Gentrifizierungs-Gegner blockieren Google-Bus

Im kalifornischen San Francisco haben Aktivisten, die gegen die Gentrifizerungs-Prozesse in der Stadt arbeiten, am gestrigen Morgen einen Bus des Suchmaschinenkonzerns Google über eine halbe Stunde blockiert. mehr... Google, Protest, San Francisco, Bus, Gentrifizierung Bildquelle: Baja Noe (CC BY 2.0) Google, Protest, San Francisco, Bus, Gentrifizierung Google, Protest, San Francisco, Bus, Gentrifizierung Baja Noe (CC BY 2.0)

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3.250$? Sicher das so viel ist? Ich meine wer verdient denn bitte soviel da drüben? o.O
 
@Knerd: Die Leute, die du oben auf dem Foto nicht sehen kannst, weil die Busfenster getönt sind. ;)
 
@Knerd: Wenn du in ner gescheiten Gegend in London wohnen willst kosten das aehnlich. Wird aber woechentlich gezahlt. Dann siehts nicht mehr so teuer aus :P edit: mit gescheiter gegend meine ich nicht das Nobel Viertel
 
@-adrian-: Da lob ich mir die deutsche oder schottische Kleinstadt :D Namentlich Hildesheim und Edinburgh ;)
 
@Knerd: In San Francisco und Umgebung verdient man schon verhältnismäßig gut die Löhne und Lebenshaltungskosten explodieren in der ganzen Bayarea schon seid Jahren... ich hab mir letztes Jahr ein kleines Einfamilienhaus (ca90m²) im Presidio (schon ne recht gute Gegend in SF angeguck, das sollte sogar über 7000$ im Monat kosten...
 
@Knerd: ja so ist es, die verdienen aber auch mehr. kann man so vergleichen mit der schweiz wo die gehälter einfach höher sind.
 
@Knerd: Zieh mal nach München ;) Dort ists nicht wesentlich billiger!
 
@SimpleAndEasy: Bayern ist Ausland ;) Das ist selbst redend billiger :D
 
@SimpleAndEasy: und selbst in München zahlst du im Durchschnitt vielleicht die Hälfte. Es sei denn hier wurde die teuerste 2 Zimmer Wohnung herangezogen die sie gefunden haben :)
 
heftig wie international dieses Problem ist.
 
Welcome to Absurdistan. Ich tendiere eher dazu, auch schmerzhafte Veränderungen statt Besitzstandswahrung zu befürworten, aber das hier ist mehr als Gentrifizierung. Das ist eine Invasion. Sowas wie Bodenhaftung scheints da nicht mehr zu geben. Allerdings dürfte das wenig zu gesellschaftlicher Akzeptanz beitragen.
 
Ist doch hier nicht anders. Letztes Jahr sind die Mieten in Hamburg um knapp 10% gestiegen. Wenn eine Region beliebt ist steigen die Preise. Angebot und Nachfrage halt. Ich fände es auch schöner, wenn die Mieten günstiger wären aber dann gäbe es Wohnungsknappheit, da der Markt nicht im Gleichgewicht wäre. Am besten gegensteuern könnte man da eigentlich durch die Schaffung von mehr Wohnraum. Größeres Angebot -> geringerer Preis. Wenn dann die Unternehmen noch Steuern zahlen würden, könnte man damit auch den öffentlichen Nahverkehr finanzieren. Das den Mietern gekündigt wird, um die Wohnungen anschließend teurer neu zu vermieten ist doch hoffentlich auch in den Staaten nicht erlaubt. Vermutlich sollte der Staat da eingreifen. Die Unternehmen werde ihre Strategie sonst nicht ändern und haben auf Wohnungspreise etc. wohl ohnehin nur wenig Einfluss.
 
@Windows8: Naja, man muss denen ja nicht direkt kündigen. Rausekeln ist da ja durchaus auch sehr beliebt. Ich hab neulich einen Bericht über Berlin gesehen, da werden dann wegen "Fassadensanierung" ganze Häuserfronten (hinter denen die Leute allerdings noch in ihren Wohnungen hocken) mit gigantischen Werbebannern dichtgehängt, die kaum Licht durchlassen, mit der Begründung, dass diese ja die Passanten vor Staub und herabfallendem Zeugs schützen würden. Da ziehen die Leute dann schon irgendwann freiwillig aus, wenn sie mürbe sind...
 
@DON666: Du hast ja das Mittel der Mietminderung bei so etwas.
 
@kkp2321: Das nützt einem nur herzlich wenig, wenn man so langsam aber sicher in der verdunkelten Hütte durchdreht.
 
@DON666: Darum wohne ich auch lieber in Gesellschaften. Ist man zwar auch nicht für steigenden Mieten geschützt, aber an Luxussanierungen haben die idR kein Interesse. Über eine energetische Sanierung würde ich mich sogar freuen, das wäre mir ein paar Wochen Dunkelheit wert... Im herbst von mir aus, dann ist eh alles grau draußen, da will man gar nicht raus gucken.
 
