Tim Berners-Lee: Überwachung bedroht Demokratie

Der Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, hat angesichts der aktuellen Enthüllungen über die Überwachungsmaßnahmen der westlichen Geheimdienste vor einer Aushöhlung von Freiheitsrechten gewarnt. mehr... Internet, IT, Erde Bildquelle: Flickr Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr

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Richtig, aber nicht gerade schwer zu erkennen für den aufgeklärten Nutzer.
Wir müssen daran arbeiten, daß die breite Öffentlichkeit sensibler für solche Themen wird.
Das heißt vor allem, Leute über die Wahrheit aufzuklären!
 
@Tenzing: Ein schönes Zitat aus einer Serie lautet: "Die Wahrheit, Doktor, die liegt im Auge des Betrachters. Ich erzähle nie die Wahrheit, weil ich der Ansicht bin, dass die Wahrheit nicht existiert." || und irgendwo stimmt das auch. Wahrheit ist so ein verdammt dehnbarer und subjektiver Begriff.
 
@BloodEX: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!" - Berthold Brecht.

Ich verstehe schon, was du mit der Dehnbarkeit des Wahrheitsbegriffs meinst, aber hier ist doch ganz klar die Wahrheit des Überwachungsskandals gegeben. Und das mit fast mathematischer Präzision.
Natürlich kann man bei subjektiven Themen nicht von einer Wahrheit sprechen, und das ist wohl auch der Bereich, den dein Zitat anspricht (Hast du dieses aus der Twilight Zone?).
 
@Tenzing: Nope, Star Trek. Der Punkt ist doch, dass es im Leben immer mehr als eine Seite gibt. Eroberer und Eroberte, Sieger und Verlierer, Staat und Bürger. Religion lasse ich mal außen vor, das ist ohnehin eine Glaubenssache, aber was ist denn eigentlich Wahrheit? Ist Wahrheit das Gleiche oder gar das Selbe wie Fakten? Können einzelne Menschen jemals genug Wissen anhäufen, um alle Fakten, Weisheiten und "Wahrheiten" dieses Universums zu kennen? Das Problem ist, dass Menschen schlichtweg nicht allwissend sind. Menschen haben Standpunkte. Menschen sind von Natur aus subjektiv haben sowohl egoistische Züge, als auch einen Gemeinschaftssinn; manche mehr, manche weniger. Daran kann man nichts ändern. Wenn man beispielsweise sagt, dass im Frühling die Blumen blühen (was auch die meisten tun, wenn ich mich jetzt nicht irre), ist das dann ein Fakt, die Wahrheit oder beides? Wenn man irgendwo als Zeuge geladen wird und einen die Erinnerung zumindest in einigen Punkten trügt, ist das dann immer noch "die Wahrheit"? Und woher kommt die Redensart "etwas nicht wahrhaben wollen"? Ich denke, dass es einfach Dinge gibt, bei denen es keine "endgültige Wahrheit" gibt. Dafür gibt es einfach zu viele Faktoren, die man nicht kennen kann. Man kann sich höchstens die Gegebenheiten ansehen, sie interpretieren, darauf reagieren, schauen, was dabei raus kommt und sich mit seinen Mitmenschen auf einen gemeinsamen Nenner einigen.
 
@BloodEX: Ich habe ja nicht behauptet, daß man in jedem Fall eine absolute Wahrheit bestimmen kann, aber in diesem ist es tatsächlich keine Ansichtssache, wenn es darum geht, daß die Deutschen von Amerika, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland überwacht werden.
 
@Tenzing: Wobei die Definition des Wortes ja immer so eine Sache ist. Ein Begriff wie "Tatsache" wäre da etwas genauer. Aber gut, darüber will ich nicht streiten. :)
 
@BloodEX: Du hast Recht. Aber bekommst ein Minus. Nicht von mir. Ist das die Wahrheit? Nun, eben, darum geht es: es gibt viele Wahrheiten, aber nur eine Wirklichkeit (in unserer Realität, der Planet als Ganzes). Auf subatomarer Ebene gibt es ja sogar mehr als eine Wirklichkeit. Aber das ist eine andere Dimension. Es geht hier um den metaphysischen Komplex "Menschheit", nicht um Spitzfindigkeiten. Kurz und bündig: viele Wahrheiten, viele Lügen, eine Wirklichkeit.
 
