IT-Experten: Arbeit verschiebt sich auf Freiberufler

Experten im IT-Bereich müssen zukünftig immer stärker damit rechnen, eher als Freiberufler ein Auskommen zu erzielen. Gerade dieser Markt zieht derzeit außerordentlich stark an. mehr... Mitarbeiter, Büro, Indoor Bildquelle: idw-online.de Mitarbeiter, Büro, Indoor Mitarbeiter, Büro, Indoor idw-online.de

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Welcher Entwickler, der wirklich was auf dem Kasten hat, will denn angestellt sein? Als Freiberufler bleibt viel mehr hängen bei weniger geleisteten Stunden. Es gibt finanziell nichts besseres als ein auf Stunden basiertes, dauerhaftes Arbeitsverhältnis (das sagt ein freiberuflicher Software-Entwickler); und als SAP-Consultant hat man dann eh ausgesorgt.
 
@TurboV6: Naja, man muss sich halt um vieles selber kümmern, Aufträge etc ran suchen, Steuerzeug undso. Da ist schon ein Mehraufwand, der sich warhscheinlich lohnt, da mehr Geld am Ende übrig bleibt, aber der halt gemacht werden muss.
 
@kelox: ich verwende "WISO Mein Büro" und das wars an Steueraufwand. Ich kann dort ja alles eintragen und der rest generiert sich automatisch. Der Aufwand ist Minimal. Und Kunden: man muss eben seine Stammkunden haben und pflegen.
 
@TurboV6: tja nur wie komm ich da hin, ein Freiberufler zu werden? Das könnte ich mir auch gut vorstellen, nur nach der Ausbildung vielleicht etwas schwierig.
 
@shriker: nach der Ausbildung? Keine Chance. Studium ist pflicht in der SW-Dev. Ansonsten bist nur ein Hiwi.
 
@TurboV6: Also ich habe die Erfahrung gemacht wie höher der Abschluss um so unfähiger und unbelastbarer! Dinge die bei einem Freiberufler nichts verloren haben.
 
@BadMax: und ich hab die Erfahrung mit Azubis gemacht, dass sie absolut kein Hintergrundwissen haben und die einfachsten mathematischen Abhängigkeiten nicht verstehen. zB kann bei einer Sortierung entscheidend sein ob ein O(n)-Verahren oder eben ein O(n²) oder ein O(n*log(n))-Verfahren angewandt wird; 99% der Azubis kennen die Basics einfach nicht. Bei der Belastbarkeit konnte ich keine Unterschiede feststellen. Aber ich kann kein Ex-Azubi mit 3 Jahren Beruferfahrung an einen Architekturplan setzen; der hat sowas noch nie gesehen.
 
@TurboV6: OK: dann sollten wir erst klären was IT Experte ist. Ist das einer der mit Abstrakten Dingen und Fachwörtern um sich schmeißt, eine Grafikkarte ohne sich die Finger zu brechen einbauen kann oder ist es jemand der z.B: wenigstens weiß was ein Stack ist.
 
@BadMax: IT-Freelancer sind in 90% der Fälle Software-Entwickler oder Berater, die ehemals Software-Entwickler waren, auch wenn das aus diesem Artikel bei WF nicht wirklich durch kommt. Admins sind ganz selten Freelancer, sondern eher bei Subunternehmern wie Cancom angestellt, die dann als Ressource "verkauft" werden. Freiberufler werden steuerlich als künstlerische Tätigkeit eingestuft, das die Software-Entwicklung beinhaltet. IT-Administratoren dagegen sind Systemdienstleister und brauchen eine Gewerbe, was die Freiberufler eben nicht brauchen. Vorteile der Freiberufler: keine IHK-Gebühren, keine Gewerbesteuer da kein Gewerbe nötig, vereinfachte Steuer (einfache EÜR, keine doppelte Führung)
 
@TurboV6: Also hier pauschale Aussagen zu treffen finde ich oberflächlich und nicht zutreffend. Ich kenne selber einen Freelancer, sehr erfolgreich, der Fachinformatiker Systemint. gelernt hat und KEIN Studium hat. Ich schätze aber auch dass die Wahrscheinlichkeit bei Akademikern höher ist solch einen Schritt zu unternehmen. Ich mache es anders, ich habe eine feste Anstellung und mache eigene Aufträge nach Feierabend und verdiene mir somit einen schmalen Euro nebenbei.
 
@lox33: ich hoffe, dass Dein Arbeitgeber davon weiß und, dass er unterschrieben hat, dass er keinerlei Ansprüche auf die produzierten Dinge anfechtet; ansonsten ist sowas gefährlich ;-) Und in welchem Bereich Freelanced er denn?
 
@TurboV6: Klar weiß er das. Ich mache da nur Sachen, die sich für meinen Arbeitgeber nicht lohnen. Wird aber auch nach und nach weniger weil ich kaum noch dazu komme.

Er macht individuelle Software, hat sich direkt nach der Ausbildung selbstständig gemacht. Geht also auch.
 
@lox33: sicher kann man das, sicher gibts auch die Seltenheit, dass das FISYs drauf haben, keine Frage. Nur die Mehrheit eben nicht. 30% meiner Aufträge sind von Firmen, die zuerst "günstig" Software von "Hobbyprofis" entwickeln lassen haben und ich neu machen darf ;-)
 
@TurboV6: "Es gibt finanziell nichts besseres als ein auf Stunden basiertes, dauerhaftes Arbeitsverhältnis" - warum klingt das jetzt irgendwie nach Scheinselbständigkeit?
 
@FenFire: Scheinselbständig ist es erst, wenn Du nur einen Arbeitgeber pro Jahr hast. Hast Du 2 Kunden, auf welche Art und Weise auch immer, ist dies nicht mehr gegeben. Aber es gibt nichts besseres als 1-2 Dienstleistungsverträge über 2-3 Jahre mit einer Firma, die Dir garantiert 80 Std pro Monat abnehmen + kleinere Aufträge nebenbei zur Abwechslung: immer sicheres, gutes Geld und es wird nicht langweilig.
 
EEhm ja, man kultiviert nach den Märchen des Geldsparens und trotzdem mehr habens zwecks Outsourcing und dann wieder Insourcing, jetzt für eine gewisse Zeit die Mär vom Freelancer.
Aquise-Egoismus der ganz hohen Schule für alle, es kämpfen nicht mehr 2 Firmen knapp an der Gürtellinie sondern 7 Freelancer. Die Zahmeren schliessen sich dann wieder zu freien Vermittler- und Aquisefirmen zusammen..
Egal wie.. das Ende von Viel für wenig zu machen.. ist alles gratis liefern zu müssen und wenn man den gesunden Bereich verlässt hat man am Ende jede Menge Burnouts und Arbeitslose übrig...

Genauso wie bei den damaligen 'Indern' mit Resetknopf... ausgebildet in russischen Unis mit Grüner 100 000 er Karte von Schröder

Die Gebrüder Grimm wären beeindruckt....

Das MiniMAx Prinzip in der 20 ten Auflage:

Scrum, Teamfähigkeit ... usw. alles nur Stepstones auf dem Weg der Suche nach der Rente mit 30 ... der Rest ist egal.
Ein probates Mittel aus den USA: Interessante wenn auch total überschätzte Hype (max 2 Jahre) Firma gründen und an Google oder so für 2 Milliarden verticken, bevor das Bläschen zusammensackt.

Ab gewissen Teilnahme-Mengen alles nur Spielformen gesellschaftlicher Brandrohdung.

Erst wenn einem keiner mehr was zu sagen hat, dann hat man S(ein) Ziel erreicht.. aber auch keine Kommunikation mehr nur noch schneller weiter alleiner.

Kann man eigentlich seinen Anteil an den psýchologischen Behandlungskosten der auf der Strecke gebliebenen später solidarisch abdrücken?

Nächste Stufe ist dann Freelancer mit Nearshore und Offshoreanteil... Also das Modell weshalb man den amerikanischen Arbeitnehmer der 3 Offshoremitarbeiter für einen Teil seines Gehalt arbeiten lies bestraft hat.
 
@tommit: Stimmt, dafür ein Plus! Dann kann, je nach Situation, noch das Stichwort "Scheinselbständigkeit" hinzugefügt werden. Es werden immer wieder neue Varianten und Modelle propagiert, so daß gerade die größten Unternehmen das größte Einsparpotential nutzen - wie üblich zu Lasten der Klein(st)unternehmen und der Belegschaft.
 
Wie widersprüchlich ist denn dann die Aussage von Hays der letzten Tage, das sich die Nachfrage eher abschwächt ? Hat der Sklavenhändler Hays wieder mal vor die berechtigten Leistungsansprüche zu drücken ( obwohl die ja ohnehin schon Aufschläge von 25 % und mehr haben ) ??? Ist die Studie des Marktforschungsunternehmen Luenendonk vollkommen an den Haaren herbeigezogen ? Fakt ist, Fachkräftemangel herrscht in der Branche, aber nicht jeder ist als "Freelancer" geeignet oder von den Skills her gefragt. Und die Mähr von den überaus hohen Salären muss doch endlich mal einer gerade biegen ! Viel bekommen ist nett, verdienen tut es nicht jeder. Nicht zu vergessen der Unterschied : Selbständigkeit heißt auch selbständig für alle Eventualitäten Sorge zu tragen, heißt auch deutlich weniger Freizeit ... und, und, und ... und heißt auch mitunter eine enorme Belastung für Partnerschaft und Familie. Manchmal ist weniger mehr, gerade in der Hinsicht.

Hier noch der LINK zu dem Hays Index zum Vergleich :
http://www.hays.de/aktuelles/fachkraefte-index-august-2013
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen