Bürgerrechtler wollen HTTP-Fehlercode für Zensur

In aller Welt gibt es immer wieder Vorstöße, Inhalte im Web von staatlicher Seite aus zu sperren. Ob man dies nun gut findet oder nicht - Bürgerrechtler wollen zumindest mehr Transparenz in entsprechende Maßnahmen bringen. mehr... Zensur, HTTP, Fehlercode, 451 Bildquelle: Open Rights Group Zensur, HTTP, Fehlercode, 451 Zensur, HTTP, Fehlercode, 451 Open Rights Group

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Haben die Bürgerrechtler nicht anderes zu tun, als solchen Schwachsinn zu verzapfen ?
"Allerdings kam es dazu nicht durch die plötzliche Errichtung einer Diktatur, sondern durch einen schleichenden Prozess mit Zustimmung der Mehrheitsgesellschaft. "
So ein "schleichender Prozess" ist die Einführung solcher Kennungen !
 
@SuperSour: Was haben die Bürgerrechtler mit dem Buch zu tun, was in diesem Abschnitt beschrieben wird?
 
@SuperSour: " So ein schleichender Prozess ist die Einführung" immer stärkerer Überwachungs- / Kontroll-Methoden z.B in den USA, wo eine größere Mehrheit noch für die Überwachung- / Kontrolle ist nach dem Motto ist ja für unsere Sicherheit! Das geht auch schleichend mit immer weniger Freiheit / Rechten bis so gut wie gar nichts mehr vorhanden ist. So herum geht die Sache und nicht wie Du es darstellst.
 
@SuperSour: Du hast den Artikel ( ) verstanden (X) nicht verstanden
 
Ich finde die Idee super :) Wobei ich den Statuscode etwas falsch finde, da es kein Clientfehler sondern einer Serverfehler wäre oder liege ich da falsch? Und den Namen der IETF finde ich auch geil :D EDIT: Danke an RebelSoldier :)
 
@Knerd: Es ist ein Regierungsfehler.
 
@Knerd: So gesehen wäre es weder Client- noch Serverfehler. Die Ressource ist ja einfach nur gesperrt. Bei diesen Codes grundsätzlich von "Fehlercodes" zu sprechen ist falsch. Es ist einfach nur ein Statuscode. 404 beschreibt eben den Status "nicht erreichbar", 403 "gesperrt" usw. Statuscode 200 ist zum Beispiel schlicht "OK". Die ganze Liste kannst du dir bei Wikipedia anschauen (http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Statuscode). Von da aus wäre 451 "Unavailable for Legal Reasons" (der ist übrigens in der Liste schon aufgenommen) durchaus denkbar.
 
@RebelSoldier: Mit dem Fehlercode ist mein Fehler, ändere ich gleich, danke für den Tipp :) Und ja die Liste ist mir bekannt ^^ Eigentlich müsste man vllt. dafür noch eine neue Kategorie eingeführt werden und die verschiedenen Gründe damit differenzieren.
 
@Knerd: 451 war ja, laut Artikel, nur ein Vorschlag aufgrund des Buches, wo es um das Thema geht. Grundsätzlich wäre eine eigene Kategorie, um die die Gründe differenzieren zu können, sicher nicht verkehrt (Gesperrt wegen Urheberrechtsverletzung, Gesperrt wegen KiPo-Sperre, Gesperrt wegen Terrorverdacht, Gesperrt wegen Regierungskritischer äußerungen, etc.). Wobei ich kaum glaube, dass das so eingeführt würde. Aber wer weiß, man kann ja grundsätzlich erst mal optimistisch sein. :)
 
@RebelSoldier: du glaubst ja nicht, dass eine Regierung wirklich ein Interesse daran hat, dass die Besucher einer Website tatsächlich erfahren dass und warum diese Website gesperrt wurde, oder? Je weniger die Meute weiß, desto weniger können sie sich (insbesondere öffentlich) darüber empören. D.h.: selbst wenn es die Codes gäbe, würde keine Regierung der Welt diese freiwillig benutzen und somit Angriffsfläche schaffen.
 
@divStar: Siehe mein re:4, vorletzter Satz.
 
@RebelSoldier: ich habe das schon gelesen - nur ist es bei dir ein wenig zu vorsichtig gesagt ^^ fand ich zumindest. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung(en) so etwas einführt/einführen - geht gegen Null, weil sie nicht darüber Rechenschaft ablegen wollen was sie willkürlich sperren.
 
@Knerd: Doch, das ist schon richtig. "Clientfehler" heißt ja nur, daß bei der Kommunikation mit dem Client ein Fehler aufgetreten ist - "der Client" hat eine nicht identifizierbare Resource angefordert (404); "der Client" hat eine Resource angefordert, für die er keine Berechtigung hat (403.*) und so weiter. 451 hieße dann halt, "der Client" hat eine Resource angefordert, die von Dritten als nicht auslieferbar eingestuft wurde. - Dem gegenüber sind Serverfehler (5xx) die Fehler, die auf Serverseite aufgetreten sind (zB wenn eine Webanwendung nicht sauber terminiert ist oder wenn es keinen Zugriff auf die Datenbank gab oder dergleichen mehr.
 
"Der Hoster könnte, wie bei anderen Szenarien auch, zusätzliche Informationen in die Fehlermeldung eingebetten". Bei einer "Zensur" kann der Hoster gar nichts tun, da die fragliche Resource ja auf DNS-Ebene blockiert wird, die Anfrage den eigentlichen Host also nie erreicht. Oder glaubt ihr, die Regierung schickt ein freundliches Schreiben an einen Webseitenbetreiber das folgende Video doch bitte zu zensieren, weil es nicht deutschem Recht entspricht?
 
Das ganze kann nur ein großer Witz sein, immer wieder zum Sommer(loch) kommt so ein Müll, Leute ohne Plan versuche das Internet noch Sicherer zur machen, zwecks Kontrolle. Genauso ein Gehirndurchfall wie das Stoppschild.
 
@Der-Magister: Erschreckend, wieviele hier offensichtlich nicht sinnerfassend lesen können. Hier geht es darum, dass der Nutzer erfährt, dass der von ihm aufgerufene Inhalt vom Staat wegzensuriert wurde. Der Staat muss seine Zensur offenlegen.
 
@moribund: genau und jeder Scherzbold baut sich dann eine "Hier Zensiert der Staat" Seite schon klar. So kann man aus einer harmlosen 404 eine "Zensiert" machen. Ergo wer kann hier nicht lesen. Ach ja bevor mal Minus gibt sollte man nicht nur lesen können sonder auch das geschriebene Wort verstehen. ;)
 
@Der-Magister: ich verstehe offenbar nicht, warum deine Aussagen hier Minuspunkte sammeln. Im Grunde genommen stimmen sie, denn welche Regierung würde schon freiwillig zugeben, dass sie zensiert - geschweige denn was und in welchem Umfang... absoluter Gehirndurchfall - da kann ich leider nur zustimmen.
 
@divStar: ich danke dir, es gibt doch noch Menschen die nicht nur lesen können, sondern auch verstehen.
 
Ich finde die Idee klasse.
 
Da zB den Leute, die eine Verfügung der NSA bekommen haben zu einer geheimdienstlichen Überwachung die Daten zu liefern, unter Strafe verboten ist auch nur darüber zu sprechen oder den Ausgespähten zu informieren, wird es bald auch nicht mehr erlaubt sein zu erwähnen, dass irgendwas zensiert ist^^ Ansonsten eine gute Idee.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen