Ausbildungs-Misere: Informatiker schlagen Alarm

Europa droht aufgrund fehlender Fachkräfte in der Informatik den Anschluss an die technische Entwicklung zu verlieren. Zu diesem Fazit kommt die Association for Computing Machinery (ACM). mehr... Schule, Lernen, Digitale Medien Bildquelle: Universität Paderborn Schule, Lernen, Digitale Medien Schule, Lernen, Digitale Medien Universität Paderborn

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ja, das Informatik zu 100 % logisches Denken ist.
 
Die Bestrebungen vor 40 Jahren kann man doch nicht mit denen des 3. Jahrtausends vergleichen. In kaum einer anderen Branche liegt der Selbsteinschätzungsgrad und die Realität so weit auseinander wie in der IT. Das ständige Geheule um den Mangel an und die mangelhaften Fachkräfte an sich, ist nicht mehr tragbar. Wenn Verantwortliche sich auch nur ansatzweise artikulieren könnten, was denn nun wirklich fehlt, hört man immer die gleiche LEIER. Stellt klare - genau spezifizierte Forderungen ... und siehe da - es gibt alles. Orientiert Euch mal an dem genauen Bedarf - nicht einfach nur an den Marktschreiern und den Zahlen der Absolventen von Hochschulen, an denen ja ohnehin am Markt vorbei ausgebildet wird. Zielgerichtete Ausbildung und Studium, würde Vielen Absolventen das Dasein im Rechenkeller mancher Versicherung ersparen.
 
@hasimen: Das wäre mal was... Entscheider die in der Lage sind vernünftige Anforderungsdefinitionen aufzustellen ^^
 
Nicht mal in der Lehre ist der Informatik-Unterricht gut.
 
@shriker: Dem kann ich leider nur Zustimmen. Was von einem Fachinformatiker in der Berufsschule abverlangt wird ist total lächerlich.
 
@ThreeM: Naja der Schulstoff ansich ist gar nicht so schlecht man muss aber darauf dann praktisch aufbauen. Ich nehme mir jede Woche 0,5-1 Tag Zeit und vertiefe mit meinen Auszubildenden den Schulstoff in praktischen Übungen innerhalb unserer Umgebung. Leider sehe ich aber in anderen Betrieben allzu oft, dass einfach schlecht ausgebildet wird.
 
@>ChaOs: Löblich, ehrlich! Allerdings ist mindestens 95% des Schulstoffes praxisfremder und vollkommen unnützer "Mist", der mit dem Job absolut nichts zu tun hat. Ist bei anderen Ausbildungen aber ganauso! Naja... eigentlich ist unser komplettes Schulsystem so aufgebaut :P
 
@ThreeM: Als ich vor ein paar Jahren Fachinformatik gemacht hatte war das der beste und interessanteste Unterricht den ich je hatte. War allerdings auch in einer Privatlehre die ich selbst gezahlt hatte.
 
@ThreeM: Da stimme ich dir 100% zu! Hätte ich mich nicht zuhause in meinem "Home Lab" hingesetzt und mir eine eigene Umgebung aufgebaut, würde ich nicht mal annähernd das Wissen haben, welches ich jetzt habe. Das hängt natürlich nicht nur mit der Schule zusammen, sondern auch mit dem Ausbildungsbetrieb.
 
@germericanish: ähnlich war es bei mir, ich habe mir zu Hause eine komplette Domäne angelegt mit Rechteverwaltung, Exchange etc. um überhaupt mal etwas praxiswissen davon zu erhalten, denn weder in der BS noch im Betrieb wurde dies gelehrt. Und promt in der Mündlichen Prüfung wurden Fragen dazu gestellt mit so lächerlichen Fragen wie: "Windows Server 2008 R2 und Windows 7 32/64Bit Welche Probleme hatten Sie bei der Einbindung von 32Bit-Systemen? - "Probleme? Welche Probleme? Es sind keine aufgetreten und es lief alles Stabil." Antwort war nur, dass es da Probleme gäbe aber welche genau wurden weder genannt noch angedeutet und das von einer angeblich wissenden Person aus der Wirtschaft. (Ich hatte wärend der Fragestellung sogar ein leichtes ungläubiges Kopfschütteln meines Profs gesehen^^)
 
@shriker: Warum auch, würde mich als Bäcker, Krankenpfleger, Bierbrauer z. B. auch gar nicht tangieren...
 
@klein-m: In der Krankepflege verbringt man mittlerweile einen beträchtlichen Teil (bis großteil) vorm PC - Dokumentationen, Pflegeberichte, Evaluierung, et cetera. läuft heute in den meisten Einrichtungen nur mehr elektronisch ab. Bei uns in Österreich sind hauptsächlich nur mehr die sogenannten Hilfsdienste (Pflegehilfe) für die eigentliche Pflege verantwortlich, da das diplomierte Personal am PC festhängt (weil auch fast immer chronisch unterbesetzt).
 
