Google kontert LSR, will von Verlagen Bestätigung

In etwas mehr als einem Monat, am 1. August 2013, tritt das so genannte Leistungsschutzrecht, kurz LSR, in Deutschland in Kraft. Das Gesetz richtet sich vor allem gegen Google News, der Suchmaschinenriese hat nun reagiert und das recht deutlich. mehr... Internet, Nachrichten, Google News Bildquelle: Google Internet, Nachrichten, Google News Internet, Nachrichten, Google News Google

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Ich würde weiter gehen und sie gänzlich aus dem Google Index schmeißen. Damit auch richtig deutlich wird.
 
@kkp2321: Das kann google als Monopolist (zum Glück) nicht einfach so ohne Konsequenzen.
 
@Windows8: Und ob sie das können. Die Verlage sagen doch selbst: Entweder Google zahlt oder wir wollen nicht länger gelistet werden. Sie wollen es doch so, dann können sie hinterher auch nicht motzen, wenn Google dem Wunsch auch nachkommt (wenn auch weitergehend als gewollt). Ich finde Google ist noch viel zu gutmütig. Ich würde die federführenden Verlage die sich für das Gesetz stark machten für mindestens bis Ende des Jahres aus den Google:News werfen und ihnen erst dann wieder die Möglichkeit geben sich dort listen zu lassen. Einfach um mal ein Exempel zu statuieren und damit sich die Lobbys zukünftig zweimal überlegen was sie wollen. Wäre auch ein deutliches Signal an die Contentterroristen bezüglich YouTube. Entweder, oder.
 
@Memfis: Nein, das können sie nicht. Durch ihre Monopolstellung käme das einer Zensur nahe. Zum Glück gibt es Gesetze die solche Konzerne in die Schranken weisen und sowas damit verhindern.
 
@Windows8: Was denn für eine Zensur? Ich weiß es gibt das Sprichwort: "Wenn es bei Google nicht auf der ersten Seite zu finden ist, dann gibt es es nicht." Zensur wäre es, wenn es dann gar nicht mehr erreichbar ist. Wenn Google jemanden aus dem Index schmeißt, dann ist er mit anderen Suchmaschinen zu finden und seine Seite ist auch weiterhin aufrufbar, wenn man den Link kennt. Also mit Zensur hat das definitiv nichts zu tun. Ich hätte alle deutschen Verlage bis Ende des Jahres aus dem Index gekickt und gut. Du darfst mal nicht die Dreistigkeit der deutschen Verlage außer acht lassen. Man wollte hier einen Dienst dazu verdonnern dafür zu zahlen, dass er die Leute auf die eigenen Seiten bringt und den Verlagen Traffic (auf den Sie definitiv angewiesen sind) verschafft. Anders gesagt, zahle bitte dafür, dass du für uns Werbung machen darfst.
 
@Windows8: es gibt keinen rechtlichen Anspruch darauf, dass Google Dich listen müsste. Google darf sehr wohl einzelne Seiten oder Domains aus dem Index entfernen.
 
Schöner Tritt.. Und garantiert werden die Verlage über so eine Uuuunverschämtheit von Google genauso motzen
 
@Slurp: Es wird nicht lange dauern und die Scheinheiligkeit der Verlage wird sich in vollem Umfang zeigen. Nämlich dann, wenn plötzlich alle (ich schätze mal 98 bis 99% der jetzt gelisteten Verlage) wieder ihre Einwilligung geben, weil ihnen die Werbeeinnahmen wegbrechen, weil keine Leser mehr über Google News zu ihnen finden. Ich möchte auch darauf wetten, dass der Springerverlag einer der ersten Verlage ist, der sein Einverständnis gibt.
 
Finde ich richtig gut. Google News bietet nun mal nur Anrisse von Texten und keinen vollen Text. Viele Newsseiten habe ich bisher nur darüber besucht, einfach weil man sie eben nicht kannte. Wenn sie eben unbekannt bleiben wollen haben hier die Verlage die Arschkarte.
 
