BGH-Urteil: In-Game-Angebote für Kinder sind illegal

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes dürfte einen deutlichen Einschnitt für die Freemium-Modelle von Spieleanbietern darstellen. Diese dürfen sich mit ihren Kaufangeboten nicht direkt an Kinder richten. mehr... Gaming, Spiele, Computerspiel Bildquelle: GData Gaming, Spiele, Computerspiel Gaming, Spiele, Computerspiel GData

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Formulierung und Zahlungsmittel? Also daß Spieler geduzt werden ist eigentlich normal und meines Wissens setzt eine Mobilfunkvertrag immer noch ein Mindestalter von 18 Jahren voraus, oder hat sich das inzwischen geändert?
 
@Johnny Cache: Nein, deswegen ist das eigtl. völlig albern. Premium-Dienste bzw. SMS lassen sich meines Wissens nach auch sperren oder man gibt dem Kind halt nur eine Prepaid-Karte. Wenn es sich verbotenerweise das Handy von den Eltern dafür schnappt bringt das Verbot auch nichts, weil dann kann es sich genauso gut auch die Kreditkarte der Eltern schnappen. Und eine solche Formulierung an den Spieler findet man in fast gleicher Form auch in Werbung zu Spielen wie BF3, wo man normalerweise ja nicht mehr von ausgeht, dass sie primär an Kinder gerichtet ist.
 
@mh0001: Selbst diese Obstfirma duzt ihre Kunden (z. B. in Werbemails für Dinge, die mehr als ein paar Cent kosten), also daran lässt sich das heutzutage wirklich nicht mehr festmachen.
 
RICHTIG SO, alles abzocker!! Das erst wieder ein Gesetz her muss, damit die Kinder nicht abgezockt werden, traurig!
 
@eXit888: gestze sind ja auch einfacher zu handhaben und ein guter ersatz für eine vernünftige erziehung ^^
 
Ich finde man sollte dabei noch mehr Bezug auf die Spiele an sich nehmen... Bspw. gibts im Win8Store ne App die heißt Paint 4 Kids. Solche Spiele spielen die Kinder normaler Weise am Rechner der Eltern(wo dann auch direkt schon Zahlungsmittel hinterlegt sein können!) und bei diesem Spiel wird man ständig aufgefordert diese und jene Ausmalmappe doch noch dazu zu kaufen für gar nicht mal so wenig Geld - da ists u.U. nur zwei Klicks entfernt bis das Malheur passiert ist.
 
@bLu3t0oth: Und was ist so schlimm oder gar "kaufanimierend" an dem Namen? Es beschreibt nunmal, dass dieses Paint speziell für die Bedürftnisse von Kindern entwickelt wurde, also "for kids"... Mal davon abgesehen, dass sowohl die App kostenlos ist als auch die In-App Käufe gesperrt sind..
 
@Slurp: <es geht nicht um den Namen, sondern darum dass sich die app speziell an kleinere Kinder richtet, die dann schnell auch mal auf kaufen klicken.
 
@bLu3t0oth: und dann auch das windows live passwort eingeben, um den kauf zu bestätigen... und wenn *das* der fall ist, sollte man sich gedanken um die erziehungsmethodik der eltern machen
 
@Slurp: muss man das n zweites mal eingeben? hab da noch nix gekauft.. dachte das wäre mit der Anmeldung am Store mit abgegolten wie bei WP..
 
@bLu3t0oth: nein... du musst bei jedem kauf dein passwort eingeben.. da wird gar nix gespeichert.. man kann im store diese funktion zwar abschalten, aber standardmäßig ist die abfrage eingeschaltet - und ehrlich: wer die abschaltet und gerade dann noch seine kinder ohne kontrolle an den pc lässt, hat selbst schuld... da helfen dann auch die besten sicherungen nix
 
@Slurp: Ok, dann mag das hier wohl nicht zutreffen..
 
Oha, na das wird dann wohl recht interessant. Es gibt ja nicht gerade wenige Spiele, die einen In-Game Shop haben und auch für diesen direkt/indirekt werben und sich doch etliche (per Gesetz) Kinder in Spielen tummeln... . Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Urteil gerade Free2Play Spiele hart treffen wird. Vieleicht wird aber demnächst auch eine härtere Altersverifikation in solche Spiele eingebaut.
 
Dann aber auch gleich Werbung mit Spielzeug, Naschkram und ähnlichem Verbieten das setzt den Kindern noch flauseln in den Kopf, dass sich ihr Leben nicht darum dreht den ganzen Tag enthaltsam und Christlich in der Schule zu Sitzen bis sie Alt genug sind um meine Pension zu bezahlen. XD
 
@Geartwo: es gibt aber einen unterschied ob nen kind für 2 EUR was zum naschen holt oder ob er spontan 50 EUR in einem Spiel verkloppt was er nicht mal besitzt sondern nur spielen "darf"
 
@MarcelP: Mein Problem das ich algemein mit diesem ab 18 hab ist das die Geistige Reife, auch bei vielen Älteren Personen ein vielfaches weniger dessen ist, welche so mancher 12 Jahriger vorzuweisen hat. Ich bin dafür das einfach bei der Installation/Anmeldung gefragt wird ob man es nun will oder nicht.
 
Das Ende von Pay2Win ist nahe. :>
 
@RobCole: Schön wäre es ja. Eine nervige Werbemasche in der Glotze weniger.
 
Ich finde überhaupt das ganze Konzept mit InApp-käufen fragwürdig. Vor allem dann wenn mit Gratis-Download und Free to play geworben wird und über InApp-Käufe richtig abgezockt wird. Oder man hat eine 0,99€ App und nach 10 Minuten kommt dann schon "Wenn sie weiter spielen wolen....". In den Beschreibungen der AppStores ist es nämlich nicht auf anhieb ersichtlich dass InApp-Käufe zusätzlich getätigt werden müssen um die App dann voll nutzen zu können. Also hier sollte man schon im vorab erkennen können, was eine App tatsächlich an Kosten verursacht. So kann man auch Beute machen.
 
@LastFrontier: Meine volle Zustimmung zu Deinem Kommentar! Ich halte dieses "Drucker"-Modell (Drucker kriegt man nachgeschmissen - Tinte ist schweineteuer) auch für äußerst fragwürdig - und zwar generell.
 
@Roy Bear: Vor allem wenn man weiss, dass viele Drucker nach einer gewissen Laufzeit den Dienst versagen, obwohl kein technischer Defekt vorliegt. In meinen Augen ist das glatter Betrug.
 
Ich denke nicht das die Unternehmen das Urteil so stehen lassen da dieses auch ein Starker eingriff in die Werbung(sindustrie) selber ist. Und ich halte das Urteil auch für einen großen Witz mehr nicht. Keine Werbung an Kinder ? Schaut euch nur an was kurz vor Weihnachten abgebt, dagegen ist ein dutzen des vermeidlichen Kunden gerade zu eine Lächerlichkeit.
 
@Der-Magister: Zigarettenwerbung konnte man auch verbieten und hat auch niemanden geschadet.
 
Sehr gut dann bekommen die Abzocker mal ein wenig schlaflose Nächte.
 
Was für ein Unfug wieder mal. Kinder haben das Recht mit ihrem Taschengeld zu kaufen was sie wollen (Taschengeldparagraph §110 BGB) - ohne Zustimmung der Eltern. Wenn sie damit ihr Handy aufladen, um damit ihr Hobby (Browsergames) zu finanzieren, ist das ihre Sache. Beschwert sich doch auch keiner, wenn sie GameWerbung im TV sehen und ihr Taschengeld dafür verwenden den Titel im Laden zu kaufen. Taschengeld ist dafür da, für sinnlosen Kram verprasst zu werden, der dem Kind Freude macht. ^^
 
@Trashy: Da aber solch Games die Suchtgefahr erhöhen und somit das Finanzielle außer Augen gerät werden sodass Schulden in Jungen Jahren aufgebaut werden ist einfach der Falsche weg somit ist das Urteil schon richtig. Für solche Spiele in denen man für Rüstungen oder um weiter zukommen usw. bezahlen muss würde ich fast mit Glücksspiele gleichsetzen.
 
@Menschenhasser: Schulden? So ein Unsinn... Schulden kann man nur aufbauen, wenn die Eltern ihrem Kind ein Vertragshandy statt n Prepaid-Handy in die Hand drücken - und das ist dann elterliches Versagen, wenn sie ihm solch einen finanziellen Freibrief überlassen - würde ja auch keiner auf die Idee kommen seinem Kind eine limitlose Kreditkarte zu geben (auch dafür gibt es Prepaid-Kreditkarten). Bei nem Prepaid-Handy muss das Kind selbst entscheiden, obs sein Taschengeld dafür ausgibt und danach ist eben Sense. Wenns dann den ganzen Monat kein Geld mehr übrig hat, wirds entweder aus seinen "Fehlern" lernen - oder hat bewusst seine Prioritäten darauf ausgelegt sich von seinem Taschengeld eben Items fürs Game zu kaufen - was sein gutes Recht ist. Nur so kann ein Kind lernen, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann als man hat.
 
@Trashy: Ca 400000 Kinder und Jugendliche haben schulden also ist das schon ein Problem. Du musst nichts schönreden. Kinder können die Gefahr leider nicht einsehen. Das Gericht hat recht und nicht Du das solltest du dir merken also werde ich deinem Schwachsinn auch nicht mehr weiter kommentieren..
 
@Menschenhasser: Was für seltsame Statistiken du für deine spärliche Argumentation wieder zurate ziehst.. Ja 400.000 haben Schulden - aber das sind primär Gelder, die man sich für Freunden geliehen hat, um mal am Schnellimbiss was zu kaufen (Hauptgrund) - willst du deswegen jetzt auch alle Dönerläden und Fastfood-Restaurants verbieten? Über 60% dieser "Schulden" sind nicht höher als 10 Euro als kein Grund deswegen einen Wirbel darum zu machen. Ist doch ganz normal, dass man sich unter Freunden mal was borgt. Die Verschuldung durch übermäßige Handynutzung liegt bei unter 8% - und die Statistik stammt aus einem Jahr, als es noch keine Telefonie/SMS-Flatrates gab und die Eltern den Fehler gemacht haben, dem Kind ein Vertragshandy zu geben und Millionen SMS schicken zu lassen. Und im übrigen ist das ist auch kein Grundsatzurteil, sondern ein Versäumnisurteil, weil GameForge es versäumt hatte zu einem früheren Gerichtstermin zu erscheinen. Es liegt auch noch nichtmal eine schriftliche Urteilsbegründung vor. Das Urteil ist somit auch noch nicht rechtskräftig. Wer am Ende Recht bekommt wird sich erst noch zeigen, denn §110 BGB ist aus gutem Grund in unserem Gesetzbuch und der wird am Ende Gewicht haben, wirst du sehen.
 
@Trashy: Ich verstehe echt nicht warum du nicht die Begründung dieses Urteils ließt vielleicht kommt ein bisschen Gerechtigkeit in deiner Birne
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