@shriker: Solange kleine studierten Informatiker sondern nur Deutschlehrer mit Zusatzquali die Lehre machen, wirds auch nie gut werden.
 
@F98: Liegt aber auch am Lehrplan
 
@shriker: Und wofür war der Chemie-Unterricht gut? Wie haben Dich Van-Der-Waals-Kräfte weitergebracht? Oder Reaktionsgleichungen? Und wie schaut es mit Musik aus? Bringt Dir der Quintenzirkel Deine Miete ein? Oder die Integralrechnung aus dem Mathematikunterricht? All diese Disziplinen sind einzeln relativ wertlos, wenn man nicht zufällig für eines Interesse hat und es beruflich und/oder privat weiterverfolgt. Dabei bieten sie alle ein unheimliches Potential, auch für die eigenen Interessengebiete! Nur müssten das auch die Lehrkräfte wissen und entsprechend fachübergreifend lehren. Jedes Fach isoliert zu unterrichten festigt nur das Spartendenken und tötet kreative interdisziplinäre Ansätze. Jedes Wissen kann einen irgendwo weiterbringen, das zu erkennen ist die große Kunst dabei. Dies zu lernen ist die Herausforderung jedes Einzelnen, trotz und nicht wegen Schule.
 
@bgmnt: Ich habe damit die Ausbildung zum Fachinformatiker gemeint. Dort ist der Lehrinhalt in den IT-Fächern unter aller Sau.
 
@shriker: Ich hatte jede Woche einen Tag Urlaub, zum Glück hab ich heute mit 71% bestanden :)
 
@Knerd: ich war ein Fünftel der Ausbildungszeit krank (also insgesamt), habe um ein halbes Jahr verkürzt (also 2,5 Jahre) und habe mit insgesamt 84% bestanden (mündlich 98%). Das einzige, wozu man die Berufsschule braucht, ist, um die Prüfung zu bestehen. Zumindest kam mir das als jemand, der schon vorher programmieren konnte, so vor. Die Prüfungen handelten dann aber auch von Zeugs wie "wie recycle ich was" .. ich meine: häääh? Doch wenn in der betrieblichen Ausbildung nicht wenigstens etwas vermittelt worden wäre (bei uns Java, OOP, Windows- und Linuxsysteme, Apache-Server, Webservices), dann wäre die ganze Ausbildung ja gänzlich für die Katz gewesen. Der Stoff, den man in der Ausbildung lernt, ist oftmals zu oberflächlich, ungenau und - vor allem - teils enorm veraltet. Außerdem haben die Lehrer oftmals nicht die genaue Ahnung bzw. ist ihre Zeit zu begrenzt, um präzise zu antworten. Was Computersysteme angeht, hat mein Lehrer gestaunt als ich ihm Dual-Channel RAM erklärt habe. Dabei müsste es andersherum sein - aber die Lehrer bilden sich wohl nicht ausreichend fort. Dafür gibt es Sport- und Religionsunterricht an einer BERUFSSCHULE! Lächerlich.
 
@divStar: Unsinnigerweise ist in Deutschland Bildung leider Ländersache und daher hast Du in jedem Bundesland wieder andere Inhalte. Die Prüfung kommt dann einheitlich von der Kammer (außer in BW, die machen selbst da was eigenes). Daher ist die Ausbildung kaum vergleichbar. Die Durchschnittsnoten sind am Ende dann immer nur deutschlandweit knapp über 4 (ausreichend). Bei uns sind die Inhalte in der Berufsschule eigentlich ok (sage ich als Ausbilder in der Firma), aber es wird dann nur unzureichend vermittelt. Es gibt viele Ausfälle, Themen werden nur angerissen oder bauen auf veralteten Stand auf. So haben unsere Azubis zwar Java-Programmierung in der Berufsschule, aber die endet bei einfacher Objektorientierung. Netz decken gerade mal IPv4 ab, ... Am schlimmsten finde ich, dass viel Unterricht ausfällt und durch 'selbstbestimmtes Lernen' ersetzt wird (ohne Betreuung dumm rumsitzen).
 
@Nunk-Junge: das ist in der Tat etwas nunja.. Von der Vorbereitung her habe ich als ehemaliger Azubi aber schon einiges gesehen: Java, OOP, etwas Assembler, etwas C/C++, Netze/Netzmasken und Protokolle (unter anderem IPv4 und v6) aber auch Selbstorganisation und leider ganz nutzlose Sachen wie Religion/Ethik und Sport. Das größte Problem ist aber tatsächlich der Umstand, dass vieles einfach veraltet ist. Und während im Ausbildungsbetrieb wenigstens des öfteren neue Sachen zumindest am Rande erwähnt/ausprobiert werden, sind die Themen in der Berufsschule wohl wie in Stein gemeißelt. Das heißt also wenn ich ein wenig was auswendig lerne gibt es bei der Prüfung keine Probleme. Doch gerade davon sollte man abrücken, denn dressierte Affen können auch auswendig lernen - Menschen sollten aber auch andere Leistungen auf sich nehmen.
 