@Knarzi81: angeblich würden die user gar nicht auf die links klicken, sondern immer nur die kurztexte lesen. aber das ist aus meiner sicht quatsch. natürlich klick ich den link an, wenn mich das thema auch interessiert.
 
Und wie verifizieren die nun, dass nicht ich selbst diese Erklärung im Namen einer großen Tageszeitung abgegeben habe?
 
@Der_da: ähm, ich würde mal sagen, dass die bestätigung über die news-tools-seite eingeholt wird, wo die verlage angemeldet sind um überhaupt bei google news gelistet zu werden.
 
Und Winfuture? Warum steht da nicht ob ihr euch anmeldet?
 
@JSM: Siehe Screenshot
 
@Slurp: Da ist aber auch weder 'Ja', noch 'Nein' angeklickt ;)
 
Google ist ein Unternehmen mit Selbstbedienungsmentalität. Alles nutzen, verwerten und daran verdienen und keinen beteiligen. Diese ganze Aktion zeigt nur wie sehr Google den Markt manipulieren kann und es auch macht. Da wird es wohl noch jede Menge Ärger geben. Vor allem wenn nur ein Schnipselchen eines Verlages auftaucht der sich aufs LSG beruft - da freut sich der Abmahnanwalt wenn er einen Streitwert von mehreren millionen hat. Das Ding ist mit Sicherheit noch nicht gegessen.
 
@LastFrontier: Google's größtes Produkt ist eine Suchmaschine. Werden die Zeitungen nicht gefunden, werden sie nicht aufgerufen. Werden sie nicht aufgerufen, klingelt's nicht in der Werbekasse. Das ganze war eine Win-Win-Situation. Die Verlangslobby war wahrscheinlich der Meinung, Google's Umsatz käme allein von Links auf deutsche Zeitungen und will jetzt was von den Milliarden abhaben, die Google im Laufe der Zeit umgesetzt hat.
 
@LastFrontier: Denkst du dir den Quark selber aus oder hast du das von einer Verlagsseite kopiert? Es ist ja nun wirklich nicht so, als wäre die ganze Google-Suche kostenlos im Betrieb, die stecken da Millionen rein und finanzieren es über Werbeeinnahmen. Und die Kundschaft sucht bei Google und findet und klickt auf die Links und landet bei den Unternehmen, deren Seiten im Index sind. Win-Win-Situation ohne Zweifel. Nur die Verlage drehen am Rad, weil sie mit ihren Geschäftsmodellen aus dem 19. Jahrhundert im Internetzeitalter nicht mehr überleben können. Statt mal über neu Modelle nachzudenken, versuchen sie sich nun als Wegelagerer. Google macht auch Mist, aber in dieser Sache sind sie viel zu nett. Entweder Textschnipsel stark reduzieren oder die Streithanseln von verlagen aus dem Index streichen und fertig.
 
@Drachen: Du weisst aber schon wie Werbung funktioniert? Werbung ist nicht kostenlos (nur für den Endanwender). Ansonsten ist Werbung ein richtig teures Anliegen. Je höher die Auflage/Erreichbarkeit desto teurer die Werbung. Und der der Wirbt, zahlt dafür. Google nutzt also die Präsenz der Medien (Verlage), bündelt die auf einer Seite und hat dementsprechend Zugriffe. Diese Zugriffe sind so hoch, dass Google auf diesen Seiten entsprechend teuer Werbung verkauft, dafür auch kassiert und die eigentlichen Verursacher nicht beteiligt. Im Gegenteil. Google sagt dann einfach dass die rausfliegen wenn die Geld für ihre Leistungen wollen. Was wäre denn dabei, wenn Google sagen würde: o.K. ihr bekommt euren Anteil generiert nach der Anzahl der Klicks für jeden Verlag. Google zieht hier die gleiche Kacke ab wie bei YouTube. Nicht die GEMA sperrt die Inhalte, sondern YouTube. Wenn die Gema richtig auf Blöde machen würde, dann wäre YouTube nämlich dicht. Und das wäre gesetzlich sogar ganz legal. Natürlich muss Google seine Leute und Infrastruktur finanzieren. das dürfen sie auch über Werbung machen. Aber nicht auf Kosten derer, welche die Inhalte eigentlich bereitstellen. Und hierbei geht es nicht nur um Verlage. Oder wie fändest du es, wenn Google mit deiner Website fleissig Werbung macht und dafür Geld kassiert und du glotzt in die Röhre. Ich verstehe beide Seiten. Traurig ist nur, dass man nicht zu einer Einigung kommt. Und ab eioner gewissen Grössenordnung greift nun mal der Gestzgeber ein. Was viele nämlich noch gar nicht geschnallt haben: Wir stehen gerade am Anfang einer ganz grossen Regulierungswelle welche den Umgang mit Internet und Kommunikation überhaupt innerhalb der nächsten 5 Jahre auf den Kopf stellt. Urheberrecht, LSG, Trafficbegrenzungen etc. sind die ersten Veränderungen die zeigen wo es hingeht; nämlich eine kontrollierte und zu zahlende Verteilung aller Kontente im Netz. Und sage keiner, das Netz kann man nicht kontrollieren. Das ist ein Ammenmärchen. Es fehlen nur die gesetzlichen Grundlagen. Denn wie man das Netz kontrolliert kann man sich eindrucksvoll bei den Chinesen abschauen. Und demnächst noch besser im Iran. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es alle betrifft. Nicht immer alles glauben und nachplappern was einzelne Konzerne, Medien oder Bereiche vorjammern und rumheulen und dann vehement Partei ergreifen. Mal über den Tellerrand schauen und Zusammenhänge erkennen. Dafür müsste man aber nachdenken. Was bei der Masse des digital verblödeten Konsumviehs aber leider nicht selbstverständlich ist.
 
@LastFrontier: "Mal über den Tellerrand schauen und Zusammenhänge erkennen. Dafür müsste man aber nachdenken. Was bei der Masse des digital verblödeten Konsumviehs aber leider nicht selbstverständlich ist." Nachdem du dir dessen bewusst geworden bist, fang an mit Nachdenken. Bislang ist vom Erkennen von Zusammenhängen bei dir leider noch nichts zu erkennen, du schaust einzelne Effekte isoliert an und ziehst abenteuerliche Schlüsse. Und ja, ich weiß, wie Werbung funktioniert. Auch das mit meiner Webseite war Quatsch von Dir (wie war das mit dem "digital verblödeten Konsumvieh"). Es gibt da verschiedene Modelle, eins davon ist eine werbefreie Suchmaschine, in die ich meine Seite gegen Gebühr eintragen lassen müsste. Mit den aktuellen Modellen spart man sich diese unmittelbaren Kosten, der Betreiber finanziert sich anderweitig. Geld verdient er mit seinem Service, nicht wie von dir fälschlich dargestellt mit meinen Inhalten. Und jeder Seitenbetreiber kann kontrollieren, ob und wie die Seiten in den suchmaschinen auftauchen sollen, man kann es sogar für verschiedene Suchmaschinen unterschiedlich einstellen. Aber was nicht geht, ist erst alle Inhalte feilbieten, ein gutes Ranking erarbeiten und dann plötzlich die Hand aufhalten mit unsinnigen Behauptungen. Ebenso ist es unsinnig, die Werbeeinahmen von Google nur auf die Suchmaschine anzurechnen und dort dann mit abenteuerlichen Beträgen partizipieren zu wollen, wie es die Verlage nachweislich getan haben. Die Verlage haben nicht einmal Google-Suche und Google-News getrennt, von den größeren Einnahmequellen wie Googel AdSense oder Googel-Syndication ganz zu schweigen. Die Verlage haben eindeutig und zweifelsfrei mit gezinkten Karten gespielt und ich finde es gut, dass sie damit auf die Nase gefallen sind. Und nochmal zur Werbung: die ist nicht kostenlos wie von dir dargestellt, die kostet die Endverbraucher Geld und wenn die die Finanzierungsketten mal aufdröselst, zahlen am Ende effektiv NUR die Endverbraucher. Werbung hat längst ihre ursprüngliche Domäne verlassen, als Verkaufsförderung zu diesen, es ist längst außer Kontrolle geraten und ein Parasit im Wirtschaftskreislauf. Im Gegensatz zu dir weiß ich durchaus, wie das funktioniert. Und weil ich das weiß, spare ich mir deine lächerliche Arroganz ("digital verblödeten Konsumviehs"), die ohnehin nur auf dich allein zurück fällt. Schönen Tag noch.
 
