Microsoft Deutschland: Kritik an Gratis-Überstunden

Der Software-Konzern Microsoft warb kürzlich erst mit seinem Engagement für ein neues Arbeiten für sich. Doch bei den Beschäftigten hierzulande stoßen die Vorstellungen des Unternehmens nicht unbedingt auf Gegenliebe. mehr... Microsoft, Microsoft Corporation, Microsoft Deutschland, Unterschleißheim Bildquelle: Microsoft Microsoft, Microsoft Corporation, Microsoft Deutschland, Unterschleißheim Microsoft, Microsoft Corporation, Microsoft Deutschland, Unterschleißheim Microsoft

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Ich halte da als Entwickler nichts von. Man muss sich in einem Softwareprojekt austauschen und kommunizieren - und das geht nun mal am besten, wenn man zusammen sitzt.
 
@PranKe01: Also ich finde IRC + Mailinglisten für diesen Zweck super
 
@Sam Fisher: Dass man es dem Kollegen ins Gesicht sagen kann, wenn die Idee scheiße ist, lässt sich so leicht aber nicht aufwiegen!
 
@Sam Fisher: Was ist denn daran besser? Wenn du ein spezifisches Problem hast und es vlt noch vormachen musst... Willst du dann ein Video machen und bei YouTube hochladen? Oder mit Skype den Desktop sharen?
 
@PranKe01: Naja, gerade weil ich spezifische Probleme habe mag ich die Textform mehr. Wenn ich über software rede, dann ist das immer sehr waage. Erst wenn man den Code sieht, patches einreicht, ... dann hat man was konkretes. Ich persönlich kann mit einem "ich habe das so programmiert" erst was anfangen wenn ic hden Code selbst lesen kann. Aber vielleicht geht es da manchen anders.
 
@Sam Fisher: Ach, und das geht nicht im direkten vor Ort Rechner, wo beide dann auf den Monitor schauen können? Pranke01 hat recht. Das zusammen sitzen bringt mehr, als die Mailingliste. Denn so kann man auch eine Frage direkt beantwortet bekommen, wenn man mal was nicht verstanden hat, und muss nicht darauf warten, dass der andere sich dazu herablässt, die Mail zu beantworten. Und wie auch im Text schon gesagt wurde, ist es mit der Abrechnung der Stunden schwierig. Ich würde als Unternehmen auch nicht unbedingt auf die Aussage der Mitarbeiter vertrauen, die mir dann das blaue vom Himmel daher reden und Ihnen noch die Zahl dann bezahlen. Es gibt hier leider genug, die dieses Aussnutzen würden und sich jedesmal Überstunden, die sie am Ende gar nicht gemacht haben, bezahlen lassen. Aber wie es Microsoft macht, würde ich es auch nicht machen. Ich würde die Mitarbeiter einfach bei mir Antanzen lassen und die bekommen halt das bezahlt, was sie auch eingestempelt waren. Gruß
 
@PranKe01: In Deutschland wird bei Microsoft kaum entwickelt. Microsoft Germany ist sogut wie komplett auf Vertrieb/Support ausgerichtet ;)
 
Ist ja wohl nicht nur bei MS so. Ich kenne genug "Großkonzerne" bei den es genauso seit Jahren praktiziert wird.
 
@BitDoctor: Und das ist auch nicht auf Großkonzerne beschränkt, das trifft man in den Kleinunternehmen genauso an. Damit soll Microsoft nicht verteidigt werden, aber das ist doch kein Sonderfall. Heute meckern wir über Microsoft (zur Abwechslung auch bei objektiver Betrachtung mal mit recht), nächste Woche über Zalando und danach über Amazon in 2 Wochen ist alles wieder vergessen. Dabei ist es doch fast überall so. Aber solange wir abwechselnd über die Firmen schimpfen können, sind wir wenigstens beschäftigt ^^
 
Diesem Unternehmen muss unbedingt Einhalt geboten werden, dazu ist JEDES Mittel recht - auch wenn das bedeutet, das Microsoft aus Deutschland abzieht!
 
