Staat kann kein EU-Gegengewicht zu Google bauen

Überlegungen der Bundesregierung, mit staatlicher Hilfe in Europa Gegengewichte zu den großen Internet-Konzernen der USA zu etablieren, werden von Ökonomen als wenig erfolgversprechend eingeschätzt. mehr... Internet, Netzwerk, Grafik, OPTE Projekt Bildquelle: OPTE Internet, Netzwerk, Grafik, OPTE  Projekt Internet, Netzwerk, Grafik, OPTE Projekt OPTE

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"Merkel hatte am Sonntagabend in einem ARD-Interview gefordert, großen US-amerikanischen Internetkonzernen wie Facebook oder Google mit einer gezielten staatlichen Förderung auf europäischer Ebene künftig stärker Paroli zu bieten."
Jaa, lasst uns so billig Kopien wie StudiVZ und die vielen Kopien der Samwer Brüder auch noch mit staatlicher Förderung unterstützen.
Die sollen das Geld mal lieber in Bildung investieren damit in Europa auch mal wirklich was neues in den neuen Medien passiert und nicht mehr von den Amis kopiert werden muss, dann werden sich auch die europäischen Dienste International durchsetzen. Die Amis sind doch nicht bei Facebook weil es eine amerikanische Plattform ist, sondern weils sowas vorher quasi nicht gab (es gab zwar vorher schon 1-2 ähnliche Sachen aber da war die Verbreitung des Internets einfach noch zu gering). Und die Konkurrenten aus Europa und Co. erst später dazu kamen und nur billige Kopien waren.
 
@terminated: ganz genau: vor facebook gab es hauptsächlich nationale projekte. facebook war das erste, das international ausgerichtet war, daher auch der erfolg!
 
@terminated: Das Rezept von Samsung: Kopieren, lernen und verbessern -> eines der erfolgreichsten IT-Unternehmen weltweit.
Wie wurden Firmen wie Google oder Microsoft berühmt? Durch Kopien von anderen Diensten die so lange verbessert wurden bis sie das Original überholten. Yandex funktioniert in Russland auch super, wieso sollte das in der EU nicht möglich sein? Mit den richtigen Argumenten wie starker Datenschutz und zensurfreie Suchergebnisse mit einem ähnlich guten Suchalgorithmus wie von Google würde dass auch viele Nutzer anziehen aber davon will von denen sowieso niemand etwas hören.
 
@theBlizz: zensurfreie Suchergebnisse? Das glaubst du ja wohl selbst nicht, oder? Nicht nur, dass auch google zensiert; wenigstens zensiert Google nicht regierungskritische Blogs und Seiten - eine staatliche oder staatlich-geförderte Suchmaschine würde das definitiv tun. Außerdem ist "Kopieren" nur dann einigermaßen gerechtfertigt, wenn man daraus lernt, was (signifikant) verbessert und dann veröffentlicht. Warum sollte man zu staatlichen Systemen a la Stasibook oder Twittler wechseln? Damit man sich nicht mehr die Frage stellen muss, ob Daten gesammelt werden oder nicht (weil definitiv ersteres der Fall sein wird)? Nein, danke. Nur etwas zu bieten, was höchstens genau so gut/schlecht ist, reicht nicht. Es muss bahnbrechend sein, damit jemand Facebook verlässt und zum Staatsbook wechselt. @DRMfan: Google hat die Suchmaschine ebenso wenig erfunden wie Apple das Smartphone - von daher ist Google ein Abklatsch und Bing auch einer usw. Und SVZ war meiner Meinung nach auch eine Kopie von FB - und da das Ding (laut Aussagen einiger - ich kann mich nicht mehr erinnern) höchstens gleiche/ähnliche Features bot, war es wohl kaum besser. Da kopieren günstig bis billig ist, sagen viele (vermutlich zurecht), dass es ein billiger FB-Abklatsch war.
 
@divStar: Nur das FB bis heute dauernd Störungen hat, mies zu bedienen ist und dauernd Einstellungen zurücksetzt - Alles Probleme, die ich mit dem alten SVZ nie hatte... (Ja, FB ist viel größer - das interessiert mich als Nutzer aber nicht....)
 
