GPS-Spoofing: Studenten 'entführen' 80-Mio-$-Yacht

Studenten der University of Texas haben im Mittelmeer erfolgreich demonstriert, wie man eine Yacht im Wert von 80 Millionen Dollar durch gefälschte GPS-Signale entführen kann. mehr... Satellit, Gps, Block III Bildquelle: lockheedmartin.com Satellit, Gps, Block III Satellit, Gps, Block III lockheedmartin.com

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Das Team dahinter veröffentlichte auch ein Video wo sie es genauer erklären http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ctw9ECgJ8L0
 
Daß man GPS manipulieren kann ist ja nichts neues, wobei es schon auffällig sein muß wenn man plötzlich ständig von einem Boot verfolgt wird, oder? Gibt es eigentlich heute noch alternative Methoden zur Positionsbestimmung wie damals ein Sextant? Sowas könnte man heute ja auch durchaus automatisch machen?
 
@Johnny Cache: Soweit ich gehört habe machen einige Kapitäne noch eine Sixtantenkontrolle, aber eher aus traditionellen Gründen. Dann gibt es bei richtig großen Schiffen natürlich noch den Kreiselkompass usw.
 
@Tomarr: Da brauchts nicht mal einen Kompass. Eine Analoguhr sowie Stand der Sonne, Mond oder Sterne reicht zur Richtungsbestimmung aus.
 
@LastFrontier: Naja, aber das ist ja nun dann wirklich das ungenaueste. Die alten Pfadfindertricks funktionieren auch besser an Land wenn man noch mehr Orientierungspunkte hat als den Horizont und ein paar Liter Wasser um den Rumpf.
 
@Tomarr: Ist doch ganz einfach: Stundenzeiger auf die Sonne Ausrichten. Die Winkelhalbierende zwischen Stunden- und Minutenzeiger zeigt Norden an. Oder Sonnenstand: 0600=Osten, 1200=Süden, 1800=Westen (oder Sonnenaufgang=O, Mittag=S, Sonnenuntergang=W). Der Polarstern steht immer im Norden. Zu finden ist dieser über das Sternbild Grosser Wagen: siebenfache Verlängerung der Deichsel = Polarstern. Zu beachten sind Sommerzeit und Überquerung des Äquators. Das sind die Pfadfindertricks. Dazu gehört nicht das Moos an den Bäumen. Die bemooste Seite zeigt nur die überwiegende Wetterseite an. Und die kann alle paar Meter anders sein. Die Wetterseite ist relevant, wenn man z.B. im Freien schläft, ein Zelt aufbaut oder eine Feuerstelle anlegen will.
 
@LastFrontier: Auch das mit der Uhr gehört zu den Pfadfindertricks. Aber damit wirst du wohl kaum eine 3 Grad Kursabweichung feststellen können.
 
@Tomarr: Es geht hier um die Orientierung schlechthin. Denn die meisten sind nicht einmal in der lage eine grobe Himmelsrichtung zu bestimmen. Was die 3 Grad betrifft: dafür ist unter anderen ein Kompass an Bord.
 
@LastFrontier: Wenn du nen Kompass an Bord hast brauchst aber deine Uhr nicht zur Orientierung :P
 
@LastFrontier: Ansonsten kann man sich auf dem Festland in bebauten Gebieten fast immer auf die Satellitenschüssel verlassen. Die zeigt "grob" immer in Richtung Süden :)
 
@Tomarr: Du betreibst jetzt Korinthenkackerei und ziehst das ins lächerliche. Wenn du eine Ahnung hättest, dann wüsstest du dass du mit Kompass und ohne Uhr ziemlich aufgeschmissen bist, da du dann nur in einer Richtung zeimlich sicher navigieren kannst, in die andere aber mehr oder weniger grosse Abweichungen hast, da dir genaue Referenzpunkte fehlen. GPS ist nichts anderes wie manuelle Navigation. Nur die Refernzpunkte sind anders. So ungenau kann das manuelle Navigieren aber nicht sein, wenn selbst die Polynesier ohne Karte und Kompass 5000 Km über den Pazifik seglen und auf anhieb die Osterinseln treffen. Auch nur mit Pfadfindertricks;-)
 
@Schrimpes: Kannste mal sehen wie hohl hier einige sind - selbst dafür gibts minus. man merkt das Ferien sind.
 
