EU-Kommissarin fordert Netzneutralität als Gesetz

Die EU-Kommissarin für Digitale Agenda, Neelie Kroes, hat sich für gesetzliche verankerte Netzneutralität in der Union ausgesprochen. Das Thema war zuletzt durch Drosselpläne der Deutschen Telekom in die Diskussion gekommen. mehr... Eu, Neelie Kroes, EU-Kommissarin, Digitale Agenda Bildquelle: EU Eu, Neelie Kroes, EU-Kommissarin, Digitale Agenda Eu, Neelie Kroes, EU-Kommissarin, Digitale Agenda EU

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Das wird der Drosselkom aber gar nicht schmecken.
 
@Rumbalotte: Warum? Die Telekom hat doch eh bereits angekündigt, nun halt auch Entertain zu drosseln, um die Netzneutralität zu wahren die von allen gefordert wird, die eigentlich gegen die Drosselung sind, und diese Themen nicht ausseinanderhalten können. Und auch hier kann man im vierten Absatz deutlich lesen, dass die Kommissarin nichts gegen Drosselungen hat, solang dabei die Netzneutralität gewahrt (also alle Dienste gleich gedrosselt werden) wird. Ich frag mich wirklich ob es das ist, was die Leute die nach Netzneutralität schreien wollen - mehr Drosselung statt weniger. Genau wird jetzt nämlich umgesetzt, und die Drosselgegner applaudieren.
 
@lutschboy: Die deutsche Telekom schneidet sich mit der Drosselei ins eigene Fleisch. Ihre Konzernausleger wie Softwareload, Gamesload, Musicload, Videoload, Pageplace werden bei echter Netzneutralität auch erdrosselt. Irgendwann werden es dann auch die dümmsten Kunden merken und wechseln. Hinterlistige Pläne die eigenen Konzernausleger vom erdrosseln auszunehmen werden hinfällig, wenn Netzneutralität per Gesetz gilt.
 
@Rumbalotte: Villeicht haben sich aber auch alle provider ins eigene Fleisch geschnitten weil sie eine Flatrate zum Schleuderpreis anbieten ( Netzerhaltung, Dienstleistung, datentransport,Support für 30 Euro/Monat) und die telekomiker haben das erkannt. Ich hätte kein problem damit wenn mein Provider sagt 100GB für 30 Euro, Flatrate für 70 Euro, wenn ich dafür vernünftigen Support bekomme statt dem Callcenter in Rumänien weil sonst nichts übrigbleibt. Das die Telekom sich PR Mäßig blamiert hat, ist ja nichts neues.
 
@Knütz: Geld ist nicht das Problem der Telekom, sondern das, für das sie es ausgeben (siehe das US-Geschäft).
 
@Knütz: Labertaschen wie dir kann man eigentlich nur eins sagen. Die Provider bieten keine Flatrate zum "Schleuderpreis" an, sondern zu dem maximalen Preis den der Markt zulässt. Auch in diesem Markt bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Es ist mir ein Rätsel wie Leute so dumm sein können, und sich so simpel von Propaganda täuschen lassen. Glaubst du tatsächlich wenn der Markt einen Preis von ca 70€ für eine 16.000 Flat hergeben würde, dann hätten die Provider darauf freiwillig verzichtet?! Weil sie so nett sind? o.O
 
@Rumbalotte: Genau das ist der Punkt. Netzneutralität hat zwar nicht unmittelbar etwas mit der Drossel zu tun, aber eben indirekt. Wie sollen sie bei einer Drosselung auch ihre eigenen Produkte vermarkten. Da würden Volumenbegrenzungen einfach keinen Sinn ergeben.
 
@Rumbalotte: Und wenn quasi alle Provider nachziehen (was sehr wahrscheinlich ist, oder kennst du ne Tankstelle die nicht die Preise erhöht wenn die anderen das tun?) und ebenfalls drosseln? Und was ist mit denen die nur die Möglichkeit haben einen Telekomanschluss zu wählen? Die Leute sind vom Internet abhängig, es gehört zum Leben und Alltag, und das wird die Industrie ausnutzen, wenn nicht gesetzlich reguliert wird. Ich wette also der Schuss geht gehörig nach hinten los, die Leute die heute über die Telekom lachen werden in ein paar Monaten bis Jahren dasitzen und sich egal bei welchen Provider mit wenigen kb/s rumschlagen oder sich dumm und dämlich zahlen. Vor einigen Wochen meinten noch alle die Telekom wird nicht drosseln, wenn die Netzneutralität kommt, weil sie Entertain ja niiiemals drosseln würden, und was passierte? Telekom drosselt nun halt auch Entertain. Jetzt meinen alle die Telekom würd niiiie alle anderen Dienste drosseln und die Konkurrenz würd niiiie mit auf den Zug aufspringen. Ganz ehrlich: Ich kann mir bei so einer Naivität nur an den Kopp fassen.
 
