China: Streik gegen Folgen des Nokia-Verkaufs

Der Verkauf von Nokias Handy-Sparte an den Software-Konzern Microsoft geht nicht so glatt über die Bühne, wie es bisher wohl den Anschein hatte. In China befinden sich tausende von Beschäftigen im Streik. mehr... Nokia, China, Streik Bildquelle: China Labour Bulletin Nokia, China, Streik Nokia, China, Streik China Labour Bulletin

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Wenn ich permanent zu spät zur Arbeit erscheine, bekomm ich auch eine Abmahnung, und werde im Zweifelsfall gekündigt. Seltsame Arbeitsmoral in China. Komm ich heute nicht, komm ich morgen, aber übermorgen bestimmt.
 
@zrn: ich bin mir nicht so sicher, ob das hier durchgehend so ist.. also, dass man nicht >manchmal< 5 Minuten zu spät kommen kann (und dann gibt es auch noch Jobs mit flexiblen Arbeitszeiten - allerdings nicht in der Fertigung).
 
@zrn: dir ist schon klar, dass "permanent" und "zweimal" nicht das gleiche ist?
 
@zrn: Nicht aber wenn die Verspätung unvorhersehbar war wie z.B. Stau durch einen Unfall der über den üblichen Stau am Morgen hinausgeht. Zudem kann ein Arbeitsgericht die Kündigung kassieren wenn der Arbeitgeber zu kleinlich ist oder nicht genügend Möglichkeit zur Besserung des Arbeitnehmers gegeben hat (z.B. durch ein Personalgespräch nach der zweiten Abmahnung).
 
@hezekiah: Das ist China, die bekommen sogar gesagt, welche Verkehrmittel sie zu benutzen haben, um pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen, nicht selten gibt Züge die genau zu den Arbeitszeiten der Fabriken angepasst sind mit Haltestelle genau vor der Tür.
 
@zrn: Seltsamer Kommentar: Macht aus 5 Minuten (siehe News!) gleich "... Komm ich heute nicht, komm ich morgen, aber übermorgen bestimmt...".
 
Gibt es in China eigentlich ein Streikrecht? Wenn ja sind die weiter als Teile der USA :D
 
@Knerd: hier ein wenig was zu dem Thema :) http://labournet.de/internationales/cn/streikrecht1.html
 
@Knerd: Da musst du nicht erst in die USA schauen. Es gibt in Deutschland auch kein Streikrecht im Normalfall. Einzige Ausnahme besteht im Rahmen von Tarifverhandlungen, wenn die nicht weiterkommen. Die bekannten Streiks gegen Werksschließungen sind beispielsweise allesamt illegal.
 
@ckahle: bzw. man streikt dann in seiner Freizeit. Auch die üblichen Montagsspaziergänge galten nicht als Arbeitszeit und mussten nachgearbeitet werden.
 
@ckahle: Wozu gibt's Bummelstreik ?
 
@ckahle: Stimmt nicht ganz. Es kann auch wegen Arbeitsbedingungen ohne dass es ums Geld geht gestreikt werden. Der Grundsatz ist: Wer seine Arbeit niederlegt, um Druck auf den Arbeitgeber auszuüben, handelt nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts nicht pflichtwidrig, wenn er sich an einem Streik beteiligt, der von einer Gewerkschaft organisiert wird, besonders dann wenn noch bestimmte Kriterien (Friedensppflicht usw.) erfüllt wurden. Umstritten ist, ob ein Streik rechtmäßig ist, wenn mit dem angestrebten eigenständigen Tarifvertrag die Tarifeinheit durchbrochen würde, weil dann ja außerhalb des Tarifvertrags gestreikt würde. UND es gibt ja auch nicht gerade selten die Fälle, wo kein Tarifvertrag besteht oder der Arbeitgeber keinem tariffähigen Arbeitgeberverband angehört. Auch da gelten etwas andere Regelungen. Solche Fälle können z.B. Haustarife sein, gibt auch Unternehmen wo keinerlei tarifliche Regelungen bestehen, nicht einmal Haustarife. Da gibt es keine Tarifverhandlungen im eigentlichen Sinn. Es gibt dann "freie" Vereinbarungen.
 
