Cisco stellt H.264 unter Open-Source-Lizenz bereit

In Kürze will der Netzwerkspezialist Cisco den Videocodec H.264 als Open-Source-Lizenz zur Verfügung stellen. Experten rechnen damit, dass dieser Schritt Cisco etwa 6,5 Millionen Dollar pro Jahr kosten werde. mehr... Logo, Cisco, Netzwerkausrüster Bildquelle: Cisco Logo, Cisco, Netzwerkausrüster Logo, Cisco, Netzwerkausrüster Cisco

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Hört sich erstmal gut an, oder?
Nur warum muss man Kohle abdrücken, wenn man den Codec verbessern würde, wenn der Entwickler sagt, dass sie ihn jetzt kostenfrei rausgeben? Ist die MPEG LA sowas wie die GEMA? Scheiß drauf was der Urheber will, wir kassieren solange es geht?
 
@Memfis: toll da wird was Standard mit einer unfreien Lizens -.- SUPER
 
@CvH: Nein, das OpenH.264 ist ja nur Ciscos Implementierung von H.264. Somit gibts da keinen neuen Standard. Die MPEG-Group selber entwickelt ja kein eigenes Softwarepaket, sondern legt ja nur die Standards fest. Lizenzgebühren waren bei H.264 schon immer Pflicht, somit ist das hier ja nix neues. Wenn man eben den freien (unveränderten) OpenH.264 codec von Cisco nimmt, dann muss man nix zahlen (das macht dann Cisco selbst). Aber wenn du den Code veränderst, dann musst natürlich du die Lizenzgebühren an die MPEG-Group zahlen. Also an diesem Schritt der Veröffentlichung finde ich jetzt nix schlechtes.
 
@Seth6699: im Sinne von Web Standard, da sollte wohl jetzt klar sein was als Videocodec kommt :( Vor allem wo WebM/VP8 auch nur marginal schlechter ist wie H264.
 
@CvH: WebM sollte doch der Standard von Google werden, uns wurden WebM schmackhaft gemacht, indem diese Videos so einfach wie möglich in HTML5 Quelltexten verwendet werden sollten <Video>www.urlzumvideo.webm</Video> und fertig. Die sollten so einfach in Webseiten einzubinden sein, wie Bilder. Das war aber schon vor vielen, vielen Jahren. Mittlerweile ist es sehr still um webM geworden und ich habe nicht den Eindruck das Google die webM Videos nach vorne treiben will. Ich habe gedacht wenn die HTML5 Umstellung auf YouTube vollzogen wird, dann wird webM wieder ein Thema. Dies wäre möglich wenn die HTML5 Standards eben webM mit aufnehmen, das scheint mir aber nicht passiert worden zu sein. Ich will damit sagen das ich nicht mehr mit webM rechne. Aber wäre schön wenn ich mich irre oder einfach nicht gut genug informiert bin.
 
@BufferOverflow: Die meisten Videos bei YouTube liegen auch als WebM vor. Chrome hat z.B. auch kein H.264 drin, d.h. wenn du bei Android in Chrome ein integriertes Video anschaust, sollte es eigentlich ein WebM-Video sein. Es gab halt eine Gruppe (Apple, Microsoft) bei der Standardfindung, die gegen freie Codecs sind. Diese sind zufällig auch Mitglied der MPEG-Group.
 
@floerido: Danke für die Info
 
@Memfis: Die ganzen MPEG-Sachen basieren auf Hunderten Patenten vieler verschiedener Firmen. Das ist völlig normal, ist auch in anderen Produkten so. Beispiele sind benutzte Kompressionsverfahren, Containerformate, Codecs, ... Damit man nicht jedes einzeln lizenzieren muss, haben sich die Firmen zusammen getan und lizenzieren als Paket. Dazu gehören Firmen wie Fraunhofer Institut (deutsche Forschungseinrichtung), Columbia University, Dolby, France telecom, Bosch, Siemens, Cisco, Sony, HP, LG, Apple, Samsung, Microsoft, ...
 
@Nunk-Junge: Wenn da mehrere Firmen dran beteiligt sind, warum kann CISCO dann einfach sagen, dass sie das jetzt unter Open Source freigeben?
 
@Memfis: Du zahlen Schutzgeld, La Familia beschützt dich.
 
