Deutscher IT-Mittelstand sieht sich im Visier der NSA

Das enorme Interesse, dass der US-Geheimdienst NSA ausgerechnet an Deutschland hat, könnte weniger mit vermeintlichen Terroristen, sondern eher mit Wirtschaftsspionage zu tun haben. Das befürchtet ein Branchenvertreter. mehr... Nsa, National Security Agency, NSA Logo Bildquelle: NSA Spionage, Spion, Agent Spionage, Spion, Agent

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"Deutschland muss jetzt endlich aufwachen und den schafsköpfigen Umgang mit diesem Thema sofort beenden". Mit so Ergebnissen wie bei der letzten Bundestagswahl wird Deutschland nie aufwachen. Ich kann es immer noch nicht fassen...
 
@Perkin: Deutschland wählt NSA ;)
 
@desire: Na die hören einem wenigstens zu... ^^ _____ ONTOPIC: dass das Hauptmotiv Wirtschaftsspionage sein dürfte hab ich auch schon öfters hier gepostet. Ist eigentlich offensichtlich, nur die "lasst und das ignorieren und unter den Teppich kehren"-CDU ist zu dämlich das Offensichtliche zu kapieren. "Aber die NSA hat uns versprochen, dass das nur der Terrorabwehr gilt!" Währenddessen wird die deutsche Wirtschaft um Milliarden geschädigt...
 
@Perkin: Tolle Sprüche helfen auch nicht! Und "Deutschland erwache" hat bei mir einen gaanz negativen Geschmack! Wie wär´s mal mit was Konkretem statt dessen?
 
@Kiebitz: Interessant, was du aus meinem Kommentar herauszulesen vermagst. Jetzt nochmal in langsam und konkret: Das Zitat ist vom BITMi-Präsident. Das letzte Bundestagswahlergebnis zeugt nicht von viel Demokratiebewusstsein. Und es fällt mir nach dem Ergebnis schwer zu glauben wieviele Bürger zufrieden mit der Arbeit ihrer Regierung sind.
 
@Kiebitz: Wie wär's mit "Europa erwache!" Schließlich sitzt da ganz Europa in einem Boot und die gesamte EU wird dadurch um viele Milliarden geschädigt.
 
Nun ja. Das mag so stimmen. Aber immer wenn es Probleme gibt rufen die Unternehmen nach dem Staat und fühlen sich selbst nicht verantwortlich. Wo sie doch sonst immer staatliche Eingriffe / Regulierungen ablehnen. Lösung: Gemeinsame Anstrengungen der Firmen zum Verbessern der Sicherheit. Gründung spezieller Firmen zur Erhöhung / Entwicklung der Sicherheit. Private Firmen-Förderung von wissenschaftlichen Institutionen die zur Sicherheit forschen. Also kurzum privatwirtschaftliche Initiative und nicht Ruf nach dem Staat.
 
@Kiebitz: Wenn zentrale Internetknotenpunkte abgehört werden, können die betroffenen Firmen auf eigene Faust vermutlich sehr wenig gegen eine evtl. Wirtschatsspionage tun. Wenn ich bedenke, daß selbst hohe Verschlüsselungen nicht mehr richtig greifen, weil es nur noch eine Frage von Rechenzeit ist, bis diese trotzdem geknackt sind, frage ich mich, was die Firmen da selber effektiv zu ihrem eigenen Schutz tun könnten. Ich glaube, der Ruf an den Staat ist in diesem Fall doch nicht ganz verkehrt (obwohl Du ansonsten Recht hast, ansonsten ist der Staat der böse Feind der Firmen mittels Bestimmungen/Geboten/Verboten/Gesetzen, die die Firmen angeblich so sehr beeinträchtigen, peinigt).
 
@departure: Nun ja! Du"...Wenn zentrale Internetknotenpunkte abgehört werden, können die betroffenen Firmen auf eigene Faust vermutlich sehr wenig gegen eine evtl. Wirtschatsspionage tun....". Aber was kann der Staat da besser tun? Die Betreiber der Interknotenpunkte sind doch gerade private Unternehemen und nicht der Staat. Siehe Frankfurt, DE-CIX betrieben durch DE-CIX Management GmbH. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/InterXion
 
@Kiebitz: Ich vermute zumindest mal, daß der Staat auf diese zentralen Knotenpunkte, zumindest, wenn sie sich auf deutschem Boden befinden, mehr Macht/Einfluß hat, als die Firmen des deutschen Mittelstands. Wie gesagt, ist bloß vermutet. Falls das nicht so ist, weiß ich's auch nicht. Dann kann scheinbar keiner was gegen die auf diesem Wege vermutete Wirtschaftsspionage tun.
 
@departure: Weiß ich ehrlich geschrieben auch nicht. Aber vielleicht ist das ja auch ein Teil der Gefahr des Ausschnüffelns, dass gerade solche bedeutenden Institutionen privat und nicht staatlich sind. Und wohl auch keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. Fehlt nur noch dass da auch US-Firmen mitmischen, die dann wieder dem NationalSecurityAct unterliegen und folglich dem NSA auch "Eintritt" gewähren müßten. Mitglied sind die in genug Institutionen die auch unter US-Einfluß stehen (könnten). UND Hauptsitz ist Schipohl / Niederlande, also Hauptsitz nicht in Dt. UND siehe auch da: http://www.interxion.com/ Infos vom Betreiber selbst (dessen Internetseite).
 
@Kiebitz: nun ja, der Staat könnte zumindest darauf verzichten, Geheimdiensten feindlicher Nationen zu erlauben eingene Spionagezentren direkt neben den Knotenpunkten zu betreiben. In Nähe von Frankfurt wird doch gerade ein neues NSA-Abhörzentrum gebaut. Die Baustelle wird bewacht durch US-Army und drumherum noch mal durch Bundespolizei oder so. Es ist nichts, wovon die Regierung nichts weiß, auch wenn sie gerne so tut.
 
@Link: Da gebe ich Dir natürlich absolut Recht. Aber es ging ja in den letzten Kommentaren um die Knotenpunkte, deren Sicherheit, Betreiber usw. Deshalb hatte ich nichts zu US-Spionagezentren geschrieben. Aber, wie erwähnt, Du hast vollkommen Recht.
 
@Kiebitz: meine Antwort bezog sich auf deine Frage "Aber was kann der Staat da besser tun?" Die Betreiber sind in dieser Situation ziemlich irrelevant. Der Staat unterstützt aktiv, was dort gemacht wird. Es ist also davon auszugehen, dass die Betreiber dabei nix zu melden haben und der NSA&Co. den uneingeschränkten Zugang gewähren müssen.
 
Das ist doch alles Verschwörungstheorie! Der verleumderische Snowden hat hier den guten Schutz und Kampf gegen den Terror schlecht gemacht. Dass in den Statuten des NSA schon immer die "Unterstützung der heimischen Wirtschaft durch Informationen ausländischer Unternehmen" steht ist nur ein versehen, weil noch Platz auf dem Papier war.
Also das Thema ist "beendet". Warum nur wollen sich die alle nicht schützen lassen.
 
@gerhardt_w: Du hast Minus bekommen. Ich vermute weil die Leute die Ironie bzw. den beißenden Humor hinter Deinem Kommentar nicht verstanden haben. Zumindest fasse ich Deinen Kommentar so auf.
 
@gerhardt_w: Kleiner Tipp: da im Internet öfters mal solche Kommentare von Leuten kommen, die das tatsächlich ernst meinen, würde eine Sarkasmus-Warnung für Klarheit sorgen ;-)
 
naja das das eigene volk der politik am arsch vorbeigeht mag man noch irgendwo "verstehen". aber die wirtschaft ? ich mein auf deren kosten leben die doch z.T sehr gut und das die dann sowas zulassen das die durch sowas marktvorteile verlieren usw. das eher nicht. übrigens gabs mal da eine crowdfunding aktion für ein rel. cooles handy http://vimeo.com/73920113#at=0
 
Auf den Trichter kommen die aber echt frueh. Das war der erste Gedanke den ich hatte als ich vor Monaten hoerte das Google angezapft wurde. Da stellte ich mir schon die Frage was mit all den Firmenkunden Googles ist und stelle da schon die These auf das das Lupenreine Industriespionage sein kann. Das was Snowden aufgedeckt hat war fuer mich persoenlich so ziemlich kalter Kaffe. Als Mmitarbeiter in der IT stelle ich mir schon seit Jahren kritische Fragen bzgl. Datenschutz und die auswirkung der Technisierung auf den Menschen und so weiter und sofort. Als ich damals in der Berufschule das Fach Datenbanken hatte find es bei mir schon ordentlich am im Kopf zu rattern. Nun gut das das Thema in der oeffentlichkeit angelangt ist. Und dennoch verstehen viele nicht was es wirklich bedeutet.
 
Das liegt bestimmt am "Fachkräftemangel" in gerade DIESER Branche!
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