Deutsche IT-Branche steckt jetzt plötzlich fest

Die IT-Branche hat in diesem Jahr in Deutschland nicht viel zu erwarten. Über das gesamte Segment hinweg ist nicht damit zu rechnen, dass der Umsatz nach oben geht. Das könnte sich erst im kommenden Jahr wieder ändern. mehr... IT-Branche, Statue, Kopf Bildquelle: W&V IT-Branche, Statue, Kopf IT-Branche, Statue, Kopf W&V

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich frage mich ja bei solchen Meldungen immer wieder, warum nicht so langsam aber sicher mal nach einer Alternative gesucht wird. Als einzige Kennzahl "Mehr Umsatz, mehr Absatz, mehr Konsum immer mehr, mehr, mehr" anzubieten kann doch gar nicht gut gehen auf lange Sicht. Ja, Unternehmen müssen sich immer weiter anspornen um nicht stillzustehen. Aber "mehr Konsum" kann doch nicht die einzige Kennzahl sein, oder?
 
@RebelSoldier: Noch nicht verstanden, wie Marktwirtschaft funktioniert? Das Grundprinzip ist nun mal mehr Wachstum. Das das in der Praxis nicht funktionieren kann, sollte jedem klar sein...
 
@dodnet: Ja ich weiß, das ist ja genau das was ich kritisiere. @ElDaRoN hat mit seinen Punkten da schon gute Kennzahlen aufgegriffen, auf die man sich stützen könnte. Aber Wachstum um jeden Preis als Kennzahl festzumachen... na ich weiß ja nicht. Beispiel Apple: Die machen einen Rekordumsatz nach dem anderen und haben Milliarden auf Halde liegen. Aber kaum verkaufen sie mal 3 iPhones weniger als erwartet werden sie abgestraft. Echt krank sowas.
 
@dodnet: Marktwirtschaft verstehen wir, nicht aber deine Einstellung ! Wachstum ist eine der Säulen der Kapitalismus und du jeder weiss, das er irgendwann crashen wird.
Wenn man nun mit diesem Wissen nichts dagegen tut, sondern den Kapitalismus immer weiter treibt, ist man keinen "Deut" besser als alle anderen.
 
@RebelSoldier: Es gibt mehrere Kennzahlen. Die offensichtlichste ist der reine Nettogewinn, dann gibts noch Marktanteile, weitere Gewinne (Brutto, Brutto ohne Steuern), Kundenzufriedenheit uvm. Das Problem ist nur, dass alle immer wachsen sollen - was natürlich nicht möglich ist! Und das wird gerade durch den Einsatz von Mangern mit speziellen Verträgen gefördert. Als Unternehmer sollte es doch ausreichend sein, wenn man stabile Marktanteile, eine konstant hohe Kundenzufriedenheit, einen ordentlichen Nettogewinn und eine gute Zukunftsperspektive (durch Nicht-Vernachlässigung von Forschung und Entwicklung) hat. Dazu noch eine schicke Rücklage, falls es mal schlecht läuft und die Wirtschaftswelt könnte so perfekt sein... Aber der Mensch ist von Natur aus gierig und darum werden wir auch in 50 oder 100 Jahren wieder auf die Fresse fallen - da sind wir lernresistent.
 
@ElDaRoN: Nöö, im IT-Bereich eben leider nicht, wenn ich jetzt mal von z.B. Intel, IBM, Microsoft, oder in Spezialbereichen von z.B. BOSH, Siemens und SAP, absehe, investiert da jemand viel in Forschung und Entwicklung? Nein, mit Forschung und Entwicklung meine ich jetzt nicht die neue Version einen Asus Notebooks. ;) Alles wartet schön auf Microsoft, und wenn denen dann so etwas wie Metro einfällt, was den Konsum höchstens sehr überschaubar ankurbelt, ist es dann dumm gelaufen. Im Notfall kann man dann zwar bei den Politikern wegen fehlendem Glasfaserausbau rummeckern; wie das den allgemeinen IT-Konsum ankurbeln soll wüsste ich zwar auch ganz gerne; aber das die Bitkom Mitglieder, bzw. die IT-Branche ganz allgemein, irgendwie von selber den Konsum ankurbelt, sehe ich nicht.
 