@Clothilde: Nicht "diesem Unternehmen", denn das klammert mal wieder alle kleinen Minifirmen aus, wo Mmitarbeiter genauso oder noch schlimmer abgestraft werden. Wieder mal Politik: Ganz einfach Bezahlung hat nach Stunden zu erfolgen und nicht nach Zielvorgaben. Das ist genauso wie bei Putzfrauen die nach Zimmern bezahlt werden und nicht nach Stundenlohn....
Gerade bei Programmierung kann man auch mal an einer kniffeligen Sache lange hängen bleiben, auch wenn's im Ergebnis aussieht, als hätte man das in wenigen Stunden erledigen können.....
So funktioniert's aber nicht....
 
@bowflow: PS: Ist es nicht auch für die Psyche der Mitareiter viel besser, wenn man Arbeitsplatz und Privat auch örtlich trennt?!
 
@bowflow: Nicht zwangsläufig. Manche wissen es zu schätzen, wenn sie direkt mit der Kaffeetasse aus der Küche ins "Büro" stolpern können.
 
@bowflow: ich gebe dir uneingeschränkt recht, aber hier ging es um microsoft!
 
@Clothilde: Das Microsoft das machen kann, ist abhängig von der Politik. Es gilt sowas gesetzlich gar nicht erst zu ermöglichen.
 
@kkp2321: Ist es auch nicht. DAs Arbeitszeitengesetz macht dort klare Aussagen. Aber wenn die Mitarbeiter das mitmachen und sich gefallen lassen, dass die Stunden nicht ordnungsgemäß erfasst werden, ist wohl eher weniger die Politik gefragt.
 
@iPeople: Na anscheint ist ihn es nicht so recht.
 
@kkp2321: Wenn es ihenen nicht recht ist, warum gehen sie nicht rechtlich ´dagegen vor?
 
@iPeople: Keine Ahnung, ich steck da nicht drin.
 
@bowflow: Ja - wenn man nach Stunden bezahlt, dann wird's sicher viel häufiger viel kniffliger und wird viel viel länger dauern. Ähnliches hatten wir in den 70er und 80ern, als noch nach Codezahlen bezahlt wurde. Riesige Mengen Code wurde da für einfachste Dinge geschrieben. Das kann man heute noch schön sehen, wenn man in Projekten arbeitet, die alten Cobol-Code migrieren. Wahnsinn, was man da zu Gesicht bekommt.
 
@Clothilde: Nicht MS muss einhalt geboten werden. Das Problem muss grundsätzlich angepackt werden. Wenn wir nur gegen Microsoft vorgehen, verdrückt sich MS bloß aus Deutschland und die Ex-Angestellten von MS müssen sich einen neun Job beim nächsten Ausbeuter suchen.
 
@Clothilde: Ja, es ist ungünstig wenn Ziele das Arbeitspensum definieren, die nicht von einem Großteil (oder gar keinem) der Mitarbeiter innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens erledigt werden können. Sich hier jetzt aber auf Microsoft zu stürzen ("Diesem Unternehmen muss unbedingt Einhalt geboten werden[...]"), wenn es zugleich zig oder eher hunderte andere Unternehmen genauso handhaben, lässt schon starke Zweifel an der Redlichkeit des Beitragsverfassers respektive der Ehrlichkeit seiner Motive aufkommen. Vielmehr erweckt die alleinige Fixierung auf Microsoft den Eindrucke, der Verfasser lasse hier seiner persönlichen Abneigung gegen Microsoft freien Lauf.
 
@Clothilde: Warum nicht gleich enteignen? Dann kann ja der Staat oder am besten direkt du in Zukunft den Laden schmeißen, wenn er erstmal "uns" gehört. Man sollte vielleicht mal überlegen, dass grade in der IT der Mitarbeiter die freisten Möglichkeiten hat den Arbeitgeber zu wechseln. Die Unternehmen suchen ja händeringend. Wenn es einem also bei MS nicht gefällt - andere Unternehmen, die sicher viel viel viel besser sind und viel gerechter und auch sowieso total lieb zu den Mitarbeitern, warten schon. Nur zu.
 
