. Mehr ist dazu nicht zu sagen ;)
 
@kkp2321: Richtig wenn... was ich nicht glaube. Denn dann dürften Sie aber auch an Gewisse Unternehmen und in gewisse Staaten nichts mehr liefern... und ob die auf derartige Einbußen tatsächlich dauerhaft verzichten? Naja.. gibt ja die doppele Buchführung *lol*
 
@Walkerrp: Ist ähnlich wie mit Waffenlieferungen. Wie ich darf nicht nach [hier Land einfügen] liefern? Dann bezahl ich eben einen Waffenhändler.
 
@Walkerrp: Zwei Links dazu Grafik: (http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Boersenaufsicht-Neue-Regelung-fuer-Rohstoffe-aus-Krisengebieten-1673609.html?view=zoom;zoom=1) Artikel: (http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Boersenaufsicht-Neue-Regelung-fuer-Rohstoffe-aus-Krisengebieten-1673609.html)
 
@kkp2321: Ich denke bei fertigen Chips wird das kaum möglich sein, bei den Stoffen selber ist aber durchaus möglich festzustellen vorher sie genau kommen. (frag mich jetzt nicht wie genau das geht, ich bin weder Chemiker noch Physiker).
 
Was Bürgerkriege angeht, habe ich sehr großen Respekt vor der Armee von Kenia, ich meine die waren es, die helfen unter anderem in Somalia tatsächlich den Bürgerkrieg zu beenden, letzten Jahres gab es eine Nachricht, ich suche sie atm, die mich sehr beeindruckt hat. Eine kenianische Einheit ist in Somalia einmarschiert und hat "mal eben" einen kompletten Warlord samt Gefolge ausgeschaltet. Die Initiative von Intel ist zwar ein anderer Weg aber definitv ein wichtiger. Denn die Warlords Afrikas finanzieren sich zum Großteil über Rohstoffe... EDIT: Danke an witek, war Kenia nicht Nigeria, Nigeria räumt in Liberia und Sierra Leone auf ;)
 
@Knerd: Mit Nächstenliebe hat das i.d.R. aber wenig zu tun, sondern nur damit die eigenen Interessen zu wahren. Wenn nebenan ein Krieg tobt, greift man schnell mal ein.
 
@dodnet: Das sage ich auch nicht, allerdings sind das welche die auch WIRKLICH durchgreifen und nicht erst zwei Jahre larifari machen ;)
 
@dodnet: Vll. gibt es aber auch doch mal Einsätze die tatsächlich der Menschlichkeit dienen. Dieses allseits Argument das nichts aus Eigeninteressen getan wird finde ich schon ein bisschen daneben.
 
@kkp2321: Es stimmt (leider) bei Kenia zum Teil. Deren Probleme rühren sehr stark von Somalia, daher gehen die da regelmäßig rein, schalten einen aus, gehen raus und wiederholen das. Oft sind die Verluste aber hoch und der Erfolg bleibt aus... Die Regierung will/muss ihre Bevölkerung schützen, für Kenia heißt das, im somalischen Bürgerkrieg "aufräumen". Nigeria macht das in Sierra Leone und Liberia gemacht. EDIT: Nigeria ist auch hier falsch, muss Kenia heißen ;)
 
@Knerd: Sollen sie es mal richtig machen. Somalia ist selbst für Afrika eine Ausnahmesituation was Armut angeht.
 
@kkp2321: Jup, das Traurigste daran ist in meinen Augen immer noch Atalanta :/ Wobei ich auch bei dieser Mission beeindruckend finde was die Soldaten leisten.
 
@Knerd: Meinst du sicher Nigeria? Von dort nach Ostafrika ist es nämlich ein ganzes Stückchen, glaub nicht, dass die "mal so" den halben Kontinent durchqueren. (Kenia vielleicht?)
 
