BW: Lehrer dürfen keine Social Networks nutzen

Lehrpersonal von den Schulen in Baden-Württemberg dürfen nicht mehr dienstlich mit Kollegen oder Schülern über Social Networks kommunizieren. Eine entsprechende Anweisung kommt vom zuständigen Landesministerium. mehr... Pc, Computer, Schule, Schüler Bildquelle: Michael Surran / Flickr Pc, Computer, Schule, Schüler Pc, Computer, Schule, Schüler Michael Surran / Flickr

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dann bekommen die kids also überhaupt nix mehr von der schule mit^^
 
@Fallguy: "Für alle diese Zwecke gibt es bereits Kommunikationswege, wie beispielsweise der konventionelle Schriftverkehr" <-- diesen Satz finde ich genial. Niemand braucht Facebook, schließlich gibt es doch Brieftauben ;)
 
@elbosso: heute setzen Schulen doch eigene "soziale Netzwerke" wie Moodle ein. Aber das wird da oben noch nicht angekommen sein.
 
@steffen2:
Aber Facebook ist doch sowieso staatlich überwacht. Die NSA tauscht sich doch mit den deutschen Behörden aus. Also sollte dort jede Gefahr schnell abgewendet werden können.
 
@elbosso: was hast du an "dienstlich" nicht verstanden?
 
Das Internet ist doch Neuland! Hab doch Verständnis!
 
Weiß ja nicht wie es aussieht, aber hier unterstellt man dem Lehrpersonal grob-fahrlissiges Verhalten im Umgang mit sensiblen Daten, stellt sie als Plaudertaschen hin. Die Lehrer bekommen ihren Oberlehrer.
 
@Zwerg7: Nicht dem Lehrpersonal wird etwas unterstellt, sondern den Betreibern sozialer Netzwerke die ihre User digital entrechten wird einhalt geboten. Ich finde das vollkommen korrekt. Und im Zuge von PRISM und TEMPORA würde ich da noch viel weitergehen. Nämlich indem man Dienste die sich nicht an europäische oder deutsche Datenschutzbestimmungen halten einfach global sperre. Und da die Masse der Anwender das wohl nicht checkt (siehe Reaktion auf PRISM) muss da wohl der Gestzgeber einschreiten. Blöde nur dass für unsere Politiker das Internet wohl immer noch #Neuland ist.
 
@LastFrontier: und was bringt es, dass die Betreiber sich an die hier gültigen Datenschutzbestimmungen halten, wenn die Daten an Internetknotenpunkten abgegriffen werden? Auch sollte man "deutsche Datenschutzbestimmungen" nicht unbedingt zu groß auf die Fahnen schreiben, der BND scheißt darauf genauso wie alle anderen Geheimdienste auch.
 
@Link: Und daher muss das Bewusstsein in der Öffentlichkeit noch viel mehr gestärkt werden. Und das erreicht man auch dadurch indem man selbst als Einzelner mit kleinen Schritten aber konsequent weiterschreitet. Freiheit und Sicherheit ist nichts was man geschenkt bekommt und auch in einer Demokratie nicht automatisch funktioniert. Wir ruhen uns auf Gesetzen aus die seit 20 Jahren überholt sind. Demokratie ist nichts statisches sondern etwas bewegliches. Seit Jahren wird alles was unsere Eltern und Grosseltern regelrecht erkämpft haben systematisch abgebaut. Ausreden wie "da kann man ja eh nichts dagegen machen" sind ein Zeichen von Kapitulation. Man ergibt sich in sein Schicksal. Man kann gegen alles etwas unternehmen. Auch als einzelner. Deswegen braucht man nicht gleich einen bewaffneten Aufstand. Wer in diesem Lande nicht wählt und sonst auch untätig ist, darf sich nicht wundern wer er eines Tages überhaupt nichts mehr ohne staatliche Genehmigung machen darf und von vorne bis hinten abgezockt wird. es ist ja nicht nur PRISM sondern auch Banken- und Staatenrettung, erneuerbare Energien, Bildungspolitik, soziale Trennung der Gesellschaft und vieles mehr. Wer das alles hinnimmt und sich nicht im allergeringsten wehrt ist ein ganz erbärmliches Stück Stimmvieh und hat es nicht anders verdient.
 
@LastFrontier: Merke: US-Firmen --> US-Gesetze, und keine deutschen, europäischen. Da sieht man mal wieder, wie sehr sich Europa als Weltpolizei aufspielen. Wenn die Europäer immer meckern, dann sollten sie gefälligst selbst bessere und sichere Dienste anbieten. Glaubst du wirklich, dass Europa, was Datenschutz angeht besser ist als die USA (ACTA, Vorratsdatenspeicherung, etc). Finde es immer wieder lustig, wie die Europäer, nicht EU-Staaten ihre eigenen Gesetze reinpressen und aufzwingen wollen. Ich finde es mit Prism auch nicht so gut, glaubt aber ja nicht, dass die Europäischen Staaten/Geheimdienste da wirklich besser wären/sind als die Amis.
 
@eragon1992: War das ironisch gemeint? Den Titel Weltpolizei verortet man üblicherweise jenseits des Atlantik^^ wobei die dort gerne ihre Anschauungen und Regeln gerne anderen Staaten nahelegen.
 
@rallef: Na ja, auf die Europäer trifft es leider auch zu. Da sind die Amis nicht die einzigsten. Ist leider so. Die EU will zum Beispiel die europäischen "Datenschutzgesetze" auch den Staaten aufzwingen, die nicht zur EU gehören. Und nein, das was ich geschrieben habe, war leider nicht ironisch. Mir wäre es lieber, wenn es irgendwann eine Planetare Regierung geben würde, deren Gesetze für die ganze Welt gelten würde, dann wäre es mit der Durchsetzung vom Datenschutz auch einfacher.
Ich finde es aber auch nicht gut, was die Amerikanischen Geheimdiensten mit Prism anstellen. )-:
 
@eragon1992: Die Amerikaner greifen aktiv in das Geschehen eurpäischer, souveräner Staaten ein und scheren sich einen Dreck um die Gesetze anderer Staaten. Und das Amerikaner nicht davor zurückschrecken mit FBI, CIA etc. nach ihrem Recht zu intervenieren, weiss man nicht erst seit Kim Dotcom. Es ist schon überheblich mal eine Diplomatische Maschine mit einem Staatspräsidenten mehr oder weniger auf nicht-amerikanischen Boden Zwangslanden zu lassen. Hierbei wird auch mal das Völkerrecht geflissentlich übersehen.
Wir erinnern uns an die nach US-Gesetzen rechtmässigen Kriege und Interventionen der USA: Korea, Grenada, Cuba, Vietnam, Irak, Afghanistan. Das sind jetzt nur die Highlights. Von den verdeckten Operationen noch gar nicht die Rede. Alles nur Raubzüge im Interesse des US-Raubtierkapitalismus. Tatsache ist: Der Amerikaner schert sich einen Dreck um den Rest der gesamten Welt.
 
