Harte Strafe für Teilnahme an Anonymous-DDoS

Auch eine kurze Teilnahme an einer DDoS-Attacke, die vom Aktivisten-Kollektiv Anonymous organisiert wird, kann schwerwiegende Folgen haben. Diese Erfahrung machte gerade ein Mann aus dem US-Bundesstaat Wisconsin. mehr... Hacker, Anonymous, Monitor, Guy Fawkes Maske Bildquelle: Stian Eikeland / Flickr Hacker, Anonymous, Monitor, Guy Fawkes Maske Hacker, Anonymous, Monitor, Guy Fawkes Maske Stian Eikeland / Flickr

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He He He. Richtig so! Soll er mal zahlen bis zum Ende seines Lebens.
 
@Xerxes999: Ich hoffe die 16 Leute konnten einfach den Sarkasmus nicht rauslesen....
 
@elox: Falls es wirklich sarkastisch gemeint ist, müsste das schon deutlicher deklariert werden.
 
richtig! diese scheiß hakerei ist eh nur ätzend und bewirkt eh nur stress!
 
@snoopi: Genau! Gehirn ausschalten und alles mit sich machen lassen ;) Snowden hat ja auch nur Stress gemacht ....
 
@snoopi: Meine Zustimmung hast du! Aber leider bedeuten Regeln und Gesetze der normalen Gesellschaft vielen IT-Leuten nicht viel - wenn ihnen das nicht passt, was der große böse Staat gerade macht, dann ziehen sie sich in ihre virtuelle Welt zurück und glauben, da können sie es "denen da oben" mal so richtig zeigen, da sind sie der King. Und dann wundern sie sich, wenn einige von ihnen wie in diesem Beispiel einfach mal exemplarisch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden und ihnen klar gemacht wird, dass auch dort noch Gesetze gelten.
 
@Tschramme86: Ich denke du hast da etwas nicht ganz genau verstanden. Es ist ja eben genau anders herum! Die Gebrüder Koch setzen sich mit Ihrem Geld und Ihrem Lobbyismus über das Gesetzt und die gesellschaftliche Ordnung hinweg. Es hat einen Sinn warum man Gewerkschaften "erfunden" hat, und zwar um dich an deinem Arbeitsplatz vor der Ausbeutung und dem purem Gewinninteresse von "denen da oben" zu schützen. Wenn ein kleiner ITler sich dagegen aufbäumt und wegen eine Sitzblockade 2 Jahre auf Bewährung bekommt und noch eine solch hohe Strafe zahlen soll passt das nicht ins Verhälltnis. Der Schaden wurde wie beschrieben von der Staatsanwaltschaft schon auch "nur" auf 5.000 beziffert. Die Kochs wollen sich aber den Einsatz des Sicherheitsexperten von eben diesem kleinen ITler bezahlen lassen. Eine DDOs Attacke ist kein Hack sondern eine Blockade ! Bei einem Hack wird versucht irgendwo einzudringen, bei einem DDOS wird versucht einen Server (zum Beispiel einer Webseite) mit übermäßig vielen Anfragen zu überlasten. Der Vergleich mit dem Werkstor ist sehr zutreffen, ein Einbruch in die Fabrik ist doch wohl etwas ganz anderes als wenn ich mich nur vor das Tor stelle und die Einfahrt blockiere oder siehst du das anders?
 
@lil_bouncer: Wenn mit dem Blockieren des Tors irgend ein Gesetz gebrochen wird, dann hat man das zu lassen oder man darf sich nicht wundern, wenn man anschließend rechtskräftig verurteilt wird. Ist doch eigentlich relativ einfach, oder? Und ganz ehrlich diesen Vergleich "die da oben brechen noch mehr Gesetze, also darf ich das auch" bin ich sowas von leid. Das sollte man doch schon als kleines Kind gelernt haben, dass nur weil jemand anderes irgendwas Falsches macht, damit nicht gerechtfertigt werden darf, das man sich jetzt auch falsch verhalten hat. Richtig wäre es dann doch, sich legal dafür einzusetzen, dass auch "die da oben" entsprechend für ihre Verstöße verurteilt werden. Ich glaube, es ist oft einfach nur der Neid - der kleine ITler hat einfach nicht so viele Möglichkeiten wie "die da oben" - aber anstatt sich zu bemühen, dass er vielleicht selbst mal aufsteigen kann (geht nunmal nur mit Leistung und Talent, das empfinden viele seltsamerweise als ungerecht), bricht er lieber auf seinem unteren Level irgendwelche Gesetze, um es "denen da oben" zu zeigen. Ich verstehe das echt nicht. Warum haben manche Leute so ein Problem damit, dass es Gesetze und Regeln gibt, an die man sich zu halten hat? Warum haben diese Leute ein Problem damit, dass es eine Hierarchie gibt, in der Leute über ihnen stehen, die ihnen eventuell sogar weisungsbefugt sind? Wenn einem das nicht passt, dann hat man doch immer noch genug legale Möglichkeiten. Man kann in die Politik gehen und versuchen, die Rahmenbedingungen zu ändern - wenn man genug Leute von seiner Idee überzeugen kann, wird sich schon was ändern - andernfalls sollte man sich eingestehen, dass man mit seinen Ansichten wohl nicht überzeugen konnte und sich der Mehrheit beugen. Wenn einem nicht gefällt, was hier in unserem Staat die Mehrheit denkt, dann muss man sich halt n Staat suchen, in dem einem die Gesellschaftsordnung und die Mehrheit gefällt. Aber nein, die Leute denken, wenn sie nur ne gute Begründung haben, können sie einfach mal so n Gesetz brechen - und dann wundern sie sich, wenn's nachher Ärger gibt.
 
Dieses Urteil ist ja mal absurd. Aber wer mehr Geld hat gewinnt eben immer. Ich würd ja lieber mal die ziemlich schwerwiegenden Vorwürfe gegen das Unternehmen untersuchen.
 
@Aerith: Vor allem die Tatsache, sich einen einzelnen der "harmlosesten" Angreifer rauszupicken und dem dann die komplette Sache aufs Auge zu drücken, ist ja wohl der Gipfel. Natürlich ist das laut Gesetz illegal, was er gemacht hat, aber so kann das ja wohl auch nicht funktionieren. Schweinerei.
 
@Aerith: war schon immer so. recht hat der der sich des leisten kann.
 
@gast27: Wozu gibts Rechtschutzversicherungen?
 
@Aerith: Warum sollte sich das Gericht mit den Vorwürfen beschäftigen, wenn keiner Klage erhebt?
 
Wieso muss er die ganzen 183.000 Dollar bezahlen, die angeblich als Schaden entstanden sind? Wurde nur er erwischt? Oder muss jeder der erwischt wurde die gesamte Summe zahlen? In den USA trau ich denen das schon zu....^^
 
@MrKlein: ich würde auch versuchen über die schiene zu gehen das da noch andere beteiligte waren und man somit die summe aufteilen soll/muss und nicht er alles bezahlen kann nur weil die keinen mehr erwischt haben. oder als alternative die finanzen von der firma verlangen und schauen wie viel die davon steuerliche geltend macht und was sie dann "in echt" dafür gezahlt hat.
 
@MrKlein: In den USA ist es so. Er wurde erwischt, es ist ein "Schaden" entstanden, also muss er ihn begleichen. Du kannst sigar wegen Mordes verknackt werden, wenn Du mit Kumpels einen bankraub durchziehst, bei dem einer der Bankangestellten ums Leben kommt, auch wenn Du nicht geschossen hast.
 
@iPeople: oha krass.....Und wenn se jetzt noch 2 erwischen, zahlen dann die beiden auch den vollen Betrag und die Firma hat quasi Gewinn gemacht? Oder haben die glück gehabt, nicht der erste zu sein :D
 
@MrKlein: Nein, die sind raus, da ja einer für die Summe aufkommt. Aber dieser eine hätte die Möglichkeit, über eine ZivilKlage sich das geld bei den beiden zu holen.
 
