Breitband-Drossel: Intel vor exemplarischem Problem

Der Chiphersteller Intel läuft in den USA in eine Auseinandersetzung hinein, wie sie wohl auch hierzulande Dienste-Anbietern drohen wird, wenn sich die Deutsche Telekom mit ihren Tarif-Vorstellungen durchsetzen kann. mehr... Internet, Daten, Netzwerk, Kabel, Gigabit, Telekommunikation Bildquelle: Ben Stanfield / Flickr Internet, Daten, Netzwerk, Kabel, Gigabit, Telekommunikation Internet, Daten, Netzwerk, Kabel, Gigabit, Telekommunikation Ben Stanfield / Flickr

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Alles Ratten, einer wie der andere
 
@mi271: Fragt man sich halt in welche Richtung man faehrt bevor das Schiff sinkt :)
 
Deswegen gehören die Leitungen unter staatliche (öffentliche) Kontrolle. Und wer darüberwas anbieten oder nutzen will, der zahlt. Eine Grundversorgung für jeden und das gleich in die Haushaltsabgabe mit rein. Fertig. Hoffentlich wachen die Leute bald auf und schnallen was hier eigentlich abgeht. Wer die Netze kontrolliert hat die Macht über alles und entscheidet über jeden und alles. Feudalismus im 21. Jahrhundert.
 
@LastFrontier: Netze unter staatlicher Kontrolle, das hatten wir schon mal, und so witzig war das auch nicht.
 
@rallef: Aber sinnvoll ist es dennoch.
Die Netze sind infrastruktur, infrastruktur gehört verstaatlicht und jeder darf zu den gleichen konditionen ran.
Und mit den Umsätzen kann das Land/Staat dann eine Behörde finanzieren und den Ausbau voranbringen.
 
@ravn83: Aha, na dann werf ich schonmal meinen Soli für nächsten Monat in den Spendentopf. Du meinst doch nicht ersthaft, das unser Staat mittels der Umsätze in irgendwelchen Ausbau von Infrastruktur (ganz gleich welcher Art auch immer) investiert. Oder hast Du die Schlaglöcher in der Strasse vor Deiner Haustür seit 10 Jahren nicht bemerkt? Nee, nee, Staat und Ausbau. Zwei Welten stossen aufeinander.
 
@egal8888: Kommt eben darauf an, wie man es handhabt. Infrastruktur zum Teil von Steuern bezahlen (passiert z.B. beim Telekommunikationsnetz und Schienennetz sowieso noch os) und bei jedem Vertrag/ Bahnticket/ was auch immer einen immer gleichen Betrag pro Vorgang oder Monat als gebundene Abgabe buchen. Voila - Problem schon deutlich kleiner. Das geht schon alles ... aber es wäre eben ein Eingriff in die Wirtschaft. Das kann man dann so oder so sehen. Beides hat Vor- und Nachteile.
 
@egal8888: Für die Strassenlöcher vor deiner Haustür ist die Kommune verantwortlich (also Stadt, Gemeinde, Kreis). Dafür kassieren die unter anderem auch die KFz-Steuer. Dem Bund (Staat) obliegen nur Bundesstrassen, Bundes-Autobahnen und ein paar Staatsstrassen, welche aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert werden und von LKw durch die Benutzungsabgabe (falls du es nicht weisst: jeder Deutsche LKW zahlt neben der maut eine zusätzliche Strassenbenutzungsgebühr; bis zu 5000,.€ im Jahr)
 
@egal8888: Nun bei der GEZ und dem ÖRR klappt es immerhin prima.
 
@rallef: Es muss auf jeden Fall eine Gesetzliche Grundlage her, die verhindert das irgendwelche Konzerne oder Industrien das Netz unter ihre alleinige Kontrolle bekommen. Und wer ausser dem Staat soll das bitte bewerkstelligen? Man müsste den Politikern nur mal beibringen, dass die Digitale Grundversorgung mittlerweile ein Grundbedürnis ist. Denn ohne die Netze und die damit verbundene Kommunikation geht heute gar nichts mehr.
 
@LastFrontier: Dank Google Fiber gehört das Internet und alles was dazu gehört in ein paar Jahren eh komplett denen. Dann gibts die Google Monarchie und da kommt dann immer der Sheriff von Googleham vorbei und treibt die Steuern ein.
 
@Paradise: Wenn Google Fiber in Deutschland los legt sehe ich für alle anderen schwarz. 1Gbit/s gegen die durchschnittliche 100Mbit/s (wenn überhaupt).
 
@LastFrontier: Und was ist mit Gas/Strom/Öl , deren Bevorratung, besonders beim Gas, ja in staatlicher Hand liegt und die Gas-Versorger prima daran verdienen ?
 