@Schrimpes: Wenn du mit dem Schiff aber schon aufm Festland unterwegs bist, würde ich mir andere Gedanken machen ;) Und das mit Süden gilt (vermutlich) nur für die Nordhalbkugel, oder?
 
@LastFrontier: Aber die Polynesier hatten auch keine Uhr dabei. Was nu? Natürlich ist die Manuelle Navigation relativ genau. Die Sterne sind da z.B. sehr gute Anhaltspunkte. Sixtanten sind auch alles andere als recht ungenau. Nur mit deiner Uhr habe ich halt schmerzen, die ist für das Meer einfach zu ungenau. Die alten Seefahrerkulturen haben sich, im Gegensatz weitläufiger Meinungen in der Regel eher am Ufer lang gehangelt. Erst wenn ein bekannter Punkt erreicht war und die Strecke ohne Ufersicht relativ kurz war haben sich diese dann richtung offenes Meer ohne Ufersicht bewegt. Ich weiß das zwar jetzt nicht von jeder Kultur wie diese das gemacht haben, aber ist noch gar nicht so lange her, da habe ich darüber einen Bericht gesehen. So Geschichten von Sindbad oder so die dann übers offene Meer gesegelt sind, das ist eher quatsch, in der Regel hatten sie meistens Sichtkontakt zum Land. Diese Sicht haben sie erst verlassen als es NAvigationshilfsmittel wie den Sixtanten gab, oder halt nachts wenn die Sterne eine genauere Route ermöglichten.
 
@Tomarr: Ich frage mich was du mir jetzt erzählen willst? Du haust alles kreuz und quer durcheinander.
 
@LastFrontier: Wer von uns hat denn auf einmal mit den Polynesern angefangen?
 
@Tomarr: Ich habe damit angefangen. Weil die sich eben ohne Karte, ohne Kompass, ohne Uhr und ohne GPS orientieren konnten und von A nach B gekommen sind. Einfach nur weil sie Natur und Gestirne beobachteten. Das sind die Grundlagendes Orientierens. Alles andere sind Hilfsmittel zur Verfeinerung und Verinfachung um das Ziel genauer zu treffen. Und ich gehöre nun mal zu denen die das können und auch andere ausgebildet habe. Lernte seinerzeit jeder Wehrpflichtige und schon mindestens 10.000 Jahre alt.
 
@LastFrontier: Ich habe ja nie daran gezweifelt das es funktioniert, halt mehr oder weniger genau. Aber dazu musst du halt erstmal wissen das ausgerechnet das genaueste System gerade falsche Daten liefert. Mal ehrlich, ich habe keinen Atlas im Handschuhfach wie weiter unten beschrieben. Der würde dummerweise gar nicht mehr rein passen weil der Airbag das Handschuhfach recht klein macht. Aber selbst wenn ich einen hätte, wenn mein Navi funktioniert schaue ich doch nicht auf das Papierkartenmaterial. Erst wenn ich merke das ich ganz woanders bin würde ich anfangen mich zu wundern. Und das geht an Land noch recht schnell, weil wenn mein Navi sagt rechts abbiegen und es ist weit und breit keine Strasse da, gut, dann stimmt halt was nicht. Auf offener See ist das was anderes, da kann man überall rechts abbiegen ohne Probleme.
 
@Tomarr: Hast du vollkommen Recht. Ich habe allerdings schon erlebt, dass sich leute mit Navi um mehrere hundert Kilometer verhaut haben. Statt Frankfurt/Main halt Frankfurt/Oder. Oder frag mal jemand der mit Navi fährt, wo er gerade ist. Da müssen etliche erst mal aufs Display schauen. So lange die Technik ja funktioniert ist das alles kein Problem. Aber bei neun von 10 Leuten tauchen erhebliche Probleme auf wenn dies Technik eben versagt.
 
@LastFrontier: Naja, das sich so viele Leute trotz Navi verfahren liegt wohl daran das viele die weibliche Stimme einstellen. Und welcher Fahrer hört schon darauf was ihm eine Frau sagt? :P ... Ne, aber wenn ich mein Navi benutze dann ja auch weil ich die Strecke nicht kenne. Warum sollte ich also ohne Blick aufs Navi wissen wo ich gerade bin? Alternativ dazu müsste ich ja auch erst auf die analoge Karte schauen um zu sehen wo ich gerade bin. Ist also Jacke wie Hose.
 
@Tomarr: ja - kann man sehen wie man will. Ich schau mir gerade halt unbekannte Strecken schon mal vorher an. ich verteufel das ja auch nicht. Ich habe es halt schon öfters erlebt, wie Hilfos Menschen dastehen, wenn ihre Technik plötzlich versagt. Nicht nur bei Navi oder Handy. Das ist ja noch bibbifax gegen längere Stromausfälle z.B.
 
@LastFrontier: Um Stromausfälle geht es hier ja nicht. Für Notfälle in einer bekannten Umgebung bin ich auch gerüstet. Nur wenn ich unterwegs bin dann bin ich halt nicht ausgerüstet wie eine Soldateneinheit auf dem Schlachtfeld, und Rüdiger Nehberg bin ich auch nicht. Hier geht es halt rein um das Navigieren. Und wenn du mich auf einer unbekannten Strecke fragst wo ich gerade bin dann kann ich dir wahrscheinlich auch nur die Stadt sagen auch wenn ich gerade an einem Strassenschild vorbei gegangen bin. Ist wie mit ner grünen Ampel, sie wird wahrgenommen und dann vergessen, sprich abgehakt. Anders sieht es dann auf der Landstraße aus, oder ne längere Autobahn. Wenn ich dann einen Unfall melde drücke ich auch auf den entsprechenden Knopf wo mir die Koordinaten angezeigt werden um Hilfe herbei zu rufen. Aber auf der Karte würde ich nur sagen können "Landstraße Nr. a zwischen x und y, seht zu wo ihr den Unfall da findet". Ich kann ja schlecht sagen bei den drei Eichen oder so. Bei der Bundeswehr, wo du es ja offensichtlich gelernt hast, da gibt es ja KArtenmaterial das zig mal genauer ist als normale Strassenkarten, und jeder hat das gleiche Kartenmaterial was auch einiges erleichtert. Also es ist nicht so einfach wie du es dir vorstellst.
 
@Tomarr: Natürlich kannst du sagen "bei den drei Eichen" - wenn sie nun mal ein markanter Orientierungspunkt sind. Wenn du z.B. einen Unfall in München meldest, dann kommt da ja nicht Hilfe aus Passau oder Hamburg. Und ja - es geht nicht um Stromausfälle. Es geht um das bedingungslose Verlassen auf Technische Möglichkeiten die sich durch alle Lebensbereiche hindurchziehen ohne sich kaum einen Gedanken über mögliche Folgen zu machen.
 
@Johnny Cache: Es gibt bestimmt irgendwelche Seekarten mit eingezeichnetem Meeresgrund. Der ändert sich ja auch nicht sooo häufig. Mit Sonar sollte das dann irgendwie umsetzbar sein. Aber da benötigt man bestimmt weiterhin GPS für die genaue Bestimmung. Aber es gibt da bestimmt irgendwelche Möglichkeiten...
 
@Schrimpes: es wäre ja wohl sehr verantwortungslos, wenn es da keine GPS-Ausfallversicherung gäbe. Soviel ich weiß sind die alten Funkfeuer noch immer das Back-Up System für die Satelliten-Navigation.
 
@Johnny Cache: Da hat Kapitän Francesco Schettino der "Costa Concordia" ja noch eine weitere Ausrede. Ich weiß ist makaber.
 
@Johnny Cache: Klar gibts Alternativen- aber die werden erst bei Ausfall des Primärsystems ( in den allermeisten Fällen das GPS) eingesetzt. Solange das einen Kurs anzeigt wird stupide drauf zugehalten. Bin mal wirklich gespannt wie lange es noch geht bis diese Schwachstelle von irgendwelchen Extremisten ausgenutzt wird und grosse Schiffe entweder entführt oder absichtlich auf Grund laufen zu lassen.
 
@KingBolero: Da merkt man eben wie doof die Leute sind. Wenn man schon mehrere Systeme hat, dann sollten sie auch alle gleichzeitig im Einsatz sein damit man Diskrepanzen zwischen deren Ergebnissen erkennen kann. Aus dem Grund haben Flugzeuge ja auch verschiedene Computersysteme die alle das gleiche berechnen.
 
@Johnny Cache: Die Kernfrage ist doch immer: Welchem System vertraust du bei widersprüchlichen Anzeigen? Wir erinnern uns an den Zusammenstoß zweier Flugzeuge, als die Anweisungen von Tower und TCAS verschieden wahren. Ein Pilot vertraute dem Tower, der andere dem TCAS.
 
@dognose: Da bieten sich dann drei unabhängige Systeme an und die Mehrheit entscheidet? Letztendlich ist es aber egal wie viele Systeme es sind, in erster Linie ist es schon mal sehr hilfreich zu wissen daß die Daten fragwürdig sind. Die Reaktion darauf steht dann auf einem ganz anderen Blatt.
 
Beruhigend, dass sowas der Marine nie passieren würde. Nur Trottel navigieren blind.
 
Ein Armutszeugnis für den Navigator der Yacht. Wie alt ist denn die Erkenntnis, daß man sich nie ausschließlich auf GPS verlassen soll? Warum wohl haben Autofahrer, die geistig nicht völlig umnachtet sind, immer einen Atlas im Handschuhfach liegen? Wozu gibt es den guten alten Kompaß, der auf offener See sicherlich auch hilfreich sein könnte, so man denn damit auch umgehen kann? Wir machen uns so dermaßen von unseren elektronischen Spielsachen abhängig, und wundern uns dann, wenn das mal schiefgeht. Wie haben denn die Seeleute navigiert, als es noch kein GPS gab? Ja, genau. Wie konnte sich unsere Zivilisation überhaupt soweit entwickeln, wenn wir schon ohne GPS den Weg nicht mehr finden. Vielleicht gibts ja nur noch keine bemannte Marsmission, weil das GPS nicht wo weit reicht <lol>
 
@starship: Na Dir wär das bestimmt nicht passiert wie?! GPS ist ne verdammt sicherere Kiste. Entweder es ist auf ca 50m genau (die momentane Genauigkeit wird oft auch mitangegeben) oder es funktioniert gar nicht. DANN greift man zu Karten, Sextant etc. Ich glaube nicht das gerade ein Yachtbesitzer (auch wens ne 80 Mio. Yacht ist) momentan denkt: " Uhhh die Position ist bestimmt falsch, weil gerade jemand per GPS spoffing meine Position manipuliert". Sorry, aber das würde momentan wohl 99,9% aller Skipper passieren, zumal die Wahrscheinlichkeit dann auch wohl höher ist, dass ich die karte grad mal nicht richtig lese, der Kompass ne macke hat, als dass das GPS-Signal gerade manipuliert wird.
Beim Tauchen ist es übrigens recht ähnlich, natürlich hat noch jeder die alten Dekompressionstabellen dabei und dennoch verlassen sich 99% in der Praxis inzwischen auf das was der Computer sagt, solange er denn was sagt.
 
@bowflow: Die mauelle Navigation ist ein wesentlicher Bestandeil der Kapitänspatente und auch Voraussetzung zur Schiffsführung. Du musst nämlich jederzeit in der lage sein, ein Schiff auch ohne elektronische Hilsmittel zu navigieren. Das trifft übrigens auch für Piloten zu. Einige Patente sind sogar nur für bestimmte Seegebiete zugelassen oder für diese Voraussetzung.
 
@LastFrontier: das intuitive drauf kommen müssen, das man absichtlich falsch gefahren wird und damit ein tiefes Mißtrauen gegenüber der Technik und zusätzlich ins Vorhandensein von Menschen, die es drauf anlegen, für diese Fremdsteuerung sorgen zu wollen, muss sich aber erstmal (wieder) entwickeln. Das ganze hat meiner Meinung nach sogar gewisse Parallelen zu den ganzen Leuten, die ohne ihr Handy oder Smartphone nichtmal mehr die Telefonnummer der eigenen Eltern auswendig wissen (was bei mir auch so ist) ;-)
Und wieviele Menschen ihrem Autonavi so blind vertrauen, das sie nicht merken, das es grade dabei ist, sie auf schonmal gefahrener Strecke (die man also sozusagen optisch hätte verinnerlichen können) eine abweichende, umständliche und längerere Nebenstrecke fahren zu lassen...und das völlig ohne Ein oder Angriffe von außen...
 
@DerTigga: Das ist ja meine Rede. Mir reicht ganz normales Kartenmaterial, um jeden Punkt Europas zu finden. Ich habe das aber schon von Kleinauf gelernt und damit auch beruflich jahrzentelange Erfahrung. das mit der ganzen Technik ist eine feine Sache. Aber die Tendenz geht einfach immer mehr dahin, dass sich die Leute regelrecht abhängig machen und bei Ausfall der Technik richtig saublöde aus der Wäsche gucken.
 
@LastFrontier: also saublöde würde ich das nicht unbedingt nennen. Mir fallen da eher Worte wie ängstlich, hilflos, panisch und ähnliches ein. Und sei es auch nur deswegen, weil sie sich evt. sogar zu helfen wüßten, die entsprechende Zeitspanne aber nicht(mehr) zur Verfügung steht, da man etwas anderes gewohnt ist, als mehr Zeit bzw. eine Art Sicherheitspolster für solche Geschehnisse einzuplanen. Schließlich gewöhnt man sich mit der Zeit dran, da "normal" nur wenige Sekunden für die Problemlösung zu benötigen. Siehe dazu auch z.B. junge / frischgebackene Eltern, die in den ersten Monaten überall zu spät kommen, weil sie es (wegen nun vorhandenem Kind) einfach erst lernen müssen, eine weitere viertel, eher halbe Std früher als sonst / gewohnt mit den Vorbereitungen für xyz beginnen zu müssen ;-) Wenn man es sehr pedantisch sieht, dann könnte man womöglich sogar dran herum rechnen, wieviel Einsparung man dabei hätte, nicht tagtäglich 2..3 kg Kartenmaterial über Berg und Tal (mit) zu schleppen, bloß weil man es 1..2 mal im Jahr benötigt oder benötigen könnte ;-)
 
@LastFrontier: Genau das ist doch das Problem. Sie haben doch das elektronische Hilfsmittel. Das GPS ist ja nicht ausgefallen, es lieferte nur leicht falsche Daten. Sogar mit manuellen NAvigationsmitteln hätten sie den Fehler erst spät bemerkt, denn am Anfang der Kurskorrektur war die Abweichung ja so gering dass da ein Sixtant oder so nicht unbedingt geholfen hätte. Wenn die Crew ganz gründlich gewesen währe hätte sie vielleicht noch mehrmals nach der Kurskorrektur die Position gemessen und hätte dann irgendwann festgestellt das etwas nicht stimmt.
 
@LastFrontier: Ich bin mir sicher, dass der Kapitäin das auch kann. Wenn aber seine "Hilfmittel" nicht ausfallen, sondern manipuliert sind, dann ist das nunmal was anderes. Da kann Dir auch jemand den Sextant verbiegen oder nen Magnet zum Kompass legen....
 
@bowflow: Das steht ja ausser Zweifel. Es zeigt aber auf, dass der Kapitän sich hauptsächlich nur auf ein System verlasen hat und keine Gegenkontrolle durchgeführt hat. deswegen fliegen ja Marschflugkörper z.B. nicht nur via GPS, sondern haben topografische Merkmale der Flugroute eingespeichert. Das bedeudet: der Marschflugkörper gleicht die GPS-Daten mit den gespeicherten Geländeprofilen ab und trifft trotzdem sein Ziel; selbst wenn GPS komplett abreisst oder unterbunden wird. Er trifft dann halt nicht mehr auf 50cm Genau sondern nur noch auf 5m.
 
@LastFrontier: Und Piloten haben noch eine Karte mit an Bord und zeichnen da von Hand die Route ein oder wie? Wenn die Instrumente falsche Daten liefern, man es aber nicht merkt, wieso sollte man dann kontrollieren? Du guckst doch auch nicht jeden Morgen in den Tank, um zu kontrollieren, ob der Tankanzeiger korrekt ist ^^ Und der Vergleich mit dem Marschflugkörper ist sicher unglücklich, weil da ja grad Störungen/Manipulationen erwartet werden.
 
@dodnet: Piloten gehen ihre Flugstrecke vorher durch - und ja auch die haben noch Karten dabei. ---- Das mit den Marschflugkörpern ist gar nicht so unglücklich. Teure Navigationssysteme "kennen" den Radumfang des Fahrzeuges und navigiren auch dann noch richtig wenn GPS abreisst. Das sind dann die Geräte die ihre Karten auf CD/DVD oder Festplatte haben. Nicht einmal Bodentruppen verlassen sich auf GPS. Auch da ist immer Kartenmaterial für den jeweiligen Gefechtsabschnitt vorhanden. Zudem das GPS-Signal in Kampfgebieten der US-Streitkräfte manipuliert und sogar abgeschaltet wird. GPS gehört nämlich dem US-Militär, für das es auch entwickelt wurde.
 
@LastFrontier: Naja, zivile Sachen mit militärischen zu vergleichen ist meist eine schlechte Idee.
 
@dodnet: Weisst du überhaupt wieviele technische Errungenschaften gerade vom und ausschliesslich fürs Militär entwicklet wurden? Nicht mal das Internet ist eine Zivile Entwicklung. Selbst die Römer bauten ihre Strassen in erster Linie um Millitär und Logistik schnellst möglichst von A nach B zu bringen. Die Autobahnen waren ursprünglich Rollbahnen für die Wehrmacht. Die US-IT ist deswegen führend, weil dort die Rüstungsindustrie der grösste Auftragggeber ist und zig milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung steckt. Selbst die Automat-Sicherungen in deinem Verteilerkasten zuhause gehen auf eine militärische Notwendigkeit zurück - nämlich auf die Tatsache, dass die bisherigen Drehsicherungen für die Panzer der Wehrmacht einfach zu gross waren.
 
@LastFrontier: Das ist mir schon klar, doch sind die Anwendungsgebiete oftmals komplett andere. Beim Militär wird alles x-mal abgesichert, weil man mitten im Feindesland nicht mal eben in den nächsten Supermarkt fahren kann und Ersatzteile bekommt, sondern man wird da übern Haufen geschossen. Und weil eben der Feind versucht, einen zu stören, zu hacken usw. Das ist im zivilen Bereich eben NICHT der Fall. Da versucht normalerweise keiner ein Flugzeug abzuschießen - aus diesem Grund hat auch kein Zivilflugzeug Flares dabei.
 
@starship: 100% korrekt. ++++++++
 
@starship: klar. Hinterher kommen immer die Schlaumeier aus ihren Löchern denen sowas einfach niemals passiert wäre ...
 
@starship: Ich bin nicht geistig umnachtet und hab auch schon seit Ewigkeiten keinen Atlas mehr im Auto. Wozu auch? Außerdem glaube ich, dass für kleinere Boote keine großartigen Navigationskenntnisse vorausgesetzt werden. Genau kenne ich mich da aber auch nicht aus.
 
@dodnet: Das ist abhängig von Binnen-, Küsten-, Hochseeschiffart und auch von der grösse des Schiffes. Eine Übersicht und weiterführende links gibt es hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bef%C3%A4higungszeugnis.----- Wer also einen "Bootsführerschein" für Binnengewässer hat, darf damit nicht aufs Meer.
 
@starship: Ich dachte ja, GPS wäre eine Errungenschaft unserer Zivilisation? Aber anscheinend ist das böse und treibt uns zurück in die Höhlen. So ein Schwachsinn. (-)
 
@starship: Was hat das denn bitte mit einem Armutszeugnis zu tun? Eine Kursabweichung von 2-3 Grad macht auf 100 Kilometer einen großen Unterschied, auf dem Kompass bemerkst du die auf offener See aber garantiert nicht! Dafür braucht es dann wieder zusätzliche Navigationsmethoden, und genau deswegen wurde GPS erfunden, damit man die nicht mehr braucht! Columbus wäre jedenfalls mit GPS nicht in Amerika gelandet! :-P
 
@starship: also ich hab keinen Atlas im Handschuhfach.
 
@starship: Seit ich die wirklich brauchbaren Autoatlanten (für mich Ringbuch und Maßstab max. 1:200.000, hinzu Ortsdurchfahrten mit Maßstäben von bis zu 1:10.000 und gern auch Übersichtskarten für Fernstrecken mit bis zu 1:500.000) nicht mehr erhältlich sind, fahre ich auch ohne Autoatlas und bin ganz sicher nicht "geistig völlig umnachtet". Deine Wortwahl ist daher ziemlich daneben und diese Einschätzung fällt eher auf dich zurück, auch wenn ich dir an anderen Stellen teilweise zustimme. Achja, ich fahre auch ohne Navi und komme trotzdem problemlos ans Ziel dank etwas Vorbereitung vor einer Fahrt an bislang unbekannte Ziele. Als Privatmensch klappt das gut, für Fernfahrer und andere Berufskraftfahrer ist ein Navi oder zumindest ein aktualler Autoatlas sicher besser.
 
@starship: Zumindest beim ersten Satz hast du recht. Die einzige Aufgabe des Navigators besteht darin, die Abweichung der aktuellen Position mit der berechneten Position zu vergleichen...
 
Ich stelle mir gerade vor, wie Columbus 1492 ein paar Meilen hinter der portugiesischen Küste schimpft, dass er weder GPS noch Handyempfang hat... ;-)
 
@Kobold-HH: Gut, aber der hat sich ja auch ganz gewaltig verfranzt. ;)
 
@Johnny Cache: Die Richtung hat schon gestimmt - wusste ja keiner, dass da noch was dazwischen liegt; ansonsten wäre der glatt bis Asien durchgesegelt (sofern wasser und Essen nicht ausgegangen wäre).
 
Ach was, hinten runtergefallen wär er, der Columbus!
 
@Kobold-HH: Der hatte sicher Stress mit der Frau und war froh, mal ein kleines Weilchen wegzukommen ;)
 
@dodnet: Ganz im Gegenteil, wegen einer Frau hat er sogar einen Zwischenstopp auf den Kanarischen Inseln eingelegt (jedenfalls erzählt man sich dass es wegen einer Frau war, "offiziell" gab es Probleme mit dem Segelmast) :)
 
Hätte das Schiff noch zusätzlich auf WLAN-Ortung gesetzt, wie es Android tut, ware das nicht passiert. ps.: Muss ich mein Sarkasmus-Schild hochhalten?
 
@dognose: Stimmt, bei den ganzen WLANs im offenen Meer ein leichtes :P
 
@dodnet: Da gibt's wenigstens mehr offene WLANs als in Deutschland xD
 
und wo kommen die Signale genau her? Direkt vom Satteliten? Wie kommen die da ran?
 
Das stimmt jetzt ja schon nachdenklich. Gerade im Hinblick auf Piraterie, ist das sehr gefährlich.
Die Signale, wenn ich das richtig verstehe, werden überlagert. Also ein sich in der Nähe befindlicher Standort (Schiff), sendet ein Störsignal aus, welches dem zu kaperndem Schiff vorgaukelt, es führe da hin, wo man es haben will. Doch letztlich kann man es dann auch direkt zum Hafen des Piraten navigieren und entladen. Zum Glück fahr ich keinen Frachter.
 
das Wissen, von dieser Methode: ist die Grundlage um Drohnen jeglicher Art "fremd" zusteuern ,bzw. diese zu'entführen'!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles