Wenige haben Lust in der IT-Sicherheit zu arbeiten

Die IT-Sicherheitsbranche steuert womöglich auf ein massives Nachwuchsproblem zu. Während hier in den nächsten Jahren viele zusätzliche Jobs entstehen, haben nur wenige Lust in dem Bereich zu arbeiten. mehr... Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr Malware, Security, Virus, Schädling Malware, Security, Virus, Schädling

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komisch auf meine Bewerbungen kriege ich nur Absagen da in den Anzeigen 5-10 Jahre relevante IT Security Erfahrung gefordert wird. Nachwuchs ist wohl unerwünscht trotz Masternachdiplom in Informationssicherheit aber ohne relevante IT Security Berufserfahrung.
So schlimm scheint es noch nicht zu stehen in der Branche.
 
@Tomato_DeluXe: Man kennt doch die perfekten Mitarbeiter. Diplom in der Tasche, 22 Jahre alt, 20 Jahre Berufserfahrung, Workaholiker und das für 2000€.
 
@gntwolff: leider ist es wirklich so. Als Akademiker mit keinen Erfahrungen in der Branche, wo man anfangen möchte, hat man es schwer, musste ich leider auch erfahren. Ohne Kontakte geht wenig. Unterbezahlt wird man immer, auch wenn man Berufserfahrung nachweisen kann. Und was kommt dabei raus. Immer mehr die komplett ausgebrannt sind, obwohl man die Arbeit so super verteilen könnte, bei der Anzahl an kompetenten Leuten.
 
@gntwolff: was 2000€? ach so, du meintest Jahresgehalt... sorry
 
@gntwolff: Du vergisst: 10 Jahre Erfahrung mit einer Software/Datenbank/whatever, die es erst seit einem deutlich kürzeren Zeitraum gibt. Das habe ich schon mehrere Male erlebt.
 
@gntwolff: Wie sagte schon Stromberg: " 20 Jahre alt und 15 Jahre berufserfahrung....sowas bekommt man nur auf dem Straßenstrich".
 
@gntwolff: ...das siehst du falsch, da wörtlich: deren Ausschreibungen sind als Test gemeint: der ideale Mitarbeiter für sie ist einer, der lügen kann - kann er es für sich, so wird er es auch für die Firma tun, was ja wiederum auch wieder für ihn ist.
 
@gntwolff: 2000,- Euro ? "Das ist aber ein stolzes Gehalt" wird einem beim Vorstellungsgespräch dann auf solche Antworten entgegnet. Am besten sollst das ganze bitte Ehrenamtlich machen und von Luft und Liebe unter der Brücke leben.
 
@Tomato_DeluXe: es ist aber die gleiche situation wie bei allem. auch bei bau und landmaschinenmechanikern wird kein nachwuchs selbst ausgebildet, weil ausbilden einfach zu teuer ist. auch in der backstube will der chef einen neuen bäcker anstellen und der soll sofort die besten brote in der schnellsten zeit backen. und das ist auch nicht nur in deutschland so, sondern ein systemproblem das alle haben, die auf den kapitalismus und das verzinste geldsystem setzen...
 
@DataLohr: Da muß ich Dir mal ausdrücklich Recht geben. Hier sehen viele die IT-Sparte an als habe sie eine Sonderstellung. Nein! Es es ist ein Beruf / eine Berufssparte wie viele andere auch mit den gleichen "Gesetzen". Ob das gut ist ist eine ganz andere Sache.
 
@Kiebitz: auch dieses problem zieht sich bis überall hinein. wir denken erstmal auf europa-ebene, dann auf landesebene, dann in der firma und am schluss denk jeder abteilungsleiter nur drüber nach wie er den andern abteilungen ein schnippchen schlagen kann. die leute, die die welt aber in der hand halten, die wissen, dass wir alle von ihrem geld abhängig sind, egal wo wir sitzen :<
 
@Kiebitz: Wenn die Gesetze des Marktes gelten würden, würden auch die Löhne steigen. Wenn die Nachfrage nach Angestellten denn tatsächlich das Angebot übersteigt.
 
@DataLohr: Endlich mal einer der versteht, das der Zinseszins und der Kapitalimus im allgemeinen, Schuld tragen an der heutigen Situation.
 
@Tomato_DeluXe: Vielleicht verlangst Du auch einfach nur zu viel ;). Gib als Anfangsgehalt ein 3-stelliges Monatsgehalt an und Du bist ruckzuck drinnen. Wie man damit überlebt, erstmal egal, Hauptsache Job. /ironic
 
@CoF-666: Selbst das wird nicht funktionieren. Denn dann denkt der Personaler an seine Psychologie Schulung und entdeckt bei dem Bewerber ein Mangel an Selbstwertgefuehl.
 
@Tomato_DeluXe: Naja, wenn man dann feststellt, dass im eigenen Land die Leute fehlen, weil man nicht selbst für Nachschub gesorgt hat holt man sich halt wieder Ausländer ins Land, die dann die Jobs machen. Funktionierte doch bislang auch.
 
@Memfis: Und das sogar noch vermutlich billiger. Da sie die Chance sehen aus vielleicht einem 3. Welt Land in ein Industrieland zu gehen, das macht stolz. Bis sie auf den Boden der Tatsachen zurueckkehren und am Ende feststellen das im Deutschen Land auch nicht alles Zuckerschlecken ist.
 
@Tomato_DeluXe: ...die blöffen, um den Anschein zu erzeugen, daß es massig Fachkräfte gäbe, um so die Gehälter zu drücken, denn "wenn's dir nicht passt, wartet der Nächste schon auf deinen Job." Alte Masche der Arbeit raubenden Arbeit'geber'. Ich persönlich würde mich nie erniedrigen indem ich für solche, oder mit solchen Kriminellen arbeite.
 
@nsasucks: Es ist ein Systemfehler. Nicht der boese Arbeitgeber(jedenfalls nicht immer). Da muss man sich an ganz andern Dingen auslassen. Finanz und Wirtschaftssystem zum Beispiel.
 
@spackolatius: ...mir ziemlich egal: ich habe mich nun dem Kapitalismus verschrieben: wenn ich mehr oder gleich viele Nach- wie Vorteile habe, dann lohnt sich das für mich nicht. Ich leiste nur, wenn ich Gewinn dabei mache - sprich: mehr erhalte, als ich geleistet habe - auch mehr als nur meine Grundsicherung. Nun können die bisherigen Kapitalisten schauen, wo sie bleiben, denn das soziale Verhalten gegenüber ihnen ist beendet. Wir haben ihr Verhalten übernommen und wenden es nun auf sie selbst an. Und jetzt heulen diese Sozialschmarotzer.
 
@Tomato_DeluXe: Zeig mir bitte nur eine davon.
 
@Tomato_DeluXe: Das ist halt das Problem wenn die Personaler 20 Jährige suchen die aber mindestens 100 Jahre Berufserfahrung haben sollen.
 
Mag ja vielleicht in der USA so sein aber an der RUB hatten wir noch nie so viele Erstis in ITS wie dieses Semester. Mag auch am doppelten Abiturjahrgang liegen aber zumindest in Deutschland kommt bald eine Horde auf den Arbeitsmarkt.
 
@ESmazter: das es keinen nachwuchs gibt ist auch falsch ausgedrückt, eigentlich müsste es heißen: "es gibt keinen nachwuchs, den wir anstellen wollen"
 
@DataLohr: Oder "Es gibt keinen, den wir angemessen bezahlen wollen..:" ;)
 
@ESmazter: Das sind wie viele?
 
@ESmazter: ...liegt wohl eher an der Verzweiflung vieler Leute.
 
Das Thema IT-Sicherheit ist doch seit Mitte dieses Jahres sowieso obsolet geworden, Stichwort NSA ;)
 
@dodnet: IT ist nur solange sicher solange das Geld stimmt ;)
 
Es gibt keinen Mangel an Fachpersonal am Markt, sondern der Industrie gibt es nicht genügend Leute die sich für ne warme Suppe abspeisen lassen.
 
IT und Sicherheit schliessen einander gegenseitig aus.
 
