Raubkopien: 150 Euro Abmahnkosten sollen reichen

Das Amtsgericht Hamburg hat in einem Verfahren um "private Raubkopien" bislang übliche Abmahn- und damit verbundene Anwaltskosten als zu hoch angesetzt eingeschätzt und sieht in normalen Fällen ein Anwaltshonorar von 150 Euro als genügend an. mehr... Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph

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Raubkopien... Warum eigentlich nicht gleich als Volksverhetzungskopie betiteln?
 
Welche Kanzlei hat das aufs Auge gedrückt bekommen? Im Beschluss PDF ist der Name leider geschwärzt...
 
@Fehlverhalten: Die Klägerin war die Verbraucherzentrale. ABER das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!
 
ohh ja, das wird auch zeit das da mal nen erster Schritt gemacht wird. Wenn zum Beispiel ein Bild aus dem Internet was irgend jemand mit ner Digicam geschossen hat nen Streitwert von 15.000 Euro hergibt wird es irgendwie lächerlich^^
 
Mein Gott, wer hat nur dieses blöd-falsche Wort "Raubkopie" erfunden? Und warum wird es hier bei wf immer noch nachgeplappert? Kann einer mal in einem oder zwei der vielen online-Wörterbücher oder -Lexika unter "Raub" nachschauen?
 
@ringelnatz111: Hm noch nie so wirklich darüber nachgedacht, aber ist echt bescheuert.. Eine Kopie von einem Raub? Oder eine geraubte Kopie, wobei doch gänzlich die Gewaltanwendung fehlt..??
 
@ringelnatz111: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/raubkopie ^^
 
@hellboy666: ursprünglich = (dem getöteten Feind) Entrissenes
 
@ringelnatz111: "Illegale Kopie" oder "Unlizenzierte Kopie" wäre vielleicht rein vom Begriff her präziser, aber ist halt länger zu schreiben. Die "Raubkopie" mag mit einem "Raub" zwar nichts zu tun haben, aber der Begriff hat sich nun mal eingebürgert, jeder weiss was gemeint ist. Oder fühlt Ihr Euch etwa in die Irre geleitet, weil Ihr stets glaubt da würde ein bewaffneter Maskierter in den Datennetzen herumspringen und unter Gewaltandrohung Kopien anfertigen? Wohl kaum. Regt Ihr Euch auch über den Begriff "Schwarzkopie" auf, oder das "Schwarzgeld"? Ist ja auch nicht schwarz.
 
@FenFire: Den Begriff "Raubkopie" hat die Content-Industrie ins Leben gerufen, um die Bürger einzuschüchtern.

Est ist und bleibt eine "Schwarzkopie", da es erstens nichts mit Raub zu tun hat, sondern sich ledeglich eine Kopie von etwas zieht.
 
@andi1983: Bei der hohen Verbreitung illegaler Kopien und dem mangelnden Unrechtsbewusstsein vieler ihrer Nutzer scheint ein "einschüchternder" Effeckt wohl kaum gegeben zu sein, selbst wenn bei der Wortfindung ein solcher intendiert gewesen sein sollte (woher hast Du die Info? Gibt es dafür eine verlässliche Quelle? Oder ist das nichts als eine Verschwörungstheorie?). Und eingebürgert ist der Begriff auch, siehe zwutz Hinweis auf den Duden. Sich also an diesem zu verbeissen statt über das Thema zu diskutieren (und von mir aus selbst stets "illegale Kopie" oder "Schwarzkopie" zu verwendne) ist müßig.
 
@FenFire: Es ist überhaupt keine Verschwörungstheorie, sondern überall nachzulesen.

Immerhin wird ja auch sicherlich jeder die Videoclips "Raubkopierer sind Verbrecher" der Content - Industrie kennen.

Diese nutzten sie um den Begriff den Bürgern einzutrichtern.

Aber es wurde immer kritisiert, da das Wort "Raub" auf das StGB verweist.
Aber im deutschen Gesetz wird der Begriff Raubkopie, wie auch Schwarzkopie nicht verwendet.
 
@andi1983: Die Clips "Raubkopierer sind Verbrecher" sind aber vorwiegend in der Kritik, weil sie klar den Begriff "Verbrecher" auf Schwarzkopierer anwenden, nicht so sehr wegen des Begriffes "Raubkopierer". Und ja, es ist kein Begriff, der in Gesetzestexten auftaucht. Was ihn aber nicht "ungültig" macht für den umgangssprachlichen Gebrauch. Interessanterweise habe ich mal bei der Wikipedia den Artikel zu "Raubkopierer" gelesen, dort wurde auch die Kritik geschildert. Als Tatsache wurde "die Contentindustrie hat den Begriff zwecks Negativbelegung und Einschüchterung erfunden" dort jedoch nicht behauptet. "Überall nachzulesen" ist möglicherweise die Schilderung "es gibt die These, dass...", nicht jedoch "es ist so".
 
@ringelnatz111: Sprache hat die Eigenschaft mehrdeutig zu sein. Klar muss niemandem gefallen dass hier der Begriff "Raub" bewusst gewählt wurde um eine besonders negative Assoziation zu erzeugen, aber das macht den Begriff nicht falsch. Und da sich der Begriff mittlerweile genug eingebürgert hat dass ihn auch der Duden aufgenommen hat wird er so wohl auch erstmal Bestand haben
 
@ringelnatz111: "Sprachmanipulation ist die bewusste Veränderung von Sprache durch bestimmte Interessengruppen, die ihre Denkweisen oder Ideologie forcieren ... oder durchsetzen wollen. Sprachmanipulation erfolgt über den Einsatz emotionaler, wertender oder interpretierender Sprachkomponenten ... Sprachmanipulation erfolgt bewusst durch Multiplikatoren wie Parteien, Politiker, Journalisten, Interessenverbände und Werbetreibende – Gruppen, die hinsichtlich ihrer Reichweite ... eine privilegierte Stellung innehaben." (http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachmanipulation
 
nee nicht wirklich... weil über einen der bisherigen Hauptstreitpunkte steht in diesem Beschluss leider auch nichts, zumindest für mich als Nicht-Jurist nicht. Seite 2 Sätze 4 -8 . " Das der Beklagter das File-Sharing gewerblich betrieb ... ist seitens der Klägerseite nicht vorgetragen." Das Urteil so ist zwar nett, blos was ein "gewerblicher Filesharer" ist, bzw. eben wer nicht, da hapert es dann wieder an einer verbindlichen Rechtsprechung.
 
@Lastwebpage: Richtig. Das sind eben die Feinheiten UND rechtsgültig ist das Urteil auch noch nicht.
 
150 Euro nur? Ich wäre dafür das jeder Raubmordkopierer auf dem Marktplatz zur Schau gestellt wird und das Volk diesen Schwerverbrecher mit faulem Obst bewerfen darf. Nach 3 Tagen sollte man diese Verbrecher dann für 20 Jahre in den Kerker werfen! /Ironie

Nein, defintiv ein guter Schritt dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten!
 
Es hat doch keiner nötig sich eine Raubkopie anzuschaffen. Bei vielen Portalen wie bei z.B. Usenext oder Rapidshare kann man viele Programme, Spiele, Multimediadateien und fast alle Standardprogramme mit erschwinglichen pauschalen Preisen, oft auch kostenlos bekommen. Hierbei liegt stets ein Zusatzprogramm zur Aktivierung, die passende richtige Schlüsselnummer (oder ein Programm zur Generierung der richtigen Schlüsselnummer) oder eine Datei zum Austauschen um die Schlüsselnummer nicht eingeben zu müssen bei.
 
@MiBe: Trotzdem bleibt es illegal. Man zahlt für den Zugang zu den Dateien, nicht für die Dateien selber
 
@spacereiner:
Und was sollte man wohl mit den Dateien machen wenn man den kostenpflichtigen Zugang hat?
Ich finde es besser, die Programme ordentlich und rechtmäßig zu bezahlen als eine Raubkopie zu besorgen. Hierbei ist der Preis natürlich entscheidend. Z.B. Photoshop innerhalb eines Pakets über 30 GB für 10 EUR herunterzuladen (wobei man selbst frei entscheiden darf, was man mit den 30 GB laden möchte) ist eben attraktiver als statt "Photoshop" nur einen leeren kleinen Karton ohne DVD für 1500 Euro bei Thalia oder Saturn zu kaufen.
 
@MiBe: Also deinen ersten Post hätte man durchaus als Ironie auslegen können. Aber nach deinem zweiten Post fürchte ich, du meinst das wirklich ernst...
 
@MiBe: Mir ist nicht klar, ob ich das richtig verstanden habe. Wolltest du sagen, wenn man 10€ für eine Downloadpauschale bei einem Filehoster bezahlt, ist auch das herunterladen einer 1500€ teuren Software "rechtmäßig" und legal? Wie kommst du darauf?
 
@Paranoimia: Klingt als würde er sagen "also ich kaufe meine Diamantringe immer für 150 EUR beim Hehler, ist eine prima Alternative zum Kauf beim Juwelier für 1500 EUR".
 
@MiBe: Wer dir hier Minus reingedrückt hat, hat nichts verstanden... ^^
 
@MiBe: Meinst du das wirklich ernst? Eine Raubkopie auf Usenext wird legal weil man eine Zugangsgebühr bezahlt? Davon sieht doch Adobe keinen Cent.
 
@SwissGTO:
Ob Saturn von dem Preis an die Firmen was abgibt, kann man auch nicht kontrollieren. Ob Usenext oder Saturn usw. von meinem Preis Adobe, Microsoft usw. bezahlt ist mir völlig egal. Wer leere Packungen ohne Datenträger für teures Geld verkauft handelt schon fragwürdig. Somit ist es völlig richtig, wenn man sich die Programme mit den Preisen die man von leeren Kartons verlangen kann zzgl. 10 Euro woanders besorgt.
Mal sehen, vielleicht siegt in der nächsten Wahl die Piratenpartei - dann erübrigt sich das Thema "Raubkopie" ohnehin.
 
@MiBe: Jetzt bin ich mir sicher. Du kannst das nicht ernst meinen. Du meinst die Hersteller karren einfach so mal einen LKW voll Zeug zu MM/Sat und hoffen dass Sie vom Erlös was abbekommen? *lachtränen-wegwisch*
 
Bravo !
Endlich sehen auch mal die Gerichte das diese Forderungen der Anwälte an den Haaren herbei gezogen wurden !
Immer den Tatsächlichen Wert ermitteln und daraus die Anwaltskosten ableiten !
Also
1000 Lieder = 1000x0,99€ sind gerundet 1000€ und davon das was dem Anwalt zusteht und keinen Cent mehr !
Auch nicht wenn nur 1 Song runtergeladen wurde.
 
Das neue Gesetz wird auch nicht viel ändern. Letztendlich wird einfach die Schadensersatzsumme erhöht und im Mandantenvertrag vereinbart, dass der Anwalt 10% davon bekommt. Schon hat man das geplante Gesetz umgangen und der Anwalt das gleiche Gehalt wie zuvor. Hätte man wirklich was gegen die Abzockmaschen unternehmen wollen, hätte man bei der ersten Abmahnung die Forderung nach Schadensersatz verbieten müssen.
 
Glückwunsch. Nach 10 Jahren Abzocke und Gängelung ist unser Gesetzgeber in der Lage eine nicht völlig an der Realität vorbei gehende Gesetzgebung umzusetzen.
 
Arbeitslose gehen zur Arge ... "Not leidende" Juristen verschicken solche Abmahnbriefe. Entschuldigung, aber diese Abmahnindustrie ist nach allem was man inzwischen weiß wohl eher eine Abmahnmafia! In der Nachbarschaft hat es auch eingeschlagen und wir wohnen nicht gerade in einer Großstadt. Die Eltern sollen rund 1500 Euro berappen, offenbar hatte einer der Geburtags-Gäste des (volljährigen) Sohnes irgendwas runtergeladen ... man sollte wirklich vorsichtig sein, wen man in sein WLAN lässt ... oder sich im Hinblick auf die neue Rechtslage am WLAN to go Programm der Telekom beteiligen ...
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