@LastFrontier: Bingo!
 
@LastFrontier: man kann Dienste nicht aussperren. Das Internet ist so konzipiert, dass das nicht geht.

Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten wie man eine Seite in einem einzelnen Land sperren kann.

Möglichkeit 1: Man weißt die Provider an, deren DNS (Domain Name Server) so umzustellen, dass z.B. die Domain Facebook.com nicht mehr in die entsprechende IP aufgelöst wird bzw. "falsch" geantwortet wird mit z.B. einer Stop Seite.

Möglichkeit 2: Man lässt keine Verbindungen mehr zu IP von z.B. Facebook zu.

Beide Möglichkeiten hängen eng zusammen, denn wie schon viele richtig erkannt haben, kann man Möglichkeit 1 einfach umgehen in dem man die IP kennt oder was auch möglich ist einen anderen DNS Server nutzt. Ich z.B. nutze den DNS Server von Google und nicht den meines Providers.

Möglichkeit 2 kann man über verschiedene Sachen umgehen die vermutlich illegal aber nicht nachweisbar wären (jetzt im konkreten Fall jemand würde Facebook verbieten). Das eine ist man nutzt Dienste wie Tor, welche einfach nur verschlüsselte lange Routing Wege aufbauen in der Hoffnung, das man bei jemanden raus kommt der nicht in der EU lebt und somit Zugriff auf Facebook hat. Die zweite Möglichkeit das zu umgehen ist, dass man sich auf irgend einem x beliebigen Insel Staat im Pazifik die zufälliger weise an einem Seekabel liegt einen Server mietet (kostet nicht die Welt) und all seinen Traffic verschlüsselt erst darüber leitet, welcher dann erst von da aus ins Internet geht.

Die einzige Wirksame Netzsperre wäre ein europäisches Subnetzwerk wo wirklich nur noch Dienstanbieter aus der EU ihre Dienste anbieten könnte. Dazu wird es aber nicht kommen, das hat die Telekom schon mal versucht und ist gescheitert, weil keiner ihr langweiliges Produkt wollte,
 
@nmSteven: "man kann Dienste nicht aussperren. Das Internet ist so konzipiert, dass das nicht geht." - das geht sehr wohl. Da braucht es auch kein SubNetz. Und dass es funktioniert zeigen die Chinesen jeden Tag. Selbst Google musste in China klein beigeben. Die Endanwender sind hier vollkommen belanglos. Der einzige Grund warum das bei uns noch nicht so ist, liegt in der Gesetzgebung.
 
Grundsätzlich gilt das nicht nur in BW, sondern in allen Bundesländern. Für die Verarbveitung von personenbezogenen Daten sind in allen Ländern strenge Gesetze vorhanden. Auch gelten diese nicht nur für soziale Netze, sondern auch für alle anderen Bereiche. Man stelle sich vor, ein Lehrer würde die Namen plus Noten seiner Schüler auf einer Webseite veröffentlichen. Undenkbar. Da ist es gut, dass es solche Gesetze gibt.
 
@Nunk-Junge: Im Prinzip kein Unterschied zur Wirtschaft wo eigentlich alles, wo du kundenbezogene Daten speicherst, mind. Safe-Harbour zertifiziert sein muss, sofern es außerhalb der EU liegt. Meine Frau ist Lehrerin und weigert sich, zum Glück, mit Schülern auf FB befreundet zu sein, wobei es auch eine interne Empfehlung gibt, dass man bei FB ein Zweitprofil für die Schule anlegt um mit diesen befreundet zu sein (einige Schüler legen wert darauf) und somit läuft man nicht Gefahr, dass Schüler an zu viele Infos kommen, da dieses Zweitprofil einfach nur ne Karteileiche ist.
 
@LordK: ich bin im elternrat und finde zumindest aus organisatorischer sicht nichts verwerfliches daran, wenn es in z.b. facebook eine geschlossene gruppe gibt, mit möglichst allen eltern und wegen mir auch den kindern, um organisatorisches zu besprechen. klassenfahrten, projekte, wandertage, sonstiges halt was so nicht direkt den unterricht oder einzelne personen betrifft. zu den elternabenden kommt ja wenn überhaupt gerade mal die hälfte der eltern und man muss ewig hinterher rennen. auch ist eine diskussion dort viel offener, auge in auge traut sich ja nicht jeder seinen mund auf zu machen, wenn es was zu klären gibt.
 
@Fallguy: Auch diese "popeligen" Informationen sind für die Betreiber bares Geld. z.B. Planen einer Klassenfahrt - da liegt es doch nahe gleich der ganzen Gruppe Werbung mit günstigen Zielen für Gruppenfahrten zu plazieren. Und diese Werbung platzieren wir gleich bei allen freunden dieser Gruppe - denn die Wahrscheinlichkeit ist gross dass man da auch noch andere miterwischt. Genau nach diesem Prinzip funktionieren nämlich Facebook und Google.
 
@LastFrontier: werbung ist für mich kein argument, wer in facebook ist lebt damit bzw. hat diese akzeptiert.
 
@Fallguy: Wer in facebook ist, lebt damit dass er ausspioniert wird und seine Daten willkürlich von facebook verarbeitet werden. Deine Befürwortung spricht für eine gewisse Lethargie. Entweder willst du nicht wissen was da passiert oder du weisst es tatsächlich nicht. Beides ist verantwortungslos und gefährlich. PRISM ist nur möglich weil eben so viele Menschen Tatsachen einfach verdrängen bzw. nicht wahrhaben wollen. Und gerade im schulischen bereich: wenn ich Interesse an der Ausbildung meiner Kinder habe, dann engagiere ich mich auch persönlich. Kinder zu erziehen und auf das Leben vorzubereiten ist in erster Linie Elternsache. Nur wenn die Eltern schon behämmert und bequem sind, dann funktioniert das mit den kindern auch recht schwierig bis gar nicht.
 