"[...] Dies führe letztlich dazu, dass viele Mitarbeiter, die von Zuhause arbeiten, letztlich 50 bis 60 Stunden in der Woche für den Konzern tätig sind." Was man dabei nicht vergessen darf ist, dass die Leute sich die Anfahrt zur Arbeit sparen, die gerne mal eine Stunde pro Weg, also täglich zwei Stunden, dauert. Das relativiert zumindest die 50 Stunden etwas (die 60 Stunden nicht unbedingt).
 
Wenn mein Arbeitgeber zu mir sagt: "Knerd ab morgen arbeitest du von zuhause", darf ich da eigentlich nein sagen?
 
@Knerd: Natürlich darfst Du das.
 
@iPeople: Ich frag mal anders, kann ich darauf bestehen weiterhin im Büro zu arbeiten?
 
@Knerd: Nein kannst Du nicht. Wenn die Firma eine Neuausrichtung beschließt, die das Auslagern der Arbeit beinhaltet, kannst Du nichts gegen machen. Es sei denn, ihr organisiert Proteste dagegen und habt damit erfolg.
 
@iPeople: Also kann mich die Firma dazu zwingen meine Wohnung in eine "Aussenstelle umzubauen"? Das ist dreist. Dann würde ich die Strom- und Gaskosten zurück verlangen.
 
@Knerd: Nein kann sie nicht. Dazu sind geänderte Verträge nötig, die von allen Beteiligten unterschrieben werden müssen. Ganz so einfach ist es nicht. Im Ungüstigsten Fall erklären die euch alle zu freien Mitarbeitern und nageln euch per Vertrag fest, für keine andere Firma entwickeln zu dürfen (siehe Scheinselbstständigkeit bei UPS)
 
@iPeople: Sry, für die vielen Fragen. Aber wenn die Firma sagt ich arbeite ab morgen zuhause, muss ich dazu erst eine Ergänzung zum Arbeitsvertrag unterzeichnen oder wie läuft das. Interessiert mich grade ^^
 
@Knerd: Einfach gesagt, ja so müsste es laufen.
 
@iPeople: Danke :)
 
@Knerd: Dazu kommt, dass Du das Zimmer, welches Du dann bei der Steuer explizit als Arbeitszimmer angibst, von der Steuer abesetzen kannst. Inwieweit die Firma dann für Strom und Gas aufkommt, ist eine Sache, die dann vertraglich geregelt wird (ähnlich Kilometergeld bei Pizzalieferservices mit eigenem Kfz)
 
Niemand spricht bisher über die Maßnahmen, welche offensichtlich System haben, nämlich keine Überstunden bezahlen zu wollen, weil der Nachweis von zuhause aus so ohne weiteres nicht möglich ist und Betriebsräte werden ebenso systematisch vor der Türe gehalten. Scheinbar finden das alle meine 'Vorredner' normal. Na dann ...
 
tja ich habe es schon mehrfach gesagt und werde es noch mal tun: ich habe kein mitleid mit den arbeitnehmern! wenn sie es mit sich machen lassen. selber schuld! die arbeitgeber nutzen die angst den job zu verlieren der mitarbeiter schamlos aus. stinkefinger raus und job wechseln. die arbeitgeber hören mit dieser sauerei erst dann auf, wenn sie merken wie wichtig die arbeitnehmer für ihr unternehmen sind. wenn keiner mehr für sie arbeitet, bleiben sie auf ihrem produkt sitzen. ich selber habe schon aus diesem grund 3x den job gewechselt. und wer arbeiten möchte bekommt arbeit auch in deutschland. da hier aber wieder die FAULHEIT der arbeitnehmer siegt, habe ich null mitleid mit ihnen!
 