@Kiebitz: dazu kommt noch das es in vielen fällen gar keine gewerkschaft gibt (und nichtmal einen betriebsrat) - in dem fall darf wild gestreikt werden und eine gewerkschaft gegründet werden die dann im nachhinein den streik legitimiert und somit keine abmahnungen oder kündigungen die ausgesprochen wurden wirksam werden. wenn man die geschichte ansieht ist aus diesen wilden streiks überhaupt erst das moderne gewerkschaftssystem entstanden (das durch dienstleister als arbeitgeber oder einfaches nicht mitglied sein in arbeitgebervereinigungen seitens der firmen ausgehebelt wurde)
 
@Knerd: Das eigentliche Thema übergehst du! Microsoft und Nokia schikanieren Mitarbeiter !
 
@Sequoia77: Ahja, das wurde in der News erwähnt, ich fand einen anderen Umstand viel interessanter der im Subtext der News mit geflossen ist ;) EDIT: Und zwingt dich dein Hass auf Microsoft unter jede MS News einen Kommentar zu schreiben?
 
Habe ich das richtig verstanden? Unter Nokia waren die Bedingungen ok und jetzt, wo Microsoft das Sagen hat, wurden die Richtlinien verschärft? In den letzten Jahren werden ständig über Arbeitsbedingungen diskutiert. Ich finde, man hätte Nokia ruhig auch mal loben und mehr über MS und Co.- Skandale berichten können. Das habe ich damals, als man deswegen Apple boykottiert und gleich Samsung gekauft hat, vermisst!
 
@gola: Nö, die Bedingungen werden verschärft um Leute entlassen zu können, ohne Abfindung zahlen zu müssen.
 
@elox: Aber warum sollte man die Leute entlassen wo doch die Nachfrage erhoeht wird
 
@gola: Nein hast du falsch verstanden. Microsoft hat bisher noch nicht das sagen und offensichtlich liegen die verschärften Bedingungen schon einige Zeit vor...die Belegschaft vermutet dass, das eine "schrumpfkur" Seitens Nokia für die Übernahme von MS ist aber direkt daran beteiligt ist MS nicht. (Sprich Nokia wollte sein Werk für MS hübsch machen wie man so schön sagt)
 
Wie in China gibt es Abfindungen? Naja Nokia ist es selber schuld sowie jeder Firma die Menschen nur als Nutztiere sehen. Kann mich noch gut dran erinnern was Nokia in Deutschland abgezogen hat. Die Leute in China sollen ruhig mal um Ihr recht kämpfen.
 
@Fugu3102: Rofl was Nokia in Deutschland abgezogen hat....war 20 Jahre den Leuten arbeit zu geben und die Subventionen waren dagegen ein Witz. Aber wenn eine Strukturschwache Region Arbeitsplätze verliert haut man halt gerne drauf anstatt das versagen in der Region zu suchen...oder dem Land.
 
@0711: Jo sicher der arme Nokia Konzern. Verdammt man die Subventionen waren unsere Steuergelder zu dem haben eine menge Menschen Ihren Job verloren.
 
@Fugu3102: Nein nicht der arme Konzern Nokia sondern die ungerechtfertigte Kritik an der Wekrsschließung, wäre Nokia nicht gewesen hätten diese Leute schon 20 Jahre vorher ihren Job verloren (das werk wurde von Nokia übernommen, sonst wärs schon Ende der 80er/Anfang 90er dicht gewesen) bzw. überhaupt keinen gehabt (Nokia hat dort mehr Leute beschäftigt wie der "Besitzer" zuvor). Die Subventionen waren gut angelegt, es hat sich für den Staat mehr als DEUTLICH gerechnet und damit waren unsere Steuergelder gut investiert. Dass irgendwann aus Deutschland keine Feature Phones (das wurde dort produziert) mehr kommen war abzusehen...auch wenn das Werk bei der Schließung profitabel war. Natürlich ist es für die Leute bitte ihren Job zu verlieren aber nüchtern betrachtet ist das einzige was man Nokia vorwerfen kann ist die Kommunikation vor der Ankündigung...auch zu der Zeit wurden Feature Phones immer weniger nachgefragt und Smartphones von Nokia nicht unbedingt auf dem aufsteigenden Ast also wieso nicht dahin wandern wo vermutlich noch Featurephones abgenommen werden? (auch wenn man dann in Bulgarien schnell gemerkt hat dass auch im Osten die Konsumlaune deutlich von den Featurephones weggeht)
 
Endlich wird auch mal in solchen Regionen das Recht ein Mensch zu sein durchgesetzt, bleibt zu hoffen das solche Sachen bald nicht mehr als Verbrechen an die Menschheit in diesen Ländern angesehen werden.
Selbsverständlich wurde aus dem Management niemand entlassen !
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