@LastFrontier: jetzt komm mir nicht mit prism, man kann keine diskussion führen ohne, dass das wort prism fällt. als ob sich deren neugier auf facebook beschränkt. ich verurteile dieses ausspionieren, nur wurde das schon immer gemacht, jetzt haben sie es nur so unendlich viel leichter dank weltweiter vernetzung. ich werde nicht mein leben ändern nur weil da wer mithört. ich werde denen einfach zeigen wie unendlich langweilig mein kleinbürgerliches leben ist. den rest muss die politik übernehmen, die ich nur durch meine entscheidung bei wahlen beeinflussen kann. der internetverkehr wird immer überwacht werden, so wie schon lange telefonverkehr überwacht wird, oder hast du dich deswegen vor prism darüber aufgeregt? vermutlich, sollte ich mich von telefon und internet fernhalten, mach ich mich erst recht verdächtig und hab sie dann vor der tür :-D nein von lethargie kann keine rede sein aber diese panikmache teile ich definitiv nicht.
 
@Fallguy: Ich hab das mit der Überwachung schon gekannt lange bevor es so bekannt wurde. Genauer gesagt kenne ich das seit 1980 (damals waren nur die Mittel anders). Diese ganzen Überwachungsmassnahmen dienen nicht dazu Terroranschläge zu vehindern (tatsächlich wurde nämlich kein einziger Anschlag verhindert), sondern einzig und allein um bereits den geringsten Widerstand im Keim zu ersticken. Die westlichen Demokratien sind da nicht anders wie Russen, Chinesen, Korenaer oder sonst wer. Es geht darum die Masse gezielt dahin zu lenken wo man sie hinhaben will. Und dazu sind nun mal Unternehmen wie Facebook, Google, Microsoft, Apple, Telekomunikationsfirmen u.A. die beste Anlaufmöglichkeit. Und offensichtlich funktioniert die digitale und soziale Gehirnwäsche perfekt. Denn niemand regt sich darüber auf dass hier Methoden wie bei der Gestapo und Stasi verwendet werden. Im gegenteil - das Volk klatscht noch Beifall. Ich empfehle dir mal den Film "Minority Report" und die Serie "Continum". Genau das wird vorbereitet. Mich hat man in den 1980ern auch ausgelacht und für paranoid erklärt, als ich den Leuten sagte dass fast alle Telefongespräche in D abgehört werden. Es wird noch viel heftiger kommen.
 
@Fallguy: Ohne pingelig sein zu wollen, aber allein die Info "der und der ist mit dem und dem in einer Klasse, mit dem und dem als Lehrer, kommuniziert mit dem und dem besonders oft" ist schon ein personenbezogenes schützenswertes Datum. Haarig wird es erst recht, wenn man gezwungen wird diesen Gruppen beizutreten, weil man sonst von der Kommunikation ausgeschlossen ist - da gibt man seine Daten auch nicht mehr "freiwillig" preis.
 
@rallef: ja verstehe ich aber es ist verdammt schwer eltern heutzutage zu erreichen. wie gesagt, viele kommen nicht mal zum elternabend und da sollten sie sich ja auch "gezwungen" fühlen zu erscheinen. für mich und das ist jetzt nur meine subjektive rechtlich nicht bindende meinung überwiegen was den informationsfluss innerhalt der schulklassen bzw. der eltern die vorteile.ich sag ja nicht, dass es der einzig richtige weg ist und mir ist das was dagegen spricht auch bewusst.
 
@Fallguy: Schon so einfache Informationen sagen viel aus: Max Mustermann ist 14, aber erst in der 5 Klasse der Hauptschule. Ist also kein kluges Kind. Seine Eltern interssiert nicht, was an Klassenfahrten, Projekten, etc. gemacht wird, da sie nie die Facebook-Daten anschauen. Scheint also ein bildungsferner Haushalt zu sein...
 
@Nunk-Junge: natürlich kann man genug gegenargumente finden, ich sag ja nur, dass es schwer ist alle eltern mal zusammen zu erreichen und es per internet vermutlich leichter wäre auch mal eltern zu erreichen, die sich aus scham, desinteresse oder sonstigen gründen niemals blicken lassen. facebook wäre ja da nur ein weg. ich komme aus einer relativ kleinen stadt und bin immer wieder erschrocken wie sehr sich der zusammenhalt innerhalb einer klasse verändert hat. früher kannten sich so ziemlich alle eltern untereinander, heutzutage kenn ich außer dem elternrat und der klassenlehrerin kaum jemanden. schade sowas. ich kann natürlich einfach die eltern verurteilen und denen die schuld geben und gut ist, damit verändere ich nur nichts an dem problem, soweit jeden einzelnen abzuklappern gehe ich allerdings auch nicht.
 
@Fallguy: Wodurch aber Nicht-Facebook'ler gezwungen sind, sich auf FB anzumelden. Wenns von 30 Schülern 28 sind, dann dürfen die anderen beiden keine Nachteile haben, weil sie sich dort nicht anmelden. Diese werden aber dann hierdurch kategorisch ausgeschlossen. Es gibt Alternativen für die Organisation.
 
@LordK: ja das stimmt, wobei es mir eher um die eltern geht, wenn ich 5 eltern mehr erreiche, hat es sich quasi schon verdoppelt^^ was wären denn alternativen? bin offen für alles, was mich und die anderen im elternrat nicht dazu nötigt, die eltern umzuerziehen. die schule selbst ist beim email-kontakt stehen geblieben und nutzt selbst diese möglichkeit nicht, weil sie eben nicht alle so erreicht. würde gern mehr erreichen aber glaub nicht daran, dass es einen anderen besseren weg ibt als bisher, in dem die kinder nen brief mit nach hause bekommen, als einladung zum elternabend und hinterher als protokoll des elternabends... ich geb ja zu, dass facebook ein naiver gedanke ist aber eben auch die einfachste möglichkeit mehr zu erreichen als bisher. auch wenn es nur zu diskussionen führt, dass eltern, die sich eh nie beteiligen es nicht einsehen in facebook sein zu müssen, immerhin wäre dadurch ein kontakt hergestellt :-D
 
@Fallguy: Habt ihr schonmal über teamplanbuch.ch nachgedacht? Kann man für sowas super hernehmen.
 
@LordK: das schau ich mir mal an, danke.
 
@Nunk-Junge: ja nur warum man jetzt die generelle Nutzung sozialer Netzwerke verbieten muss ist mehr als fragwürdig und in meinen Augen weltfern.

Es versteht sich von selbst, dass weder per E-Mails noch über Facebook oder andere soziale Netzwerke kommuniziert werden darf, dass Hans Meier eine 5 in Deutsch, eine 4- in Mathe und ein schlechtes sozialverhalten hat. Lehrer haben alle mal studiert und die Lehrer die überhaupt die Nutzung von Facebook in Betracht ziehen sind meist noch recht jung und kennen sich auch mit so was aus.

Warum man aber sinnvolle Arbeit-, Übungs-, Hausaufgaben und Organisationsgruppe verbieten muss ? Wenn der Lehrer bereit ist seine Freizeit zu opfern um den Schülern Übungsmaterialen auf einen von den Schülern akzeptierten und einfachen Wege zu Verfügung zu stellen, sollten die Länder Dankbar sein. Die sollten selber wissen, dass im Unterricht keine Zeit dafür ist Übungsmaterial aus zu teilen zumal viele Lehrer inzwischen auch gar nicht mehr bereit sind teuer Kopien zu machen. Zumindest auf meiner Schule hat ein Lehrer ein festes Kontingent an Kopien die gerade so reichen und da hat der kein Interesse daran mit seinem privaten Geld Kopien zu ziehen. Ebenso wenig kann er so was per Post schicken, weil die Schulen dafür gar kein Geld haben, noch stellen die Länder vernünftige intuitiv und einfach zu bedienende alternativen bereit...
 
das schulinterne sachen nicht über facebook gruppen verbreitet werden dürfen sollte eigentlich jedem lehrer klar sein. auch dropbox shizzle für verteilung von dokumenten usw. ist wohl ziemlich kritisch. ich weiß nich obs mitlerweile über den teststatus hinaus ist, aber in hessen gabs mal ein projekt zwecks schuleigener webseite mit login für die schüler und lehrer und darin die unterrichtsbezogenen dokumente und daten. jede universität, von der ich studenten kenne, hat sowas auch...
 
@DataLohr: Dropbox wird im schulischen Bereich mittlerweile häufig verwendet, aus dem einfachen Grund weil es den meisten bekannt ist und leicht zu bedienen. Diese schuleigenen Geschichten laufen entweder nicht oder sind so dermaßen verfrickelt, dass es keiner mehr richtig bedienen kann, weil sämtliche Vorschriften eingehalten werden müssen bzw. 100 Köche mitkochen. Was spricht genau gegen Dropbox? Mittlerweile hat Dropbox alle nötigen Zertifizierungen.
 
@LordK: Gegen DropBox spricht - die Sicherheit der Daten ist nicht gewährleistet. Jeder Cloud-Dienst der nicht 100% unter eigener Kontriolle ist, ist ein Sicherheitsrisiko. was die schuleigenen Dienste betrifft: Hier mangelt es an Fachkräften und Ausbildung. Aber nicht weil es die Fachkräfte nicht gibt, sondern weil dafür kein Geld bereit gestellt wird. Es ist überhaupt kein Problem für eine Schule ein Intranet zu erstellen, welches allen Sicherheitsanforderungen entspricht und leicht zu bedienen ist.
 
@LastFrontier: Es ist für die meisten Schulen ein Problem irgendwas über das Inet zur Verfügung zu stellen. Und du hast das Problem ja erfasst: Keine Ausbildung und Fachkräfte. Was ist die Alternative? Dann gar nichts machen? Für so etwas Budget und gute Leute zu bekommen ist in der aktuellen Situation utopisch. Eine 9. Klasse an der Realschule meiner Frau hat nicht mal einen Deutschlehrer weil kein Geld da ist.
 
@LordK: Sehe ich doch bei uns - Neue Strassenbahnlinien (genau dort wo man sie vor 30 jahren rausgerissen hat), zweifelhafte U-Bahnverlängerung, Ausbau Stadtautobahn für mehrere hundert millionen Euro und Schulgebäude zerfallen regelrecht. Bedenklich auch dass diese Stadt sparen muss und beim Sozialen das höchste Einsparpotenzial sieht und so auch durchzieht.
 
@LastFrontier: Dass Steuergelder massenweise verblasen werden ist klar, bestes Beispiel ist die Hypo Alpe Adria die Bayern Milliarden gekostet hat. Für dieses Geld könnte man jede Schule auf genialste Weise IT-technisch ausstatten, aber leider ist für die Schulen kein Geld mehr da. Es werden Lehrer gebraucht, aber keine eingestellt, weil kein Budget da ist. Ich kenn net nur einen arbeitslosen Lehrer, der eigentlich in benötigten Fächern unterrichten würde. Andere dürfen 350km pendeln.
 
@LordK: Wir müssen viel weiter unten ansetzen. An der basis und lokal. Da muss man sich halt auch in der Komune engagieren. Das Problem ist nur dass viele erst mal Aufwand für Nothing sehen (was ja auch so ist) und keine schnellen Erfolge sichtbar sind. Es kostet halt Freizeit. Und nur zu gerne wird die Verantwortung auf andere abgeschoben. Hauptsache man hat seine Ruhe. Gut - man kann sich nicht um alles kümmern. das ist unrealistisch. Aber gerade was Bildung angeht, ist das die Zukunft unserer Kinder und auch unsere eigene. Das wird von vielen aber nicht so gesehen. es ist ein Teufelskreis - auf der einen Seite muss mehr in Bildung und Ausbildung investiert werden (auch die Konzepte sind überdenkenswert) und gleichzeitig mangelt es an Bildung um diese Forderungen durchzusetzten oder zu priorisieren. Schuld an dieser Misere ist aber auch, dass Bildung Ländersache ist. Es ist leider so dass die Bundesrepublik in vielen Bereichen mittelalterlicher Kleinstaaterei gleicht als einer echten Föderation. Und wenn man sich manche Landstriche in den neuen Bundesländern ansieht, dann glaubt man eher an Geisterstädte im mittleren Westen der USA als an die stärkste und reichste Wirtschaftsnation Europas. Das was derzeit gerade in den ländlichen Regionen abgeht, wird sich noch bitter rächen.
 
