EFF: Google Fiber wirft wichtige Zukunftsfragen auf

Die Angebote für Internet-Verbindungen, die der Suchmaschinenkonzern Google inzwischen in mehreren Städten der USA bereithält, klingen sehr erstrebenswert, werfen aber auch wichtige Fragen für die Zukunft auf. mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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dazu fällt mir nur google's motto ein: don't be evil...
 
@devilsown: Was hat das mit "evil" zu tun? Einen Webserver werden die nie und nimmer sperren. Das liegt auch gar nicht in ihrem Interesse. Hier geht es klar um High traffic Szenarios. Natürlich wird auch das ein Problem sobald Besucherzahlen steigen. bis dahin hat man aber hoffentlich auf Professionelles Hosting umgestellt. Das ganze wird heute schon genauso gehandhabt. Das hat wenig mit Google zu tun. Bisher konnte man das Problem allerdings etwas vernachlässigen, aber da immer mehr Leute auch Contentanbieter werden muss da in Zukunft was laufen.
 
Solche Klauseln gibt es bei den meisten Providern. Ich habe mal getestet wie lange es geht bis man meine Leitung gesperrt hat. Keine 2 Tage. Danach musste ich mich durch hotlines kämpfen. Das Problem ist eigentlich verständlich, aber auf dauer muss da eine Lösung gefunden werden.
 
@hundefutter: Wie hast du denn das "getestet"? Das würde mich interessieren!
 
@cosmos321: Ganz einfach, indem ich diverse Serverdienste hab laufen lassen die einen kontinuierlich hohen traffic verursachen. War dann auch der Grund für die "Sperrung" laut dem freundlichen Mitarbeiter.
 
@hundefutter: Bei welchem Provider bist du, wenn ich fragen darf? Wie hoch war denn der verursachte TRaffic in den 2 Tagen? Muss ja massiv gewesen sein :-) !
 
@cosmos321: Ich möchte keine Namen nennen. Aber es ist der mittlerweile grösste Provider in meinem Land. Es ist weniger die menge die ausschlaggebend war, sondern die Kontinuität. Wenn Down und Upload ständig am Anschlag ist kann das ein Indiz sein.
Da reicht es dann wenn der Provider sich die Ports und Protokolle anschaut. Da zusätzlich noch forwardings im Spiel waren war dann für den Techniker der Fall klar. ;) Das war allerdings vor mehreren Jahren, heute bin ich bei einem anderen ISP und mehr als zufrieden.
 
Find ich okay. Sollten sie eben abwegen können ob es sich bei dem massiven Traffic um ein Battlefield server o.ä. handelt und den sperren oder ob es eine Private Cloud vom Anwender selber ist. Ansonsten würde ich bei Google Fiber direkt zugreifen, würde ich es hier bekommen :/

Wichtig bei solchen Klauseln ist eben die genaue Definition! Ggf. ein Onlineformular einrichten in dem der Kunde Port und Betriebsart beantragen kann um dort dann Private Cloud hosting betreiben zu können. Ich sehe den Punkt genau wie im Bericht, es ist wichtig das Business Anbieter weiter im Geschäft bleiben.
 
@Be2k: Ich denke Business Anbieter müssen sich so schnell keine Sorgen machen. Es ist doch nochmal ein Unterschied, ob ich meinen eigenen Webserver mit einer Heimleitung (sagen wir Google Fiber) betreibe oder ob ich mir ein Webhostingpaket in einem ordentlichen Rechenzentrum miete. Also ich für meinen Teil ziehe redundante Verbindungen/Hardware, USV, Klima, Zugangschutz und 24/7 Betreuung einer Hobbylösung vor. Vor allem wenn man seriöse Angebote anbieten will. Selbstbaulösungen sind für private Anwender und die eigene Cloud vielleicht ausreichend, aber ich glaube kaum dass sich z.B. Herr Kahle einen Server im Keller aufbauen würde, um darauf Winfuture zu hosten :D Wäre glaube ich unvorteilhaft, wenn man mal wieder eine Woche auf die Entstörung seines Anschlusses warten muss.
 
Ja, was meint ihr denn, warum dynamische IPv4-Adressen bei den Providern so populär sind und IPv6 nicht in die Puschen kommt? Stellt euch nur einmal vor, ein völlig(!) dezentrales Internet! Das ist der Alptraum der Industrie und Behörden! :)
 
Naja, ich verstehe jetzt die Aufregung darum ehrlicherweise nicht. Es zielt ja auf Business-Aktivitäten ab. Wenn ich damit also Geld verdiene ist es ja klar, dass ich dafür keine privat angemietete Leitung nutzen darf. Ist ja beispielsweise bei Firmenwagen auch nicht anders, die ich noch zusätzlich versteuern muss. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Provider hier unterscheiden müssen. Eine OwnCloud könnte man ja beispielsweise auch als Server sehen (ist ja im Grunde auch nichts anderes), hier werden allerdings nur privat Daten ausgetauscht. Da müssten dann die Formulierungen explizit auf den Business-Bereich ausgelegt werden.
 
@RebelSoldier: Das ist doch genau das was die EFF will. Diese extrem allgemeine Formulierung. Es wurde ja schon reichen wenn die Provider sagen "keine kommerziellen Serverdienste". Aber es ist viel zu allgemein. Selbst eine Fritz!Box Fernwartung kann schon als Server zählen.
 
@Nero FX: Zitat aus dem Text oben: "Die EFF will daher Druck auf Provider wie Google aufbauen, um solche Regelungen, die teils auch schon in älteren Verträgen für langsamere Verbindungen existieren, zukünftig aus den Verträgen herauszuhalten." - liest sich etwas anders.
 
@RebelSoldier: Naja Sie wollen die Regulung das keine Server betrieben werden dürfen raus haben. Man muss immer mehr fordern und sich dann in der Mitte treffen :D
 
Unter 'wichtige Zukunftsfragen' hatte ich eher Netzneutralität und Vermögenschere, Demokratie und Quasimonopolisten, Weltbevölkerung und Energiewirtschaft etc. erwartet. Das Geschäftsmodell von Providern und Serviceanbietern mag zwar für diese von wesentlichem Interesse sein, eine 'wichtige Zukunftsfrage' ist das aber definitiv nicht.
 
Wie war das mit Wettbewerb fördert das Geschäft? Wenn man den Leuten schon schnelle Leitungen gibt, warum sollen sie sie dann nicht auch nutzen können? Das ist ansonsten der gleiche Schwachsinn wie dieses ganze Cloudgedöns. Hey toll - ich habe 50 GB Cloudspeicher - dauert aber drei Tage bis du den voll hast.
 
Google gehört für die dreist-schwammige Formulierung angezeigt und verurteilt! Ich könnte bei solchen Klauseln und Gesetzen jedes mal kotzen, die kann doch jeder auslegen wie es ihm gerade passt!
 
@JSM: Aber Google bietet auch den meisten Speed und mal gucken was dabei rauskommt. Die Formulierung jetzt ist in der Tat beknackt aber da gibt es bestimmt noch Anbieter die schlimmeres Kauderwelsch verwenden :-)
 
Diese Klausel ist ganz und gar nicht "okay". In der Vergangenheit wurden ständig verschiedenste Berufe und Konzepte überholt und überflüssig und sind im Anschluss auch in Vergessenheit geraten. Wer die Bandbreite besitzt, um zu Hause einen wie auch immer gearteten Server zu betreiben, der soll dies bitte auch machen dürfen! Zu einer Zeit, in der Menschen dann flächendeckend über solche Zugänge verfügen, sind externe Hoster/Rechenzentren zumindest für private Kunden und KMUs überflüssig, und wenn deren Nutzung erzwungen wird, ein Klotz am Bein.
 
wieso ist man mit IPv6 "besser von außen erreichbar" ?!

P2P ist mMn Serverlos und damit nicht betroffen.
 
@DRMfan^^: Das ist etwas schlecht ausgedrückt. Die IPv6 Adresse ist statisch und somit bist du immer unter der gleichen Adresse erreichbar. Das erleichtert das vergeben eines Domainnamens auf deinen Apache zuhause. ;)
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