@lutschboy: Ich mir bei deiner Naivität auch. Warum wurden wohl die Preise in den letzten Jahren immer besser? Wegen dem Preisdruck allein? Nein, weil die Anbieter ihre Ressourcen ausbaut haben und damit das Angebot stieg. Keine Firma verkauft Produkte mit Verlust und überlebt. Wenn nur EINER der Anbieter bei der Preisabsprache NICHT mitmacht, weil er denkt, statt 5-10€ mehr pro Kunde, lieber 5-10 MILLIONEN Kunden mehr, was passiert dann wohl?
 
@lutschboy: Sehe ich auch so das das kommen wird und die anderen nachziehen. Die Telekom sind ja nicht die ersten die es machen. Andere tun das schon länger.
 
@Zeus35: In den letzten Jahren ist der Ausbau ziemlich stagniert, ich zb surfe jetzt schon seit ca. 7 Jahren in Berlin mit 14mbit. Ein wechsel zu Kabel und somit auf 100mbit würde mich 15€ mehr im Monat kosten - also ich erkenne hier weder Ausbau noch preissenkung, insbesondere nicht in den letzten Jahren. Und wenn mal wo die Preise sinken, dann wegen Service-Abbau, kaum wegen Ausbau - letzteres treibt die Preise wenn überhaupt dann nämlich hoch, nicht runter. Und wenn ein Anbieter nicht beim Drosseln mitmachen würde, dann wäre dass eher ein kleiner und kaum einer, der bundesweit seine Dienste anbietet. Und wenn dieser kleine dann seine 10 millionen Kunden hätte, dann würde er auch anfangen zu drosseln um diese Kunden noch mehr auszuquetschen. Genauso wie es zb heute bei den Stromanbietern ist - man muss im Grunde jedes Jahr wechseln um durch die Boni zu sparen bzw um eine neue Preisgarantie zu bekommen, aber die wenigsten Kunden tun dies, weil die Mehrheit der Leute eher zu faul zum järhlichen wechseln ist. Und ich frage mich ob man es wirklich als glorreicher Sieg der Drosselgegner bezeichnen kann, wenn alle Anbieter bis auf ganz wenige drosseln und man zu permanenten Wechseln gezwungen sein wird wenn man sparen will. Guck dir Kabel Deutschland an - die Drosseln schon seit über einem Jahr, regional zwar unterschiedlich, aber sie tun es ganz offiziell - trotzdem bleiben die Leute dort, zum einen weil bei Kabel jeder Anbieter ein regionales Monopol hat, zum anderen weil die Alternativen halt eher noch schlechter sind. Und noch ein Faktor kommt hinzu: Wenn alle anderen Drosseln, dann brauch der Anbieter, der durch Nichtdrosselung lockt, nicht so viel Bandbreite anbieten, wie möglich wär, um attraktiv zu scheinen. Selbst dieses Szenario hätte also einen deutlichen Impakt auf die Bandbreite.
 
wieso nicht die werden schön schmier(spendengelder) fließen lassen dann passen die drosselpläne in die netzneutralität.
 
@timeghost2012: Die Drosselung hat von Anfang an zur Netzneutralität gepasst - das einzige was nicht passt ist das Bevorzugen und ausschließen von Spotify und Entertain.
 
@Ludacris: Nein es passt nicht die Antwort hast du schon gegeben!
 
@Menschenhasser: Ludacris hat schon recht. Wenn die Drosselkom wieder Volumentarife anbieten will soll sie ruhig. Aber dann darf halt kein Dienst oder Drittanbieter bevorzugt werden! Warum? Weil die Drosselkom damit gegen das TMG verstossen würde. Um die Drossel bei dem einen Anbieter anzuwenden, und bei anderen wie Spotify nicht, muss sie per Deep Paket Inspection in die zu transportierenden Datenpakete hinein schauen. UND genau DAS, ist in Deutschland (noch) streng verboten.
 
@Zeus35: und nichts anderes habe ich gesagt,
 
@Menschenhasser: doch! Du bist der Meinung, dass sich Drosselung und Netzneutralität ausschliessen ... genau das sagst du in o2re:2. Dass diese beiden Dinge zwar miteinander zu tun haben können, aber eben nicht zwangsläufig tun, bestreitest du aber. Wenn die Telekom drosseln will, dann ist das ihr gutes Recht. Wenn sie sich dann aber netzneutral verhalten, werden alle Dienste, die über das Internet laufen auch gedrosselt. Und genau das will die Telekom ja nicht. Es geht hierbei nicht um die Drossel. Sondern darum mit der Aufhebung der Netzneutralität sowohl die Kunden, als auch die Anbieter abzuzocken. Die Drossel ist da nur der Hebel. Das ist aber alles.
 
@JoePhi: Nein ich habe das gar nicht gesagt sondern: Ludacris Antwort war die Priorisierung einiger Dienste bei der Telekom sowie das Bevorzugung von Dienstanbietern durch abkommen mit der Telekom deswegen kann man nicht von Netzneutralität sprechen. Das habe ich gemeint
 
@Menschenhasser: ein Volumentarif als ganzer ist mit Netzneutralität vereinbar. Aber sobald bestimmte Dienste aus dem hier ausgenommen sind, steht es um die Netzneutralität schlecht. Außerdem - und das macht mir persönlich fast noch mehr Sorgen - hat die Telekom eine große Infrastruktur geerbt und wer weiß, ob die Bundesnetzagentur der Drosselkom genug reinreden kann, dass diese schließlich nur die eigenen Tarife drosselt - und nicht durch z.B. extrem hohe Preise oder andere Maßnahmen auch die Konkurrenz dazu zwingt. Deswegen wäre es weitaus richtiger die Infrastruktur, die die Telekom sich nicht unbedingt verdient hat (wer hats denn vor der Privatisierung finanziert??) vom ISP "Telekom" ab zu trennen.
 
"Einer an Datenvolumen gekoppelter Tarifstruktur, wie sie die Telekom anstrebt, erteilte Kroes damit allerdings keine Absage." Der Satz gefällt mir aber garnicht!
 
@Jack21: Du willst leiber Flatrate für 19,95, stimmts?
 
@Knütz: Ups, Sorry, habe ich falsch gelesen.
 
@Knütz: meine flaterate bei der drosselkom hat 76 euro pro monat gekostet nun hab ich die selbe leistung für 33 euro wo sind da die preiserhöung der drosselkom gerechtfertigt?
 
@timeghost2012: Ah, wie ich auch UM Kunde? :-)
 
@Chilifanatiker: leider nicht aber durch beziehungen hänge ich nun direkt an einem privaten backbone, die juckt es nicht wenn ich da mal 1-3 tb drüberjage für den upload ins netz hab ich bei denen 10tb frei der downstream ist unbegrenzt.
 
@Knütz: du bist doch nicht so naiv und glaubst, dass nur weil die Drosselkom die Kunden drosselt, sie auch die Preise reduziert, oder? Das wäre ein Verlustgeschäft. Stattdessen wird sie für die Kunden, die gedrosselt werden, den Preis (eventuell) beibehalten oder nur geringfügig anheben - während die mit höherer Bandbreite wesentlich mehr blechen müssen. Das an sich ist aber noch nicht das Problem, sondern, dass die eigenen Kanäle bzw. Seiten/Dienste aus dieser Drosselung ausgenommen sind. Dumm ist das nicht seitens der Trottelkom - aber das wird auch dir als Endkunde nicht egal sein, denn nutzt du die von Telekom dominierten Kanäle für den Bezug von Informationen (und nimmst damit deren ggf. vorhandene Zensur in Kauf), kannst du das tun so viel du willst. Wenn du aber etwas anderes sehen möchtest - bzw. die Informationen mal von woanders beziehen willst (egal, ob Film, Bild, Text oder Musik), kostet es dich jedes Mal etwas von dem kostbaren Traffic.
 
Wie wird die provider Lobby reagieren? "Erlaube man eine "Disconnect"-Strategie für Provider, also das Ausschalten des Internets oder Blockieren einzelner Dienste, sei Demokratie gefährdet..." wie demokratisch sind die Lobbyarbeiten, die ACTA und ähnliches auf den Plan rufen?
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