@LastFrontier: aber das ist ja kein versehen. die menschen dienen heute nur der wirtschaft. aber kein unternehmen braucht wenig qualifizierte leute bei sich, das beweisen auch alle statistiken. was die wirtschaft aber braucht, sind konsumenten, die eben nicht vergleichen und nachhaltig einkaufen, sondern jeden dreck aus der werbepause überteuert kaufen. alle sind sich einig, dass die verkürzung von schulezeit, komprimierung des stoffes usw. nur schlecht ist und man am ende weniger gelernt hat, dafür aber nervlich schon nach der schule kaputt ist. "wir brauchen idioten, sonst frisst keiner gammelfleisch".
 
@LastFrontier: Jo ist klar, Stimme ich dir ja auch soweit zu, nur aber um zum Thema zurück zu kommen: Was machen wenn sonst keine adäquaten Mittel zum Dateiaustausch zur Verfügung stehen? Die Schulen haben weder Mittel noch Personal für passende Lösungen. Dropbox & Co wären einfach und verfügbar. Was tun?
 
@LordK: Genau das ist es ja - es ist einfach und verfügbar. Der Rest interessiert nicht. Aus dem Volk der Dichter und Denker ist ein Haufen von hirnlosen Konsumterroristen geworden. Das ist wie bei uns auf dem Hof. Die Schweine wollen auch nur zweimal am Tag gefüttert werden und ansonsten ihre Ruhe. Dass sie aber ausschliesslich für den Schlachthof gemästet werden interessiert sie nicht, da hierzu die Intelligenz fehlt. Das Schwein ist zu einem Produkt verkommen dass mit beginn der Geburt bis zur Verwurstelung einer ständigen Verwertung unterliegt. Und dahin degeneriert unsere Gesellschaft auch. ----------------- Was den Dateiaustausch betrifft: wenn eh jeder ein Gerät hat, dann brauchts kein DropBox. Dann gehen alle Geräte in ein sicheres LAN/WLAN, der Lehrer shared seinen Ordner für die Schüler und fertig. Warum in die ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?
 
@LordK: arbeitsblätter kopieren. termine, noten usw. im unterricht bekanntgeben. für alles andere muss dann wohl jeder schüler einen usb stick nehmen. unabhängig von der sicherheit ist dann zumindest normal kein dritter beim datenaustausch beteiligt.
 
@LastFrontier: "Der Rest interessiert nicht" ist ja nicht der Fall. Es gibt keinen Rest weil es sonst nichts gibt. Wie gesagt: Es gibt nur die Lösung entweder eine kommerzielle Gratis-Cloud-Lösung oder gar nichts. Es ist auch kein Geld und Fachkenntnis für LAN oder WLAN vorhanden, sonst könnte man sich auch ne gscheide private Cloud Lösung leisten. Aber ich glaube langsam du willst es nicht verstehen. Das Netzwerk bei meiner Frau ist ne schwere Katastrophe. Ich hatte mal angeboten dass ich es mir anschaue, aber da darf kein Externer ran mit dem es keine Verträge gibt.
 
@LordK: dropbox ist ein privates unternehmen aus dem ausland. es gibt weder verträge, noch irgendwelche sicherheiten, dass diese zertifikate auch berechtigt sind. was spricht denn dafür, schulinterne dokumente so zu verbreiten? das unsere systeme schlecht sind ist keins. dieses argument spricht nur dafür, die systeme zu verbessern.
 
@DataLohr: Dafür spricht - die Faulheit und Bequemlichkeit der leute.
 
@DataLohr: Das ist LEIDER doch ein Argument, weil die Systeme werden nicht wirklich verbessert. Die meisten Lehrer haben schlichtweg keine Ahnung und Geld wird hierfür auch nicht zur Verfügung gestellt. Das ist das Problem. Alternative ist hier dann nur: Gar keine Daten austauschen. Mir wäre es auch lieber wenn alles auf schuleigenen Servern liegt, aber da diese auch nicht wirklich gewartet werden, ist hier auch keine Sicherheit gewährleistet.
 
@LordK: Es gibt keine 'Zertifizierungen'. Das Safe Harbor-Abkommen ist eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen. Diese steht zudem in Widerspruch zum Patriot Act, nach der Firmen ALLE Daten herausgeben MÜSSEN, wenn eine staatliche Behörde das verlangt. Außerdem wird schon die Übertragung zu einem Server mitprotokolliert, d.h. selbst wenn die Firma (Dropbox) die Daten nicht herausgegeben hat, sind sie schon in Umlauf. Dropbox ist zugegeben praktisch, aber bringt auch sehr viele Nachteile mit sich: Keine Datensicherheit, kein Datenschutz als Beispiel.
 
@DataLohr: Hier in Niedersachsen haben viele Schulen einen Login auf der eigenen Homepage, da hat jeder Schüler und Lehrer eigenen Webspace und kann so Handouts zum Download anbieten, auch der Stundenplan lässt sich dort einsehen. Ich habe es nicht selbst getestet und weiß auch nicht welche OpenSourceSoftware dahinter steckt, aber es funktioniert, sogar Drag&Drop und Kontextmenü auf Rechtsklick ist da möglich, optisch ist es nicht auf der Höhe, aber der Funktionsumfang ist nicht übel.
 
Ich weiß ja nicht, wie das in BW ist, aber bei uns hat sowieso nie ein Lehrer Facebook als offiziellen Kommunikationskanal benutzt, schon gar nicht für personenbezogene Daten. EDIT: Die Überschrift hätte man bestimmt auch irgendwie präziser machen können
 
wer nutzt denn bitte koobface und co für unterrichtssachen? dafür gibt es doch produkte wie ilias. einfach so eine lernplattfom installieren und schon hat man chat, forum, datenbereitstellung, umfragen, ... ilias habe ich aufgeführt, da ich es von div. unis kenne. es kostet nichts und bietet viel. __ aber so wie es scheint, muss der deutsche michel ja wieder alles regeln, am besten gleich noch gesetze dazu erlassen. vielleicht sollten die hohen herren sich keine neuen, vermutlich nicht mal vorhandene probleme suchen (oder kennt jemand den vorfall, dem diese idee geschultet ist) sondern mal die echten probleme angehen - unser bildungssystem.
 
