Telekom will Dominanz durch NSA-Skandal festigen

Die Deutsche Telekom will den Überwachungs-Skandal nutzen, um ihre bisherige Hegemonial-Strategie zu verfestigen. Propagiert wird dies damit, die Datenflüsse innerhalb Deutschlands zu halten. mehr... Internet, Netzwerk, Kabel, Telekommunikation, Ethernet Bildquelle: futuremynd.de Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Deutsche Telekom

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
@Winfuture: Was soll dieser offensichtlich stark negativ eingefärbte Grundton der Nachricht ("und sich dafür auch noch feiern zu lassen")? Fällt es euch so schwer objektiv und wertungsfrei zu berichten?
 
@ZwoBot1102: Die Telekom hat jahrelang ihre Marktposition ausgenutzt um nicht nur am Peering nicht teilzunehmen sondern das auch noch zu erschweren (mit höheren Kosten für die Endabnehmer). Das war bis jetzt quasi immer als stark negatives Verhalten zu sehen weil die Telekom damit allen anderen das Geschäft erschwert und die Preise auch etwas hochgetrieben hat. Jetzt lassen sie sich quasi für diese kundenunfreundliche Politik der letzten Jahre feiern. Das ist so ähnlich wie die Sache mit der "Mail in Germany" wo dann uralte Sicherheitsfeatures doch endlich mal aktiviert wurden und das dann als großer Schritt gefeiert wurde.
 
@hezekiah: Es geht mir eher darum wie hier die Berichterstattung abläuft. Die Meinungsbildung sollte doch eher beim Leser stattfinden und nicht beim Redakteur.
 
@ZwoBot1102: Es ist ja nicht davon auszugehen das jeder Leser das Geschäftsgebahren der Telekom kennt. Deswegen finde ich es in dem Fall nicht schlimm wenn so berichtet wird. Wenn ein Landminenhersteller auf einmal sehr gute Minenspürgeräte herstellt und sich dafür als Retter feiern lässt würde ich trotzdem nochmal hervorheben was der Konzern in der Vergangenheit so getan hat. Zusatz: Das Peering der anderen Provider läuft eh schon innerdeutsch ab. An sich müsste die Telekom sich da nur ranpacken. Das würde natürlich der ursprünglichen Unternehmenspolitik widersprechen.
 
@ZwoBot1102: Sehe ich eigentlich ähnlich wie es im Artikel steht und das Zitat „Statt dessen setzt die Telekom ihre Vorherrschaft im Infrastruktur-Betrieb in Deutschland ein, um andere abzukassieren, wenn sie eine Verbindung zu den zahlreichen Nutzern im Netz des Konzerns haben wollen.“ ist ja klar auf YouTube (und andere) Drosselung gemeint. Auch wen ich die Idee eher begrüße, aber das machen sie nicht aus sicherheits benken, sondern rein Machtstrategisch. Wen ein Geheimdienst daherkommt machen die auch ihre Leitungen auf, wen das Geld stimmt
 
@ZwoBot1102: Hier kann man und sollte man kritisch sein, weil es offensichtlich ist was die Telekom vorhat. Die Sicherheit und Privatsphäre der Deutschen Bürger steht dabei ganz bestimmt nicht im Vordergrund.
 
@Sapo: Ok. Vielleicht erschließt sich mir das Dilemma ja nicht so wirklich. Was genau hat die Telekom denn "schlimmes" vor, was sie als positiv verkaufen will?
 
@ZwoBot1102: Dann lies nochmal den Artikel, besonders den letzten Absatz.
 
@Sapo: Im Grunde ist es doch so, dass die Telekom nun doch einen Zusammenschluss ihrer Netzknoten mit den anderen Telkos in Erwägung zieht, da sie der Ansicht sind, dass es vor dem Hintergrund der NSA-Affäre besser wäre den deutschen Traffic auch in Deutschland zu halten. Und sie "werben" damit, dass dieses vorgehen besser ist, als das bisherige. Richtig? Sie sagen nicht, dass damit jegliche möglichkeit der Spionage unmöglich gemacht wird. Oder?
Also für mich ein recht einleuchtendes Verhalten. (Ich bin kein Telekom-Kunde)
 
@ZwoBot1102: Richtig. Die Telekom geht von dem bisherigen jahrelangen Verhalten ab die Situation für alle zu erschweren. D.h. sie lenkt jetzt endlich doch noch ein. Und dafür hätte sie gerne ein Lob und ein Fleissbienchen.
 
@hezekiah: Vorher bestand ja auch aus Sicht der Telekom absolut kein relevanter Anlass dazu. Man muss das Ganze halt auch mal aus Unternehmenssicht sehen.
 
@ZwoBot1102: Auch hier gern nochmal: es ist nicht die primäre Aufgabe eines Redakteurs, objektiv zu berichten, sondern lediglich bei den Fakten zu bleiben. Wenn er die Fakten subjektiv rüberbringen will, dann spricht nichts dagegen. Der Unterschied zu "großen" Redaktionen ist lediglich, dass die ihre Meinung so aussehen lassen können als wäre sie objektiv
 
@zwutz: Nagut, dann mangelt es dem Redakteur vermutlich nur am nötigen Talent den Artikel so "klingen" zu lassen, wie man es von den "großen" Redaktionen gewohnt ist.
 
@ZwoBot1102: Das ist zwar richtig aber es ist trotzdem jetzt keien große Tat wenn sich die Telekom eventuell endlich mal zur Krabbelgruppe des innerdeutschen Peerings gesellt wo alle anderen Provider schon sehnsüchtig warten. Das ist halt Marketinggewäsch. Eine Firma wird auch nicht freiwillig Umweltschutz betreiben egal wie gern die CDU uns das glaubhaft vermitteln will.
 
@hezekiah: Das stimmt. Eine große Tat ist es wohl nicht, sondern eher ein absehbarer und lange erhoffter Schritt. Aber das man hier so tut, als wäre die Telekom moralisch dazu verpflichtet gewesen erschließt sich mir dennoch nicht.
 
@ZwoBot1102: Meiner Meinung nach war MS auch nicht zu dieser Browserwahl moralisch verpflichtet..
 
@hezekiah: Ne, zu diesem grandiosen Wunderwerk der Softwareentwicklung wurden sie von der EU gezwungen.
 
@ZwoBot1102: sie wurden nach geltendem Recht dazu gezwungen. Wenn man ein Monopol inne hat darf man dies nach den kartellrechtlichen Vorschriften betreiben.
 
@hezekiah: ja, dieses kartellrecht wurde aber bei der telekom nicht angewandt, von daher ist davon auszugehen, dass sie sich rechtlich absolut einwandfrei verhalten haben.
 
Und für die Telekom hat das noch den erfreulichen Mehrwert das sie von der NSA eine Entschädigung für den Aufwand der Weiterreichung der Daten bekommen falls die wirklich nicht direkt rankommen sollten.
 
Plant die Telekom, 1&1 und Co, auch ein Telekom-VZ und eine geniale Marcel-Davids-Suche, oder wie? Für den Privatkunden sehe ich da nicht unbedingt einen Sinn drin. Firmen? Welche Firma ist nicht auch irgendwie im Ausland tätig? So wirklich überzeugt bin ich von dieser Idee nicht.
 
Ein Unternehmen dass so aktiv auf dem US Markt mitspielt wird sicher nicht mit der NSA zusammenarbeiten. Ich meine wo soll die NSA denn Druck auf die ausüben können... hmm.
 
Wenn die Tkom DSL verbuddelt und andere Netzunternehmen auf die Leitung lassen muss, dabei aber das gesamte Risiko alleine trägt, wo liegt denn da die Fairness?!
 
@Knacki42: auch wenn die Telekom am Peering teilnehmen würde könnte sie dafür natürlich trotzdem Geld verlangen (Paid peering). Dann würden die anderen Netzunternehmen genauso Entgelte für die Nutzung der Leitungen bezahlen wie heute auch.
 
hoffentlich sind die nicht so naiv wie unsere vollzeit-Politker..
 
den chinesen hat doch die isolation auch nicht geholfen um nicht überwacht zu werden !? hat die telekom da eine bessere technik ?
 
@gast27: nein haben die nicht. es geht mehr darum sich angeblich nicht offiziell von der NSA überwachen zu lassen. intern tut man es dann aber doch. die überwachung weltweilt zentral ist vieleicht doch ein wenig schwieriger als gedacht und noch schwerer zu verkaufen. so aber suggeriert man dem pöbel das jeder sein ding macht was infrastruktur angeht und die leute akzeptieren das besser. als ob es besser sei auf nationaler eben überwacht zu werden oder auf internationaler :) überwacht ist und bleibt überwacht. die daten des einzelnen werden eh mit dem großen bruder getauscht :)
 
Tja liebe Telekom, die Idee ist ja ansich nichtmal so verkehrt. Nur blöd, daß es erwiesenermaßen nicht funktioniert. Die NSA betreibt nachweislich Niederlassungen hier in Deutschland, das will ich sehen, wie man die aus dem "deutschen Netz" raushalten will <eg>
Kommentar abgeben Netiquette beachten!