@DRMfan^^: aber was ist der Grund, dass so viele zu Facebook wechselten? Ich glaube, dass es allein die Größe ist, denn sind mehr Facebook-Leute vorhanden, kann man auch mehr Facebook-Leute finden, die man kennt oder kennenlernen möchte. Abgesehen davon: es muss schon etwas Unglaubliches geben, damit Menschen von einem Dienst zu nem anderen wechseln.
 
@terminated: SVZ mag das Konzept kopiert haben, trotzdem verstehe ich immer nicht, wieso das als "billige FB-Kopie" bezeichnet wird - das System ist gaz anders. dann ist Bing ja auch ein billiger Google Search Abklatsch oder GMX en biliger AOL Mail Abklatsch etc.
 
@DRMfan^^: GMX gibt es schon seit 1997, AOL hat als Onlinedienst angefangen und ständig diese nutzlosen CDs verschickt. AOL ist eher vergleichbar mit BTX/T-Online.
 
@chrisrohde: Genau, und AOL hat als Online_dienst mit seiner Sandkasten-Software ja keine eMails angeboten....
 
@DRMfan^^: als ich das erste mal AOL benutzen musste, musste man das grässliche, verbuggte AOL-Programm benutzen, smtp-server und pop3-server wurden nicht bekanntgegeben.
http://www.netzeitung.de/1/183227.html
Bei GMX konnte man schon viel früher Netscape bzw. Thunderbird als Mailclient verwenden. ...
 
@terminated: Das Problem liegt ferner darin, dass Europa absolut innovationsfeindlich ist. In den USA sitzt das Geld für "spontane Ideen" deutlich lockerer.. Venture Capital ist da halt einfach was anderes als hier. Hinzu kommt, dass in Europa die rechtlichen Grundlagen viel zu diffizil sind.
 
@terminated: Man merkt es immer wieder: Das Internet ist für Frau merkel NEULAND ^^
 
Ob jetzt die NSA die Daten an den BND liefert oder die Daten umgekehrt fließen ist doch eigentlich auch egal. Was wir wirklich brauchen wäre eine Art OpenInternet. Eines an dem jeder mitwirken kann und keiner heimlich rumhorchen kann. Ich würde sogar so weit gehen dass man eigentlich sogar eigene Strippen ziehen müsste. Wenn das gar nicht möglich ist das derzeitige Netz nur per VPN als Transit Infrastruktur nutzen. Aber selbst da machen einem Telekom und Co wieder einen Strich durch die Rechnung!
 
@Kindliche Kaiserin: Solange staatliche Organe die Unternehmen dazu zwingen können die Daten rauszugeben, hilft dir VPN und der Rest halt auch nichts. Die einzige Lösung wäre eine Clientseitige Verschlüsselung sämtlicher Daten. Wie dann Netzwerke wie Facebook effektiv und einfach funktionieren sollen darf jemand anders gerne erläutern. Eine 100% Sicherheit wird man als einfacher Bürger eh nicht herstellen können, erst recht nicht gegen die Finanzstarken Regierungen/Geheimdienste. Der Prism-Skandal hat aber in so fern vielleicht was gebracht als dass sich der eine oder andere jetzt doch ein paar Gedanken über die Thematik macht und sich versucht zu informieren. Im großen und ganzen bleibts aber beim alten: die Leute spielen mit geschlossenen Augen auf der Straße und hoffen dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten. Wenns mal nicht so ist wundern sich alle paar Tage, formulieren weitere Regeln und verschließen dann wieder die Augen statt mal die Augen zu öffnen und sich nicht auf die anderen zu verlassen.
 
@Kindliche Kaiserin: Ich finde deine Vorstellung irgendwie leicht utopisch.. wieso denken Leute eigentlich immer, dass das Internet nen Raum ist, in dem man tun und lassen kann was man will und es interessiert niemanden, denn es ist ja im Internet.. Jeder der so denkt, hat irgendwas nicht verstanden. Ich finde, dass diese Möglichkeiten von NSA und BND gar nicht so tragisch sind. Im Falle eines konkreten Hinweises, eines richterlichen Beschlusses oder eben ähnlicher Fälle ist eine Überwachung sämtlicher Internetaktivitäten ja wohl durchaus legitim. Aber halt eben nicht, wenn jemand im Internet mal irgendwo das Wort Bombe gesagt hat.. so funktioniert das einfach nicht.
 