@troll_hunter: Das Problem liegt eigentlich eher darin, dass zu wenig Aufklärungsarbeit betrieben wird. Das wird auch noch eine weile dauern. Unsere Verwaltungen und öffentlichen Dienste und vor allem Politiker sind dem Internet einfach 10 Jahre hinterher. Und die paar Politiker die es blicken werden entwedder ignoriert, weil sie nichts zu melden haben oder sind blinde naivlinge. Erst jetzt im zuge von PRISM wird klar, wie ungebildet und Ahnungslos die Leute selbst bis in die höchsten Spitzen sind. Alle Parteien sind in Sachen neue Medien viel zu konservativ und hängen an alten Zöpfen.
 
@LastFrontier: Ja. Für Frau Merkel sind ja das Internet und das Rad Neuland.
 
@Nunk-Junge: Nicht nur für die.
 
@Nunk-Junge: Siehste mal - es gibt wieder minus weil man gegen die Merkel donnert. Nur zur Erinnerung für die M-Fans: Frau Merkel war bei der Vereinigung 35. Bis dahin war sie ideologisch und politisch ein Zögling der SED-Maschinerie (FDJ-Funktionärin). Sie hat sich diesem System dort genauso angeboten und darin gesuhlt wie bei uns auch. Leere Phrasen, ignorieren des Volkes Meinung, Verdrängung von Tatsachen und dumm stellen. Wenn sie doch so überzeugt von Freiheit und Demokratie war, warum hat sie sich dann nicht gewehrt oder ist abgehauen? Das soll mal bitte einer Erklären. P.S.: nein ich habe nichts gegen "Ossis". Wohl aber gegen Systemgewaschene, nichtssagende Mitläufer und Emporkömmlinge die im Vier-Jahres-Plan-Rhytmus ausschliesslich um den Machterhalt bedacht sind und sich ansonsten wie ein Schlange durchs Unterholz winden; also der Spezies der Wendehälse angehören.
 
Ich finde das durchaus OK. Dienstliches hat in den Netzwerken nichts verloren, erst recht wo man jetzt weis wie die Amis damit umgehen. Konsequenterweise sollte man das aber generell ausweiten, also auch und gerade auf die Politiker selbst.
 
@Memfis: "morgen früh fällt die erste Stunde aus" ist dienstlich, aber damit hätte ich kein Problem wenn das die USA erfahren.
 
@steffen2: Joa und Schüler die sich dem Quatsch verweigern würden es ohnehin nicht erfahren. Wir kamen auch ab und an zur ersten Stunde und dann war der Lehrer krank. (Aber interessant, dass einige Lehrer schon im Vorfeld wissen, dass sie krank werden :D) Alles andere sollte eigentlich planbar und entsprechend mitteilbar sein.
 
Generell ein richtiger Schritt. Ich sehe hier aber weniger das Datenschutzproblem (was sicher auch vorhanden ist) also das Problem der Vermischung von Privatem und Schulischem. Der Lehrer ist vor allem eine Autoritätsperson. Bei Kommunikation in Social Networks, die überwiegend sehr locker abläuft, läuft der Lehrer Gefahr Autorität zu verlieren. Daher ist dieser Schritt zu begrüßen. Man sollte dennoch überlegen wie Lehrer die "neuen Medien" effektiv für ihre Schüler nutzen können - z.b. für die Verteilung von Arbeitsmaterialien etc. Hier sollten also alternative Wege bereitgestellt werden - sichere FTP Server, schulinterne Websites etc.
 
Absolut begrüßenswerter Ansatz. Ich empfehle auch dringend dem gebührenfinanzierten öffentlichen Rundfunk mit dem ganzen Twitter, Facebook, google+ Kram aufzuhören und ein stinknormales Chat- oder Feedback-System einzusetzen. Nichtzuletzt sind die Netzwerke auch so verbreitet, weil ARD/ZDF nur noch Werbung dafür machen. Selbst in der Tagesschau laufen pausenlos youtube Filmchen oder googleearth-Werbung. Man will sich modern geben und merkt gar nicht, wie sehr man Werbung macht. Der Höhepunkt war wohl die EM-Berichterstattung von Usedom.
 
@EmilSinclair: Naja... warum sollten denn die öffentlich rechtlichen nicht die etablierten Netzwerke für die Einbindung der Fernsehzuschauer nutzen und zwingend eigene Medien entwickeln und einsetzen, nur damit im Endeffekt die Sachen trotzdem von den Usern weiter über FB, Twitter & Co. kommuniziert werden? Bei den schulischen Dingen wie oben geschildert bin ich da voll und ganz auf deiner Seite: Das gehört nicht in öffentliche, soziale Netzwerke. Aber wenn es um Zuschauereinbindung einer Fernsehsendung geht? Man kann's auch übertreiben...
 
@RebelSoldier: Irgendwie passt das nicht zusammen: über und gegen PRISM wettern und dann die Leute zu Facebook oder genau den Diensten zu nötigen die in erheblichen masse zu dieser Überwachung beitragen.
 
@LastFrontier: Der PRISM-Aufreger an dieser Stelle ist fraglich, da bei einer öffentlichen (!) Diskussion keine privaten Dinge diskutiert werden. Somit kann sich keiner über fehlende Privatsphäre beschweren. Darüber hinaus werden die Nutzer nicht dazu genötigt, diese Dienste zu nutzen. Wer sie nicht nutzt, nutzt sie eben nicht. Viele andere tun dies schon, also warum das Rad neu erfinden?
 
@RebelSoldier: Es sind aber noch nicht genügend die sich dem Versagen. Das würden die Unternehmen nämlich wirtschaftlich spüren und der Druck auf die Staaten und die Gesetzgebung würde sich erheblich erhöhen. Was galubst du wohl wenn alleine in D Facebook oder Google einen Rückgang um 25% oder mehr hätten. Wenn von heute auf morgen keiner mehr Apple-Produkte kaufen würde. Dann wäre die Kacke am dampfen.
 