@pubsfried: Energie, Lebensmittel, Wohnraum gehört noch mehr reguliert, da dies die elementarsten Grundbedürfnisse sind. Die Freie Marktwirtschaft hat dort ihre Grenzen, wo Menschen nur noch fürs Überleben arbeiten und einige wenige sich auf kosten der Massen rigoros bereichern. Bei der Energiewende lachen sich unsere Nachbarn ins Fäustchen. Je mehr Ökostrom wir produzieren, um sie billiger bekommen die ihren Strom und bei uns wird er auf grund der Zwangsförderung immer teurer. Obendrein werden bei uns mehr Kohlekraftwerke gebaut denn je. Alles nur Lug und Trug. Habe ich aber kein bedauern. Maulen tun sie alle - aber auf die Strasse geht keiner. Dafür sind die Leute einfach zu feige. Denn jeder könnte ja ein kleines Pfründchen verlieren. Faulheit und Bequemlichkeit bis auf die unterste Ebene. Es ist schon eine Schande, dass über ein Drittel der Bevölkerung schon gar nicht mehr wählen geht. Und wenn man sich die Wahlprogramme der Parteien ansieht und was die da so rumfaseln, dann wundert das auch nicht.
 
@LastFrontier: (+) voll zustimm. Und genau dieses Nicht-Wähler-verhalten (oder noch besser: die, die FDP wählen schon als Protest betrachten) ist das Riesen-Problem, das wir haben. ich für meinen Teil wähle PP, auch wenn sie derzeit nicht glänzen. Aber welche andere Partei tut das schon? und für mich sind es die Einzigen, die wirklich ernsthaft was ändern wollen, und bei denen ich online wirklich vorschlagen und mitentscheiden kann.
 
@rallef: " Netze unter staatlicher Kontrolle, das hatten wir schon mal, und so witzig war das auch nicht." Ach ja? Inwiefern denn? Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, in der die Deutsche Post JEDEM in die letzte Ecke einen Telefonanschluss gelegt hat. Heute will man nicht mal mehr Neubaugebiete erschließen.^^
 
@LastFrontier: Es ist schade da so viele Leute die neue moderne Zeit so annehmen ohne darueber nachzudenken wie es mal war oder wo alles herkommt. Selbstverstaendlich gehoert Infrastruktur verstaatlicht. Es steht sogar im deutschen Grundgesetz das der Staat solche Sachen handhabt die man als Grundversorgung braucht. Auch z.B. Telefon und Post. Und heute? Heute gibt man nix mehr auf solche altmodischen Dinge wie Grundgesetz und sieht nur noch was alles kostet und wie man die Buerger melkt, den Firmen hilft in Billiglohnlaender auszuwandern und was uebrig bleibt an Geld gibt man per Europa weg an andere Staaten. Da hat Deutschland kein Geld mehr uebrig um den Grundgesetz zu folgen. Moment mal. Sollte das Grundgesetz nicht nach der Widervereinigung aufgeloest und neu definiert werden, mit Volksabstimmung? Da war doch was ..... So viele Dinge sind heute fuer die breite Masse nicht mehr wichtig oder nicht interessant. Schade drum .....
 
Ich kann diese privatisierten Netzbetreiber allesamt nicht ab. Möglichst wenig in die Netze investieren aber hauptsache X Tarifoptionen, die zu Mondpreisen verkauft werden und den Nutzer fesseln, wo es nur geht. Wieso wurde eine so wichtige Infrastruktur überhaupt privatisiert? Meiner meinung Nach ein großer Fehler.
 
@Wolfgang3: In den Staaten (darüber reden wir in dieser News) haben die Privatfirmen seit jeher die Infrastrukturen (Telefon, Strom, Daten...) aufgebaut, der Staatssektor hat sich da meist subsidiär rausgehalten. Und bei uns, na ja, war man allgemein der Meinung, dass die Privaten für den Fortschritt mehr tun könnten als so ein träger Staatsapparat.
 
@rallef: prinzipiell alles richtig, allerdings wurden 90% der Telekomnetze stark durch den staat subventioniert. Die Telekom profitiert immernoch von diesen subventionen und bremst die konkurrenz durch höhere Nutzungspreise der Leitungen aus. Dazu dann jetzt noch diese aberwitzige Idee der Zwangsdrosselung... Wenn da nicht mal der Staat eingreift wäre das enttäuschend.
 
@rallef: Die privaten haben in vielen Fällen gezeigt was möglich ist aber nicht wirklich umgesetzt. Begründung waren(/sind) immer diverse Kostengründe. Die Argumente sind auch auf einen polypolistischen Markt ausgelegt und das US System drängt meines erachtens immer zu quasi Monopolen, welche aus wirtschaftshistorischen Gründen wenig Innovativ sind.
 
