USA: Facebook-"Likes" fallen unter Meinungsfreiheit

Ein US-Gericht hat dieser Tage entschieden, dass das Drücken von "Gefällt mir" unter die Meinungsfreiheit fällt und keine beruflichen Konsequenzen haben darf. Denn genau das ist sechs Mitarbeitern eines Sheriffs passiert. mehr... Facebook, Gefällt mir, Like Bildquelle: Thomas Angermann / Flickr Facebook, Gefällt mir, Like Facebook, Gefällt mir, Like Thomas Angermann / Flickr

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Wie jetzt? USA und mal was nicht hirnrissiges? Heute ist doch gar nicht der 1. April?!
 
@xerex.exe: Für dich ist es nicht hirnrissig wenn man wegen so was überhaupt vor Gericht geht?
 
@xerex.exe: jemanden für beschissene Facebook-Likes zu feuern ist doch schon hirnrissig genug. Und das Urteil in erster Instanz ist auch kein Knaller. -.-
 
@ElDaRoN: Eigentlich ist das gar nicht so hirnrissig. Ob ich meine Meinung via FB-Like publiziere oder sie dem "Geschädigten" ins Gesicht sage, ist doch eigentlich egal. Wenn ich den Artikel richtig verstehe sollte man sich doch viel eher fragen, wieso man für seine freie Meinung gefeuert wird. Die hätten sich auch mit dem Megaphon auf den Markplatz stellen und Werbung für Ihren Favouriten machen können.
 
@funny1988: Nein, es ist nicht egal. Es macht sogar einen himmelweiten Unterschied! Denn wer garantiert denn, dass kein technischer Defekt vorlag? Oder dass das Kind oder der/die Ehepartner/in geliked hat und man nur am Rechner in Facebook eingeloggt war? Oder dass der Facebook-Account oder gar der rechner, mit dem geliked wurde korrumpiert/gekapert worden ist? Das sind alles Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Steht man direkt vor einem und kriegt es gesagt (oder von mir aus per Telefon), dann ist die Sicherheit da. Es ist erschreckend, wieviel so mancher digitaler Dünnschiss -wozu ich Likes zähle - inzwischen Wert ist, ohne überhaupt zu hinterfragen. Davon ab sagt in diesem speziellen Fall ein Nicht-Liken nicht aus, dass man denjenigen gleich hasst, sondern lediglich, dass man den anderen etwas mehr mag. Man könnte es auch als Möglichkeit zu Betriebsklimaverbesserung ansehen: "Chef, werde doch ein kleines bisschen mehr wie der da." oder "Chef, das und das finde ich von dem da gut, mach das doch auch mal."
 
@ElDaRoN: Gebe ich dir voll und ganz Recht. Aber um die Nachweisbarkeit ging es mir nicht. Ganz klar, sollten FB-Likes kein Grundlage für Entlassungen sein. Gründe hast du ja selber schon genug genannt. Mir ging es in erster Linie um die Lächerlichkeit, dass man wegen seiner Meinung zur Wahl des nächsten "Highway-Ober-Cowboys", gleich seinen Job verliert.
 
@funny1988: Nee, nee, du hast zuerst geschrieben, dass es egal ist, auf welchen Weg man seine Meinung äußert. Und das ist es nicht, wie ich geschrieben habe. Erst im zweiten Teil gehst du auf die Meinung als Entlassungsgrund ein. Und auch hier muss ich dir widersprechen. Es kann Meinungen geben, die absolut konträr zum Rest des Betriebes oder der Organisation laufen - vor allem, wenn auch danach gehandelt wird. Wenn dies dann den reibungslosen Ablauf innerhalb dieser Org. gefährdet, ist eine Entlassung durchaus sinnvoll. Beispiel: Mitarbeiter arbeitet im Restaurant und verunreinigt gezielt Essen, weil er der Meinung ist, dass Keime in einem bestimmten (nicht näher definiertem) Umfang das Immunsystem stärken. Mit dieser Meinung mag er zwar grundsätzlich Recht haben, aber es schadet dem Restaurant und vermutlich auch den Kunden. Also ist eine Entlassung ratsam.
 
@xerex.exe: weil es ja nicht hirnrissig ist, leute wegen i like zu feuern......
 
@xerex.exe: Zum Ausgleich hatten sie erst kürzlich entschieden dass Verbindungdaten nicht durch die Privatspähre geschützt sind, da man ja davon ausgehen kann dass sie missbraucht werden. Und wenn man davon ausgehen kann ist es nicht geschützt :o)
 
lol.. oh man.. :D ein Glueck wurde dagegen entschieden. :)
 
In Essen passiert. 8 Feuerwehrmänner haben eine Aussage von einem Kollegen geliked, die klar gegen den Bürgermeister ging. Sind alle suspendiert worden. Also was hier hirnrissig ist und was nicht, kann und will ich nicht beurteilen. Aber man sollte hier in Deutschland aufpassen was man liked und vor allem was man Teilt. Denn Teilen ist noch um einiges schlimmer in der deutschen Rechtssprechung als liken.
 
Soviel zum Thema "Es hat keine ernsthaften Auswirkungen, wenn man einen Klarnamens-Facebookaccount hat." Freiwillig wird die sechs Leute nach der Aktion wohl kein Sheriff mehr einstellen. Wenn sie also nicht wieder bei dem Sheriff arbeiten wollen, der sie rausgeworfen hat, dann können sie sich das Gerichtsurteil vor das Knie nageln und sich nach einer ganz anderen Tätigkeit und einem Arbeitgeber umsehen, der sie nicht "googled" und dabei über die Geschichte stolpert.
 
Das finde ich eine Gute Entscheidung... wie oben schon von @escud geschrieben muss man echt aufpassen was man wo liked.
(sowas wie "Endlich Wochenende", "Wäre ich mal im Bett geblieben" usw.)
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