RedTube: NRW muss wohl Schadensersatz zahlen

Die Nutzer von Streaming-Diensten wie RedTube, die nach Abmahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung das geforderte Geld gezahlt haben, können vielleicht Schadensersatz vom Land Nordrhein-Westfalen verlangen. mehr... Gesetz, Recht, Paragraph Porno, Abmahnung, RedTube Porno, Abmahnung, RedTube Redtube

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ich hoffe ehrlich, dass sich u+c mit dieser aktion selbst ein bein gestellt haben und den untergang des missbrauchs des abmahnwesens einlaeuten...
 
@laforma: Schön wäre es jedoch glaube ich nicht daran. Unberechtigte Abmahnwellen gab es schon vorher diverse und es nie etwas wirklich passiert.
 
@Fallen][Angel: naja aber hier in diesem fall kommt das land relativ schlecht weg bei, da drängt sich ein abmahnanwalt als sündenbock doch förmlich auf. es den anwälten schwerer machen bedeutet ja auch mitunter weniger arbeit in den gerichten, behaupte ich mal.
 
@Fallguy: Da die Richter dem Land unterstellt sind, ist das nicht ganz unrichtig. Das aber mal wieder der Steuerzahler die Schuld begleichen darf, finde ich mehr als unsinnig. Hier sollten eindeutig die Richter belangt werden können.
 
@skyjagger: ich wäre dafür das Geld direkt vom Anwalt zurück zu fordern + Strafe für "Amtsmissbrauch" vorsetzlichen Betrug.
 
@skyjagger: wenn Du als Arbeitnehmer etwas anstellst, das einen Defekt beim Kunden vorruft, dann bist nicht Du privat dafür belangbar, sondern Dein AG. Nicht anders ist es bei Richtern. Und das ist angesichts der immensen Haftung auch völlig in Ordnung so. Dass die Richter einen Fehler gemacht haben; hier muss eben ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden, keine Frage. Du als AN kriegst als Gegenstück eben die Abmahnung.
 
@TurboV6: Teilweise haste recht! Bei grober Fahrlässigkeit (und die liegt hier ja vor), kann auch der AN zur Abmahnung auch prozentual zur Kasse gebeten werden, jedoch ist der Gesammtbetrag human gedeckelt! Habe in meiner Aussendiensttätigkeit einige kennen gelernt, die zahlen durften, wo sogar der gang zum Arbeitsgericht erfolglos blieb.
LG
 
@Roger_Tuff: Du definierst also, was grobe Fahrlässigkeit ist? Gewagt. Ich würde eher vermuten, dass dies nach "besten Wissen" geschehen ist, dieses aber nicht sehr hoch war.
 
@TurboV6: Ich definiere es nicht, es ist doch ersichtlich. Da kommt Post einer bekannten Abmahnkanzlei, Jaja... Wird schon richtig sein... Jaja Autogram drauf und wech damit, die kennen wir ja. Würde ich so arbeiten, würde mein AG mir den A***h aufreissen, bis der Dickdarm Sonnenbrand bekommt... Wenn das das beste Wissen war, na dann gute Nacht Deutschland LG
 
Interessant finde ich, dass der Anwalt sagt, dass das Geschäft mit P2P Abmahnungen quasi tot ist. Das müsste doch auch das Landgericht merken. Wieso wurden die dann nicht stutzig, als die plötzlich, auf einen Schlag, zehn- bis zwanzigtausend Adressen rausgeben sollten? Das ist doch irgendwie seltsam. EDIT: Vor diesem Hintergrund ist auch zu bedenken, dass die IP-Adressen in einem extrem kurzen Zeitraum gesammelt wurden und für das Gericht ersichtlich sein musste.
 
hammer was da so abgeht. aber vielleicht musste sowas mal passieren, damit einige aufwachen und endlich mal feste grenzen gesteckt werden. soll jetzt aber nicht bedeuten, dass ich diese abzockanwälte in schutz nehmen möchte. ich hoffe sehr, jetzt werden mal ein paar unangenehme entscheidungen getroffen. und letztens hab ich auf chip gelesen, dass diese abmahnanwälte wohl ein ziemliches geflecht aus briefkastenfirmen unterhalten sollen um überhaupt erst die grundlagen (falle) zu schaffen um leute abzuzocken. http://www.chip.de/news/Redtube-Wurden-die-Opfer-in-die-Falle-gelockt_66033141.html
 
@Fallguy: glaubst du daran, dass sich was ändert? Hat es bisher auch nicht und auch da haben Anwälte schon sehr kreativ Lücken im Gesetz ausgenutzt. Diese U+C Truppe sind das, was im Internet als "Trolle" angesehen wird. Sie trollen das Gesetz und haben damit dummerweise auch noch Erfolg.
 
@der_ingo: ...deswegen sollten die Betroffenen den U+C "Anwälten" einfach den Hintern versohlen...
 
@MarcKe: jo .. ich würde jedenfalls schauen, ob sich eine Gegenklage nicht doch lohnt - und dann mit einem Schadensersatzanspruch, der angemessen ist... und machen das viele, sind die fetten Jahre dieser Anwälte für immer Geschichte, denn die Ansprüche würden die Anwälte dann hoffentlich dauerhaft ruinieren.
 
@divStar: Problem ist, diese Kanzlei selbst ist eine GmbH, was deren Haftung deckelt. Dann vertreten sie einen Klienten aus der Schweiz. Hab irgendwo gelesen, es lohne sich erst bei einem 5stelligen Betrag zu klagen. In der Schweiz könne man AG's relativ leicht wieder auflösen, die Rechte - so sie den existieren - weiter verkloppen.
Hab auch gelesen, man könne die Archive AG auch von außerhalb der Schweiz anzeigen. Obs was bringt?
http://www.schweizmagazin.ch/digital/internet/17573-Redtube-Skandal-Weitergabe-der-Adressen-offenbar-illegal.html
Wohl haben U+C das Ausmaß ihres Handels nicht bis aus letzte i-Tüpfelchen durchdacht, doch bis alles durch ist, sind die weg...
http://www.neubauerlaw.de/tag/redtube/
 
@DolphinXP: egal. Ich finde es wäre diesen Rechtsverdrehern und derengleichen eine große Lehre wenn am Beispiel U ein Exempel statuiert werden würde wie man mit Rechtsanwälten verfährt, die unter Angabe falscher Tatsachen Richter täuschen und so Abmahnungen raushauen und Geld kassieren, obwohl die Schuld in keinstem Sinne erwiesen ist. Es wäre halt einfach Balsam für die Seele wenn diese Anwälte finanziell ruiniert wären - auf welche Weise auch immer. Ich persönlich würde sie auslachen und ihnen dann ein 1-Cent Stück hinwerfen. Gemein? Nein - ich würde dies eher "ausgleichende Gerechtigkeit" nennen :).
 
Alle reden nur von der Kanzlei U+C, dabei müsste man auch diesen "Anwalt" Daniel Sebastian und insbesondere "The Archive AG" unter die Lupe nehmen.
 
@Sapo: Das kommt wohl daher, das die Kanzlei die Abmahnschreiben verschickt hat.
 
@Sapo: Sehe ich auch so. Aber nicht nur die beiden, sondern das gesamte Kostrukt mit allen Beteiligten muss bis ins letze Detail aufgeklärt werden. Es muss geklärt werden wer da noch alles beteiligt war und vorallem muss es Konsquenzen für alle an dem Betrug beteiligten haben. Das ist der einzige Weg wie man überhaupt noch mal ein bischen vertrauen in unser Rechtsystem zurückerlangen kann.
 
Einfach nur unfassbar. Wieso werden solche "Richter", die ja offensichtlich keine Ahnung von Gesetzen haben, nicht auf Hausmeisterposten versetzt? Stattdessen muss der Steuerzahler jetzt die Suppe auslöffeln. Unfassbar, in was für ieiner Bananenrepublik wir leben.
 
@Karmageddon: Gegen welches gesetz hat der Richter denn verstoßen ?
 
@iPeople: Karmageddon hatte nicht gesagt, dass die Richter gegen Gesetze verstoßen, sondern keine Ahnung von selbigen haben. Entweder dies - oder sie wurden geschmiert und haben mutwillig solche Beschlüsse erlassen. Suchs dir aus ^^.
 
@divStar: Du hast aber schon mitbekommen, dass die Anwälte Falschausagen auf ihren Anträgen hatten. Und inwieweit unterscheidet sich die Aussage "hat keine Ahnung von gesetzen" von "gegen gesetz verstoßen"?
 
@iPeople: wenn man keine Ahnung von den Gesetzen hat, verstößt man nicht zwangsläufig dagegen. Umgekehrt wenn man gegen Gesetze verstößt, kann man durchaus Ahnung davon haben, es aber trotzdem tun. Insofern: es sind verschiedene Aussagen, die aber beide keiner Interpretation bedürfen. Und ob Falschaussagen oder nicht: "Das Landgericht Köln spricht von einem "Versehen" bei der Abfassung der Beschlüsse." Es ist also für diese Aussage irrelevant, ob und was die Anwälte gemacht oder nicht gemacht haben. Ein Richter hat den Wisch genau zu prüfen, den er da unterschreibt. Also entweder hat er es gelesen und nicht verstanden - oder gelesen, verstanden und trotzdem abgesegnet. In beiden Fällen käme der Richter nicht gut weg, denn entweder er hat keine Ahnung oder hat so etwas mutwillig durchgehen lassen.
 
@divStar: Ein Richter muss auch nicht zwangsläufig von der materie ahnung haben. aber in einem geb ich dir recht, bei DEM richter ist was faul.
 
@Karmageddon: ...na ja ganz einfach in NRW Studieren und als Staatsexamen nur ne Hausarbeit schreiben (lassen?) und schon biste da Richter und keine Institution kann Dir was...
 
Mir ist es deutlich lieber, das die Anwälte, welche die Geschädigten vertreten, ein paar Euro verdienen, als diese ekeligen Rechtsverdreher. Ich finde es aber traurig das Richter durch Unwissenheit einfach nach Tagesform Dinge unterschreiben von denen sie keinerlei Ahnung haben. Für Internetrecht (wenn es dann schon festgelegt ist) sollten extra "Internet-Richter" bereitgestellt werden, damit man wenigstens eingermaßen das Gefühl bekommt, das hier jemand Urteilt, der ein klein wenig Ahnung von der Materie hat.
 
@Pesten: Meiner Meinung nach hat es nicht unbedingt mit Unwissenheit zu tun sondern eher mit Akkordabarbeitung dieser Auskunftsersuche. Glaube kaum das die noch irgendjemand wirklich gründlich durchliest.
 
@hezekiah: Das mag durchaus sein, aber dann würde ich als Richter doch mal 1&1 zusammenzählen und mich fragen, wieso soviele Auskunftsersuche eintrudeln?!? Weil die dubiosen Anwälte genau wissen, das die Richter die da sitzen keinerlei Ahnung von Tuten und Blasen haben. Da muss am Kern der Stecker gezogen werden und erstmal klare Gesetze für das Internet geschaffen werden. Solange das nicht der Fall ist werden die Richter weiterhin zugebombt.
 
@Pesten: Es ist ja ein schlechter Witz, dass es in Deutschland zwar zulässig ist, Massenabmahnungen auszuliefern, aber Sammelklagen nicht möglich sind. Hier herrscht doch alles andere als "Waffengleichheit".
 
@hezekiah: Kann sein, damit wird aber die Argumentation der Bundesregierung ad absurdum geführt, der Schutz der Bevölkerung vor ungerechtfertigtem Zugriff auf gespeicherte Daten wird vom Richtervorbehalt geleistet. Wenn die Realität so aussieht, dass sowieso alle Anträge durchgewunken werden, da keine Zeit für eine ordnungsgemässe Prüfung vorgesehen ist, müssen alle Vorratsdatenspeicherungen noch erheblich kritischer gesehen werden.
 
Natürlich fällt die Argumentation der Bundesregierung da in sich zusammen. Das gilt aber für jegliche Praktiken die eigentlich nur nach richterlicher Anordnung gemacht werden dürfen. @Pesten: es gibt klare Gesetze und die gelten auch im Internet. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum egal wie oft ein Ziercke oder Friedrich das rumposaunen.
 
@Pesten: Diese sogenannten "Gutanwälte" sind genauso ein Teil dieses Abmahnwahnsinns. Quasi ein sich selbst erhaltendes System. Wenn den Abmahnanwälten der Hahn zugedreht werden würde, säßen auch die auf "Abmahn-Abwehr" spezialisierten "Verteidiger" auf dem Trockenen. Dieses ganze krude System muss von Außen beendet werden, die Juristen werden sich da nicht bewegen.
 
