Amazon: Streiks sollen nun Retouren-Zeit treffen

Die Gewerkschaft Verdi sieht auch nach Weihnachten Potenzial, den Online-Händler Amazon unter Druck zu setzen. Die Streiks der letzten Tage könnten also auch nach den Feiertagen fortgesetzt werden. mehr... Amazon, Paket, Beschädigung Bildquelle: Pluspedia Amazon, Paket, Beschädigung Amazon, Paket, Beschädigung Pluspedia

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Hat der Streik eigentlich schon irgendwas bewirkt? Hab bisher nur immer gelesen sind immer noch am Streiken...
 
@fabian86:
Es wird auch nichts bewirken, denn wenn Amazon die Löhne auf so einen Tarif anpassen würde, müssten sie Steuern in Deutschland bezahlen. Und das wollen sie und ihre Bezahltrolle natürlich nicht.
 
@Freudian: Unsinn. Die Frage der Besteuerung Amazons hat nichts mit der Frage zu tun, welcher Tarifvertrag Anwendung findet oder welche Lohnhöhe gegeben ist.
 
@LostSoul: Doch, genau das hat es. Informier dich mal. Bis dahin behandele ich dich leider wie einen Bezahltroll.
 
@Freudian: Weißt du, ich gehöre zu den Leuten, die den Titel Steuerberater (und Wirtschaftsprüfer; dem ein oder anderen hier ist das ja bekannt) tragen dürfen, insofern glaube ich einfach mal, dass ich "ein wenig" mehr Ahnung von der Besteuerung von Kapitalgesellschaften habe als du. Aber du kannst ja gerne erläutern, warum sich durch eine (tarif-)vertragliche Änderung eine grundlegende Änderung der Besteuerung eines Unternehmen ergeben soll. Dass eine Änderung ggf. Auswirkungen auf das Ergebnis und somit das zu versteuernde Einkommen i.S.d. EStG hat, steht außer Frage, aber darum geht es ja nicht. Deine Aussage war, dass sie Steuern bezahlen müssten, wenn sie einen Tarif anpassen würden - und eben jenen Zusammenhang darfst du gerne erklären.
 
@fabian86: Ich bezweifle. Amazon holt sich eben mal 14.000 Saisonhelfer und lacht sich ins Fäustchen.
 
Streiks sollen den Arbeitgeber treffen, hier ist es ganz klar Terror gegen den Kunden. Verdi handelt absolut egoistisch.
 
@Caldon Shooper: So würde ich das nicht nennen. Denn auch du willst um eine faire Bezahlung kämpfen wollen ohne das man dir etwas vorwirft. Jedoch glaube ich, diese Streiks werden wie ein Bummerang zurückkommen und die treffen die es so schon nicht leicht haben. Amazon autoamitsiert die Lagerarbeit und stellt Roboter statt Menschen ein. Die Leute die jetzt keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatten und wenigstens durch Amazon Beschäftigung hatten, werden dann wieder auf der Straße sitzen...
 
@fieserfisch: Die Automatisierung kommt so oder so. Die Frage ist nur ob früher oder später. Man sollte langsam über eine Automatisierungssteuer nachdenken, finde ich. Nebeibei bin ich der Meinung....desto flexibler der Job (Zeitarbeiter) umso mehr muss er verdienen als ein fest angestellter Mitarbeiter, da ihm noch weniger Planungssicherheit eingeräumt wird.
 
@spackolatius: "Die Automatisierung kommt so oder so. Die Frage ist nur ob früher oder später." Durch die derzeitigen Aktionen, kannst du drauf wetten, dass die Motivation gegeben ist, dass es früher kommt.
 
@fieserfisch: Also bist du Egoist und sagst Hauptsache nicht ich und steckst den Kopf in den Sand? Ich denke das ist der falsche weg. Wie schon gesagt, die Politik sollte langsam mal über eine Automatisierungssteuer oder einen ähnlichen Ansatz nachdenken. Selbst in China wo die Firmen schon so billig produzieren können werden Menschen durch Maschinen ersetzt. Siehe Foxcon. Ich sage nur Mund aufmachen und Kämpfen (verbal) und das auf breiter Front.
 
@spackolatius: Damit implizierst du, dass eine Steuer da ankommen würde wo sie gebraucht wird und wofür sie erhoben wird. Leider wäre das das erste mal. Mit einer solchen Steuer würden bloß wieder andere Steuerverschwendungen gedeckt...in einem idealen System würde deine Forderung sicher Sinn machen, in der realen Welt jedoch nicht.
 