@Tenzing: "Leute über die Wahrheit aufzuklären" Das Problem ist doch das der gemeine Pöbel mittlerweile, siehe letzte Bundestagswahl, so "intelligent" ist das die das gar nicht mehr wahrnehmen.
 
meiner meinung nach haben wir gar keine richtige, echte demokratie. demokratie heißt, das volk herrscht. hier in der brd herrschen aber gewählte vertreter, die oftmals gegen das volkswohl agieren. beispiele spare ich mir, was die politiker so machen ist anderorts genug beschrieben worden und auch skandale treten oft ans licht. und das volk weiß nicht, wie es seine wildgewordenen vertreter wieder loswerden kann. bei jeder wahl habe ich, dies ist wieder meine subjektive meinung, nur den teufel und den beelzebub zur auswahl. also, bevor jemand sagt, überwachung der bürger bedrohe die demokratie, da sage ich, es liegen ganz andere dinge im argen, die zuerst behandelt werden müßten. und ob amerika mich ausspioniert oder die deutsche regierung, ist mir erstmal egal. natürlich läßt die deutsche regierung die leute im internet meckern, denn hunde, die bellen, beißen nicht.
 
@stereodolby: Indirekte = parlamentarische Demokratie hat natürlich, philosophisch gesehen, gewisse Nachteile; anderseits möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der jeder unfähige Depp direkterweise über mich bestimmen kann, das wäre noch schlimmer.
 
@rallef: es wäre längst möglich, bei den bürgern zuhause elektrische, mit dem internet verbundene wahlboxen zu installieren, um die bürger bei entscheidungen zu integrieren. in zeiten, wo leute ständig online sind wäre das kein problem. oder halt sowas in der art. das würde verhindern, daß irgendwer über den anderen herrschen kann, denn die mehrheit gewinnt. ich bin mir im klaren, daß steuererhöhungen oder rettungspakete für andere länder nicht vom volk entschieden werden können, aber man könnte das volk zumindest bei kleineren entscheidungen mit einbeziehen. all das ist natürlich spinnerei, mehr ein gedankenexperiment. ich will nur zeigen, daß es heutzutage auch anders ginge.
 
@stereodolby: ich will nicht, dass die breite, dumpfe Masse über mich herrscht. Deshalb lebe ich bevorzugt in einer parlamentarischen Demokratie. N bissl historisch-politische Nachhilfe würde dir mal ganz gut turn...
 
@kleister: wobei sich mir nicht der unterschied erschließt zwischen ner parlamentarischen demokratie, wo einer und/oder wenige herrschen oder ner diktatur, wo einer und/oder wenige herrschen. man könnte sagen, ne diktatur wäre verbrecherischer, das ist aber auch alles, was sie unterscheidet von unserer "demokratur". ich möchte nochmals sagen, daß das meine freie, persönliche meinung ist, nur um klarzustellen, was ich denke. jedenfalls herrscht bei uns nicht das volk und nur darauf wollte ich hinaus. also isses auch keine echte demokratie. und die masse als "breit und dumpf" zu bezeichnen, finde ich ignorant. ich kenne genug politikbegeisterte menschen, die diesem stereotyp nicht entsprechen. einer davon ist z.b. hier der vorsitzende der piratenpartei.
 
@stereodolby: Was ein himmelschreiender Blödsinn...
 
@kleister: ok das ist deine meinung. ich hab in meinem beitrag mal "mehrere herrschen" in "wenige herrschen" geändert um es klarer zu formulieren. hier herrscht meinungsfreiheit, also respektiere ich deinen kommentar. verstehen muß ich ihn jedoch nicht müssen.
 
@stereodolby: Ich muss mich da kleister und rallef anschließen. Sicher kann man über die Kompetenzen und Absichten vieler Politiker streiten, dennoch bi ich davon überzeugt das die Form die wir haben schon sehr gut ist. Einzigst das Referendumsrecht sollte in DE etwas gelockert werden, um das Entschiedungen gegen eine große Menge des Volkes durch das Volk blockiert werden können. Grundsätzlich möchte ich aber auch nicht dass das Volk die absolute Macht hat. Denn dadurch würde sich auch eine höhere Spaltung dessen hervorheben. Bürgerkriege wären sehr viel wahrscheinlicher, weil sich die Meinungskontrahenten bekriegen. Heute hat jeder Teil der Gesellschaft eines Gemeinsam "Die da oben" und das ist auch gut so.
 