@Memfis: Cisco gibt es nicht als OpenSource raus, das dürften sie auch gar nicht. Cisco zahlt selbst die Lizenzgebühren und gibt kostenlos die Binaries weiter. Kostenlos, nicht Open Source!
 
Einerseits nett. Aber andererseits stehen schon potentielle Nachfolger (V9 und H.265) in den Startlöchern.
 
Warum das alles andere als gut und quasi der Tod der freien Codecs ist, erklärt Fefe sehr einfach und gut: http://blog.fefe.de/?ts=ac8f6daa
 
@Slurp: Fefe schließt sich hier aber nur dem Schreiber der von ihm verlinkten Seite an. Jeder der Youtube Videos mit einem aktuellen Browser schaut, braucht also den "neuen" codec nicht. Und für die Leute, die sich ihre Filme aus dem Netz holen, brauchen das auch alles nicht. Der x264 wird von dieser ganzen Sache nicht berührt. Fefe ist hier mMn einfach zu dramatisch. Denn so schnell wie der eingebaut wird von Mozilla, so schnell kann der auch wieder rausfliegen.
 
Wenn Firefox dann die normalen h264 Videos abspielen kann wird das wohl ein weiterer schritt für ein flash-freies web sein :D
 
@Ludacris: Da wird nur ein Plugin durch ein anderes ersetzt. Die Nachteile bleiben
 
@zwutz: nein nicht wirklich weil ich mich als Webseiten Betreiber / webentwickler nicht mehr darum kümmern muss in welchem browser welches Videoformat läuft. Ich brauch jetzt nur noch ein mp4 h264 Video hochladen und es geht in allen Browsern - Firefox war der einzige der das nicht unterstützt hat.
 
@Ludacris: Wobei ich sowieso noch nie verstanden habe, warum Firefox (und andere Browser) nicht einfach auf die im System bereits installierten Codecs zurückgreifen. Wer hat denn bitte nicht bereits den H264 bzw. x264 installiert? Das gehört doch "quasi" schon zur Standardinstallation eines jeden Betriebssystems (egal ob Linux, MacOSX oder Windows).
 
@Ludacris: Es bleibt aber ein Plugin. Es verhindert die Verbreitung wirklich offener Standards, es ist propritär, und anstatt von Adobe müssen jetzt eben alle auf Oracle hoffen, dass sie da keine gravierenden Bugs drin lassen oder Hintertüren bereitstellen
 
@Ludacris: Du weißt, dass Flash mehr als Videos im Netz ist?
 
@Ludacris: H.264 Videos abspielen kann der Firefox seit gut einem Jahr. So lange kann der schon auf das GStreamer Multimedia Framework zugreifen. Dieses proprietäre H.264Cisco Plugin wird wohl eher für Windows benötigt. Windows XP etwa kann hier auf Winfuture die Videos nicht abspielen. Nein, Flash ist keine Lösung. Flash ist eine Sicherheitslücke, groß wie ein Scheunentor.
 
@Rumbalotte: Also wir haben es letztens auf Mac getestet und da ging es nicht.
 
@Ludacris: Apple hinkt hinterher. Kann mir aber völlig egal sein, muss ich nicht benutzen.
 
@Rumbalotte: Dann werd ich das ganze wohl nochmal auf Windows testen - ich dachte immer dass MP4 h264 von Firefox gar nicht unterstützt wird
 
@Ludacris: Auf Windows wird als Framework die Windows Media Foundation benutzt. Lässt sich unter about:config anschauen. (media.windows-media-foundation.enabled) Die Windows Media Foundation neigt aber ganz gerne mal zum Crash bis hin zum kompletten Windows Absturz, besonders da die OpenGL Hardwarebeschleunigung auf Windows zu wackelig ist. Als besser die Grafik Hardwarebeschleunigung abschalten, dann stürzt Windows nicht so leicht ab, wenn H.264 Videos in die Webseiten eingebunden sind. https://support.mozilla.org/de/kb/fehlerbehebung-bei-erweiterungen-und-themes#w_hardwarebeschleunigung-abschalten
 
Es werden nur die Binaries bereitgestellt. Mit Open "Source" hat das nichts zu tun.
 
"Experten rechnen damit, dass dieser Schritt Cisco etwa 6,5 Millionen Dollar pro Jahr kosten werde. " Experten sind auch nur Arbeitslose, die recht "kurzsichtig" denken.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!