Webseiten-Betreiber verantwortlich für Kommentare

Betreiber von Webseiten können durchaus zur Verantwortung gezogen werden, wenn ihre Nutzer anonym beleidigende Kommentare hinterlassen. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) hervor. mehr... Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum

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@ Winfuture: Es gibt kein "...Hierzulande sieht die Rechtslage in den meisten Fällen so aus...." mehr wenn der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) eine andere Regelung getroffen hat. Weil eben, wie Ihr selbst schreibt, "...Das Urteil des EGMR könnte aber über ganz Europa hinweg zur Referenz in weiteren Fällen werden und die Rechtsprechung auch bei uns verschieben..."! UND noch eine kleine Empfehlung: Was hier manchmal so im Forum abgeht ist auch schon hin und wieder UNTER der Grenze dessen, was das Gericht zuläßt. Und ihr regiert auch nicht immer!
 
@Kiebitz: Der zu verurteilende Schwerpunkt liegt hier aber auf der Absicht, mit den kruden Kommentaren Klicks zu generieren. Delfi - das betroffene News Portal - ist da offenbar schon öfter negativ aufgefallen. Die löschen zwar auf Anfrage die üblen Kommentare, aber haben grundsätzlich nicht mal einen simplen Wortfilter für die Kraftausdrücke aktiviert. Das ist sicherlich europaweit kein zulässiges Geschäftsmodell. Der beschriebene Fährmann scheint übrigens auch nicht gerade der noble Edelmann zu sein. Er zerstört absichtlich eine natürliche, kostenlose Alternative zu seinem Fährgeschäft, um die Leute zu seiner Dienstleistung zu zwingen. Der muss schon mit einer aufgebrachten Meute rechenen, die sich Luft macht. Von mir hätte er zumindest kein 'Schmerzensgeld' zugesprochen bekommen. -- WF hat sicherlich kaum etwas zu befürchten.
 
@User27: macht der Fährmann das wirklich? Oben ist von falschen Tatsachenbehauptungen die Rede. Zumindest diese Newsmeldung liest sich für mich somit so, als seien die Vorwürfe erlogen gewesen.
 
@Kiebitz: Einfach nur traurig, wie die Menschenrechte per Gesetz immer weiter gekürzt werden. Dieses Urteil bedeutet soviel mehr, als das was man sich in erster Instanz vorstellen mag. Nunmehr ist jeder Schreiber direkt Täter, was ansich ein derber Schnitzer gegen das Grundgesetz ist. Warum sollte man auch Meinungsfreiheit befürworten?
 
@erso: 1. Es geht nicht um eine Gesetz sondern um ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). 2. Es geht nicht um das Grundgesetz, ist hier gar nicht betroffen, sondern es geht um ein Verfahren gegen / mit einem großen Nachrichtenportal aus ESTLAND. 3. Natürlich ist ein Schreiber ein Täter, wenn er gaaanz grob mittels Beleidigungen und falschen Tatsachenbehauptungen die Persönlichkeitsrechte anderer Personen verletzt und natürlich gehört er dafür belangt. Das mit Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tun. Das Internet ist kein straffreier / rechtloser Raum.
 
Tja dann macht Winfuture schon mal dicht ;
 
@bigt.: Wieso, bei deren Löschwahn haben die nichts zu befürchten.
 
@kkp2321: Dann will ich gar nicht wissen, was du immer so schreibst. Von mir wurde noch kein einziger Kommentar gelöscht.
 
@mh0001: Langt wenn man am Autor kritik uebt :)
 
@bigt.: Hier bei Winfuture gibt es oft Meinungsverschiedenheiten, aber wirklich schlimm ist es nicht. Also Winfuture gehört da noch zu den gesitteten Seiten. Ganz im Gegensatz zu Youtube, Facebook, 4chan, usw.
 
@Sapo: Sollte auch ein Scherz gewesen sein :)
 
Gut daß sich der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte um so dringende Dinge wie Trolle in Foren kümmern. Wenn das die Probleme sind um die sie sich jetzt kümmern kann es ja keine wichtigen Sachen mehr geben.
 
@Johnny Cache: Ich würde das Recht auf Meinungsfreiheit nicht so easy abschreiben wie du. Überleg mal was dies konkret bedeutet. (Und nein, dies bezieht sich NICHT auf Trolle. Dies trifft alle!)
 
@erso: Ich nehme sogar immer wieder mein Recht auf Ironie und Sarkasmus wahr, etwas von dem viele Leute offensichtlich gar nichts wissen.
 
Ich finde es einigermaßen gut. Zumindest, es wird wenige Infomüll produziert :). Es wird auch gut für die Schüler/in (wegen Mobbing)...
 
Das Urteil ist eigentlich wenig überraschend. Meinungsfreiheit darf nicht Beleidigungen und Verleumdungen rechtfertigen - wobei unser Staat ja bereits schon so manche Fragestellung verbietet, was aber eine andere Geschichte ist. Den Webseitenbetreibern wird oder sollte zumindest eine gewisse Zeit zum Bereinigen der Kommentare gegeben werden, doch generell ist es ja so, dass die Kommentare auf Seiten der Betreiber erscheinen und somit Teil derer Präsentation und Aussage sind.
 
Schaut euch mal wie mit meinem letzten Kommentar, über die vorratsdatenspeicherung vom 02.09.2013 umgegangen wurde. Entweder ich hab was falsch verstanden oder die, die mir fleißig minus gegeben haben, waren noch nicht Opfer einer Mobbing Kampagne. Es wird zeit wirksame Mechanismen zu schaffen, wo eindeutig nachvollzogen werden kann, was der gemeine dödel für Bilder und Videos ins Netz bringt und die Sache der Bloßstellung seinen Lauf nimmt, wenn man ihn so ein mächtiges Werkzeug in die Hand gibt, solltet ihm auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Medium auch bewusst sein.
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