Neue Nichtigkeits-Entscheidung zum FAT-Patent

In Deutschland zieht sich die Entscheidung zu Microsofts FAT-Patent schon seit Jahren hin. Mit einem neuen Urteil hat das Bundespatentgericht (kurz BPatG) nun eine Neuauflage des Rechtsstreits Motorola und Microsoft ermöglicht. mehr... Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum

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Ich wünsche mir das Motorola die nächsten Instanzen auch gewinnt. Microsoft trollt gerne gegen Google und seine Produkte. Dabei verdient Microsoft auch an den Androidgeräten. Wäre schön wenn Google diesen Parasit loswerden würde.
 
@Sapo: keiner hat Google je dazu gezwungen FAT-Unterstützung in Android einzubauen, sie haben es freiwillig getan, weil sie so gehofft haben, dass dadurch mehr Leute ihr System verwenden wollen. Wir müssen bei der Diskussion um die FAT-Patente nicht so tun, als ob es unmöglich wäre ein Smartphone ohne FAT-Unterstützung herzustellen, Apple z.B. schafft es ja auch ohne FAT und wird dann auch nicht von irgendwelchen "Parasiten" geplagt.
 
@Link: das FAT-Patent war zuvor bereits für ungültig erklärt worden, Microsoft hatte vor dem BGH dann mit einer Gegen-Grundsatzklage Erfolg, und das Urteil wurde nun wieder aufgehoben.
 
@Link: Das ist natürlich nur halb richtig, Google baut in seiner Nexus-Reihe ja bewusst keine SD-Karten ein, vermutlich aus genau diesem Grund. Wenn ein Hersteller aber die Speichererweiterung ermöglichen will muss das System AFAIK FAT unterstützen um die Spezifikationen für SD-Karten einzuhalten... Also ein klares Argument gegen "Patentbehaftete" und für freue Standards. Naja das Patent läuft soweit ich weiß nächstes Jahr sowieso aus, es geht also in erster Linie nur um die Frage ob MS die den Herstellern abgepressten Milliarden behalten kann oder ob diese unter Umständen (niemand weiß was für den Fall in den Verträgen steht, ist also reine Spekulation von mir! ) zurückgefordert werden... Das wäre natürlich ein heftiger Schlag für MS!
 
@nicknicknick: die patentabkommen umfassen weit mehr wie vfat...insofern ist es fraglich ob überhaupt irgendwelche Rückforderungen zur debatte stehen könnten - ich glaube eher nicht
 
@0711: Das weiß niemand so genau, ich habe bisher jedenfalls nur von der FAT-Sache und irgendwelchen Patenten betreffend der Exchange-Unterstützung gehört... Wenn das so wäre, würde zumindest ein gewichtiger Punkt wegfallen.
 
@Link: Apple z.B. schafft es ja auch ohne FAT? Stimmt, nur so wie Apple es lösen musste ist es halt extrem besch...eiden.
 
@moribund: ich hab auch nicht die Lösung von Apple gelobt, da gäbe es in der Tat bessere Möglichkeiten (siehe z.B. o3+Antworten), ich habe lediglich behauptet, dass FAT-Unterstützung eigentlich nicht nötig ist, um paar Dateien zwischen irgendwelchen Geräten hin- und herzuschieben. Damit ist klar, dass jeder Hersteller, der das bei seinen Android-Geräten verwendet, dies freiwillig macht.
 
@Sapo: Der Parasit ist eher Google die sich über den Umweg Motorola der Lizenzgebühr zu entziehen versuchen. Sie wussten vorher dass es Lizenzkosten gibt. Und niemand zwingt jemanden MS-Filesysteme zu nutzen.
 
@LastFrontier: Die Ungültigkeit des Patents resultiert daraus, dass die Methode bereits vorher, unter anderem von Linus Torvalds, entwickelt wurde. Microsoft hat kein Anspruch auf Lizensgebühren von etwas was sie selbt nicht entwickelt haben.
 
@Sapo: Meines wissens ist FAT schon ein Standard gewesen da war Linux noch nicht mal ein glänzen im Auge von Torvalds. Muss ich aber selbst erst recherchieren. Denke aber das Torvalds erst 1991 auf den Trip gekommen ist. FAT gibt es aber bereits seit 1977; und seit 1981 mit Einführung der 8086 und QD-OS welche später in 86-DOS und schliesslich in MS-DOS umbenannt wurde. QD-OS steht übrigens für Quick & Dirty-Operating System und wurde von Tim Paterson entwickelt (Seattle Computer Products).
 
@LastFrontier: Es geht doch nur um die langen Dateinamen, nicht um das Dateisystem selbst! Das ist tatsächlich viel älter, nämlich so alt, dass es längst keinen Schutz mehr genießen könnte.
 
@Sapo: Linus torvald? ea war bei os/2 (ebenfalls MS beteiligt) und bei Flexos gabs zu einer ähnlichen zeit vfat....aber was hat Linus torvald damit zu tun? Woher kommt die info?
 
@LastFrontier: Microsoft macht hier als Parasit mit geistigem Eigentum Kasse, dass ihnen gar nicht gehört. Das FAT-Dateisystem ist ja wie es in der erneuten Prüfung bestätigt wurde durch den Prior Act nur eine Kopie von Technologie, die es schon vorher gab und beispielsweise schon unter Linux in der Praxis eingesetzt wurde.
 
@hans7: es geht nicht um das fat dateisystem das bei MS übrigens schon vor dem erwachen von Linux im Einsatz war....und bei vielen anderen auch
 
@0711: Da Rock Ridge schon 1991 das Problem langer Dateinamen löste, hatte das deutsche Patentgericht das von Microsoft eingereichte Patent 2006 mit der Begründung abgelehnt, es umfasse nichts Neues. Linus Torvald hatte zuvor bereits auf der Linux-Mailingliste ein Verfahren vorgestellt. Insgesamt muss man objektiv sagen, dass das FAT Patent eine Kopie schon bestehender Technologie ist, ob nun von Rock Ridge oder von Linux, ist letztendlich egal.
 
@LastFrontier: Du hast hier leider eine etwas sehr "einfache" Denkweise!! Microsoft ist hier der Patenttroll, der durch solche Trivialpatente, dass die auch noch mit Händen und Füßen verteidigen, Konkurrenten erpresst und abzockt !
 
Da lange Bezeichnernamen für Dateien in Linux schon zuvor implementiert war, ist der Prior Act ja ziemlich eindeutig. Deswegen wurde es ja schon einmal für Nichtig erklärt. Was mich interessieren würde, muss Microsoft im Fall der Nichtigkeit eigentlich die bisherigen Lizenzzahlungen zurückgeben? Sie machen ja schließlich in diesem Fall mit geistigem Eigentum Kasse, das ihnen gar nicht gehört.
 
@hans7: Das wäre super, wenn die M$ die ganzen unrechtmäßig abgepreßten Lizensgebühren wieder zurückzahlen müssten :) HTC unsw. ginge es wieder besser.
 
@hans7: umsdos war und ist aber nicht wirklich das gleiche wie vfat. Bei den Lizenzvereinbarungen geht es eigentlich nie um ein einzelnes MS patent, da geht es mehr um ein großes sammelsurium
 
Man könnte auch endlich mal freie Dateisysteme wie Ext favorisieren. Das Dateisystem hätte sich unter Windows längst etablieren können, wen nur genügend Hersteller darauf setzen würden.
 
@Memfis: EXT ist in vieler Hinsicht besser als FAT und NTFS, da Windows aber zu allem was nicht von Microsoft ist inkompatibel ist, müssen Hersteller für Digitalkamera und anderen Geräten, die man als Kunde mal an den Rechner anschließen möchte auf dieses veraltete FAT/NTFS System setzen. Was Microsoft nämlich nicht hinbekommt, kann ein OS X oder ein Linux schon lange, nämlich auch andere Dateisysteme lesen zu können. Hier sollte die EU mal eingreifen, da hier Microsoft sein Monopol klar ausnutzt.
 
@hans7: Sie wollen es nicht hinbekommen. Das wäre nämlich der Wegbruch einer wesentlichen Einnahmequelle.
 
@hans7: Mit Kameras kommuniziert Windows (zum Glück) nicht per FAT oder NTFS, obgleich die eingesteckte SD-Karte mit FAT (oder NTFS) formatiert ist. Wenn du dir die Laufwerkseigenschaften anschaust, steht da was anderes (DCIM-FS oder so etwas) ...
 
@Der_da: Meines Wissens wird direkt auf das Dateisystem mit FAT oder NTFS zugegriffen, wenn das Gerät z.B. eine Kamera sich wie ein Wechseldatenträger einbinden lässt.
 
@hans7: Die meisten Kameras benutzen das PTP oder MTP Protokoll, ob FAT, NTFS, EXT oder eigenimplementierung sollte also keine rolle spielen, daher ist auch niemand gezwungen FAT zu unterstützen :P
 
@SiTHiS: Woher hast du die Information das de meisten Kameras dies benutzen. Da MTP beispielsweise unter Linux und OS X nicht out of the box läuft, man aber seine Kamera dennoch problemlos nutzen kann, wird diese über das Dateisystem direkt eingebunden. Android unterstützt die direkte Einbindung als Wechseldatenträger nicht, deswegen musst du dazu beispielsweise unter Ubutnu z.B. die MTP Unterstüztung erst zusätzlich installieren.
 
@hans7: Ich kenne menschen die hauptberuflich Kameras verkaufen: gängige Kameras unterstützen PTP. Android unterstützt PTP, Windows unterstützt PTP. Wenn ein Betriebsystem ein Protokoll nicht unterstützt kann man das in der regel nachrüsten. Wenn der Kamerahersteller sich entscheidet einen Fallback zu implementieren der den zugriff auf das interne FS offenlegt, für den Fall das ein Protokoll nicht unterstützt wird ist das seien Sache. Immernoch kein Grund intern FAT zu nutzen.
 
@hans7: Was fürn blödsinn, Android unterstützt sehrwohl die einbindung als wechseldatenträger! Nutze es ja täglich auch mit kubuntu und windows. MTP und PTP nutze ich nicht!
Windows mounted mit dann die Fat partition, und Kubuntu die Fat und die EXT4 partition der sd karte.
 
@hans7: Debian (bzw. GNOME/MATE) bindet Fotoapparate mit Zitat "Dateisystem: gphoto2" ein. Mac OS X kann Kameras, egal ob iPod oder andere, nur mit dem Zusatzprogramm "Digitale Bilder" lesen. Umgekehrt kann Windows auf iPod-Fotos zugreifen, die ja eigentlich auf einem HPFS-Volume liegen.
 
@hans7: Man kann Windows vielleicht nicht von anderen Dateisystemen booten, EXT und HFS lesen (und manchmal auch schreiben) kann man aber. Nur nicht mit Bordmitteln, muss schon Drittanbietersoftware sein. Von Paragon z.B... HFS kostet glaub ich 20$, EXT müsste Freeware sein...
 
@hans7: In NT waren Dateisysteme schon immer (!) über Treiber realisiert. Schon in der ersten Version, die auf dem Markt war bevor es Linux 1.0 gab. Daher konnte NT auch früher standardmäßig HPFS unterstützen, nur hat MS dies ab NT4 nicht mehr mitgeliefert, es konnte aber nachintsalliert werden. Deine Aussage, dass EXT besser als FAT ist, stimmt auch nicht unbedingt. Für Mobilgeräte ist es eher von Nachteil, da es langsamer und speicherintensiver ist. Auf einem PC würde man aber natürlich nicht mehr auf FAT setzen. Wer nur Halbwissen hat, sollte lernen zumindest Wikipedia zu lesen!
 
Tja, das kommt davon, wenn man sich so gerne von Microsoft in die Schraubzwinge nehmen lässt. Die überwältigende Mehrheit aller Computerbenutzer zieht es ja schließlich vor, alles nur Erdenkliche zu tun, um ein unlizensiertes Windows benutzen zu können, ohne jedwede Rücksicht darauf, wie viel Wissen rund um Microsofts Softwareschutz nötig ist und wie man sich funktionierende Kopien und Cracks beschafft, ungeachtet dessen, dass man ein womöglich verseuchtes System verwendet, anstatt sich nur mal ganz kurz mit kostenlosen, alternativen Betriebssysteme auseinanderzusetzen. Die Rechnung bekommen sie dann, wenn sie für die patentierte FAT-Unterstützung auf Drittgeräten einen Aufpreis zahlen müssen und freie Alternativen, wie z.B. das ext-Dateisystem auch nicht einmal nur Ansatzweise unterstützt werden. Man zahlt also sein Geld auch dann noch an Microsoft, wenn man keinen Pfennig für Windows ausgibt.
 
@Der_da: Ich hoffe zwar, dass Micro$oft mit seinem Scheinpatent untergeht, werde mir aber trotzdem jede Windowsversion kaufen. Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass alle die Windows benutzen, nur Kopien haben sollen und warum soll man sich einen Virus nur auf kopierten Installationsmedien einfangen können?Ich mag beides: Windows und Linux. Beide finde ich im Gegensatz zu OSX gut und sind benutzerfreundlich.
 
@M4dr1cks: Es ist zwar Geschmackssache - aber Windows und vor allem Linux als benutzerfreundlich zu bezeichnen ist schon etwas heftig. Wobei ich Linux von der Benutzrfreundlichkeit ganz unten ansiedle. Daher setzt es sich im Massenmarkt ja auch nicht durch. Das heisst nicht dass es schlecht oder nicht leistungsfähig ist. Es ist halt noch ziemlich archaisch und keineswegs easy zu bedienen.
 
@LastFrontier: Aha und auf was beruht deine Weißheit?
 
@M4dr1cks: Win und Lin gut. OSX nicht gut. Das ist mir zu allgemein. Ich brauche nur in die Systemsteuerung von Win schauen... dann reichts mir und schließe auf das ganze System. Linux ist da nicht weit weg. Kann es sein, dass du gerne am System bastelst? Dann verstehe ich deine Aussage. :-)
 
@M4dr1cks: "Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass alle die Windows benutzen, nur Kopien haben sollen" ... ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst.
 
Mal was anderes zu diesem Thema: Wenn Microsft da was zurückzahlen muss (was ich nicht glaube), werden dann die Geräte / Datenträger in Zukunft billiger - wohl eher nicht. Oder bekommt der Verbraucher seine Kohle zurück (man stelle sich vor was einer innerhalb der letzten 30 Jahre so indirekt an Lizenzgebühren über den Kaufpreis abgedrückt hat)? Auch unwahrscheinlich. Man muss sich mal vortsellen um was für Summen es da geht. das könnte MS unter Umständen das Genick brechen.
 
@LastFrontier: Wenn ein Patent erteilt wurde, kann man die Einnahmen natürlich behalten, der Fehler wurde ja von der Ausstellenden Stelle gemacht.
 
@Caldon Shooper: Könnte ich mir auch so vorstellen. Zukünftig wird da aber eine ganz schöne Einnahmequelle wegbrechen. Und das dürfte MS merken und auch schmerzen.
 
@LastFrontier: ms muss natürlich nichts zurückzahlen, da alles Während der Zahlungen rechtlich korrekt war... du kannst auch nicht heuer bestraft werden, weil du früher (bevor es das Gesetz gab) unter 18 Jahren geraucht hast ;)
 
@dognose: das kommt darauf an was in den Verträgen zur Lizenzvereinbarung von Herstellern mit Microsoft steht. Rechtlich wäre eine Klausel, die die Gültigkeit des Patents vorraussetzt, denkbar. In diesem Falle müsste Microsoft tatsächlich die Lizenzgebühren zurückzahlen.
 
@LastFrontier: Der Kunde selbst wird nicht einen Cent zurück bekommen. Wir sprechen hier über 25cent pro verkaufter Einheit. Als Summe mag das viel sein, für jeden einzelnen aber nicht der Rede wert.
 
@wieselding: Egal wie die Geschichte für Microsoft ausgeht - wir werden es alle auf Winfuture erfahren :)
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