@stereodolby: Dann wähl doch die Piraten... ach Moment da war doch was... ach ja... selbst die vermeintlich "Internet Partei" hat das mit den elektronischen Abstimmungen, für bindende wichtige Entscheidungen, wieder aufgegeben. Von den Piraten ab, warum dass da nicht funktioniert hat meiner Meinung nach andere Gründe (zumindest als ich da noch Mitglied war, waren die Gründe offensichtlich), aber irgendwie widerspricht du dir, wie viele viele Andere zu diesem Thema, ebenfalls. Steuererhöhungen nicht, aber die Farbe von Merkels Halskette? Warum? Wer entscheidet das, wer kann das überhaupt entscheiden? Da fangen dann die Probleme an, weil in letzter Konsequenz ist das Volk, egal ob in einer Wahldemokratie oder bei Volksentscheiden, der Souverän. Nur das Volk dürfte also über eine mögliche "Selbstbeschneidung der Rechte" entscheiden. Davon ab, wir haben hier in Düsseldorf Bürgerentscheide. Es ging da jeweils um den Abriss zweier Gebäude. Zeitgleich mit der Einladung zu diesen Bürgerentscheiden flatterten auch Flyer von der CDU, SPD und den Grünen ins Haus, warum man mit Ja oder Nein abstimmen sollte. Das Ergebnis des Bürgerentscheides spiegelte dann weitestgehend das Ergebnis der letzten Wahl wieder. Ich sage nicht, das ich mit der derzeitigen Wahldemokratie sehr zufrieden bin, aber Volksentscheide sind für mich eben auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
 
@Lastwebpage: "Ich sage nicht, das ich mit der derzeitigen Wahldemokratie sehr zufrieden bin, aber Volksentscheide sind für mich eben auch nicht der Weisheit letzter Schluss." ok, angekommen. vielleicht bin ich mit meinem wunsch von mehr demokratie im land einfach meiner zeit voraus. volksentscheide sind eben dann gut, wenn man ein gebildetes volk hat. leider sind in unserem system viele politikverdrossen, weil "sich ja sowieso nichts ändert". ich bin sicher, daß, mit reifung des volkes, in 100 bis 200 jahren volksentscheide mehr bedeutung haben werden, als heute. man kann von oma krause aber nicht erwarten, daß sie über ein milliardenschweres rettungspaket für ein gestraucheltes eu land entscheiden >kann<. darum sage ich, daß wichtige, aber dennoch für das volk wenig leidliche entscheidungen, wie steuererhöhung oder rettungspakete vom volksentscheid ausgenommen sein sollten. wir sind halt nicht so weit, daß wir zu steuererhöhungen bereitwillig ja sagen können. würden die steuern sinnvoll ausgegeben werden, würde jeder gerne 30% steuern bezahlen und sich fair behandelt fühlen. leider ist das nicht der fall. der fall ist das gegenteil, daß die reichen so viel steuern hinterziehen, wie sie können, hab ich so den eindruck.
 
@stereodolby: Das würde aber doch prinzipiell für z.B. *dich* nichts ändern. Nehmen wir mal so rein theoretisch an, es würde eine Volksbefragung zum Thema BND bzw Verfassungsschutz, ob dieses auch für den deutschen Internetverkehr zulässig sein soll. Nehmen wir weiterhin an, die CDU, SPD etc. würden das entsprechend verkaufen, und 60% aller Bürger wären dafür. Tja... dann wäre das Problem doch das selbe, irgendjemand hat für mich etwas entschieden mit dem ich nicht einverstanden bin, "die da oben", also neben den rechtlichen Aspekten, wie hoch wäre ein Volksentscheid anzusiedeln, wären die anderen 40% immer noch unzufrieden.
 
@Lastwebpage: ok. aber die mehrheit und darauf kommt es in einer demokratie an, die wäre zufrieden. und jeder bürger wüßte, daß die mehrheit also so abgestimmt hat.
 