@witek: Jetzt weiß ich wieso ich die News nicht gefunden hab :D Liberia und Sierra Leone war aber definitiv Nigeria ;)
 
@Knerd: Das passt geografisch aber auch nicht ganz zusammen... zwischen Nigeria und der Westküste liegen auch etliche Staaten (Benin, Togo, Ghana, Elfenbeinküste).
 
@witek: Die rennen da tatsächlich rein ^^ Aber nicht wegen Problemen für ihr Land sondern aus, lass mich lügen, Aufträgen der Afrikanischen Union ;)
 
Wie wäre es, wenn man auf Produkte/Produktionsanlagen/Verkäufe in Menschenverachtenden Diktaturen wie zB China verzichtet?
 
Naja, schon ein guter Schritt, aber nicht wirklich konsequent, denn es werden immer noch Rohstoffe benutzt die durch Sklavenarbeit gewonnen werden.
 
Gold stinkt nicht, muss man wohl sagen. Wer glaubt, man könne die Wege von Gold nachvollziehen, ist wohl außerst naiv. Ob man nun direkt dort kauft oder das Gold einen Umweg über irgendwelche anderen Goldhändler nimmt. Nachprüfbar ist da nichs. Und ich glaube das weiß auch Intel. Das sich dies zu marketingzwecken nutzen lässt ist wohl auch klar. Die gute Absicht in allen Ehren, aber die Konflikte in Afrika werden sicher nicht gelöst, indem man dort keine Erze mehr kauft. Denn eines ist auch ganz klar, einen Abnehmer wird es immer geben! Der Ansatz muss der sein, dass man Mienen unterstützt, die Ihre mitarbeiter korrekt entlohnen, auf Arbeitsschutz achten und den Aufbau einer sozialen Wirtschaft dort vorantreibt.
 
@bowflow: Du meinst eine soziale Marktwirtschaft? Vllt. wollen die aber keine sondern eine freie Markwirtschaft wie in den USA. Es gibt zuviele Probleme, man muss den Menschen helfen sich selbst zu helfen.
 
Mittlerweile dürfte es fast billiger sein, Rohstoffe aus alten Geräten rauszuholen. Ich finde das Ganze aber trotzdem gut, wenn das alles stimmt. Wenn mir ein Unternehmen sagt das es die Quelle nicht kennt oder nicht nach verfolgen kann, dann ist das doch ne faule Ausrede und sie wollen es gar nicht wissen.
 
@-=[J]=-: Nicht wirklich... das Recycling von Elektroschrott, ist im Großen und Ganzen, bis auf ganz wenige Ausnahmen, vergleichbar mit diesen "konfliktfreien Rohstoffen" siehe z.B. http://www.youtube.com/watch?v=RMuGAmwgX1o oder such z.B. mal auf Arte Online.
 
Dann kaufen die die Rohstoffe halt auf dem Weltmarkt und nicht im Kongo^^ Da sind schon ganz andere Embargos ins Leere gelaufen.
 
U.a. zu empfehlen http://bloodinthemobile.org/de/ (geht da zwar eigentlich um Handys, die Problematik ist aber die selbe)
 
"An Intel-Prozessoren soll kein Blut mehr kleben"...Schön, dass Intel uns alle so zum Lachen bringt. Ich wusste gar nicht, dass für ein Produkt einzig und allein der Rohstoff benötigt wird. Ich kaufe denen nicht mal ab, dass sie auf konfliktfreie Rohstoffe setzen, aber was sie definitiv nicht anbieten können, sind konflikfreie Endprodukte. Das ist nur ein Marketing-Gag für Hirnlose. Schon allein durch die Unterstützung des Terrorstaates Israel mit immensen Investitionen (15 Mrd. in den nächsten Jahren) klebt Blut an Intel-Produkten. Neue Werke sollen zudem auf besetztem Gebiet gebaut werden. All die Qualen, die die Palästinenser erleben müssen, zählen aber natürlich aus US-Sicht nicht.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Intels Aktienkurs in Euro

Intel Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Beiträge aus dem Forum

Weiterführende Links