@RebelSoldier: Mir geht es hier gar nicht so sehr um die Einbeziehung der Zuschauer. Mir geht es darum, dass die "sozialen" Medien hier eine massive Werbeplattform bekommen. Wenn ich z. B. minutenlang irgendwelche Twitter-Belanglosigkeiten von anderen Zuschauern vorgelesen bekommen hat das für mich exakt 0-Mehrwert. Für die Netzwerke ist das allerdings eine kostenlose Werbung. Hier wird massiv eine Verbreitung jenseits der 30+ unterstützt. Und man lagert z. B. Kommentare zu politischen Themen wie Talkshows, Tagesschau, etc. nach Amerika aus.
 
@EmilSinclair: Naja, "Twitter-Belanglosigkeiten" ist zu allgemein gehalten. Wie du schon sagst: Für DICH hat es keinen Mehrwert. Für andere vielleicht schon. Und wie in meiner Antwort an @LastFrontier schon geschrieben: Viele benutzen ja von sich aus schon diese Dienste. Wieso dann nicht gleich mitnutzen und das Rad neu erfinden - was übrigens dann auch wieder einiges an Geld kosten dürfte. Edit: Und was du bezüglich der ü30 Zielgruppe sagst: Weder mein Vater, noch meine Mutter noch mein Großvater nutzen jetzt Twitter und Facebook mehr (bzw. überhaupt), nur weil bei der WM in der Halbzeitpause Twitternachrichten vorgelesen werden. Also wenn das Werbung sein soll... na ich weiß ja nicht (zumal Twitter und FB als Marke ohnehin schon bekannt sind - zumindest für die, die was mit dem Internet anfangen können).
 
@RebelSoldier: Wenn bei der Fußball EM Beckenbauer und Kahn genötigt werden einen Twitter-Account zu eröffnen und sich öffentlich einen Tweet senden, wo die ganze Technik dann gezeigt wird, ist das nichts anderes als eine Produktpräsentation. Hier wird ganz klar die Zielgruppe definiert, die diese Fußballer kennt. Und wenn man Kahns fassungsloses Gesicht gesehen hat, als er sich mit dem Thema befassen musste, kann nur mit dem Kopf schütteln. Dazu einen Rubrik "Twitter", jeden Abend! Das ist so, als ob man öffentlich darauf hinweist, wie cool es ist ein Telefonat mit der Telekom zu führen. Diese Dienste und die Landkarte der Metadaten sind ein grundsätzliches Problem. Dem Nicht-Ttechnikaffinen ist gar nicht klar, was er da tut. Und da beginnt für mich Verantwortung der Medien, die ja gern vor sich hergetragen wird. Wenn die kommerziellen Sender so etwas machen, sei es drum. Aber ich will keine gebührenfinanzierte Werbeplattform für Dienste (bzw. Unternehmen), die ich grundsätzlich ablehne!
 
@EmilSinclair: Ich verstehe nach wie vor das Problem nicht. Du lehnst für dich Twitter ab. Ist OK, sagt keiner was dagegen, ist eben deine Entscheidung. Gleichzeitig sagst du, die ÖR sollen Twitter nicht einsetzen, weil DU es ablehnst. Was soll das? Im Q4 2012 verzeichnete Twitter 288 Mio. aktive Nutzer weltweit. Ich finde es, im Gegensatz zu dir, nur logisch, dass auch die ÖR diese Medien nutzen um ihre Inhalte zu verteilen, sich Meinungen der Fernsehzuschauer einzuholen oder die Zuschauer am Fernsehprogramm zu beteiligen (und sei es nur, indem eben einige Nachrichten vorgelesen werden). Die Dienste werden von den Menschen nun mal genutzt. Das mag man für sich alleine sehen wie man möchte. Wie schon gesagt: Es wird ja niemand gezwungen, Twitter & Co zu nutzen. Und wenn ein Herr Kahn in einer Sendung eine Twittermeldung absetzen muss, dann wird das vorher vertraglich so geregelt worden sein und dient mit Sicherheit nicht zur Werbung für Twitter. Ich glaube kaum, dass Twitter die EM-Berichterstattung auf Usedom gesponsort hat. Es war vielmehr lediglich eine Nutzung der vorhandenen Medien um "bürgernah" rüberzukommen.
 
@RebelSoldier: Mir geht es darum, dass aktuell und berechtigt sehr kritisch über den Umgang mit persönlichen Daten berichtete wird. Gleichzeitig gibt man aber insbesondere den kritisierten Medien ein Forum. Das Facebook und Twitter nützlich sein können will ich gar nicht abstreiten. Allerdings überwiegen die Gefahren den Nutzen in erheblichem Maße und es gibt einfach zu viele Unbedarfte, die nicht das Hintergrundwissen haben um zu erkennen, wie die Daten mißbraucht werden KÖNNTEN! Durch die Berichterstattung wird sugeriert, dass es ganz natürlich sei, bei Facebook oder Twitter zu sein. Das ist es allerdings noch lange nicht und die ÖR haben in meinen Augen die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass es nicht so weit kommt.
 
@EmilSinclair: Und genau hier liegt der Knackpunkt. Weil einen die Medien geradezu dazu nötigen. Dazu gehören auch die Internetforen. Die Kritik an dem ganzen System ist auf grund der aktuellen Ereignisse berechtigt. Aber die Medien selber scheren sich einen Dreck darum. Uns doch egal ob ihre eure daten preisgebt - Hauptsache wir ziehen Leute auf unsere Plattform. Von daher ist es eine verlogene Scheinheiligkeit der Medien wenn sie sich wegen Überwachung erregen und im gleichen Atemzug genau diese Plattformen unterstützen. Jeder der sich irgendiwe öffentlich präsentiert, treibt einen quasi in diese Hölle hinein. Feiglinge und Dummschwätzer auf der ganzen LInie.
 
@EmilSinclair: Ich stimme dir ja zu und will auch gar nicht abstreiten, dass das öffentliche Hinausposaunen des Lebensinhaltes auf diesen Medien vielleicht mal kontraproduktiv sein könnte für den Einzelnen. Das ist so weit richtig. Allerdings, und das ist der Knackpunkt an der Sache: Ich sehe hier die ÖR nicht in der Pflicht, die Nutzer vor der Verwendung der sozialen Netzwerke zu warnen. Denn: Die Benutzung des Netzwerkes alleine ist nicht schädlich. Allerdings, und das ist jetzt wieder das, wo ich dir uneingeschränkt zustimme: Ich persönlich würde nichts dort posten, was ich nicht auch öffentlich vorm Rathaus an eine Pinnwand hängen würde. Ja, viele gehen zu unbedarft mit ihren Daten um und ja, viele haben auch keine Ahnung was das für Auswirkungen haben könnte. Allerdings sehe ich nicht, warum die ÖR nicht auch diese Medien benutzen sollten. Was wichtig ist, und da stimme ich dir auch zu: Die Medien sollten entsprechend eben diejenigen aufklären, die keine Ahnung davon haben. Ich werde meinem Kind später den verantwortungsvollen Umgang mit Internet und sozialen Medien beibringen können. Meine Eltern konnten mir dies nicht beibringen, ich musste mir das selbst erarbeiten. Leider scheint es auf der anderen Seite aber auch viele Eltern gar nicht zu interessieren oder sie wissen es einfach nicht besser. Und da ist Aufklärungsarbeit gefragt. Den Kindern wird ja auch beigebracht, nicht zu Fremden ins Fahrzeug zu steigen. So ähnlich müssten die heutigen Eltern der jungen Generation auch mit Ihren Kindern Internet-Themen umgehen. Tun aber viele nicht, weil sie es einfach nicht besser wissen. Und da muss aufgeklärt werden. Und ja, ich sehe es da ein bisschen anders: Ich finde es hingegen völlig normal, in einem sozialen Netzwerk vernetzt zu sein. Warum auch nicht. Auto fahren ist auch Normalität geworden. Oder fernsehen. Es ist eben ein neues Medium, welches Einzug in unseren Alltag gehalten hat und an sich auch gar nicht so verkehrt ist. Nur eben über die Gefahren muss aufgeklärt werden, wie bei vielen Dingen im Leben, die wir sonst als völlig normal erachten. ####### Edit: Wenn der Text etwas wirr sein sollte und ich mal von A nach B hüpfe bitte ich um Entschuldigung. Es ist einfach zu warm um sich ordentlich zu konzentrieren... :D
 
@RebelSoldier: Wir liegen gar nicht weit auseinander. Ich bin auch keineswegs technikfeindlich. Mir geht es nur aktuell zu schnell und zu weit. Wer alle Puzzleteilchen mal nebeneinanderlegt, der sieht - gerade im anbetracht der aktuellen Diskussion - wirkliche Gefahren. Handys, deren GPS-Ortung nicht mehr deaktivierbar ist. Verpflichtendes eCall in Neuwagen mit Standortübermittlung, maschinenlesbare Autokennzeichen, Metadatensammlung, Beziehungsnetzwerkanalyse, selbst der Fernsehr übermittelt per SmartTV Verhaltensmuster, unsere Bücher und Musik in der Cloud, Bankgeschäfte und Steuererkärung online... und selbst wer heute sagt, dass er nichts zu verbergen hat, kann nicht sicher sein, was mit diesen Daten in 5, 10, 20 Jahren passiert. Ich bin seit 20 Jahren online aber langsam wird mir übel...
 
Für unsere Noch-Kanzlerin wäre das sicher auch "Neuland"...
 
Facebook ist doch genauso ein Hype, der in naher Zukunft wieder in der Versenkung verschwinden wird. Erinnert sich noch jemand an Napster, Myspace, StudiVZ, MyVideo oder ICQ? Oder Letsbuyit? :-D
 
@Qwarzo: Napster: Ja; myspace: Ja (aber nicht genutzt); StudiVZ: Ja; myVideo: Ja; ICQ: Ja; Letsbuyit Ja (aber nicht genutzt)
 
@Qwarzo: Im Netz ist eben alles vergänglich. Obwohls fraglich ist, ob FB in "naher Zukunft" verschwindet. Solche Sachen verschwinden nur, wenn es etwas besseres gibt und bisher ist jeder Versuch etwas ähnliches auf die Beine zu stellen an mangelndem Interesse der Nutzerbase gescheitert. Ist eben fast genauso schwer, wie Youtube oder Google vom Markt zu verdrängen. Da gewinnt in der Regel immer der, der die meiste Kohle hat.
 
@XChrome: Die Idee an und für sich ist nicht schlecht. Nur wie es durchgezogen wird ist einfach unverschämt und Rücksichtslos.
 
@Qwarzo: wer will schon im gleichen Netzwerk sein wie seine Eltern? Überwachung pur, nicht nur vom Geheimdienst.
 
Oder den MSN Messenger? :-D
Krass, wenn man mal nachdenkt, wie viele Sachen es gibt, welche so schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind.
 
Tropfen auf den heißen Stein. Was ist mit Google, MS, Apple, den ganzen anderen Ami-Diensten von denen sich Deutschland und EU in den letzten Jahren völlig abhängig gemacht hat? Typisch inkonsequentes Dünnbrettbohrer-Gesetz.
 
@JSM: Am besten noch keine europäischen Dienste nutzen, könnten auch sehr gut von der EU zu spionieren benutzt werden. :-D
 
Ähm ihr "Neuland-Spezis"... werdet mal wach da-oben. Ihr könnt doch niemanden vorschreiben wie und wo und warum er/sie kommuniziert?! Es sollte auch JEDEM (gerade den Lehrern) bekannt sein, dass man keine sensiblen Daten über diese Wege weiter gibt.
 
@Stefan_der_held: Darum geht es ja gerade: Es SOLLTE klar sein. Genau so wie es klar sein SOLLTE, dass an Kindergärten und Schulen nicht schnell mit dem Auto gefahren werden darf, oder in die Sonne gucken die Augen schädigen könnte oder Kaffee heiß sein kann. Sollte, hätte, wäre, wenn - ich denke, die zukünftige Generation Lehrer kann da schon besser mit der Thematik umgehen. Die heutige ist manchmal schon arg überfragt. Leider, ist aber so.
 
"Für alle diese Zwecke gibt es bereits Kommunikationswege, wie beispielsweise der konventionelle Schriftverkehr"

xD zu gut
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