@RebelSoldier: Mehr Konsum sollte nicht die einzige Kennzahl sein. Ist aber nunmal so. Schliess dich den wachsenden alternativen Denkbewegungen an die im Netz zu finden sind. Nur durch Networking kann etwas veraendert werden. Es gibt immer mehr Kongresse die alternativen suchen. Sei es beim Finanzsystem, Wirtschaftssystem, Umweltschutz usw.

Ich hoffe diese Bewegung wird wachsen bevor durch Zensur versucht wird, sie wieder zu zerschlagen.

Aber man muss auch anfangen. Nicht die anderen! Du selbst.
 
"Noch schwächer als ohnehin erwartet entwickelt sich die Unterhaltungselektronik. In diesem Segment werden die Umsätze um fast 11 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro zurückgehen." Ist auch vollkommen zu erwarten gewesen nachdem bekannt gegeben wurde das Xbox One und PS4 erst im Dezember erscheinen, daher kann man davon ausgehen das entsprechend viele Käufer auf die neue Generation warten und erst ab Dezember bzw. im neuen Jahr zulangen werden! Ich weis es gibt noch andere Unterhaltungselektronik aber ich denke das diese beiden Produkte die höchsten Umsätze in diesem Segment erzielen! Man ich sollte Analyst werden!
 
"Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen wie Outsourcing und Wartung steigen um..." wie bitte kann Outsourcing steigen aber den eigentlichen Umsatz in der IT-Branche nicht mindern ? Bei Outsourcing geht es doch letztlich darum Kosten( Umsatz ) zu mindern. Aber warum nicht eine eigentlich Negative Zahl als Positive Entwicklung verkaufen. Dank Branchenverbandes BITKOM geht das schon mal, ist so wie mit dem Facharbeiter Mangel der schon seit Jahren den Reallohn in der IT-Branche drückt.
 
@Der-Magister: In dem Zusammenhang verstehe ich Outsourcing nicht als "weg von der IT-Branche gehen", sondern z.B. dass ein Unternehmen keine eigenen Server mehr im Serverraum stehen hat, sondern sich irgendwo Server anmietet und der Anbieter dann die ganze Geschichte wartet. Oder keine eigene IT-Administration mehr im Hause hat, sondern einen externen Anbieter. Sowas in der Art verstehe ich darunter.
 
@RebelSoldier: Outsourcing hat nur den Sinn die Kosten für die eigene IT zu mindern. Ergo was den einen die Minderung von Kosten ist, ist dem anderen der Verlust von Einnahmen (IT-Branche). So und da wir hier von der ganzen IT-Branche rede kann es nur auf eine Verringerung der Einnahmen hinauslaufen.
 
Soll diese Nachricht seitens BITKOM ein Mittel dazu sein um kommende Lohnsenkungen in der IT-Branche rechtfertigen zu können?
 
Ist das die selbe deutsche IT-Branche, die vor wenigen Tagen noch einen Boom zu verzeichnen hatte? Stammt die Meldung nicht gar vom selben Autor? Welche Meldung stimmt denn nun? :-p
 
@starship: Es war eben ein kurzer Boom einer manisch-depressiven IT-Branche :)
 
@starship: Gut aufgepasst. Aber das kommt staendig vor. Habe das auch schon in anderen Magazinen und Zeitungen festgestellt. Heute ist es ein Boom und es geht steil aufwaerts, Ne Woche spaeter ist wieder im selben Bereich eine Krise. Das laeuft nicht nur in der IT so. Ich lese recht viel unterschiedliche quellen da sieht man manchmal wie Dinge total unterschiedlich interpretiert werden oder gar verdreht werden.
 
Hier wird auch vergessen, dass die Reallöhne in den letzten Jahren nicht grade toll gestiegen sind. Bestimmte Kosten dagegen sind explodiert (Benzin, Strom, etc etc). Damit können sich die Leute auch nicht grade auf Dauer immer mehr leisten.
Die Firmen sollten mal umdenken:
mehr Löhne = mehr Kaufkraft
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen