Frankreich: Filmlobby erzwingt Zensur bei Websuche

Ein französisches Gericht hat Google, Microsoft, Yahoo und andere Suchmaschinenbetreiber mit einem neuen Urteil dazu gezwungen, sich einer Selbstzensur zu unterziehen und die Links zu einer Reihe von Video-Streaming-Angeboten aus ihrem Index zu ... mehr... Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Anti Piracy

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Nach Angaben der BBC hat eine Gruppe von Organisationen, die die Rechte von Filmfilmen, Produzenten und Distributoren vertritt, vor dem Gericht in Paris erfolgreich durchgesetzt, dass die betroffenen Websites diverse Filme ohne Zustimmung der Rechteinhaber vertreiben. - Der Satz klingt als hätten sich die Seiten geweigert die Filme ohne die Zustimmung der Rechteinhaber zu vertreiben ^^
 
@Awake: Übersetzungs-Ungenauigkeit: Die Rechteinhaber haben eingeklagt festzustellen, dass die Angebote der genannten Websites illegal sind. Diese Feststellungsklage hatte beim Gericht Erfolg. Mit der Rechtsfolge, dass sie zu sperren sind.
 
@rallef: kann man also auch das telefonbuch verklagen, weil da auch nummern von kriminellen drin zu finden sind? ein bisschen hinkt der vergleich, aber nehmen wir zB outbound callcenter und die gelben seiten als beispiel hinkt es nicht mehr so arg.
 
@otzepo: Ich verteidige nicht diese Rechtsauffassung, ich erkläre sie nur (bzw die Fehlübersetzung). Und zu Deinen Beispielen: Wenn die in den Gelben Seiten eine Rubrik "Diskretes Verschwindenlassen von Ehefrauen" oder so anbieten, also wissen oder wissen müssten was da abgeht, machen sie sich die Dienste sozusagen inhaltlich zueigen und haften mit, ja... Und wenn das Callcenter illegale Aktivitäten durchführt und das erkennen kann, sind die auch mit dran.
 
Wenn die Streaming-Seiten aus Suchergebnissen ausgeschlossen werden, tauchen sie halt ne Woche später unter einem anderem Namen wieder auf... Das übliche Katz-und-Maus-Spiel.
Die Filmindustrie muss faire (preiswerte und leicht handhabbare) Angebote für zahlungswillige Kunden bieten und sich damit abfinden, dass ein paar Leute immer kopieren werden - die Musikindustrie macht mit digitalen Inhalten mittlerweile ja auch einen Haufen Kohle.
 
@pint: Ja, du hast es erfasst. Aber leider hat es die Filmindustrie noch nicht erkannt. Ich würde mir auch lieber Serien auch lieber Online per Download kaufen, anstatt auf andere Methoden zurückzugreifen. Dazu müsste es aber auf allen Systemen abspielbar sein (egal ob Linux-, Windows-Desktop, MacOSX, Android, iOS, FirefoxOS usw.)! Aber da die Filmindustrie anscheinend kein Interesse daran hat, ihre Produkte an mich zu verkaufen, habe ich auch kein Problem damit, mich anderweitig zu bedienen. Darüber hinaus, freue ich mich schon auf die Minusse auf meinen Kommentar und der allseits beliebte Autovergleich! ;-)
 
@pint: Du sagst es - für zahlungswillige Kunden. Ja, es gibt noch so einiges zu wünschen, was Online-Videotheken etc. angeht. Aber es wird stets eine gewisse Menge Zahlungsunwillige geben, die unabhängig davon wie sehr die Filmindustrie ihre Produkte verramscht, jene stets illegal konsumieren möchte. Gibt es irgendwelche Zahlen/Untersuchungen/Studien dazu, wie sich die Zahl der ehrlichen Käufer durch Änderungen der Angebote verändern würde? Die Filmindustrie behauptet "jeder illegal heruntergeladene Film ist ein entgangener Kauf", was so pauschal Unsinn ist. Ebensolcher Unsinn ist jedoch die pauschale Behauptung, die Industrie sei durch unattraktive Angebote schuld daran, dass illegal heruntergeladen würde. Zum Teil vielleicht ja, aber sicherlich nicht in Gänze. (@seaman: man beachte: kein Autovergleich :P)
 
