Nicht abhörbare Funkverbindung ohne Kryptographie

Kommunikationsverbindungen via Funk können schon auf unterster Ebene viel besser gegen heimliche Lauscher abgesichert werden. Einen Ansatz dafür haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) entwickelt. mehr... Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Bildquelle: Thomas Kohler / Flickr Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Thomas Kohler / Flickr

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Sehr schön, TUM. Und nicht vergessen die NSA, euer Geldgeber, über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. http://goo.gl/tzueuc
 
Kurz gesagt man sendet auf zwei Kanälen, verundet die empfangenen Daten und bekommt quasi den Datenstrom?! Und wieso sollte das nicht abhörbar sein? Man müsste ja nur wissen, auf welchen beiden Kanälen gesendet wird und ggf. mit welcher Latenz...
 
@PranKe01: Wird wohl schon etwas mehr dahinter stecken...
 
Gibts ne Quelle dazu ?
 
@GRADY: wozu?
 
Mal schnell die Nachricht gespeichert bevor sie zensiert wird :)
 
Wenn der Empfänger das empfangen kann, dann kann ein Lauscher das genausogut...
 
@borbor: na wenn du das so sagst
 
Früher oder später kann man auch diese art abhören, des ist wie mit einen safe, ohne tür wäre es unbrauchbar aber mit türe besteht die möglichkeit es zu knacken, und ohne eine eingang und ausgang funktioniert kein datenaustausch/telefonat usw.usw.
 
Ist es nicht noch etwas früh, für einen Aprilscherz? JEDE Funkverbindung kann abgehört werden, es ändert sich lediglich die Vorgehensweise. Ob man mit den abgrgiffenen Informationen dann auch etwas anfangen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber hier wird ja nicht verschlüsselt, es wird nur anders übertragen. Mit einem entsprechen Empfänger ist also auch diese Verbindung hörbar.
 
Zitat aus dem Artikel: "Die Methode verhindert, dass ein potentieller Mithörer die übertragene Nachricht überhaupt empfängt, teilten die Forscher mit."

Aus meiner Jugendzeit, wo ich als Amateurfunker gerne den Gilb (Deutsche Post) im 27 MHZ-Band geärgert habe, fällt mir als einzige Möglichkeit nur die Zwischenfrequenz als Möglichkeit ein, dass Dritte die Nachricht überhaupt belauschen können.

Wenn ich auf zwei Sendern abwechselnd sende, und beide Sender nutzen verschiedene Modulationsverfahren, dann muss der Empfänger über beide benutzte Modulationsverfahren Kenntnis haben und entsprechende Zwischenfrequenzen in seinem Superhet aufbereiten können.

Für Laien: Ich sende jeweils eine Millisekunde im AM-Band, dann wieder 1Millisekunde im UKW-Band und so weiter. Wer dieses Signal dann noch empfangen und abhören will, der muss einen Empfänger vorrätig halten, der gleichzeitig das AM-Band und das UKW-Band empfangen kann. Also zwei verschiedene Empfänger nutzen und deren Output auf einem nachfolgenden NF-Verstärker übertragen.

Wenn ich jetzt noch mit wechselnden Modulationsbreiten beim jeweiligen Sender arbeite, muss der Empfänger auch diese kennen und wissen, wann welche Modulationsbreite angewendet wird. Eine solche Nachricht könnte theoretisch alle paar Sekunden der eigentlichen Nachricht vorangestellt werden.

Fazit: Theoretisch ist das denkbar und praktisch mit großem Aufwand wohl auch durchführbar. Der Nachteil ist aber, dass mit der Verbreitung solcher Sender, die auf wechselnden Frequenzen in wechselnden Frequenzbändern und damit ständig wechselnden Zwischenfrequenzen auf Empfängerseite das Gesamtsystem immer durchschaubarer wird und es dann sicherlich Nachbauten geben wird.

Als Jugendlicher hatte ich im damaligen noch nicht freigegebenen 27-MHZ Band gerne Fuchsjagden organisiert. Ich versteckte mich mit dem Sender irgendwo und die Funkerkollegen mussten mich durch Peilung finden. Alle Teilnehmer mussten vorher DEM 1,-- Gebühr entrichten, die dann dem schnellsten Jäger als Gewinn ausgezahlt wurden. Der Gewinner, der dann diesen Preis nicht sofort in Freibier für alle umwandelte, ward fortan nicht mehr eingeladen.

Schon damals hatte ich mir ähnliches einfallen lassen. Ich steckte den Empfangsquarz, der ja um die Zwischenfrequenz vermindert der Frequenz des Sendequarzes entsprach, in die Buchse für den Sendequarz. Dadurch empfingen die Kollegen nur ein sehr untaugliches Trägersignal und die Peilung fiel wesentlich schwieriger aus.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Praktisch gibt es das beim deutschen Militär seit mitte der 1980er. Hier findet bei der Funkübertragung ein ständiger Frequenzwechsel statt. Voraussetzung ist ein Hardwaremodul welches alle Empfänger und Sender haben. Wer das entsprechende Modul nicht hat, kann da auch nicht mithören. Die Frequenzen wechseln hierbei so oft und schnell, dass es bis dato keine technische Möglichkeit gibt da mitzuhören.
 
@LastFrontier: Ich lebe in den Emiraten und kenne dieses Verfahren auch von den militärischen und polizeilichen Einrichtungen hier in den Golf-Ländern.

Nur, wollen wir mal ehrlich sein, letztlich handelt es sich doch um eine Art Verschlüsselung. Zwar wird nicht die Nachricht als solche verschlüsselt, aber dafür werden die Funkfrequenzen geheim gehalten und können nur mit auf Sender- und Empfängerseite bekannten "Schlüsseln" demoduliert werden.

Rohde und Schwarz scheint dieses System wohl weltweit angeboten zu haben. Deren Generalimporteur ist übrigens das Private Office des hiesigen CID-Chefs in Abu-Dhabi.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Absolut korrekt. Es geht mir eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass das nichts neues ist. Inwieweit das allerdings für Mobilfunknetze mit mehreren tauend Teilnehmern umzusetzen ist weiss ich nicht. Zudem bräuchte es Provider die die Schlüssel unter Geheimhaltung belassen und Handys bei denen man die Schlüssel nicht auslesen kann.
 
Und jetzt bitte noch einmal so beschreiben, dass man versteht, was da eigentlich passiert....
 
@DRMfan^^: Bei der Übertragung zum Empfänger wird nicht eine einzige Frequenz benutzt sondern zwischen mehreren Frequenzen permanent gewechselt. Macht man das schnell genug und mit entsprechend vielen Frequenzen kann das nicht mehr abgehört werden.
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