@rallef: Ach deshalb haben die Staaten ein Strom- und Telefonnetz auf dem Stand der 50er/60er Jahre... Ist ja ein ausgezeichnetes Beispiel wieso so etwas verstaatlicht gehört. BTW: Den Privaten interessiert (na logisch!) mehr der eigene Gewinn als der Fortschritt, während bei Infrastruktur die Aufgabe des Staates ist im Interesse der Infrastrukturnutznieser (das sind WIR!) zu handeln.
 
Ungenierter angekündigter Betrug, sowohl an den Wettbewerbern, als auch den Kunden.
 
Noch können sich offizielle Vertreter damit heraus reden, das man Fernsehen ja nicht via Internet sehen muss ... bis dann eines Tages die Satelliten abgeschaltet oder anderweitig genutzt werden ... und bis dahin können wir nicht einmal mehr das gute alte UKW-Radio zur Information nutzen... wenn DVB-T auch noch Eingestellt oder "privatisiert" wird, sind Informationen "endlich" nur noch zahlenden Kunden vorbehalten ??? Naja - eine in Klassen und Kasten unterteilte Gesellschaft haben wir ja längst, nicht nur im Krankheits-Unwesen oder vor Gericht, die Gesellschaftliche Teilhabe wird immer stärker zu einer Frage des Einkommens und so spaltet sich weiter, das nicht zusammen halten kann (oder will) ... wer war doch gleich "das Volk" ?
 
@Hobbyperte: Informationen sind auch nur noch zahlenden Kunden vorbehalten, man ist nur leider per Gesetz gezwungen Kunde zu sein.
 
@Link: Nun - die Zwangs-Fernseh-Steuer (GEZ) ist ein anderes Thema, es wäre sicherlich ehrlicher, den ö.r.Rundfunk dann gleich aus Steuermitteln zu finanzieren ... aber dahinter steckt eben wieder das etablierte System, Lasten auf den "Normal"-Bürger abzuwälzen um gewisse möchtegern Eliten zu schonen ... für Millionäre oder Milliardärs-Erben ist es aber auch eine Zumutung, wenn sie sich durch Gleichbehandlung auf das Niveau des gemeinen Volkes herab begeben müssten ... das Gemeinwesen ist für diese Leute ein Selbstbedienungsladen. Und der Staat als solches allenfalls interessant, wenn Not leidende Weltkonzerne gerettet werden "müssen" ! Weil - die sind ja alle "Systemrelevant" im Gegensatz zu leicht ersetzbaren Arbeitskräften ... die notfalls eben Importiert (Greencards) werden können, was ja auch viel billiger ist, als selber Fachkräfte Auszubilden .... irgendwie hängt alles mit allem Zusammen, für gewöhnlich hat man aber gar nicht die Zeit sich hinreichend darüber Gedanken zu machen, soll man ja auch nicht (selber denken) ... und weil solche Quergedanken viel Platz brauchen, hatte ich den Einwurf - im Gegensatz zu dieser Ergänzung *lg* - auf das Wesentliche komprimiert...
 
Bei einer Zweckentfremdung ist eine Drossel nur mehr als Richtig und genau das ist es auch wenn man über "Datenleitungen" reines 0815 TV streamen will. Genau das gleiche gilt für Radio u.Ä.
Solange es andere Wege gibt soll das Internet von dem Fremddatenmüll bitte verschont werden. Es kommt ja auch keiner auf die Idee plötzlich über die Wasserleitungen Gas zu schicken nur weil die eben schon da sind.
 
War da nicht vor ein paar Wochen was hier in den News und eine wilde Diskussion darüber, das Intel mindestens vorhabe, oder sogar schon als Hardware in seinen neuen Prozessoren verbaut hat, was für "sicheres ", will sagen: NICHT mitschneidbares Musik oder Filmstreamen per Internet eben so benötigt wird ? War da nicht was von wegen: und das ganze mit Fernlöschfunktion bzw. Berechtigung / Nachbarkeit für den Filmanbieter ? Womöglich regen sich die div. Netzanbieter zu größeren Teilen doch zurecht auf ? Kann mich jedenfalls grade nicht wirklich entscheiden, wohin ich tendieren sollte..
 
Mich würde mal interessieren wie die Verfassung Verizon bei dem Kampf gegen die Netzneutralität helfen soll?
 
Die Zukunft sieht wahrlich nicht rosig aus. Ich glaube, der Höhepunkt des freien Internets ist schon vorbei. Ab jetzt geht es mit Vollgas zurück zu Volumentarifen mit kostspieligsten Optionen, wenn man etwas will, was jetzt noch selbstverständlich ist. Und unsere Politiker bekommen jetzt schon mal die Taschen von den Lobbyisten vollgestopft, damit sie auch ja nicht jetzt schon was dagegen tun, sondern bestenfalls kosmetische Änderungen beschließen, wenn das Kind schon im Brunnen ertrunken ist.
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