@luckyiam: Wo habe ich geschrieben das man alles tun und lassen können sollte? Ich bin lediglich gegen verdachtsunabhängige präventive Überwachung aller nach Stasimanier! Das Problem ist doch das es heute ausreicht Bombe gesagt zu haben um überwacht zu werden. Und ich rede hier über das was wir nach unseren Medien wissen. Das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein, von dem her frage ich mich wer hier der Utopie unterliegt.
 
@Kindliche Kaiserin: Hmm.. vlt die Stelle wo du von nem OpenInternet redest? Das läuft genau darauf hinaus..
 
@luckyiam: Ich hatte das als Vorbild Open Source Software. Da kann doch auch nicht jeder machen was er will. Eine offene Infrastruktur bedeutet doch auch das jeder sehen kann was an dieser gemacht wird. Im Gegensatz zu jetzt in dem Provider und Regierungen beschließen was wir dürfen. Ein Beispiel dazu ist das miese Peering der Telekom zu Youtube. Ein anderes Beispiel ist das Verbot von Voip und Instant Messaging per Mobilfunk. Noch ein Beispiel ist das ungenierte Abgreifen des gesamten Datenverkehrs an Internetknoten. Sobald irgend geartete Interessen bestehen seien die politischer oder wirtschaftlichler Natur wird nicht das best mögliche herauskommen. Oder ging es dabei um die Unmöglichkeit so etwas aufzubauen. Da würde ich sogar zustimmen aber das liegt daran das viele Leute wie sie denken. Gehen würde das ansonsten eigentlich schon!
 
"Kreativität und Risikobereitschaft entfalten sich am besten, wenn Menschen sich frei bewegen können." Schöner Seitenhieb :>
 
Jetzt muss ich lachen, bevor das in der EU klappt ist sie längst nicht mehr. Der Zug ist schon seit langem abgefahren. Zudem wird hier und in der EU ja auch wirklich jede Innovation blockiert bis zum geht nicht mehr, getreu nach dem Motto, bloß nichts neues
 
Das ist doch alles Neuland. Hoffentlich hat nicht irgendeiner ne Flagge mitgebracht. ;)
 
@Johnny Cache: Ich finds lustig, wie sich ale darüber lustig machen, weil sie den Kontext nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Im Laufe der zeit ist das Internet nicht mehr nur irgendein Netzwerk, es ist etwa sunverzichtbares in der Gesellschaft geworden, international. Da stoßten Kulturen wie auch Gesetzgebungen aufeinander, die abgestimmt werden müssen. Und genau diese Abstimmung ist sehr wohl relatives Neuland.
 
@kkp2321: Aber Briefgeheimnis, Fernmeldegeheimnis und Versandhäuser gab es schon bevor dieses neumodische Internet erfunden wurde, es spielt keine Rolle ob es sich um einen elektronischen Brief (E-Mail) handelt und ob über die Telefonleitung Sprache oder Daten ausgetauscht werden. Es gibt zwar noch einigen Regelungsbedarf was internationale Dinge betrifft, aber man kann durchauaus auf bestehende Gesetze zurückgreifen.
 
@Johnny Cache: Das heißt ja nicht, dass die zu unterstützenden Unternehmen das Internet auch für Neuland halten.
 
Der Mann hat sicher nicht in Gänze Unrecht. Aber eine förderliche Umgebung hat auch noch keinem Unternehmen geschadet. Ausserdem ist das ganze Inet etc. wesentlich dynamischer als Schmidt und Merkel vlt glauben möchten. In den letzten 20 Jahren ist nicht nur ein Riese gefallen. Und z.B. Zalando, Android oder Facebook sind Ereignisse der letzten Jahre. Dell muss umbauen, HP schwankt, MS erfindet sich grundlegend neu. Die Karten werden ständig neu gemischt. Durch blosses Zuschauen gewinnt man aber nicht.
 