Das ist richtig, dass dies noch nicht gegessen ist: wenn die ersten Verlage bzw. Onlinemedien komplett aus Google rausfliegen, werden sie angekrochen kommen und betteln, dass sie wieder aufgeführt werden.

Dann wird es nur gerecht sein, wenn sie für die Wiederaufnahme in Google kräftig zur Kasse gebeten werden.
 
@Bengurion: Wiederafnahme wird wohl nix kosten, aber dieser Blödsinn mit dem LSR dürfte dann in lauter kleinen Einzelverträgen demontiert werden und in 5 Jahren ist der Blödsinn still und leise gestreichen und vergessen.
 
@Bengurion: Was viele vergessen: das LSG betrifft ja nicht nur die Verlage, sondern jeden der Kontent im Netz bereitstellt. Was auch bedeudet, dass man mit Copy & Paste zukünftig ganz schön Vorsichtig umgehen muss. Dass LSG ist ja neben dem Urheberrechtsgesetz schon ein Kracher und auch eine mächtige Waffe. Ich bin ja mal gespannt wie sich das weiterentwickelt. Vor allem sollte man sich nun wirklich langsam überlegen ob wir überhaupt die richtigen Leute wählen und wann wir was dagegen unternehmen. Denn in Sachen Kontrolle, Überwachung und Regulierung brauchen wir nicht auf andere Staaten zu zeigen. Das können wir selber verdammt gut und teilweise sogar besser.
 
@LastFrontier: Mit Copy & Paste durftest du auch in der Vergangenheit - dank Urheberrecht - nur vorsichtig umgehen.
 
@RebelSoldier: Ich behaupte mal das wird alles noch viel heftiger. Leidtragende bei diesen Verteilungskämpfen werden vor allem die User sein. Und die werden in absehbarer Zeit ganz schön in die Röhre schauen. Und dann kommt auch noch raus, dass die Briten PRISM wohl noch in den Schatten stellen: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_64123044/britische-internetueberwachung-aufgedeckt-groesser-als-prism-.html
 
@Bengurion: Sie werden nicht nur angekrochen kommen, sondern Google dafür Geld bieten möglich oben, fett gedruckt, umrahmt oder sonnst wie auffälliger gelistet zu werden. So hat man den Spieß einfach umgedreht ;) Ich hoffe sie werden auch in anderen Streitfragen in Zukunft knallhart reagieren, beispielsweise bei den ständigen Streitereien mit den Contentterroristen auf YouTube oder den ständigen Aufforderungen zur Löschung von Suchergebnissen.
 
Was passt hier nicht: Leistungsschutzrecht ... Netzneutralität ... #Neuland ... Gesetzgeber und Internet ; Sucht Euch was aus!
 
ich find es gut was google macht. es gibt ja neuerdings bild plus, nein ich lese keine bild und meide sie aber das is echt das beste bsp dafür, wie verlage doppelt geld machen wollen. man soll die news bezahlen damit man sie lesen kann und dann wollen sie noch geld von google. wie unverschämt ist das denn, die sollen doch glücklich sein das es ein index gibt wo alles aktuelle aufgelistet wird, die besucher generieren sich doch daraus auch.
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