Wie Soll NRW Schadenersatz zahlen ??
Hier wurde also mit " Arglistiger Täuschung " ein Straftatbestand vorgetäuscht der nie stattgefunden hat.
Also muss hier mal die Staatsanwaltschaft eingreifen und dieser " Rechtsanwalt-Kanzlei " wegen Betruges ( Arglistige Täuschung ) belangen.
Ich vermute das ist auch kein versehnen dieser Kanzlei sondern genau so fachlich falsch benannt worden in der Absicht Gelder in Verbrecherischer Absicht zu erlangen !
Letztendlich muss solcher Kanzlei und allen Verantwortlichen Beteiligten die möglichkeit genommen werden mit Ihrem Beruf ( Rechtanwalt ) zu Betrügen, also nix mehr mit Anwalt.
Vebrechen darf sich nicht hinter der Berufsbezeichnung Rechtsanwalt ( siehe Herr Wulf ) verstecken dürfen.
 
@Eisman0190: Würden die Richter nicht massenhaft die Anträge durchwinken, sähe das ganz anders aus. Mit einem einzigen Beschluss entscheiden die über 20.000 Fälle auf einen Schlag. Und warum nicht den Richtern auch mal Gas geben. Die machen es sich nämlich auch recht einfach, was so vom Gesetzgeber nicht vorgesehen ist (siehe auch Deckelung der kosten). Und nach dem Richter von Bund und Ländern bezahlt werden, haben diese auch im fall des Falles Schadenersatz zu leisten. An die Richter selbst kommt man nicht ran. Diese sind ja "unabhängig".
 
@LastFrontier: Die Richter tragen hier sicher auch ihre Mitschuld, und die ist nicht gerade klein, aber sehr viele Richter sind auch absolut überfordert. Sie sind so ausgelastet, dass auch einfach keine Möglichkeit besteht sich ausreichend Zeit für die Fälle zu nehmen. Hier wird also eher die Überforderung des Systems ausgenutzt. Die Frage ist also auch, sollen wir Steuerzahler uns mehr Personal im Gericht leisten, damit Beschlüsse erst nach ordentlicher Prüfung getroffen werden?!
 
@BastiB: Wieso mehr Personal? man kann Anträge auch massenhaft ablehnen. z.B. Bagatellen oder Unverhältnismässigkeit (15.000.-€ Streitwert und 1500.-€ kosten bei einem Download im Wert von 0,99 €)
 
@LastFrontier: Stimmt !!!!!!!!!!!!!
Denn alles unter 10€ kann bei gerichten nicht eingeklagt werden.
Unter normalen Bedingungen.
Es gab mal einen rechtsanwalt der nur auf grund das er die Formulierung veränderte es tatsächlich schaffte für den Streitwert 400DM -399,99DM (also 1 Pfennig) eine Gerichtstermin bekam der dann auch verhandelt wurde.
Nichtigkeite wie der Wert eines Download Musikstückes ( 99 cent ) muss einfach mehr beachtet werden. Schließlich wir immer und überall nur der tatsächliche Wert angenommen und wenn es ein Oldie ist dann ist er sowieso schon abgenutzt.
 
@BastiB: Das Argument der Überlastung lasse ich in diesem Fall nicht durchgehen. Wenn man überlastet ist, setzt man Prioritäten. Dann bearbeitet man bevorzugt Straftaten wie Mord, Totschlag, Raubüberfall etc. Angebliche "Urheberrechtsverletzungen" ("Raubkopien" bla bla) kann man dann mal getrost ganz unten im Stapel einordnen. Und bei Überlastung sollte im Übrigen auch in dubio pro reo gelten.
 
@florian29: Ungleichbehandlung / Bevorzugung ist aber in einer demokratischen Umgebung nicht drin. Nur wenn die nationale oder unmittelbare Sicherheit einer Person in Gefahr ist.
 
@BastiB: Sehe ich ähnlich. Das Rechtssystem ist, insbesondere auch die finanzielle Ausstattung, weitestgehend Ländersache, also in diesem Fall Grün/Rot. Gut der neue "Internetminister" kommt aus der CSU. Der Justizminister aber aus der SPD. Die SPD kommt also so oder so nur schwer raus aus der Nummer. "Man" sollte, wie einige Anwälte auch fordern, also durchaus eine öffentliche Stellungnahme von Hannelore Kraft verlangen.
 
@LastFrontier: Soweit ich weiss waren das recht viele Anträge zu jeweils ca. 1000 Adressen, und es sind auch nicht alle durchgekommen. Trotzdem muss aber klar in Frage gestellt werden, ob die Richter hier ihrer Prüfungspflicht nachgekommen sind, man kann daran durchaus ernsthafte Zweifel haben.
 