Was zum Teufel ist falsch mit diesen Leuten !? Ein einziger von einem Kollektiv wurde erkannt und er muss die Strafe für alle zahlen?
Verstehe ich das falsch oder wäre das so, wie wenn man bei einer Demonstration mit einem Stein ein einziges Fenster einwirft, dabei als einziger erkannt worden ist und dafür den kompletten Einsatz des Sicherheitsdienstes bezahlen muss, der dafür sorgt, dass die Demonstration aufgelöst wird!?
 
@Billkiller: Genau so kann dir das hier auch passieren.
 
@Billkiller: das Fachwort dafür nennt sich womöglich: ein Exempel statuieren ?
 
@Billkiller: Wer erwischt wird, hat die Arschkarte.
 
@Billkiller: was erwartest du von leuten die gerade noch so lesen und schreiben können.
 
@Billkiller: Die Koch-Brothers sind unheimlich reich und mächtig in den USA. (Die ganze Tea-Party-Bewegung geht auf deren Konto ebenso wie das meiste was bei den Republikanern abläuft.) Wenn die die Todesstrafe für den Mann verlangen würden, dann würde der Richter ihn auch zum Tode verurteilen. Hat halt weniger mit Gerechtigkeit als mit politischer Macht zu tun was da passiert...
 
Gut die Amis haben nen Hau! Was ich nicht verstehe, wieso muss er alleine Schadensersatz zahlen, wo doch der Angriff (Geschätzt) aus Tausenden von Usern bestand? Die Firma selbst betitel ja den Schaden auf 183.000 Dollar. Wobei Schaden dürfte die es auch nicht nennen, den nur die Summe die durch den Ausfall zustande Kommt ist der Schaden! Ein System Sicher zu machen ist eine Investition, und kein Schaden, es unsicher zu lassen ist ein Potentieller Schaden für die Algemeinheit.
 
@Kribs: das ist / war schon das entgültige Urteil, er kann sich nichtmehr dagegen wehren ? Zumindest soweit ich das amerikanische Rechtssystem verstanden habe, ist das dort "normal", das (erst) in einem 2ten Verfahren bzw. sogar erst nach einem 2ten Verfahren (das der im ersten Prozess Beklagte finanziell selber zu stemmen hat) das wirklich entgültige Strafmaß festgestellt /gelegt wird. Was mich allerdings etwas irritiert ist, das das eigentliche Geschehen schon 2011 passiert ist. Scheinen ja doch was größere Datenmengen bei der NSA zu sein, das das SO lange dauert(e), die zu durchsuchen *fg
 
@Kribs: Da es sich um eine gemeinschaftliche Aktion gehandelt hat, HAFTET jeder einzelne Teilnehmer für den Gesamtschaden. Der Geschädigte nimmt sich also den nächstbesten hoch; wenn er von diesem befriedigt wird, kann er natürlich keinen weiteren mit einer Schadenersatzforderung überziehen. Pech gehabt, nun ist es am verknackten Täter, ggf weitere Mittäter in Mithaftung zu nehmen, was natürlich ziemlich aussichtslos ist. Aber Grundprinzip ist, das das Opfer der Attacke - von wem der Täter auch immer - entschädigt wird, wobei es Sache des Gerichts ist, die Höhe des Schadens festzustellen.
 
@rallef: Welchen Schade hat er den jetzt verursacht, den zeitweisen Ausfall des Computers, oder die Feststellung das die Firma im punkto Sicherheit im Koma war? Schadensersatz für eine nachträgliche Dienstleistung (?), also bekommt der Dienstleister die 183.000 Dollar? Net!
 
@Kribs: Sie haben sich gegen einen - von ihm mitgetragenen - DDOS wehren müssen; die geltend gemachten Kosten hat zumindest der Richter akzeptiert. Das man die Schadenshöhe bezweifeln kann, steht auf einem anderen Blatt, und genau darauf könnte der Täter seine Berufung stützen... wenn er denn Geld genug für die Berufung hat.
 
@Kribs: in zivilisierten ländern hat ein geschädigter immer sowas wie eine schadensminderungspflicht...dh wenn man dir einen kratzer ins auto macht, dann wird eben nur die ausbesserung dieses kratzers bezahlt und nicht gleich eine komplette neulackierung inkl. zukünftige miete für eine garage...vor diesem gericht war die rechtsauffassung anscheinend eine andere...außerdem geht eine strafe nicht an den kläger, sondern an den staat oder wird für gemeinnützige zwecke verwand, was die absicherung eines firmennetzwerkes aber nicht sein kann...mmn hätte die klage abgewiesen werden müssen, weil der kläger sein netzwerk längst gegen so einen angriff aus der computersteinzeit abgesichert haben müßte...stichwort verkehrssicherheit...
 
@Kribs: Nehmen wir mal so an, du wärst mit 10 anderen bei REWE und alle 11 klauen. Du bist dummerweise der Einzige der erwischt wird. Das Argument "Die anderen 10 haben auch und sogar mehr geklaut", dürfte auch ein deutscher Richter wenig überzeugen finden.
 
@Lastwebpage: Aha, übertragen auf das AMI "Urteil" müsste ich auch für den Schaden aufkommen den die 10 anderen verursacht haben, oder für die Anschaffungskosten einer Überwachungsanlage, oder für die Sicherheitsfirma die die Sicherheit überprüft?
 
@Kribs: Vielleicht ja... auf Spiegel Online läuft gerade über den Ticker das in Paris Diebe Uhren im Wert von 800 000€ geklaut haben. Wenn die nur einen Täter erwischen, und dabei die Schaufensterscheibe kaputt ging, wer weiß was ein Richter da sagt. Wie auch immer, auf andere, nicht greifbare Personen verweisen, ist ein äußerst dürftiges Argument. ;)
 
Spannend wird es, wenn es eine Malware/ein Bot schafft unwissentlich vom Eigentümer solche Pakete zu senden. Wie will man dann 100% nachweisen, sich nicht daran beteiligt zu haben?
 
@RobCole: Vollkommen simple Geschichte: jeder ist selbst dafür verantwortlich, sich um seinen PC zu kümmern, und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ergo: sieh zu, dass deine Kiste nicht verseucht wird, bzw. säubere sie, falls es doch dazu gekommen sein sollte. Wer mit so was überfordert ist, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
 
@DON666: Das siehst du falsch. Unwissenheit zieht hier nicht. Das würde nur gelten wenn er die Tat zwar selbst begangen hat aber nicht wusste dass es strafbar ist. Analogie: jemand klaut dir nachts dein Auto und überfährt absichtlich jemanden damit. Dann kannst du höchstens dafür verantwortlich gemacht werden dass du dein Auto nicht richtig abgesichert hast, nicht aber dafür, dass jemand überfahren wurde. Und für ne Mittäterschaft müsste dir schon grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden können
 
@zwutz: wenn du kein Alibi hast, dürfte das mit dem Auto schon schwierig werden. Vor allem, wenn der nach dem überfahren der Person das Auto wieder vor deine Tür stellt.
 
@zwutz: Hast du schon mal was von Störerhaftung und Gefährdungshaftung gehört? zudem musst du zwischen Strafrecht und Zivilrecht unterscheiden. Beim Strafrecht muss man dir eine Schuld beweien. Beim zivilrecht musst du selbst deine Unschuld beweisen. Und ein weiterer wesentlicher Unsicherheitsfaktor: es gibt keine einheitliche Rechtsprechung. Auf hoher See und vor Gericht bist du allein in Gottes Hand.
 
@LastFrontier: In wessen Hand?
 
@iPeople: Eben - du weisst schon was ich meine;-)
 
@DON666: Egal wie man die Strafe in dem Artikel bewertet, es gibt immer noch einen klaren Unterschied zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit... ;)
 
Wäre die DDoS Attacke im Namen der NSA gestartet worden hätten sie ihm den "Lenin"-Orden verliehen!
 
Das ist Typisch Amerikanisch. Bekommen für jeden kleinen Furz Millionen. In Deutschland wäre sowas in dieser Höhe sicherlich nicht möglich.
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