@KoeTi: "und wer arbeiten möchte bekommt arbeit auch in deutschland. da hier aber wieder die FAULHEIT der arbeitnehmer siegt, habe ich null mitleid mit ihnen!" Das ist schlicht weg falsch.
 
@Knerd: schlichtweg falsch ist das nicht. Manche Mal stimmt es. Viele Arbeitnehmer heben halt nicht gerne ihren Arsch hoch und sind zu träge. Und wer was kann und Arbeit sucht bekommt auch Arbeit. Das ist zum Beispiel nicht schlichtweg falsch.
 
@222222: Das ist aber auch nicht immer richtig. Ich kenne einige die arbeiten wollen, aber keinen Job bekommen, einfach weil deren Jobs nicht gefordert sind oder die Konditionen zu mies sind.
 
@Knerd: es liegt immer an den arbeitnehmern! wer keinen job findet, weil in seiner region kein job frei ist für seine qualifizierung, muss eben die ortschaften wechseln, aber nein, da ist man sich zu fein = kein bock zu arbeiten. ich selber bin gelernter industriemechaniker für geräte und feinwerktechnik. hier im osten bekomme ich für meinen job schlappe 1000€ auf die hand, was für meine qualifizierung zu wenig ist. ich aber aus persönlichen (familiären) gründen nicht umziehen kann, musste ich mich anderweitig umsehen. ich habe bei einem müllunternehmen gearbeitet, als lagerist und bei einem postunternehmen. gut das habe ich nicht gelernt, aber es ist arbeit. und wenn mein jetztiger chef mal auf die idee kommt unangemessen zu handen (zahlen), sag ich ihm meine meinung und das wird wieder eine fristlose kündigung. dann suche ich mir wieder etwas neues. also kommt mir nicht mit den haltlosen ausreden. WER ARBEITEN WILL; BEKOMMT ARBEIT. FAKT! ist alles nur eine einstellung, aber zu 95% zählt: faulheit siegt!
 
@KoeTi: Meine Mutter ist gelernte Haus- und Familienpflegerin. Such das mal ;) Und wenn ich Arbeit suche, suche ich Arbeit in meinem gelernten Beruf und nicht anderweitig.
 
@Knerd: nichts als faulheit, man muss nicht für jeden job etwas gelernt haben um arbeiten zu können. alles faule ausreden. darum geht es hier aber nicht. es ging darum, dass endlich mal ALLE arbeitnehmer sich an den eiern nehmen sollen und ihren chefs die meinung sagen, sonst werden sie weiterhin an den eiern gepackt von ihrern ausbeutern!
 
@KoeTi: Sie arbeitet aktuell in einem Zentrum für Behinderte, aber meine Mutter kann nicht in einem Lager arbeiten. Ich kann nicht in sozialen Einrichtungen arbeiten. Es gibt Jobs wo ich am Ende des Monats trotzdem noch zur Arge renne. Da suche ich lieber länger bis ich was richtiges habe. Und zu dem letzten Part, ich werde nicht wirklich ausgebeutet, für meine Arbeit bekomme ich angemessenes Gehalt.
 
@KoeTi: Die deutschen können eben nur eines wirklich gut... jammern... und die meisten auf verdammt hohem Niveau :P
 
@Walkerrp: so schauts aus. und weil keiner etwas wirklich unternimmt, gehe ich davon aus, dass es ihnen doch noch zu gut geht, ergo alles heiße luft. schade eigentlich!
 
@222222: Arbeiten wollen und sich versklaven lassen sind zwei Paar Schuhe. Ich möchte arbeiten, tue es auch, sofern es eine Arbeit ist, mit der ich mich identifizieren kann und mich der Job erfüllt. Das muss nicht Traumjob heißen, aber das heißt ganz klar das ich nicht mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehe. Sich vom Amt Arbeit aufzwingen lassen würde ich mich auch so gut ich kann nicht gefallen lassen, außer es sagt mir tatsächlich zu.
 
