Bayern: Bußgeld für E-Mail ohne BCC

Weil die Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens in einer E-Mail an Kunden die Liste der Adressaten für alle Empfänger sichtbar gelassen hatte, muss sie nun ein Bußgeld berappen. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht mit. mehr... E-Mail, mailing, E Mail Bildquelle: ideagirlmedia / Flickr E-Mail, mailing, E Mail E-Mail, mailing, E Mail ideagirlmedia / Flickr

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Ja, das hat hier in Bonn auch eine Landeseinrichtung geschafft und die Daten von 150 Leuten in eine Mail CC gepackt. Daraufhin wurde ich auch zugespammt von den Leuten. Leider sitzen an wichtigen Stellen immer noch zu viele Leute mit zu wenig Ahnung von moderner Technik.
 
@LoD14: Stichwort "Einweisung in den Arbeitsplatz": man muss den Menschen auch erklären, was wozu ist. Allerdings sind gut qualifizierte Arbeitnehmer nicht für 6 EUR/Std. zu haben. Verwaltungskosten sparen wollen aber trotzdem alle. Es kann aber auch sein, das die Person sich einfach nur verklickt hat.
 
@LoD14: jo - #Neuland
 
"... rund 95 Prozent des Inhalts ausgemacht, wenn die fragliche E-Mail ausgedruckt werde." <= das gehört zu den schwachsinnigsten Argumenten, die ich je gelesen habe.
 
@Lofi007: es waren ungefähr 10 druckseiten ... (aus anderer quelle erfahren)
 
@krusty: ja, aber wenn der sinnvolle Text 100 Seiten wäre, dann wäre es straf-frei gegangen weil es nur 10 Prozent sind. Oder was???
 
@steffen2: das hab ich nicht behauptet, manche Menschen können sich unter Prozentzahlen nicht viel vorstellen, ich hab z.b. auch immer lieber konkrete Angaben, deshalb die Erwähnung der Seitenzahlen.
 
@krusty: Prozentangaben können schon sehr intransparent sein. Beispiel: Wenn ich heute 1 (ein) Kaugummi verkaufe und nächste Woche wieder 1 (ein) Kaugummi verkaufe, dann habe ich in nur einer Woche 100% mehr Umsatz. So einfach geht Prozentrechnung !
 
@flotten3er: So einfach, deswegen hast Du genau 0% mehr Umsatz, dein Umsatz ist nämlich gleich geblieben... Super einfach :)
 
@steffen2: Falsches denken... immer alles in den Umkehrschluss zu packen macht auch keinen Sinn. Höher Anteil ist ein Element das eine Strafe rechtfertigt und ggf. die Höhe mitbestimmt. Ein geringer Anteil heißt aber nicht, dass es anders ist. Da ist ebenfalls eine Strafe drin, nur geringer... und ggf. werden geringe Strafen (wegen Geringfügigkeit) dann doch nicht verhängt.... aber das ist dann eine Ausnahme und Ermessenssache und keine Allgemeingültigkeit die sich durch den Umkehrschluss ergibt!
 
@Lofi007: Finde ich auch schwachsinnig. Das Instrument E-Mail wird heutzutage immer mehr überbewertet. Es ist eben ein einfache elektronische Nachricht. Was es vor 20 Jahren auch war.
In den USA werden Mails von Steve Jobs in den Wirtschaftsprozessen als Beweismittel gehandelt, obwohl die hochgradig manipulierbar sind und vom Autor i.d.R. nur mit geringer Aufmerksamkeit (jedenfalls nicht gewahr der Tatsache, dass sie in Prozessen verwendet werden würden) erstellt wurden.
Und mit CC und BCC mal durcheinanderzugeraten, kann JEDEM von uns mal passieren und ist zu 99% keine Absicht.
Insofern finde ich ein Bußgeld völlig übertrieben. Die Peinlichkeit des Vorfalls ist aus meiner Sicht Strafe genug.
 