@fieserfisch: Hmmm......da bin ich vlt doch zu idealistisch gewesen ,du hast recht. Und dennoch wünsche ich mir das es a) kommt und b) irgendwie funktioniert. Gerald Dunkl's Zitat mag ich mich für die Zukunft aber nie unterordnen, ansonsten gäbe es für mich auch keinen Grund mehr zu jammern und damit wäre die Welt das Paradies: Unter "realistischem Denken" verstehen die meisten so zu denken daß die Realität möglichst lange verdrängt wird. Aber was sind schon wünsche ;)
 
@spackolatius: Ok mal abseits vom Streik und vllt etwas reißerisch formuliert. Was soll deiner Meinung nach eine Automatisierungssteuer bringen? Dass die Menschen noch weniger Anreiz bekommen zu studieren oder eine andere weiterführende Ausbildung zu machen? Grade das ist doch das ultimative Ziel der Automatisierung (neben der Gewinnmaximierung). Irgendwann muss NIEMAND mehr "niedere" Jobs machen, weil das alles Maschinen übernehmen, die solche Jobs 20 Jahre machen ohne danach körperlich am Ende zu sein. Und für die Menschheit bleibt endlich mehr Zeit sich den wichtigen Themen zu widmen. Nur ist dann (und jetzt kommt das absichtlich Reißerische) kein Platz mehr für faule und dumme Menschen, die nichts besseres können.
 
@Draco2007: Schon heute koennen lange nicht mehr alle Akademiker einen Arbeitsplatz erhalten. Stell dir mal vor in Deutschland arbeiten 40 Millionen Akademiker. Und selbst wenn es so wäre, würden diese nicht mehr verdienen, da ein Überangebot herrschen würde (preis/nachfrage). Schon heute werden Akademiker abgespeist und gleichzeitig wird postuliert dass ein Fachkräftemangel vorliegt? Wie bitte? Aus meiner und aus Sicht vieler anderer gibt es diesen nicht. Ich finde es es gar nicht noetig und es wird auch nie die Situation geben dass alle studiert haben. Dann wäre das Studium auch nichts mehr wert. Der der dann tatsächlich nicht studiert hat wird dann organischer Abfall oder was? Das die Maschinen irgendwann die ganzen "niederen" Arbeiten übernehmen ist schon irgendwie wünschenswert, doch wird es tatsächlichen denen die Arbeitsplätzte nehmen die nicht anders können. Viel zu oft wird heute propagiert, dass diejenigen die nix gelernt haben zu faul sind. Schon mal von einem Sozialem Milleu gehört? Es gibt viele Ursachen. Gewalt in der Familie, was zu Sozialen problem führt. Ich finde jeder sollte die Berechtigung haben zum Leben, auch die von dir so als "Dumm" bezeichneten. Was sind für dich die wichtigen Themen? Täglich nur noch 4 Stunden arbeiten und den Rest des Tages ein schönes Buch lesen? Ja das wäre wünschenswert wenn wir denn mal wirklich dahinkommen und wenn es dann auch wirklich die Freiheit gibt, was ich allerdings stark bezweifle. Genau dann wären wir an dem Punkt angekommen wo vielleicht auch der Dumme anstatt sich sorgen über das Leben zu machen plötzlich anfängt Bilder zu Malen und für sich entdeckt das das ganze Ingenieursgedönz nix für ihn ist und seine stärke ganz wo anders liegt. Und das weil er einfach mal zeit für sich hat, ohne sorgen. Meine Auffassung ist, es gibt keine Dummen und Faulen, es gibt nur diejenigen die nicht das richtige für sich im Leben finden. Zum Thema Duale Ausbildung: http://www.focus.de/politik/gastkolumnen/hertieschool/unternehmen-ringen-um-nachwuchs-zu-viele-studenten-schaden-deutschlands-arbeitsmarkt_aid_1105543.html
 
@spackolatius: Um den keller eines Einfalilienhauses auszuschachten, fallen ca 150 Qubikmeter Bodenaushub an. Sollen das die bauarbeiter von Hand machen, damit der Chef keinen Bagger kauft und Maschinensteuer zahlen muß? Maschinensteuer auf Linienbusse und Strassenbahnen weil man ja stattdessen auch Rikschafahrer oder Sänftenträger einstellen könnte? Was ist mit Computern, die ganze Schreibbüros überflüssig gemacht haben? Sorry, die Forderung nach Maschinensteuer ist dämlich seitdem sie das erste mal gefordert wurde.
 