@FenFire: es gibt studien die belegen illegale raubkopien seien eine gute werbung und die zahlungswilligen kommen durch empfehlungen von leechern überhaupt erst auf die idee zu konsumieren. ich finde auch man sollte unterscheiden zwischen zahlungsunwillig und zahlungsunfähig, sei es nun durch armut oder die gute alte kreditkarte die in meinem bekanntenkreis so gut wie niemand hat. die zahlungsunwilligen gehen auch nicht ins kino und kaufen nicht die DVD, richten daher keinerlei schaden an, die zahlungsunfähigen die gerne für eine leistung bezahlen, damit von dem gewinn neuer content erschaffen werden kann brauchen natürlich legale alternativen, damit geld generiert werden kann. aber die monetisierung ist auch ein echtes problem, ein download darf nicht so teuer sein wie es heutzutage der fall ist, warum sollte ein film mehr kosten als der datenträger auf dem grabbeltisch. von den einnahmen bekommen die schauspieler einen bruchteil und einige dieser schauspieler sind mehrfache millionäre, weil sie die leute überhaupt zu dem film locken - und an der kinokasse ist es dann totale abzocke, wenn man sich zu zweit einen 3D-Film mit überlänge zur premiere anschaut und dazu popcorn und softdrinks kauft könnte man auch lecker essen gehen und dazu eine flasche wein trinken - oder hätte eine woche lang jeden tag filetsteak zum mittag und die DVD des Filmes ist auch noch mit drin, sobald die auf dem Grabbeltisch landet.
 
"Die Filmlobby erklärte unterdessen, dass es auch an den Suchmaschinenbetreibern liege, dafür zu sorgen, dass das Publikum ein hochwertiges Filmerlebnis haben kann." Bei dem aktuellen Filmangebot muss man das "hochwertige Filmerlebis" meistens leider sehr lange suchen ...
 
"Die Filmlobby erklärte unterdessen, dass es auch an den Suchmaschinenbetreibern liege, dafür zu sorgen, dass das Publikum ein hochwertiges Filmerlebnis haben kann. " - MUHAHAHAH, ich lache Tränen.
 
Also wegen mir braucht Google sich keine Gedanken machen ob ich ein hochwertiges Filmerlebniss geboten bekomme oder nicht. Es zwingt sich ja niemand einen Film in schlechter Camqualität zu schauen sondern man greift darauf zurück weil es noch kein besseres Angebot gibt oder dies zu teuer ist. Da kann man sowas vllt auch mal ertragen. Dann sollte Google auch dafür sorgen das Produkte mit schlechter Qualität nicht beworben werden, z.b meine radeon 280x die spuhlenfiepen hatte -.-.
 
da wir nicht in Frankreich sind, bitte fein säuberlich untereinander mit Link, am besten News nochmal in französischer Sprache anbieten das die Damen und Herren bei uns in DE via den Suchmaschinen fündig werden :P
 
Würde ich einfach nicht machen und fertig. Was wollen die denn schon dagegen tun?
 
"die Rechte von Filmfilmen" das erinnert mich an die 90er-Jahre, da gab es immer den "Film-Film" in Sat1, hahaha, erinnert sich noch jemand?
 
Und was kommt als nächstes? Cloudspeicher verbieten? Festplatten mit Selbstzerstörungsmechanismus? Warum nicht gleich mit Drohnen Rechner und Rechenzentren gezielt entfernen. ich bin ja fast geneigt zu behaupten dass die Musik und Filmindustrie hinter gewissen Drosselplänen steckt. Wer weiss schon welche Gelder oder Beteiligungen da in welche Richtung fliessen.
 
"hochwertiges Filmerlebnis" - wieso muss ich dabei sofort an den Begriff "Qualitätsjournalismus" denken?
 
@FenFire: Ist natürlich Bullshit-Bingo, aber wenn es dem Kunden nicht gut genug ist (also den Kaufpreis nicht wert ist), dann braucht er sich das ja auch nicht schwarz runterzuladen.
 
@rallef: Ganz meine Meinung. Sämtliches Gerede von "ja wenn das Angebot passen würde, dann würde ich auch kaufen" mag zwar in sich stimmen, ist aber keinerlei Rechtfertigung für den illegalen Download. Wenn eine Ware zu den angebotenen Bedingungen nicht passt, dann sollte sie einfach nicht konsumiert werden.
 
@FenFire: eine geöffnete DVD kann man nicht zurück geben und an der Kinokasse gibt es das Geld auch nicht zurück, wenn der Film einem nicht gefällt. Es gibt genug Leute die illegal konsumieren und dann legal kaufen, wenn es gefällt. Vor allem bei Musik ist das der normale Weg, früher durch Freunde und legale Kopien in Form von Samplern und heutzutage eben durch illegale Downloads. Was ich sagen will ist, wie soll man wissen ob die Ware zu den Bedingungen akzeptabel ist, wenn man die Katze im Sack kauft?
 
@otzepo: Das mag eine für den Verbraucher ärgerliche Eigenschaft von Medien sein, ist aber immer noch keine Rechtfertigung für illegale Downloads. Wenn die Gier nach "immer brandaktuell konsumieren" nicht gestillt werden muss, gibt es viele Filme nach einiger Zeit im Verleih, oder irgendwann sogar im Free-TV (und wer es halt schneller, werbefrei etc. haben will, könnte ja dafür auch bereit sein etwas zu zahlen, oder?). Was Musik angeht ist das Argument "der illegale Download dient mir um zu beurteilen, ob's mir gefällt" zumindest inzwischen für sehr viele Musikveröffentlichungen nicht stimmig - viele Künstler und auch manche Labels veröffentlichen Hörproben oder ganze Stücke auf ihrer Homepage, bei YouTube, auf SoundCloud, auf MySpace, ..., Online-Händler haben Hörproben, vieles ist von dritten eingestellt auf YouTube zu finden (auch in Dtl. trotz GEMA) - um sich ein Bild für eine Kaufentscheidung zu machen reicht das allemal, dazu ist es nicht erforderlich, ein gegebenes Album von vorn bis hinten komplett zu hören. Übrigens bieten inzwischen auch öffentliche Bibliotheken neben Büchern oftmals auch Filme und Musik zum Verleih an (gut, die Auswahl mag da begrenzt sein, die Finanzmittel sind oft nicht so üppig). Und Medien sind hier nicht allein - es gibt weitere Konsumgüter und auch Dienstleistungen, die man bei Nichtgefallen nicht zurückgeben kann - ein Joghurt, das Du gegessen hast, kannst Du nicht mehr in den Supermarkt bringen weil Du "doch keine Nüsse magst" (ok, hier können Briefe an den Hersteller ggf. etwas bringen), und die Fahrt mit der Achterbahn kannst Du auch nicht zurückgeben. Fazit: So sehr im Sack steckt die Katze zumindest oftmals gar nicht. Und auch in den Fällen in denen sie das dennoch tut (bei Computerspielen beispielsweise scheinen Demoversionen aus der Mode geraten zu sein) - darf man die Katze deswegen immer noch nicht einfach so mitnehmen, ohne für sie zu zahlen. Oder bietest Du die Früchte Deiner Arbeit kostenlos an, und wer mag kann Dich nach deren Nutzung/Verbrauch dafür bezahlen - oder auch nicht (wenn's ihm nicht gefallen hat, bzw. wenn er einfach heute keine Lust hat zu zahlen und kostenlos doch viel schöner ist)? Fändest Du es ok, wenn Dein Arbeitgeber Dein Gehalt nur dann überweist, wenn ihm danach ist? ("Vorletzten Monat hat mir Ihre Arbeit gut gefallen, ich überweise Ihnen daher Ihr Gehalt. Letzten Monat hingegen fand ich sie nicht so prickelnd, daher zahle ich Ihnen nichts. Und kommenden Monat will ich mir eine Waschmaschine kaufen und werde das Geld dafür nutzen, Ihre Arbeit werde ich natürlich dennoch nehmen") [Wir nehmen mal an, das Ergebnis Deiner Arbeit sei beliebig zu vervielfältigen, Du seist beispielsweise Musiker... oder Schriftsteller... oder Softwareautor...]
 
@otzepo: Mit dem Argument lügst Du Dir in die eigene Tasche. Es gibt durchaus öffentlich verfügbare Film- und Musikkritiken sowie Trailer; bei Musikportalen, zB Amazon, kannst Du Dir Ausschnitte von allen Musikstücken, die Du kaufen kannst, vorher anhören (wie auch in jedem besseren Plattenladen). "Im richtigen Leben" habe ich noch nie jemanden gesehen, der etwas, was er sich schwarz gezogen hat, hinterher noch gekauft hat; das liest man immer nur als Feigenblatt, um sich die Sache schönzureden.
 
Welch ein Glück das in der BRD das so genannte Verursacher-Prinzip gibt !
Also verklagt doch erst mal ganz kräftig die Filmproduzenten und Film-Hersteller wegen dem Verbreiten solcher Inhalte und dieser Filme die ständig im Internet zum Download bereit gestellt werden.
Schließlich haftet jeder Fahrzeug Halter auch schon Grundsätzlich dafür das er dieses Fahrzeug besitzt und dieses Fahrzeug auf der Strasse ist !!
Also sollte jetzt logischer Weise auch jedes Filmunternehmen dafür Haftbar gemacht werden das diese Filme überhaupt existieren !!
Schadenersatz an jeden der diese Filme downloadet, schließlich würden die Menschen ja nur deshalb zu Verbrechern weil es die Möglichkeit gibt diese Filme runter zuladen !!!
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