So ein Schwachsinn. Warum können die nichts gegen die richtigen Spammer unternehmen? Bananenrepublik halt. Immer die Kleinfälle bearbeiten. Mit den großen Kriminellen legt man sich da wohl nicht an.
 
@ichbinderchefhier: Und die kleinen soll man laufenlassen? Schwachsinniges gelaber.
 
@ichbinderchefhier: was hat das mit Spammern zu tun ? Das Problem ist hier der Datenschutz
 
@ichbinderchefhier: Ist wie auf der Autobahn: Die Ausländer bestraft man nicht, weil sie nicht greifbar sind und später ohnehin nicht zahlen. Inländer sind permanent greifbar und die lassen sich auch ordentlich ausnehmen.
 
@Lofi007: Du kannst als Auslaender gerne mal in eine Verkehrskontrolle kommen.
 
@-adrian-: Das heisst noch lange nicht, dass ich dann Geld mit habe, um die Strafe gleich zu bezahlen ;-)
 
@Lofi007: es steht dir vollkommen frei , auf der Autobahn die zulässige Geschwindigkeit einzuhalten. Das ist Weser strafbar, noch zieht es etwaige Zahlungen nach sich. Und es ist falsch, das Ausländer nicht belangt werden.
 
@iPeople: Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Auch z. B. in den Öffis. Wenn der Schaffner einen ausländischen Schwarzfahrer erwischt, muss er aussteigen. Bei Inländern verlangt man Daten und wenn möglich gleich das Bussgeld.
 
@Lofi007: der Schaffner ist eben kein autobahnpolizist, d.h. er darf Personen zum Teil auch nicht festhalten.
 
@Lofi007: Bussgeld? Also möglich wäre Busgeld (=der Fahrpreis für den Bus) oder das Bußgeld (= Strafzahlung, also Buße). Bussgeld hingegen gibt es nicht.
 
@Zyndstoff: Cool, Note 1 für Aufmerksamkeit und Note 1 für die gute Erläuterung
 
@Lofi007: Daß Verkehrsdelikte von Ausländern für diese oftmals keine Konsequenzen haben, liegt meist an deren "unmotivierten" Heimatbehörden. Da es sich um andere Staatsbürger handelt, ist der Zettelkram grenzübergreifend und so manche Nation schert sich bei solchen Lappalien recht wenig drum, wenn es nicht für die eigene Staatskasse ist. Als Deutscher muss man im Gegenzug unter der Arbeitsamkeit der deutschen Behörden "leiden". Die Ausländer werden prinzipiell also schon bestraft, daß sich das dann irgendwo verläuft liegt außerhalb der innerländischen Zuständigkeiten (wenn die erforderliche Frist überschritten ist, ist der Fall damit geklärt).
 
Einfach nur ein grober Fehler der Mitarbeiterin. Sie arbeitete eben NICHT als V-Frau für den BND (Prism, Tempora oder die Bundesregierung). Wie üblich in korrupten Bananenrepubliken wird der Bote/kleine Fisch gehenkt!
 
@moin^2: die Bayern brauchen halt wieder mal Kohle um Ihren Staatstrojaner weiter entwickeln zu lassen, und lassen das Geld halt gleich von irgendner Datenschutzbehörde eintreiben. Besser geht's doch nicht ;)
 
@moin^2: Es hat schon den richtigen erwischt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht ist in Deutschland in Rechtsgrundsatz. Ich ärgere mich auch jedes mal, wenn jemand Massenmails schreibt wo alle Adressaten, inklusive mir, sichtbar sind. Im privaten Mailverkehr unter Freunden ist das ja egal, aber im geschäftlichen Umfeld oder irgendwo dazwischen sind dann genug im Leute im Verteile von denen ich nicht will dass sie meine Daten haben.
 