@kkp2321: Wie gesagt, das war in den gezeigten Fällen nur vorgeschoben. Da wurden dann hinterher aus 2 Wohnungen eine gemacht und richtig teuer vermietet/verkauft. Halt das Übliche.
 
@DON666: Ja, ich kenne diese Fälle. Ich selbst bin Berliner. Allerdings ist Berlin scheisse groß und wenn man sich nicht auf eine postleizahl reduziert, bekommt man hier auch noch bezahlbaren Wohnraum. Erst vor kurzem ist ne Freundin in Charlottenburg für 350 Euro warm in eine 60qm Wohnung eingezogen. Also es geht alles.
 
@kkp2321: Puh das möchte ich auch :D Da schauts mit Innsbruck u München ganz anders aus mit den Preisen :D
 
@wertzuiop123: Das ist auch hier leider kein Normalzustand. Ich wollt nur sagen das es noch geht, wenn man genau schaut und auch ein wenig Flexibel ist - ohne gleich in einen sozialen Abgrund zu ziehen.
 
@kkp2321: Klar geht das in Berlin (kenne da auch Leute). Aber wer will sich schon von einer (ehemals) günstigen Wohnung zur nächsten jagen lassen, nur weil grad mal wieder ein neuer Bezirk "hip" und damit teuer wird? Das ist doch Mist.
 
also, das mit den privatlinienbussen für mitarbeiter von firmen verstehe ich nicht so ganz. da frage ich mich, ob die da drüben nicht andere probleme haben. aber das mit dem rausschmeißen von mietern und vermieten der wohnungen für teuer geld is ne bodenlose sauerei und gehört bestraft.
 
@stereodolby: Na dadurch steigen die Fahrpreise für die öffentlichen Verkehrsmittel, da ja die ganzen Pendler der Internet-Firmen mit Privatbussen umher gekarrt werden und nicht mehr mit eben jenen fahren.
 
@techniknarr: von wie vielen pendlern in privatbussen sprechen wir hier denn? 100? 1000? und da stellt sich mir die frage, ob diese pendler nicht andernfalls mit dem auto zur arbeit fahren würden, da sie genug verdienen um nicht mit dem öffentlichen linienbus fahren zu müssen?
 
@stereodolby: Das werden sicher ein paar mehr sein ;)
 
@techniknarr: Na und? Das ist doch Privatsache, womit man zur Arbeit fährt. Steigt stattdessen jeder in sein Auto, wird auch nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren.
 
@mh0001: Naja aber geht man davon aus das bisher alle mit den öffentlichen Verkehrsbussen fahren und nun plötzlich 70% aller Pendler (keine Ahnung wie viel es wirklich sind) auf die Privatbusse ihrer Firmen umsteigen gehen denen schon einige Einnahmen flöten, die Sie dann über die anderen Pendler wieder reinholen müssen (durch Erhöhung der Preise)
 
@techniknarr: Was willst du denn dagegen machen? Verbieten, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter von zu Hause abholen dürfen? Taxis schaden den öffentlichen Verkehrsmitteln auch, wahrscheinlich sogar in höherem Maße als die paar Google-Mitarbeiter. Die kann man ja auch nicht verbieten. Die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel könnten ja auch ihr Angebot attraktiver machen, um mehr Kunden zu gewinnen, statt Kunden erzwingen zu wollen.
 
@mh0001: Ich wollte Stereodolby nur erklären was es mit den Privatlinienbussen und den öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich hat, wie er gefragt hat. Mir ist das ehrlich gesagt Jacke wie Hose was die da trüben treiben :D
 
@mh0001: ja und genau darauf wollte ich ja hinaus. warum also steigen die preise für öffentliche linienbusse, wenn sowieso keiner dieser pendler mit den öffis zur arbeit fährt? das is doch hanebüchen gelogen, daß den öffis einnahmen verwehrt bleiben, weil die pendler sonst mit den öffis fahren würden. hätte ich die wahl, im öffentlichen linienbus zwischen knoblauchatmigen pennern zu sitzen, oder schön mit dem auto zu fahren - ich würd das auto wählen.
 
Was ich auch ganz belustigend finde.. Wenn man sich Abends nachrichten von vor 20 oder 25 Jahren anschaut. Es hat sich fast nichts geändert. Immer noch das selbe Gelaber.
 
Die sollen mal die Berliner und Hamburger fragen, wie gut das klappt, mit Protest gegen Gentrifizierung... . Je mehr demonstriert wird desto mehr politischen Willen gibt es, das Gesindel aus der Stadt zu fegen, und vorallem desto cooler finden Hipster ihren Wohnort - können dann ihren Kollegen aus den Spießerdörfern erzählen was sie alles in ihrem Action-Kiez so erleben. Das einzige Mittel gegen Gentrifizierung ist Gentrifizierung, denn sobald ein Viertel voller Snobs ist, ist es tot und langweilig, irgendwann voller Rentner und verfällt dann langsam wieder.
 
Gegen das Mieten empfiehlt sich kaufen. Klingt komisch, ist aber so.
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