@LastFrontier: naja, das liegt aber auch daran, dass Richter maßlos überlastet sind und es einfach kaum Nachwuchs in diesem Bereich gibt. Was sollense machen? Verfahren jahrelang liegen lassen, weil einfach keine Zeit da ist? Super. Dann verjährt die Sache und nichts passiert.
 
@TurboV6: Eine Justiz die nur noch Massen abfertigt, ist keine Justiz mehr sondern ein Ferkelerzeugerbetrieb. Es kann nicht sein dass auf Grund Personalmangels oder überlasteter Gerichte das Gesetz gebeugt oder missachtet wird. Und wie bereits erwähnt. es gäbe dann auch die Möglichkeit der Massenablehnung. Deutsche Staatsanwaltschaft gehen nämlich den Massenabmahnungen auch nicht nach. Und zwar auf Anordnung von ganz Oben. Also wenn ein Richter da 1000 Adressen vor sich hat, kann er durchaus den Antrag auf Auskunftersuchung ablehnen, da er nicht sicherstellen kann ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Dazu brauchts aber Richter mit Eiern in der Hose und nicht mit Parteibüchern.
 
Das Problem geht schon da los, dass ein Abmahner 10.000 IP-Adressen einreicht und ein einziger Beschluss dafür ausreicht um an alle Anschriften zu kommen. Also nix Einzelfallprüfung. Auch müsste mal geklärt werden, warum die Telekom (und auch andere) bei Festnetz-Flat-Verträgen die Einzelverbindungen permanent abspeichert, obwohl dafür weder Anlass noch gesetzlicher Zwang besteht. Und was die ganzen Abmahnwellen zusammenbrechen lasen würde: wenn jeder Abgemahnte bei den Gerichten (hier LG Köln) Akteneinsicht verlangt. Denn das kann nicht mehr in einem Massenverfahren abgewickelt werden. Da möchte ich mal das Gericht sehen wie die für mehrere zehntausend Abgemahnte die Unterlagen individuell kopieren und zustellen müssen. Da würden Gerichte nur mit diesem Kack über Monate und Jahre ausgebremst. Deswegen nehmen ja Staatsanwaltschaften solche Massenabmahnungen ja auch gar nicht erst an. Aber Zivilrechtlich kann man ja jeden Humbug treiben.
 
Da können wir uns schonmal auf die Vorratsdatenspeicherung freuen. Zu aller Beruhigung: Die Daten dürfen nur auf richterliche Anordnung rausgegeben werden.
 
@Memfis: was ist denn da Beruhigung. Um diese richterliche Anordnung geht es doch hier.
 
@222222: Ironie ist es, wenn man sie erkennt ;)
 
@Memfis: ich geh davon aus, dass nach der Schlappe vor der EU das gar nicht kommen wird.
 
@TurboV6: Da kennst du unsere Regierung aber schlecht. Recht ist, was unsere Oberen zu Recht machen und wenn das nicht Recht ist, dann wird das Recht geändert, damit es wieder Recht ist. Unsere Politiker (und Lobbyverbände sowieso) sind bekanntlich auch auf EU-Ebene aktiv.
 
@Memfis: Naja, nur haben unsere Politiker gegenüber den Kommissaren recht wenig zu sagen. Bisher hatten diese immer den Gutachtern gefolgt, und die haben die Illegalität der vorgezogenen Datenhaltung bereits dargelegt. Und die Politiker sind ja nicht die einzigen Lobbyisten in Europa. Die Befürworter der Datenspeicherung in Europa sind ja kurioserweise in der Minderheit. Die Staaten im Süden und vor allem in Skandinavien sind ja dagegen.
 
@TurboV6: Ach? Dann erklär mal, wie die EU-Verordnung überhaupt erst zustande kommen konnte der Deutschland doch angeblich folgen muss um ein angebliches Bußgeld zu vermeiden? Wenn die Vorratsdatenspeicherung gegen EU-Recht verstößt wird das EU-Recht eben angepasst und das Theme kann für beendet erklärt werden.
 
@Memfis: also zur Verdeutlichung: der EU-Generalanwalt sagt, dass die Vorratsdatenspeicherung rechtswidrig ist. Das Problem an der Sache für unsere Politiker: es wird nicht irgendein minderwertiges Gesetz verletzt, sondern unsere Grundrechtecharta - die kann man nicht einfach mal so ändern. Doof für uns: das Ziel allgemein wäre legitim, aber die Umsetzung eben nicht. Genauer Umfang, genaue Personen, Begründung und Zeitraum sind definiert. Genau das, was ausreichen würde, um die bisherige, alte Überwachung gleichzusetzen. Dann wäre es kein Unterschied zu einer verdeckten Ermittlung in der "realen Welt".
 
Wenn Schadensersatz dann aus der Privaten Kasse des Richter. Solche "Neuland" Richter rüttelt man nicht wach, wenn es von Steuergeldern gezahlt wird.

Die Betroffenen soll ihr Geld zurück bekommen und die Unterlassungerklärung für nichtig erklärt werden.

Für einen Richter der aus Unwisenheit / nicht gründlicher Prüfung so etwas zustimmt, gehört erst einmal suspendiert.
 
@jafa: Leider ist Unkenntnis der Sachlage kein Ausschlußkriterium für einen Richter. Und weiterhin: Urhebergesetz, Paragraph 101 Absatz 6: Wer eine wahre Auskunft erteilt hat, ohne dazu nach Absatz 1 oder Absatz 2 verpflichtet gewesen zu sein, haftet Dritten gegenüber nur, wenn er wusste, dass er zur Auskunftserteilung nicht verpflichtet war. ------ d.h. es müsste schon volle Absicht sein und nicht Fahrlässigkeit wie in diesem Fall.
 
@hezekiah: In der Politik muss man auch kein Fachmann auf seinem Gebiet sein, ansonsten hätten viele (Minister) ein Problem.

Zurück zum Thema:
Mag ja sein das der Richter nach dem Gesetzt korrekt gehandelt hat. Aber wie sollen auch vernünftige Gesetze mit IT Bezüg zustande kommen in Neuland.

In anderen Branchen hat Fahrlässigkeit auch seine Konsequenzen.

Ich finde das verhalten auch mehr als nur Fahrlässig.
 
@hezekiah: Ja, schon geil, wenn einen Unwissenheit vor Strafe schützt. Dumm nur, dass das für Normalbürger nicht gilt, obwohl nachweislich sogar die mit Gesetzen behafteten Personen keinen Plan haben.
 
@Memfis: Tatsächlich gilt das für jeden, auch für Normalbürger. Man spricht dann vom unvermeidbaren Verbotsirrtum: "Ein unvermeidbarer Verbotsirrtum wird bei ungeklärten Rechtsfragen angenommen, die in der juristischen Literatur nicht einheitlich beantwortet werden, insbesondere wenn die Rechtslage insgesamt sehr unklar ist[5] oder eine kundige Rechtsberatung zu keinem eindeutigen Ergebnis führt."
 
Ich wünsche mir ehrlich, dass NRW eine saftige Strafe bekommt, damit sich unsere elenden Politiker diesem ganzen Scheiss mal annehmen (die faulen Säcke machen ja sonst nichts sinnvolles). An diesem ganzen Abmahnung-Dreck verdienen sich die Anwälte eine goldene Nase, ohne viel Aufwand zu haben - sowohl die Abmahner, als auch die Anwälte, die die Abgemahnten verteidigen. Eigentliche eine Frechheit - für die ganze Anwaltsbranche ist das quasi ein Selbstläufer und ein Selbstbedienungsladen.
 
@dodnet: Bedenke: WENN NRW eine Strafe zahlen muss, wird diese aus Steuergeldern finanziert!
 
@ZappoB: Bei solchen Gurkenprojekten wie BER oder Stuttgart21 kommt es auf die paar Kröten auch nicht mehr an, wenn dafür vielleicht was sinnvolles rumkommt...
 
@dodnet: Eine Strafe kommt aber immer dem Staat zugute, besser wäre dann evtl. eine Entschädigung.
 
Bin kein Jurist, aber ich hab von Anfang an gedacht, dass da was nicht stimmen kann. Wie kann das sein, dass ein Anwalt irgendwen irgendwelche IP Adressen (vermutlich via Trojaner) abgreifen lässt (was vielleicht nicht mal legal ist) und aufgrund dessen ein Richter beschlie0t, dass man dafür dann die Adressen derjenigen herausgeben darf? Das kann never ever juristisch astrein sein, vom Gefühl her.
 
und was sagt RedTube zu dem?
 