@kkp2321: ich wollte mit meinem Einwand nur feststellen, dass aktive Sucher, die etwas können, in vielen Fällen Arbeit bekommen - und es viele gibt, die sich nicht bewegen.
 
@222222: Stimmt, in vielen Fälle. Aber nicht jeder...
 
@222222: Das trifft meiner Erfahrung nach nur für die hochqualifizierten zu. "Normale" Berufler mit einer "normalen" Ausbildung, von denen die meisten seit Jahren nicht mehr in ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben, haben es sehr schwer. Deutschland entwickelt sich mehr und mir zu einer Akademikergesellschaft.
 
@kkp2321: Viele wollen von Fortbildung nichts wissen. Dabei ist das heute das Wichtigste - weil alles fließend ist.
 
@222222: Fortbildung ist ein Reizwort für mich geworden. Wenn der Markt nichts hergibt, heißt es Fortbildung, ist diese erledigt und der Markt gibt wieder nichts her heißt es wieder Fortbildung. Das ist ein Teufelskreis aus dem man nur schwer raus kommt, wenn man einmal drin ist.
 
@kkp2321: Kommt auf die Fortbildung an.
 
@iPeople: Und da ich es sehr gut nachvollziehen kann, keine Lust auf ein halbes Dutzend Fortbildungen zu haben, kann ich es den Leuten nicht übel nehmen, die sich dem verweigern.
 
@kkp2321: ich meinte bereits Fortbildung während man Arbeit hat - nicht wenn man arbeitslos ist. Ich habe mich fortgebildet indem ich mit 52 noch einmal Informatik studierte. Hat sich gelohnt.
 
@222222: Gut, das ist ne andere Nummer.
 
@Knerd: Das ist nicht falsch. Wer arbeit finden will, findet auch welche. Arbeit ist genug da. Es hapert lediglich an Arbeit, von der man auch Leben kann. Von daher hat er da oben schon Recht.
 
@iPeople: Ok, das stimmt. Aber die Frage ist immer will man in manchen Firmen wirklich arbeiten.
 
@Knerd: Nein natürlich will man das nicht. Ist eine Frage des Nutzens des jeweiligen, das muss jeder für sich abwägen und entscheiden. Aber niemand wird gezwungen, bei einem Unternehmen zu arbeiten, was permament gegen geltendes Recht verstößt. Und nein, auch die Arbeitsagenturen können das nicht, falls das jetzt kommt. Die Sozialgerichte schlagen sich seit Jahren mit solchen fällen rum, und in der Regel gewinnt nicht die AA.
 
Also es ist NICHT maßgebend wie groß ein Büro ist (4 Mitarbeiter hier bei MS), es ist maßgebend welche Organisationseinheit sie zugehörig sind. Und die sich daraus ergebende Zahl der Beschäftigten bestimmt die Möglichkeit zur Betriebsratswahl. Auch die Heimarbeiter müssen mit einbezogen werden und einer Organisationseinheit zugerechnet werden. Auch sie zählen als Mitarbeiter im Sinne der Berechtigung, einen Betriebsrat zu wählen (ab 5 Beschäftigte). Aber die ArbeitNEHMER, nicht die ArbeitGEBER müssen einen Betriebsrat einrichten (wollen). Der ArbeitGEBER ist von sich aus hierzu nicht verpflichtet. Bezüglich der gearbeiteten Stunden ist anzumerken, bei Mehrarbeit / Überstunden muß der Betriebsrat (sofern vorhanden) zustimmen. Auch die Heimarbeiter fallen unter ein Schutzgesetz, dem sogenannten Heimarbeitsgesetz, worin Regelungen getroffen wurden auch für die Arbeitszeit. Hier und da gibt es Tarifverträge. Im Allgemeinen sollen die Arbeiten so berechnet werden dass sie im Rahmen eines 8-Stundenarbeitstages in Büro oder Fabrik bewältigt werden können. Bei Projekten ist zu Grunde zu legen, wie viel Stunden und somit wie viel Arbeitstage üblicherweise dafür notwendig sind. Bei Umwandling IN Heimarbeit gilt: Während der Planungsphase bestehen Unterrichtungs- und Beratungsrechte nach den §§ 80 Abs. 2, 90 S. 1 Nr. 2-4, 91, 92 Abs. 1 und 2, 93 99 und 106 BetrVG. Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat rechtzeitig und umfassend über die Planung von Arbeitsstätten, technischen Anlagen, Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen, wozu auch Technologien zur Auslagerung von Arbeitsplätzen zählen, zu unterrichten, um die vorgesehenen Maßnahmen erörtern und Alternativvorstellungen entwickeln zu können. Siehe Wikipedia u.a. NUR wie schon weiter oben aufgeführt wurde: Die ArbeitNEHMER müssen initiativ werden, sie müssen den Mut und die Kraft und den Willen haben auf ihre Rechte zu bestehen und diese durchzusetzen. Ohne dem bringst alles nichts. Auch wenn das schwer ist.
 
@Kiebitz: Das war viel Text, aber hat es gut erklärt, darf man fragen woher du das weißt? :D
 
@Knerd: das ist ein Gewerkschaftler mit juristischem Hintergrund - wetten?
 
@Knerd und @222222: Jahrelanger Personalrat (Personalrat gleich Betriebsrat bei Behörden UND deren Wirtschaftsbetriebe) und zusätzlich Schwerbehindertenvertreter. Da gibt es natürlich vieles an Informationen und Schulungen. Und teilweise Freistellungen (stunden- / tageweise) für diese Tätigkeiten in Anlehnung an freigestellte Betriebsräte. UND es ist ein hohes Interesse von mir für solche Gebiete / Problematiken. Der Vorteil davon ist auch, dass man relativ schnell entsprechend Infos findet (gewußt wo) und sich ebenso schnell einlesen kann, Tarifverträge, Gesetze, Verordnungen haben ja nicht immer das verständlichste "Deutsch".
 
schon hart wie firmen mit ihren mitarbeiten umgehen aber noch schlimmer was die mitarbeiter sich gefallen lassen.
 
@gast27: Na für MS ist das doch Super! Die Mitarbeiter arbeiten von zuhause und bekommen die Überstunden nicht bezahlt. Strom spart MS ja auch noch, da die Mitarbeiter von zuhause für MS arbeiten. Also verdient MS doppelt.
 
@JoIchauch: Schon mal darüber nachgedacht, dass die Mitarbeiter vielleicht sogar a) Spaß an ihrer Arbeit haben könnten und b) diese Arbeit evtl. sogar ganz gut entlohnt wird?
Und c) die ganze Diskussion ist doch nur so groß, weil die Annahme im Raum steht, dass die Zielvereinbarungen in der normalen Arbeitszeit nicht zu schaffen wären. Dem muss aber nicht zwangsläufig so sein und damit erübrigt sich die Diskussion.
Außerdem habe ich lieber die Möglichkeit meine Arbeit flexibel zu gestalten - z.B. mal um 15h gehen um mit den Kindern um 16h auf dem Spielplatz zu sein und dann ab 20h (wenn die Kleinen in die Heia gehen) noch etwas zu arbeiten. Davon habe ICH mehr als wenn ich fix von 9-17 arbeiten müsste.
 
Also es stimmt definitiv nicht, dass Überstunden nicht durch Freizeit ausgeglichen werden können. Es gibt keine Zeiterfassung, was ich persönlich gut finde, aber jeder, der viel mehr arbeitet, als es in seinem Vertrag steht, wird dies wohl recht locker auch ohne Zeiterfassung plausibel darlegen können und darf dann sehr wohl einfach auch mal nicht arbeiten. Man muss nur eigenverantwortlich damit umgehen.

Ansonsten darf man auch nicht vergessen, dass hier auf hohem Niveau gejammert wird, wenn man sich z.B. mal die Gehälter anschaut.
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