Ok halten wir fest: Einer Mitarbeiteren passiert versehentlich ein missgeschick und nun wird Sie abgestraft. Die Usa und Uk spionieren uns aus, erheben personenbezogene Daten und betreiben Industriespionage folge: nüscht.... Hmm da läuft was schief
 
@ThreeM: Den Versuch, diese Frage zu beantworten, sollte man erst gar nicht unternehmen. Es ist doch weder zielführend noch richtig, Fehler / Unrecht mit anderen Fehlern/ Unrecht relativieren zu wollen. Für sich betrachtet hat die Dame einen entscheidenden Fehler gemacht und ein Bussgeld ist absolut angemessen. Ich betreue auch immer wieder mal grössere Gruppen und es ist einfach, sich an diese, eigentlich selbstverständliche Regel zu halten. Ich will auch nicht im Verteiler eines verseuchten Privatrechners landen.
 
@kleister: "Es ist doch weder zielführend noch richtig, Fehler / Unrecht mit anderen Fehlern/ Unrecht relativieren zu wollen." Da hast du natürlich absolut recht. Ich wollt das nur mal gegenüberstellen und hab im Kopf eher Offtopic Thema Prism gehabt.
 
Die technikabteilung hat wesentlich fahrlässiger gehandelt als die Frau, da anscheinend keine Mail-Listen zur Verfügung gestellt wurden.
 
"Das Internet ist für uns alle noch Neuland" Zwar nicht für alle, aber oftmals für viele an relevanten Stellen.
 
In Mail-Clients sollte es per Preset erforderlich sein, CC-Adressen, wenn gewünscht, erst mit Usereingriff sichtbar machen zu können, nicht umgekehrt, wie derzeit Usus.
 
@kleister: Das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht sinnvoll. Es wird wesentlich häufiger CC benutzt als BCC, zumindest im geschäftlichen E-Mail-Verkehr. Und dass die CC-Adressen sichtbar sind, ist richtig und gut so. Wer an einen großen Verteiler verschicken will, wo nicht jeder alles sehen können darf, soll BCC verwenden. So einfach ist das.
 
@RebelSoldier: Alles über 4 Leuten gehört in den BCC oder über eine Mailingliste geregelt. Kommt so ne Mass-CC Mail bei mir an, werden alle Empfänger ne Notiz zurück erhalten, dass sie jetzt nun mehr Spam erhalten werden, die Notiz wird selbstverständlich per BCC verschickt.
 
@wuddih: Nee, auch das nicht. Gibt auch Gründe, dass mal mehrere Leute etwas "in CC" erhalten. Man muss halt schon unterscheiden, was man verschicken will. Eine Info an die ganze Firma? Dann BCC (ggf. Cheffe in CC setzen, so dass jeder sieht, dass Cheffe es auch weiß). Eine Info an einen Mitarbeiter oder eine kleine Gruppe, aber mit Info an den Vorgesetzten oder eine andere Gruppe? Dann CC. Ich stimme dir zwar zu, dass wohl leider eher die Minderheit weiß, worin der Unterschied besteht, aber das ist a) dann Sache der Ausbildung bzw. Einweisung in den Arbeitsplatz und b) nicht wirklich schwer zu erlernen.
 
Der Witz an der Geschichte ist, dass sicherlich 80% der Nutzer und zwar sogar die, welche regelmäßig oder beruflich Emails verschicken, den Unterschied zwischen CC und BCC gar nicht kennen, oder nicht wissen, wie sie das voreingestellte CC durch BCC ersetzen.
 
Arbeit kann teuer sein, es sei denn Ihr seit Bangster dann würdet Ihr für diese Aktion ein haufen Rettungsgelder ausm Michel-Steuertopf bekommen + fette BONI.
 
die Frau Kann froh sein das sie nur eine geldstrafe bekommen hat - und nicht gekündigt wurde - denn so ekletanter datenschutzverstoß den die begangen hat rechtfertigt eine (fristlose) kündigung
 
"Im beschriebenen Fall hatte die Liste der E-Mail-Adressen rund 95 Prozent des Inhalts ausgemacht, wenn die fragliche E-Mail _ausgedruckt_ werde, begründete das BayLDA die Entscheidung." Das sind sie und das werden sie immer bleiben: Email-Ausdrucker!
 
Richtig so. Anders lernen es diese Leute auch nicht.
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