Also ich würde auch nicht in dem Bereich arbeiten wollen. In der Branche steht man quasi mit einem Bein bereits im Knast. Ich arbeite momentan noch teilweise im einem großen Universitätskrankenhaus. Was das alleine schon für ein Hickhack ist wegen der Benutzer- und Programmberechtigungen, da bekommt man einfach nur das große Kotzen, man kann es nicht anders sagen. Sicherheitstechnisch ist auch alles auf einen Minimal nötigen Zugriff ausgelegt und die Firewall blockt dadurch beispielsweise auch ganz legitime Dinge und macht einem das Leben schwer.
 
@Memfis: Willst du damit sagen das das was du beschrieben hast alles unnoetig ist? Ich hoffe nicht. Als Altenpfleger/in steht man auch mit einem Bein im Knast.
 
@spackolatius: Nicht generell unnötig, aber es wird mittlerweile übertrieben.
 
@Memfis: Naja, wie will man das Thema Sicherheit mit Nachlaessigkeit vereinbaren?
 
Wofür Sicherheit entweder die Geheimdienste oder Cracker erhalten meine Daten beides ist beschissen.
 
Ich denke ein großes Problem ist auch einfach die Tätigkeit an sich selbst. Ich selbst wollte ursprünglich auch in dem Bereich Fuß fassen nach meinem Studium und habe mir da auch 'ne ganze Menge an Wissen etc. angeeignet - nur um dann ein wenig später erst durch Zufall einen direkten Einblick zu erhalten welcher mir offenbarte, dass es halt gerade in dieser Branche nicht nur um z.B. kluge Firewall Konzepte sondern eben auch viel Kryptographie geht => ergo Mathe vom feinsten. Ich denke das wird auch viele abschrecken.
 
Es gibt auch Firmen, die legen keinen großen Wert auf Sicherheit, denn es kostet Geld. Lieber ist dann der Spruch bei uns: Umsonst! Software: Stand 2003 und Hardware Stand: Aldi & Co., also fast Umsonst...
Wenn man sich dann noch bemüht alles auf Vordermann zu bringen, gibt es die rote Karte bzw. die lieben "Kollegen" meutern, da Sie ja sonst ihre grauen Zellen anstrengen müssten. Also genieße ich die Sonne und alle anderen können Ihre Probleme für Geld in einem Systemhaus klären lassen - ist ja fast umsonst... ;0)
Stromberg würde hier seinen Spass haben, aber mehr als er selber verkraften kann/könnte.
 
Das Problem liegt schon bei der Definition. Datensicherheit ist nämlich ganz was anderes wie Datenschutz. Was hier mit IT-Security gemeint ist betrifft den Schutz der Daten und Netzwerke vor unberechtigten Zugriff und Angriffen. Und hier sind tatsächlich fundierte Kenntnisse von Protokollen, OASIS-Schichtenmodell etc. erforderlich. Man muss also wissen wo sich welcher Bit in welchem Simm gerade einen runterholt.
 
@LastFrontier: "Man muss also wissen wo sich welcher Bit in welchem Simm gerade einen runterholt." ... 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 0 11111111111111111111111111111111111!!!!!!
 
@LastFrontier: Nicht unbedingt. IT-Sicherheit gibt es auf organisatorischer und technischer Ebene. Und in diesem Artikel ist wohl beides inkludiert. Deine Aussage beschreibt nur den technischen Aspekt. Es gibt auch Leute, die sich um die organisatorische IT-Sicherheit kümmern. Das könnte die z.B. Rolle des IT-Sicherheitsbeauftragten oder des Datenschutzbeauftragten sein. Der IT-Sicherheitsbeauftragte kümmert sich z.B. um die Einführung und Aufrechterhaltung eines Information Security Management System (ISMS), z.B. nach BSI Standard 100-2. Und dort ist der Alltag minimal technisch, alles Management Tätigkeiten, Schlagwort VIVA+D Kriterien.
 
Ich denke es ist auch ein undankbarer Job. Wenn ein Angreifer ein Exploit ausführt, kann man seinen Job an den Nägel hängen.
 
Wer ist denn diese "Wenige"-Gruppe? :D Also ich hätte Lust in der IT-Sicherheit zu arbeiten...
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