Tja, Deutschland, Dichter und Denker... deutsche Zuverlässigkeit...
Ich sehe die Sache noch nicht mals so, dass das Thema Internet komplett abgefahren ist. Ich wüsste jetzt spontan zwar auch nichts, aber das WWW ist nach meiner Meinung auch noch lange nicht "fertig". Mal so als Beispiel nenne ich Streamingdienste. Es gibt zwar auch ältere, aber insgesamt gesehen sind die doch eher neu. Nur da sind wir dann auch schon bei dem Problem, auf Youtube die freundliche Einblendung "sponsored by Gema" und hier in Deutschland die Diskussion über den Streamingdienst Spotify und Entertain der Telekom. Genauso wie Datenschutz&Co. Sicher ist Datenschutz wichtig keine Frage, nur wenn es dann darauf hinausläuft, das eine EU Firma z.B. keine personalisierte Werbung anbieten darf, bringt das auch nicht so viel. Das ganze wird nach meiner Meinung also wieder mal in sinnloseem Geld ausgeben enden.
 
Ich finde Kim sollte sowas mal machen, er lässt auf nichts mit den Regierungen ein.
 
Tja, kommt davon wenn man ein Jahrzehnt Entwicklung verpennt und sich vom Rest der Welt abhängig macht. Versager.
 
Ich glaube nicht an einen Gesinnungswandel. Die Bundesregierung (nicht nur die jetzige) hat bisher dafür gesorgt dass der große Bruder, in Zusammenarbeit mit dem deutschen Geheimdienst etc., seine Überwachungsmethoden still und heimlich perfektionieren kann.
 
Geben die Amis nicht genug Daten her, was? ;D
 
Der Staat kann nichtmal einen joint bauen.
 
hmm...und angeführt wird das ganze von dem land das die modemgeschwindigkeit wieder einführen will beim surfen ? das cafes immer noch nicht ermöglich offenes wlan zugänglich zu machen ? ich weiss ja nicht. außerdem gibt es schon genügend software die mit den großen mithalten kann nur sollte man evtl. server und co. dafür zur verfügung stellen.
 
Für viele Dienste Googles/Microsoft, leider aber nicht alle, gibt es bereits europäische Pendants. Video: DailyMotion (statt YouTube) ; Maps: HERE Maps (statt Google) ; Cloud: Ubuntu One ; OS: Ubuntu (Canonical sitzt in der UK) -- was halt noch fehlt ist 1. ein Emaildienst (einer der nicht providergebunden ist oder voll mit Werbung zugeklatscht ist und vom Speicher her mit Gmail/Outlook konkurrent kann - Web.de und Gmx sind da alle Müll) 2. ein Übersetzungsdienst und 3. natürlich eine Suchmaschine
 
@Surtalnar: Das alle Dienste aus verschiedenen Häusern sehe ich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil an. Natürlich wäre es schön wenn man alles aus einem Guss hat. Insgesamt finde ich es aber besser, dass alle europ. Dienste hier nicht unter einen Dach sind , denn 1. ist man damit nicht an einen Anbieter gebunden und 2. aus Datenschutzgründen ; man kann für jeden Dienst einen Account mit unterschiedlichem Namen verwenden.
 
@Surtalnar: Ach und ganz vergessen...eine Facebook-Alternative fehlt leider auch noch; sowie einen konkurrenzfähigen Skype/Messaging-Ersatz. Ich sehe auch nichts im Anmarsch was mit dem mithalten kann. Die Russen und Chinesen habens am geschicktesten gemacht - die haben für alles ihre eigenen Dienste und sind von den Bevölkernden der USA komplett unabhängig.
 
Da kann man mal wieder sehen, wie naiv unsere Politiker sind, mwenn sie dass wirklich meinen, was sie sagen. Merkel hat gerade das Neuland betreten (was auch für die meisten Abgeordneten gilt) und wollen jetzt eine Konkurenz zu denen aufbauen, die wissen, was sie tun. Ich komme mir langsam vor wie im Käfig voller Narren
 
Wenn ich mit vorstelle, das die EU eine Suchmaschine macht:

Bitte lasst es bleiben. Da werden dann weil staatlich gelenkt vorher schon alle möglichen Rechteverwerter und co schwarze Listen erstellen.
Am Ende hat das Ding alles nur keine Suchtreffer!
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