@Caldon Shooper: Was ist mit der KFZ Steuer die schon auf fast alle von dir genannten Maschinen zutrifft?
 
@spackolatius: Die hat einen völlig anderen Grund, aber das weisst Du jawohl selber.
 
@Caldon Shooper: Es wurden immer neue Gründe erfunden für neue Steuern. Aber ich würde vorschlagen wir beenden das Thema hier, du wir auf unseren Meinungen bestehen werden und ich auch gerade nichts mehr dazu zu sagen habe, weder Zeitlich noch gerade weiter inhaltlich, da ich mir selbst nicht genau vorstellen kann wie es aussehen kann. Jedoch bin ich trotzdem davon überzeugt dass was sinnvolles dabei herauskommen könnte.
 
@spackolatius: Ich hake an der Stelle mal ein. Ich kann dein Ansinnen nachvollziehen, jedoch taugt es als Steuerungselement bzw. auffangendes Korrektiv nicht. Der Hintergrund ist einfach: Durch die Automatisierung wird der Kostenteil des Faktors Arbeit anteilig gesenkt. Wenn du diesen kompensativen Effekt nun durch Steuern (auch teilweise) ausgleichst hast du gleich mehrere sich hieraus ergebende Probleme: 1. Der Faktor Arbeit verteuert sich trotz höherer Produktivität, was einen gesamtwirtschaftlich negativen Effekt hat, da die Ersparnisse durch den Produktivitätsgewinn nicht woanders eingesetzt werden können. 2. Sollte der Steueranteil tatsächlich die wegfallenden Stellen vollständig ersetzen sollen, hättest du mehr als eine Kostenverdopplung (Steuern PLUS Arbeitnehmerkosten PLUS Maschinenaufwand inkl. Abschreibungen, (Re-)Investitionskosten etc.). Tatsächlich ginge es der Wirtschaft danach also schlechter, als ohne jene Produktivitätssteigerung - damit gräbst du jeder Fortentwicklung das Wasser ab. 3. Du führst im Kern eine Subventionierung eines Wirtschaftsbereiches ein, der keine Überlebenschance hat. Das ist genauso unsinnig, als würdest du heute eine Steuer für das Taxifahren fordern, um die arbeitslosen Pferdefahrwerkfahrer zu finanzieren. Steuern sollen aber nicht ein Garant für einen Arbeitsmarkt sein, sondern die staatlich notwendigen Ausgaben finanzieren, um die Rahmenbedingungen für (u.a.) die Erwerbstätigkeit zu schaffen und ggf. notwendige Lenkungswirkung entfalten. Dein Konzept hingegen geht tendenziell in Richtung eines pauschalen bedinungslosen Grundeinkommens. - - - - - - - - - Ich könnte das noch ein wenig weiter ausführen, ich wollte aber an der Stelle einfach mal einhaken und aufzeigen, warum eine "Maschinensteuer" insgesamt kontraproduktiv ist.
 
@Caldon Shooper: Na dann will ich mal sehen wie du gegen deinen Arbeitgeber kämpfst ohne den Kunden in Mitleidenschaft zu ziehen. Spielst bestimmt jetzt nur beleidigtes Kind weil dein Geschenk nicht rechtzeitig unterm Weihnachtsbaum liegt. Das finde ich noch viel Egoistischer als Arbeitskampf.
 
@spackolatius: Es ist etwas anderes ob der Autokäufer eine Lieferzeit von 8 statt 6 Wochen hat oder ob ein haus 2 Wochen später fertig ist. Bei Amazon trifft es jetzt den Weihnachtseinkauf, genau wie der Streik von Fluglotsen in der Ferienzeit, bei beidem gibt es keinen Zeitpuffer für den Käufer. Streikt Amazon im Februar trifft das das Unternehmen genauso, aber der Kunde kann sich darauf einstellen.
 
@Caldon Shooper: Aber was tut dem Unternehmen mehr weh? Wenn ich jemanden eine scheuern will, dann soll der jenige auch etwas davon merken und zwar gewaltig (wobei ich jegliche Gewalt ablehne). Es heisst nicht umsonst ArbeitsKAMPF.
 
@Caldon Shooper: Das wichtigste Mittel für z.B. höhere Löhne von Gewerkschaften ist nun mal Streik. Ein Streik, egal wo, geht aber im Endeffekt meistens zu lasten der Kunden. Einzelhandel, öffentliche Verkehrsmittel usw. Inwieweit Verdi bewusst Amazon bestreikt, weil das Thema in den Medien ist und Verdi auf neue Mitglieder hofft, bzw. Verdi durch höhere Löhne mehr Einnahmen von Gewerkschaftsmitgliedern bekommt, die Frage ist aber durchaus berechtigt.
 
hmm... schon wieder? oder immer noch? xD aber ich glaube die verdienen doch nicht soo schlecht dort, oder?
 
Das hat jetzt nicht direkt mit Amazon zu tun , aber lasst mich mal so raten, entweder Amazon oder 3 Monate Hartz 4 Kürzung? Und wenn es dann wirklich jemand freiwillig macht, sind das irgendwelche, von der Arge finanzierte Beschäftigungen und/oder 364 Tage Verträge? Amazon ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, da mag man jetzt über die Arbeitsverträge denken wie man will, aber wenn so viele Jobcenter auf den Zug aufspringen, vermute ich da Schlimmeres.
 
@Lastwebpage: Und ich sags immer wieder gern dazu: Jeder der betroffenen hat dort einen Lohn von ~10 Euro. Nach meiner Ansicht sind es also keine Dumping Löhne. Sie verdienen weitaus mehr als der ALG2 Regelsatz hergeben würde.
 
@kkp2321: Die werden da gezwungen zu arbeiten, egal ob sie 50 km weit weg wohnen und kein Auto haben (was sich bei so einer Entfernung eh nicht lohnen würde) oder so eine Arbeit gar nicht machen können.
Fakt ist, dass die Arbeiter bei Amazon nicht lange bleiben, weil sie einfach abgenutzt werden oder die staatliche Subvention abläuft (die sind immer zeitlich begrenzt). Das ist für Amazon aber kein Problem, denn sie bekommen immer Nachschub von den Argen, die immer wieder Leute zwingen.
Das ist eigentlich moderner Sklavenhandel. Es steht dir natürlich frei das gut zu heißen oder nicht.
 
@Freudian: Soweit ich weiß werden die Mitarbeiter mit Bussen abgeholt.
 
@kkp2321: Wo es sich lohnt, ja. Passiert eher selten bei solchen Entfernungen. Hast du aber mal einen Parkplatz für Mitarbeiter von so einem Versandzentrum gesehen? Die machen den größten Einkaufszentren Konkurrenz.
 
@kkp2321: ja, wenn die Leute denn überhaupt "Lohn" bekommen, also irgendwie bei Amazon angestellt sind. Vielleicht gibt es da auch irgendwelche komischen Konstruktionen, wo man mehr oder weniger direkt seinen "Lohn" von der Arge bekommt. Ich meine damit nicht Aufstocker oder so, sondern längerfristiges Praktikum mit Aufwandsentschädigung von der Arge, irgendwelche sozialversicherungsplichtige Beschäftigungen die von der Arge bezahlt werden u.ä. Zugegeben, ich weiß nicht genau welche Verträge diese "Beschäftigten" so haben, die Arge ist bei sowas aber ziemlich einfallsreich und flexibel, solange die Summe X an Arbeitslosen aus der Statistik verschwinden.
 
@kkp2321: In unserem Logistikzentrum haben die Leute nicht mal so viel. Würde man den Mindestlohn erhöhen, würden die Leute bei uns davon profitieren. Ich denke das Amazon recht gut bezahlt.
 
Ich finde das Verhalten von Verdi ne Frechheit.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin für leistungsgerechte Bezahlung und Amazon bezahlt mehr als tariflich festgelegt ist. Aber halt eben nur nach dem Logistiktarif. Und das ist meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt.

Wieso sollte ein Lagerarbeiter der nichts weiter tut als Bücher in einen Pappkarton zu packen und aufs Band zu legen genau so bezahlt werden wie jemand der im Geschäft Leute vor einem Kauf berät?
 
@Mehrsau: Ich bin zwar sonst immer für bessere Löhne, wo es gerechtfertigt ist, aber eben hier sehe ich das ähnlich. Es gibt keine Beratung. Keine weitere Tätigkeit, als die eines Logistikers. Also warum sollten die mehr Gehalt erhalten? Ich meine, ich setze mich auch nicht an solch eine Position und will das Gehalt meines Chefs?!? Und wie oben beschrieben, es handelt sich ja auch häufig um schwer vermittelbare Arbeitnehmer. Da muss ich bei meiner Meinung bleiben, wer gewollt hätte, hätte auch etwas anderes lernen können (ausgenommen körperlich Behinderte und ältere).
 
@Mehrsau: Ich denke Verdi tut nichts falsche. Genaugenommen........sollten alle Branchen mal nachziehen. Stichwörter: Reallohn, Inflation.
 
@spackolatius: Was hat der Reallohn und die Inflation mit der Einordnung in eine Branche zu tun in der der Arbeitnehmer nichts verloren hat?
 
@Mehrsau: Aber ein Vollzeitjob, von dem man oft nicht mal seinen Lebensunterhalt finanzieren kann, ist auch Scheiße. Ob das bei Amazon jetzt so ist, weiß ich nicht. Aber generell kann es ja nicht sein, dass man dann noch Zuschüsse vom Amt benötigt, wenn man 40 Stunden oder so arbeitet.
 
@moniduse: Vollkommen am Thema vorbei. Darum geht es hier nicht. Wie schon gesagt bezahlt Amazon übertraflich.
 
@Mehrsau: Was verdient man denn da?
 
@Mehrsau: Moniduse trifft genau den Punkt, genau deswegen sage ich auch dass es noch viel groessere Ausmaße annehmen MUSS. Es muss überall nach oben korrigiert werden, deswegen finde ich auch den Streik nicht falsch. Denn sie gehen es wenigstens an! Das Geld ist nicht das Wert was viele denken. Es hat stark an Wert verloren. Selbst bei einer Lohnerhöhung kommen durch Staatsschulden, Steuern und Inflation nicht wirklich mehr bei den Leuten an. Die Probleme liegen meiner Ansicht nach auf einer völlig anderen Ebene. Und warum hat der Arbeitnehmer in der Branche nichts verloren? Können ja nicht alle Superhirne sein oder ein tadelloses Leben (z.B. Sozialer Hinsicht) vorweisen.
 
@spackolatius: Also es gibt wirklich Unternehmen bei denen es wichtiger wäre einzugreifen. Amazon zahlt wie schon oft genug erwähnt übertariflich und liegt mit ~10 Euro pro Stunde nun wirklich nicht bei einem Hungerlohn. Der Unterschied ist aber, bei Amazon gibt es halt einen riesen Aufschrei und PR für Verdi. ICH finde das jedenfalls widerlich.
 
@Draco2007: Mit den anderen Unternehmen hast du sicherlich recht. Irgendwo weiter oben habe ich jedoch schon geschrieben das das ganze Lohngefüge über sämtliche Branchen nicht stimmt und das Verdi immerhin etwas macht. Die anderen sollten folgen. Der riesen Aufschrei folgt meines erachtens nach daraus, dass Amazon in den Medien vorkommt. Wenn man sich mit den Themen auseinandersetzt, dann weiss man auch das wo anderes die Probleme auch herrschen. Irgendjemand muss immer herhalten. Das sollte aber nicht dazu führen dass man dann diese Umstände mit Scheuklappen betrachtet. Nein mal sollte sich viel mehr informieren und weiter bei der Disskusssion bleiben und die Scheuklappen abnehmen.
 
@spackolatius: Mal nacheinander. Ich bin bei dir, wenn es darum geht, dass grundsätzlich die Aufnahme eines Vollzeitjobs dazu führen sollte, dass man hierdurch nicht mehr auf Transferleistungen angewiesen ist. Dennoch ist es zwingend, dass es eine Lohndifferenzierung geben muss: Es ist nun mal von der Qualifikation und der Investition ein Unterschied, ob du - jetzt mal in Extremem dargestellt - jemanden hast, der es gerade schafft jeden Tag z.B. ein Regal auszuräumen oder eine Herztransplantation durchzuführen (dazwischen gibt es dann eine Menge Abstufungen). Dieses Lohngefüge gibt es heute schon und ist sicher an vielen Stellen kritikfähig und -würdig, aber eben auch notwendig. Nun kannst du natürlich kommen und sagen, dass auch die erste genannte Person mindestens, wie viel?, sagen wir 25 Euro/Stunde bekommen soll (der genaue Betrag spielt keine Rolle). Dann musst du dir aber auch über zwei andere Effekte Gedanken machen: 1. Dadurch zieht sich diese Anpassung bis nach oben hin durch (und wir brauchen hier gar nicht bis zu den "Top-Manangern" zu gehen, da sie volkswirtschaftlich aufgrund ihrer geringen Anzahl keine reelle Auswirkung haben). D.h. das Lohngefüge steigt insgesamt. Das hat aber auch "unter'm Strich" eine Auswirkung, nämlich Effekt Nr. 2.: Das Preisniveau geht nach oben, weil sich der Lohnkostenanteil an den Produkten erhöht. Dies betrifft stark manuell gefertigte Produkte sogar stärker, also z.B. den Brötchenpreis oder den Haarschnitt beim Friseur. Exakt diese Posten belasten bei einem Preisanstieg jedoch den nun-25-Euro-Verdiener vielmehr als den Oberarzt, für den der Anstieg, anteilig an seinem Verdienst gemessen, nämlich geringer ausfällt, als für den nun-25-Euro-pro-Stunde-Arbeiter. Was du also erreichst, ist, dass zwar jemand x Euro pro Stunde mehr bekommt, durch verschiedene direkte und indirekte Mehrbelastungen jedoch sogar weniger Geld verdient, weil du insgesamt das Preisniveau anhebst. Übrigens ist das auch der Punkt, der bei der Frage nach einer MwSt.-(USt.-)Anhebung immer wieder diskutiert wird, nämlich dass diese "den kleinen Mann" stärker trifft, als den Besserverdiener.
 
@spackolatius: An gewissen stellen vertrete ich deine Meinung zwar,aber jetzt sei mal ehrlich(auch wenn ich die Arbeitsbedingungen dort nicht aus eigener Erfahrung kenne)ist es ein witz,dass bei den mir bekannten Bedingungen von Amazon wie z.b.Übertariflicher Lohn oder Aktienbeteiligung nach mehreren jahren Arbeit dort(um nur die ''schlimmsten''zu nennen) überhaupt jemand auf die idee kommt zu streiken,was bei Amazon meines erachtens grundsätzlich immer um die Weihnachtszeit geschieht.
Mal ganz davon abgesehen dass die Anforderungen die Amazon an seine Mitarbeiter stellt,um nicht beleidigend zu wirken,für ''nahezu''jeden gesunden Menschen erfüllbar sind.
 
@Mehrsau: Genau, 8Std oder mehr Pakete aufs Band legen ist natürlich keine Arbeit und strengt überhaupt nicht an... Unfassbar was hier einige denken. Wenns diese Leute nicht geben würde, gäbe es keine Pakete, also sind Sie genau so wichitg wie andere!
 
@ThreeM: Wo habe ich gesagt, dass die keine Arbeit machen?! Echt mal, wenn ich solche Kommentare lese, bekomme ich das kotzen! Sollte deshalb ein Arbeiter der keine weiteren Qualifikationen mitbringen muss genau so bezahlt werden wie einer, der 8 Stunden im Laden steht und den Kunden beraten muss, Geld abkassieren muss, ausgeben muss, die Bestände überprüfen muss und sich um die Bestellung neuer Ware kümmert?
 
@Mehrsau: Ja sollte er, körperliche arbeit hat andere Auswirkungen. Rückenprobleme, Haltungsschäden etc. Das Man die Leute entsprechend entlohnt ist für mich keine Frage.
 
@ThreeM: Ohne Worte. Muss ich mal meinem Chef vorschlagen. Der sitzt schließlich den ganzen Tag nur im Sessel.
 
Bisher kamen die Bestellungen genauso schnell, wie sonst auch. Nur halt aus anderen Versandzentren als sonst.
 
Ich bin auch für vernünftige Bezahlung, aber jedem sollte klar sein, das sich die Billigpreise bei Amazon, Lidl und co nur durch 3 Schrauben erreichen lassen: Qualität der Waren, Knebelverträge mit den Herstellern und Lohndumping. Qualität bei Markenwaren kann man nicht beeinflussen, Einkaufspreise drücken führt zu Problemen bei der Qualität oder Markenhersteller lassen das nicht mit sich machen ( siehe zB Apple, alle Rabatte auf Apple Produkte und i-tunes Geschenkkarten stemmt der Handel selber, Apple gibt schlichtweg keine rabatte), es bleibt also nur das Lohndumping. Schlimm aber die Konsequenz aus der Kultur das man alles was man kauft erstmal bei Geizhals.de sucht.
 
@Caldon Shooper: Wo hat denn Amazon Billigpreise? Amazon ist bei weitem nicht der günstige Anbieter, überzeugt aber von der Leistung in Form von Liefer- und Bearbeitungszeiten sowie Kulanz bei Rücknahme.
 
@kkp2321: Blödsinn.
Das hat sich geändert mittlerweile. Mittlerweile bekommt man sehr oft bei Amazon die Artikel mindestens für den gleichen preis wie woanders, wenn man die Versandkosten einberechnet, welche bei Amazon nicht anfallen.
 
@Freudian: Es sind dennoch keine Billigpreise.
 
@Caldon Shooper: Also ich kaufe bei Amazon nicht, weil es da so billig ist, sondern weil ich bei Produktgruppe X sofort 20 Einzelprodukte finde, wo ich mir dann, zugegeben teilweise aufgrund der dortigen Rezensionen, das für mich beste aussuche. Der geringste Teil davon ist ausgesprochen billig oder wird von Amazon selber geliefert.
 
Mal noch nebenbei erwähnt: http://www.welt.de/wirtschaft/article118013613/Amazon-zahlt-in-Deutschland-praktisch-keine-Steuern.html
 
@spackolatius: Wie jedes andere große Unternehmen beschäftigt auch Amazon Fachleute, welche eben die GESETZLICHEN Grenzen so weit ausreizen wie es legal ist. Sei doch mal ehrlich, würdest du doch auch machen, wenn du weniger Steuern zahlen darfst, weil der Gesetzgeber es so vorgesehen hat. Also solltest du nicht Amazon dafür ankreiden, sondern den Gesetzgeber...
 
@Draco2007: ...und die gesetzlichen Grenzen sind für Großverdiener und Firmen nicht ohne Grund so weit gefasst!
 
@ZappoB: Wie gesagt...der Adressat für diese Beschwerden sind aber eben nicht die Großverdiener und Firmen...die handeln nur in ihrem gesetzlich erlaubten Rahmen (wenn nicht, darf man die natürlich auch anscheißen)
 
@Draco2007: Nun ja, es muss eigentlich heißen "die handeln nur in ihrem gesetzlich GEKAUFTEN Rahmen" ;) warum meinst du, sind die Gesetze so ausgelegt...
 
@ZappoB: Mag sein, aber was ist jetzt schlimmer? Zu versuchen jemanden, aufgrund eigener Vorteile, zu bestechen? Oder die Bestechnung anzunehmen und wirklich Bullshit in die Gesetzbücher zu schreiben? Also ICH finde letzteres irgendwie schlimmer...
 
@ZappoB: Merkst du eigentlich, dass du dich mit einem solchen Argument vollkommen lächerlich machst? Das ist die gleiche - übrigens von "euch" zumeist kritisierte - Art, wie sofort einen Vergleich mit Kinderpornographie oder mit Nazis anzustellen (je nachdem, wo es sich gerade anbietet). In Anbetracht des Umstandes, wie viele Politiker es in Deutschland gibt - und das schließt auch nebenberufliche Kommunalpoltiker etc. ein - ist aber tatsächlich der Umfang bekannter Bestechungshandlungen im vernachlässigbaren Promillebereich. Wahrscheinlicht liegt sogar der Anteil an Arbeitnehmern, die hier mal eine Druckerpatrone, da mal ein Paket Papier und Briefumschläge oder was auch immer mitnehmen, deutlich höher. Aber warum auch sachlich diskutieren, wozu sich das Thema durchaus eigenen würde, wenn man auch einfach platt und polemisch am Stammtisch mitgrunzen kann, nicht wahr?
 
@Draco2007: Schon mal den Begriff Lobbyismus gehört? Alleine die Bankenindustrie hat pro Abgeordneten im US Kongress in Washington 5 Lobbyisten. Wohlgemerkt nur die Bankenindustrie! Ich will gar nicht wissen wieviele Lobbyisten insgesamt aus allen Industrien/Branchen auf einen Kongressmann kommt. Wie es in Europa/Deutschland ist weiß ich nicht. Meiner Meinug nach ist alles erkauft. Mein Vater schimpft schon seit zig Jahren dass immer nur halbe Gesetzte gemacht werden. Und du sagst es, der Gesetztgeber ist schuld. Wer macht/beschließt die Gesetzte? bundestag, Bundesrat, Präsident.
 