@stereodolby: "hier in der brd herrschen aber gewählte vertreter" -> der war gut :D die vertreter werden nicht von uns gewählt, sie sind auch nicht die die uns regieren... das hat herr seehofer selbst schon vor der kamera gesagt - http://www.youtube.com/watch?v=kun6yGLYSbU
 
Hmm.. in der News wird darauf hingewiesen, Wohlstand und Freiheit könnten nicht als unmittelbar in Bezug stehend gesehen werden. Dafür werden aber teils fröhlich Demokratie (= Mehrheitsherrschaft, Herrschaft des Volkes) und Freiheitsrechte (in ihrer heutigen "westlichen" Form i.w. Folge der Aufklärung) in einen Topf geworfen, eigentlich sind das zwei paar Schuhe - die heutigen "Demokratien westlicher Prägung" legen jedoch beide Ideen ihren Staatswesen zugrunde.
 
Irgendwie absurd, dass ausgerechnet die Länder, die systematisch beinah alles überwachen noch Spitzenplätze haben. Ist doch eh kein großer Unterschied mehr, ob man jetzt China ist, wo vieles zensiert wird und man schlimmstenfalls Hausarrest bekommt, oder USA und GB, wo lieber alles überwacht wird und man als potentieller Terrorist auf irgendeiner Liste landet und nicht einreisen darf, stundenlang bis Jahre ohne Anklage im Knast ist oder später direkt mit einer Drohne über ein souveränes Land weggebombt wird und die Helfer kurze Zeit später von der gleichen Drohne auch gleich mit. Noch zu Katar: Katar ist zwar reich, aber dort leben mehrheitlich ausländische Arbeiter, die nichts vom Reichtum abbekommen und keine Rechte haben.
 
Was für ein Denker, er ist definitv seiner Zeit voraus xD Naja so ist das halt. Das Problem bin ich und du, also wir... Falls sich jemand weiterbilden möchte und dieses deutsch erträgt :D http://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=286:kymatica&catid=73&Itemid=76&lang=de
 
Um eine Demokratie zu gefährden, muss man erst einmal eine Demokratie haben. Ich kenne kein Land, welches eine Demokratie hätte - höchstens demokratie-ähnliche Regime, die aber allesamt zum Vorteil von Unternehmen (und manchmal auch zu persönlichen Vorteilen der Politiker und/oder Geheimdienslter) ausgehöhlt werden. Insofern sehe ich keine Bedrohung, denn was nie war, kann auch nicht verschwinden. Ich hoffe aber sehr wohl, dass irgendwann die Menschen mündig genug sein werden die Zusammenhänge zu erkennen und auf eine demokratischere Welt hinzuwirken. Allerdings sind dazu hierzulande mindestens 42% nicht in der Lage oder nicht willens - oder aber sie sind Masochisten.
 
@divStar: nicht zu vergessen die macht der banken. ich hab mal geplusst, denn nix anderes als du sage ich auch. um die demokratie zu gefährden, muß man erstmal ne demokratie haben. gut, gut - gefällt mir. mein plus haste :)
 
@divStar: Irland scheint noch so etwas wie eine Demokratie zu haben. Während bei uns und in den anderen EU-Ländern die in der Vergangenheit zu verabschiedende Europäische Verfassung (Die es z.B. erlaubt hätte auf Demonstranten scharf zu schiessen und das Militär im Inland einzusetzen. Regelungen, die man sonst nur in lupenreinen Diktaturen findet.) einfach von der Politik durchgewunken wurde, musste bei den Iren ein Volksentscheid entscheiden ob die Europäische Verfassung angenommen werden kann oder nicht, weil es dort wohl nicht so einfach möglich ist staatliches Recht gegen den Willen des Volkes an andere Institutionen abzutreten. Die Iren haben uns damals vor diesem diktatorischen Regelwerk bewahrt, weil sich das irische Volk dagegen entschieden hat und die Politik damit nichts mehr zu melden hatte. Da Irland der Verfassung nicht zustimmte, haben wir sie ebenfalls nicht bekommen.____Vielleicht sollten wir mal endlich eine Verfassung für Deutschand aufsetzen und sie per Volksentscheid legalisieren lassen, wie sie das Grundgesetz für den Fall eines wiedervereinigten Deutschland ohnehin vorsieht. Darin könnte man einige gegen den Willen des Volkes missbrauchte Machtbefugnisse unserer Politiker per Volksentscheid einschränken.
 
@nOOwin: das wird schwer @Verfassung via Volksentscheid. Aber bei den Iren ist z.B. der Datenschutz extrem niedrig bis gar nicht vorhanden - oder was glaubst warum Facebook dort ihren primären europäischen Sitz hat? Zum einen sind natürlich die Steuern niedrig - zum anderen halt auch der Datenschutz. Und für mich geht Datenschutz mit Demokratie einher - gibt es ersteres nicht oder kaum, kann es letzteres kaum geben, weil man quasi generalüberwachbar wird.
 
@divStar: Ich habe vor Jahren auf einem chinesischen Server eine deutsche Behördendatenbank mit meinen Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum und sogar Steuernummer, Sozialversicheungsnummer, Bankverbindungen) darin gefunden und mich daraufhin ausbürgern lassen und meine Konten in Deutschland geschlossen und neue angelegt um den gesamten Datensatz für Kriminelle unbrauchbar zu machen. Ich glaube also nicht, dass die Iren noch weniger Ahnung von Datenschutz haben als die Deutschen. Wer den ganzen Tag mit einem Mobiltelefon in der Tasche herumläuft, braucht sich über mangelnden staatlichen Datenschutz ohnehin keine Gedanken machen, da er sich selbst an alle erdenklichen Datensammler ausliefert (die Mobilfunknutzer SIND bereits "generalüberwachbar", wie Du es nennst). Alle anderen Bürger, wie ich eben auch, schützen sich selbst, indem sie eben kein Handy nutzen und keine privaten Daten auf ihrem Internetrechner haben oder eingeben, weil sie dem Staat ohnehin nicht zutrauen sie zu schützen.____Demokratische Verfassungen sind nunmal durch das Volk zu legalisieren und schon weil eine solche Verfassung hierzulande fehlt mangelt es in Deutschland an Demokratie.
 
Allen gegenteiligen Meinungen sollte man doch bitte zwischen Überwachung und Zensur deutlich unterscheiden. Bis jetzt habe ich hier auf WF oder sonst wo, einen Artikel gelesen, dass jemand nur wegen der vermeintlichen Überwachung des WWW in den Knast gewandert ist oder irgendwelche andere Unannehmlichkeiten hatte. Wenn ich einen Blog hätte, könnte ich mich da auch ausgiebig über Merkel auslassen, ohne das es Folgen hätte. Gut, vielleicht verrotten diese Personen schon in irgendwelchen Kellerverliesen und wir wissen es nur noch nicht, aber eine Zensur haben wir in diesem Sinne, also Angst vor Repressalien, ja nicht.
 
@Lastwebpage: Die sind nicht im Knast sondern im KZ auf Kuba.
 
@Lastwebpage: Ich habe schon zig Artikel gelesen, wo jemand der längst nicht mehr vermeintlichen, sondern sehr realen Überwachung per Internet und Mobilfunknetz wegen Probleme hatte. Hier nur die wenigen, die mir gerade so einfielen und im Internet leicht wiederzufinden waren:____

Erhebliche Verletzung der Privatsphäre Unschuldiger (Hausdurchsuchung, Rechnerdurchsuchung, Verhöre) und erst nach 2! Jahren die Ergreifung des Täters, der in WLAN-Reichweite zu seinen durchsuchten Nachbarn wohnte. Wäre der auf die Idee gekommen etwas von seinem über die WLANs der Nachbarn gezogenem KiPo-Material auf den mit dem gehackten WLAN-Router im selben Netz hängenden Rechnern der Nachbarn zu deponieren, möchte ich nicht wissen, wie das für seine Nachbarn ausgegangen wäre.____

http://www.sueddeutsche.de/panorama/ermittlungen-in-koeln-polizei-findet-grosse-kinderporno-sammlung-1.1775197____

Das hier passiert in Deutschland, wenn man sich per Facebook zu einem Spaziergang mit Freunden verabredet:____

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spaziergang-zum-dagger-complex-interessiert-die-polizei-a-911215.html____

In den USA werden inzwischen Leute in ihren eigenen vier Wänden besucht und verhört, weil sie auf der Arbeit in einer Suchmaschine nach den Begriffen "Schnellkochtopf" und "Rucksack" gesucht haben.____

http://www.spiegel.de/panorama/besuch-von-anti-terror-einheit-nach-google-suche-nach-schnellkochtopf-a-914680.html____

Man beachte, dass die Beamten bei diesem Fall offenbar selber zugaben, dass solche Besuche "hundertmal die Woche" stattfinden.____

Und das ist noch lange nicht alles. Man kriegt als Europäer offenbar gleich mit Mitreisenden Einreiseverbote in die USA ausgesprochen, wenn man in den USA Urlaub machen will und das Department of Homeland Security den eigenen Twitter-Post missversteht:____

http://www.t-online.de/reisen/flugreisen/id_53636490/ire-twittert-ich-werde-marilyn-monroe-ausgraben-usa-einreise-verweigert.html

Es gibt diverse solche Meldungen alleine in den letzten Jahren.____

Wenn Du einen Blog hättest, der zu Dir zurückzuverfolgen ist, kannst Du Deine Meinung über Merkel und Co. auch nur kundtun, wenn Du ohnehin von Hartz4 lebst und Dir somit niemand mehr Geld wegnehmen kann. Ansonsten ruiniert Dich die deutsche Justiz finanziell nämlich mit Unterlassungs- oder gar Beleidigungs-/Verleumdungsklagen bis auf die Knochen. Wenn Du Pech hast und mit Deinem Blog genug Anhänger findest, sperren sie Dich selbst als Hartz4-Empfänger wegen Volksverhetzung weg. Zensur- und Meinungsfreiheit sieht bei mir anders aus. Es wird hierzulande längst zensiert. Der einzige Unterschied zum ach so schlimm zensierenden China ist imho, dass man den Menschen hierzulande erstmal per Justiz ihren Besitz abnimmt und so versucht sie mundtot zu machen und dabei sich selber zu bereichern (Diese Methode, unliebsame Leute per Gesetz zu enteignen und sich somit zu bereichern, haben die Deutschen schon im 2. Weltkrieg erfolgreich praktiziert.), bevor sie den Staat im Knast wieder Geld kosten würden, während man sich in China den Luxus leistet die Leute direkt wegzusperren.
 
@nOOwin: auch ich habe von leuten gehört, die repressalien zu erdulden hatten, weil sie ihre meinung frei gesagt haben. in welchem kontext, möchte ich hier jedoch nicht sagen. jedenfalls weiß ich, daß es in deutschland längst nicht mehr eine meinungsfreiheit gibt - vielleicht gab es sie nie. meinungen werden nach gusto geformt, beschnitten und ggf. auch bestraft. ich las von spontanen hausdurchsuchungen, diebstahl des computers, überwachung des hauses/der wohnung und ähnliches. freie meinungsäußerung gibt es genausowenig, wie keine zensur im land.
 
"Überwachung bedroht Demokratie" Nein, nur kommunistische und islamistische Überwachung, kapitalistische Überwachung hat doch was mit Terroristenbekämpfung zu tun und ist daher legitim.
 
@marcol1979: leider nicht unbedingt bzw. eher gesagt: wenn die Infrastrukturen für das eine, was vielleicht Sinn macht, geschaffen werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es für alles andere genutzt werden wird, bei etwa 101%. Überwachung zur Terroristenbekämpfung ist in etwa so legitim wie Vorratsdatenspeicherung - und bei letzterem ist der Nutzen bekannt (es gibt so gut wie keinen). Da Geheimdienste sich bei Daten wie im Selbstbedienungsladen bedienen, ist es falsch diese unter irgendeinem Aspekt zu sammeln. Von der ganzen künstlichen und gezielten Panikmache und daher Stigmatisierung von Gruppen (Minderheiten) mal ganz zu schweigen.
 
wieso ist die USA nicht auf dem letzten platz nach der NSA geschichte ? sowas müsste sich doch viel deutlicher auswirken.
 
@gast27: Alle anderen Staaten der Welt tun oder versuchen bezüglich der Überwachungsmassnahmen ja nichts anderes als die USA. Ausserdem sind die Ergebnisse von Statistiken immer schon wunderbar manipulierbar gewesen, da man die Eingangsparameter, nach denen man die statistische Datenbank ausrichtet, und die Gewichtung von Bewertungskriterien selber definieren kann.____Wenn man eine Statistik als Beurteilung der Freiheit im Internet anlegt, dann kann man dazu eine Menge Marker erheben. Der Datenschutz ist dann nur einer unter vielen und selbst wenn ein Land da mies abschneidet, dann kann das durch andere Bewertungspunkte, wie z.B. uneingeschränkten, breitbandigen Zugang zum Internet für alle Bürger, wenig Zensurmassnahmen etc. wieder ausgeglichen werden.____Daher ja der berühmte Spruch, dass man nur der Statistik glauben sollte, die man selbst geschönt hat. ;-)
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