@mgg2000: http://www.itespresso.de/2013/12/13/streaming-abmahnungen-redtube-weist-vorwuerfe-zurueck/
 
Offenbar war die Weitergabe der IP Adressen durch die Schweizer Firma "the-Archive-AG" illegal und verstiess gegen Schweizer Recht. Wie das Schweiz Magazin recherchieren konnte, gab es 2010 einen ähnlichen Fall bei dem das höchste Gericht der Schweiz entschieden hatte, dass es untersagt ist Aufgaben an sich zu ziehen, die klar dem Rechtsstaat obliegen. D.h. die Beschaffung und Weitergabe von IP Adressen verstösst gegen das Gesetz und ist somit strafbar. Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/digital/internet/17573-Redtube-Skandal-Weitergabe-der-Adressen-offenbar-illegal.html
 
@Deafmobil: Und illegal beschaffte Beweise werden vor Gericht nicht anerkannt :) Eigentlich müsste man nun diese Kanzlei vor Gericht zerren...
 
Woher kommen die überhaupt an die IP-Adressen? LOL
 
@citrix no.4: Würde mich auch interresieren.

Ist bekannt,
- ob die betroffenen einen Werbeblocker verwenden oder nicht
- von welcher Seite dieser gekommen sind (meine nicht die 3-4 Seiten der Weiterleitungskette, sondern davor)
- ob das Video wirklich abgespielt / die Seite angezeigt wurde, oder ob das ganze versteckt in einem iFrame passiert ist oder von Schadsoftware ausgeführt wurde
 
@jafa: Nur dass ich auf einer Seite bin und mir ein Werbebanner angezeigt wird, wäre (meiner Meinung nach) aber nicht mal ein Indiz, dass man sich auch dort Filme angeschaut hat...
 
@citrix no.4: Genau darum geht es.

Selbst wenn Seite, Werbebanner und Video geladen und ggf. abgespielt wurde heißt es noch lange nicht das der Benutzer etwas davon wusste.
 
@jafa: Also sofort negative Feststellungsklage einreichen. Das sorgt erstmal für Beschäftigung und kostet auch U+C Geld. Man sollten denen den Gewinn mit allen zur Verfügungen stehenden Mitteln schmälern.
 
U+C sagt ja öffentlich, das er noch andere Streaming Portale abmahnen will.Tja, Herr Urmann, da muß man aber erst einmal wieder ein Beschluß bei einem Amtsgericht erwirken.Das wird wohl richtig schwer werden.Die anderen Gerichte sind ja bereits alarmiert, insbesondere wegen des unglücklichen "VERSEHEN" des Landesgerichts Köln.Ich glaube nicht, daß das so einfach nochmal läuft und auf seinen RA Sebastian kann er auch nicht mehr bauen, den hängt schon die Staatsanwaltschaft im Nacken.
 
@Fanta2204: Entweder Bluff, oder er hat die Beschlüsse schon. Die "Telekom"-Aktion ist ja langfristig geplant gewesen. Wann verjährt eigentlich ein Anspruch auf Abmahnung einer Rechtsverletzung?
 
Seit die Regensburger Kanzlei Urmann + Collegen (U+C) mehr als 10.000 Deutsche wegen des angeblich illegalen Abrufs von Porno-Videos auf Redtube.com abgemahnt hat, wird die Frage nach der Herkunft der Userdaten heiß diskutiert. Inzwischen gibt es einige Indizien, die auf Tricksereien am Rande der Legalität und ein dubioses Firmen-Geflecht hindeuten.

http://www.chip.de/news/Redtube-Wurden-die-Opfer-in-die-Falle-gelockt_66033141.html
 
Ich hoffe sehr dass da jemand klagt und das Land zur Zahlung verpflichtet wird. Nur so wird sichergestellt, dass sich da mal was bewegt und in Zukunft wesentlich sensibler mit der Herausgabe von Nutzerdaten umgegangen wird. Abgesehen davon wird man so auch mal die dubiose Datenerfassung hinterfragen.
 
@uli504: Einer wird da wenig ausrichten. Was macht es schließlich einer alten deutschen Eiche, wenn sich eine Sau dran wetzt? Es sollten möglichst alle Klagen. Sammelklage ist leider nicht drin...
 
Ich hatte noch vergessen zu schreiben,wenn man so ein Video auf den Smartphone anschaut, kann die Aussage dieses IT Fachmanns gar nicht stimmen.Er müßte ja über alle Browser außerhalb von Windows erhaben sein.Schon alleine bei Android gibt es so viele, das man selbst kein Überblick hat. Der Mann muß ja super Fähigkeiten jenseits diese Planeten haben.Und wie sieht es eigentlich mit der Zwischenspeicherung in Smartphones aus???Wie will da eine Kopie machen, das geht ja gar nicht.Völlig abstrus die Geschichte!!!!!
 
@Fanta2204: Wie genau meinst du das? Warum muss er über die Browser erhaben sein?
 
Wir haben ja selbst hier auf der Arbeit so ne Abmahnung bekommen. Zum Glück hatte ich meiner Kollegin vorher schon davon erzählt, dass es da solche Fälle gibt und dass wir, weil wir unseren Kunden kostenpflichtiges Surfen im Internet anbieten, bestimmt auch Post bekommen. Und es war so. Haben den Brief aber gleich zerrissen, so wie es überall geraten wurde. (Eine Kopie lagert auf unserem Rechner)
 
lol wer bitteschön hat da schon gezahlt? Selber Schuld... Die ISP's aber auch mit. 1. weil sie so lange speichern und 2. das sie ohne mit der Wimper zu zucken die Daten einfach so rausgeben!
 
@legalxpuser: wurden die ISPs nicht vom Landgericht Köln dazu verpflichtet?
 
@hezekiah: Was heißt verpflichtet? Sie könnten ja mal auf die Idee kommen sich einfach zu weigern bzw. zu sagen das sie die Daten nicht mehr haben...
 
@legalxpuser: Hier ist die Begründung der Telekom warum sie die Daten speichert: http://www.internet-law.de/2013/09/olg-frankfurt-anlasslose-siebentaegige-speicherung-von-ip-adressen-durch-telekom-zulaessig.html ------ Und sobald die Daten vorhanden sind, sind die Provider nach Paragraph 113 des TKG zur Auskunft verpflichtet. Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen ob die Telekom diese Probleme nicht auch ohne IP Logging lösen kann.
 
Lasst mich mal raten was da jetzt so passiert. U+C bekommt einen auf den Deckel, die Anwälte machen, aber ohne persönliche Haftung, anderswo lustig weiter. Ein paar Politiker werden vielleicht auch noch auf den Zug aufspringen, ist ja bald EU Wahl. Die NRW Landesregierung sagt "Wir würden ja gerne, wir haben aber kein Geld und werden die Vorwürfe trotzdem intensiv prüfen" und ein oder zwei Richter werden, unter vollen Bezügen, in den Vorruhestand geschickt oder man findet einen anderen Sündenbock. Achja, und obwohl jetzt Spiegel.de, Welt.de usw. darüber berichten, wird man in 1 bis 2 Monaten nichts mehr von der Sache hören.
 
Scheinbar hat U+C grade noch diverse andere Problem(chen) ;D http://www.urmann.com/
 
@tann: Also erst recht anrufen, mailen! Denen soll die Sache über den Kopf wachsen...
 
Schadensersatz vom Land NRW heisst die Steuerzahler in NRW zahlen das Geld an Leute die sich illegale Streams ansehen zurück. Tolle Nummer. Wie wäre es denn die Anwälte dazu zu verknacken das Geld zurückzuzahlen und vielleicht gleich noch eine kleine Klage des Landes NRW gegen diese Abmahnanwälte wegen arglistiger Täuschung hinterher?
 
@nOOwin: das Geld stammt vom Bürgern aus NRW die Steuern zahlen und wird an die Abgemahnten das Geld zurückerstattet. Die Dummen sind immer die Steuerzahler. Es ist besser so dass der Rechtsanwalt Daniel Sebastian und U+C Rechtsanwälte aus eigener Tasche den Schadenersatz zahlen müssen. Die haben Mist gebaut.
 
" das Landgericht Köln spricht von einem VERSEHEN"...i flipp aus...wenn mein knie in seinem Gesicht landet, kann i dann auch sagen es war ein versehen? zb weil i mich mit dem knie am Auge kratzen wollte, weil i die Hände voll hatte, u da kam der verantwortliche vom lg Köln grad des Weges...schon oder? das is so dumm dass es schon nicht mehr lustig ist, warum sagen die nich gleich "wir sind korrupte Drecksäcke und haben keine bessere Ausrede"
 
du bist der beste RA Solmecke. hammer :)
 
@Bobbie25: Für Abmahnhelfer ist die Situation sicherlich auch kein schlechtes Geschäft.
 
Bevor das nächsten Kind in den Brunnen fällt:
http://blog.kowabit.de/weitere-planungen-im-redtube-fall/
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