@spackolatius: Wie gesagt, es gibt denjenigen der Bestechung anbietet (ob du das jetzt Bestechnung oder Lobbyismus nennst ist irrelevant) und denjenigen, der aufgrund dessen BEWUSST SCHLECHTE Entscheidungen für die Allgemeinheit trifft. Und ICH finde es persönlich nicht schlimm, wenn sich Unternehmen in Lobbyverbänden zusammen tun. Das machen doch Vereine wie Greenpeace oder sonstwas doch auch. Ich finde es immer wieder bedenklich, dass Lobbyismus mit etwas schlechtem verbunden wird, dabei heißt es erstmal nichts anderes als eine "Intressengemeinschaft". Ob das jetzt "böse" Unternehmen sind, Umweltschützer oder auch Verdi. Sind alles Lobbyisten. Die wirklichen Dreckschweine sind diejenigen, die bewusst beschissene Gesetze beschließen.
 
@LostSoul: Oh man... also glaubst du wirklich, es wäre so schwierig, wasserdichte Steuergesetze zu erlassen? Nein, das wäre es nicht, bei den Kleinverdienern (der Masse) funktioniert es ja. Warum aber sollten sich Politiker, die a) schon während der Amtszeit gut verdienen, und b) nach ihrer Amtszeit mit (geplanten) Managerposten in Firmen (bei 100% Ruhestandsbezügen) sich selbst den Ast absägen? Lobbyismus ist nur eine andere Form der Korruption - und davon findest du genug auch in Deutschland. BTW: Du selbst setzt gerade die Begriffe KiPo und Nazi zu deinem eigenen Vorteil ein, in dem du die Verwendung als Argument anderen -im speziellen Fall mir- unterstellst. Sehr arm! Und dein Zitat "aber warum auch sachlich diskutieren..." wirkt nach der ganzen abgesonderten Polemik äußerst schwach!
 
Ich habe kein Problem mit Streiks (schon eher wenn diese von Gerichten untersagt werden) aber hier geht es lediglich um ein paar Cent mehr Lohn. Der Zirkus der deshalb veranstaltet wird, scheint mir überzogen. Das sehen auch etliche Amazon-Mitarbeiter so, die sich von Verdi (was für ein lächerlicher Name für eine Gewerkschaft) vereinnahmt fühlen. Möglich, dass man diese minimale Gehaltserhöhung durchdrückt, aber langfristig wird Amazon seine Pakete zunehmend über die verlässlicheren Logistikzentren in Polen schicken - vor allem in den Stoßzeiten wie Weihnachten.
 
@Heimwerkerkönig: Warum auch nicht? Autos lässt man in Deutschland fertigen weil sie es da am besten können, Elektronik in China weil es da am billigsten und ohne Gewerkschaften geht und Amazon geht nach Polen weil es dort billiger ist.
 
Und nächstes jahr geht Amazon dann raus aus Deutschlan und wir haben tausende Arbeitslose mehr. Toll Verdi, da könnt ihr euch dann was drauf einbilden.
 
@picasso22: was amazon abzieht ist eh ein witz. bei der arbeitsagentur anfragen ob die denen personal zu verfügung stellen können die sie anlernen. wir die steuerzahler übernehmen dann die vollen kosten während amazon sie paar monate arbeiten lässt und rauswirft um wieder monate später die gleichen leute erneut "anzulernen"
 
@gast27: Ja echt schlimm wenn Amazon leuten ein Paar Monate Arbeit gibt. Unverschämt das die Leute nicht einfach zuhause rumsitzen können und ebenso unsere Steuergelder fürs nichts tun bekommen.
 
@picasso22: ja. die sollen lieber nichts machen. als das eine US-firma von meinen/unseren steuergeldern ihre kosten so gering wie möglich hält.
 
@gast27: ...und genau das tue ich. Versuch mal, mich zur Arbeit zu zwingen.
 
Amazon ist ein Versandunternehmen. Basta. Lieber Zu Hause sitzen - dann machen sich Staat und Unternehmen ihre Sorgen. Klar kann noch ein wenig in anderen Ländern herumschmarotzt werden - doch irgendwann steigt auch deren Lebensstandard...
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