@divStar: Ok, Sport und reli hatte ich nicht :D
 
@Knerd: Also ich bin seit Sept. in der Ausbildung als FiSi. Undzwar in Stuttgart. Wir haben keine unnötigen Fächer wie Religion/Sport. Dafür wird der Stoff so zäh durchgezogen, dass es wieder fast zum einschlafen ist. In den IT-Fächern machen wir grade mal Boolsche Algebra und in der Praxis haben wir HDD Formatiert und Partition erstellt, ein Meisterwerk! Ich hab zwar in der Firma viel Experten in vielen Gebieten, die sind jedoch schwer zu kriegen. Deswegen heißt es oft, do it yourself. Vor allem was Programmierung in C# angeht. Da sind wir nicht gerade weit gekommen, Variabeln, Arrays und Schleifen. Ich sag mal so, wer sich wirklich für Informatik interessiert, der hatte das alles auch schon davor drauf.
 
Tjo, und die CDU Regierung in Hamburg schafft das Pflichtfach Informatik ab. Kino. Die Bundes CDU will aber im Wahlkampf mit dem Thema IT Ausbildung punken. Also genau das gegenteil GROßES KINO!
 
@ThreeM: Auch wenn ich dir garnicht widersprechen mag, aber Parteien auf Landes- und Bundesebene sind zwei paar Schuhe...
 
Die Betriebe bauen immer mehr IT Stellen ab und auf der anderen Seite schreien sie dass es nicht genug Personal gibt. Das was die Betriebe suchen sind billige Arbeitskräfte, die alles können.
 
@Axel10: das problem ist, das die nur wen bezahlen wollen wenn Arbeit anliegt, also dann, wenn die scheiße am brodeln ist. ist das zeug erledigt, kannste gehen.
 
@Rikibu: So wird aber nicht nur in bezug auf die Infoleute gedacht, sondern allgemein. Stichwort: Leiharbeit. Das dabei niemals ordentliche, nachhaltige, über Generationen gewachsene Qualität rauskommen kann hat leider bei den Verantwortlichen keiner gerafft.
 
@F98: solange die Brieftasche mehr zählt als gesellschaftliche Verantwortung, und seitens der Politik die Stellschrauben in die erstgenannte Richtung gestellt werden, anstatt die Wirtschaft endlich zur Verantwortung zu ziehen, wird sich auch nix ändern. Im Gegenteil: es gibt viele Bereiche wo sich firmen gesund sanieren und die eigentlichen unternehmensausgaben dank geschickter Lobbyarbeit auch noch den Niedriglöhnern indirekt mit aufdrücken. Die Energiebonzen sind da ein tolles Beispiel für Meisterstücke des Lobbyistenhandwerks. Ob die Energiesparlampe oder jetzt die EEG Umlage...
 
@Axel10: Betriebe bauen immer mehr IT-Stellen ab? Wo, in welchem Land? In Deutschland konnten im letzten Jahr nicht einmal alle Ausbildungsstellen im IT-Bereich besetzt werden. Es gibt viele Firmen, die dringenden Bedarf im IT-Bereich haben. Nur die Niedriglöhne kann ich leider bestätigen. Viele wollen nicht angemessen zahlen.
 
@Nunk-Junge: Große IT Firmen. Eine Firme kenne ich privat. Ich kann dir den Namen des Betriebs auf Grund von Betriebsgeheimnisse oder Ähnliches nicht nennen, aber ich weiß dass bei einem großen Betrieb die Mitarbeiteranzahl im IT-Bereich kurz mal halbiert wurde. Warum 5 teure Arbeitskräfte einstellen wenn man den Prozess auch auf einem Server bündeln kann, welcher durch nur 1 Person verwaltet wird? Dann gibt es noch das Outsourcing, bei dem IT-Support an andere Firmen (zum Teil um Ausland) einfach abgegeben wird. Zudem gibt es Firmen wie z. B. AMD die mal eben 10% abbauen, HP mit 8% und Vodafone die 500-3500 Stellen abbauen. Nicht zu vergessen ist IBM die auch bei der "Umstrukturierung" sind. Im Grunde sucht man dann nur billige Arbeitskräfte an die man die Arbeit abgeben kann.
 
Es ist doch eigentlich nur konsequent, dass wenn ich das Bildungsbudget radikal zusammenkürze, Klassenstärken von 20-30 habe, Schulen schließe, weil hier nicht 30 Leute pro Klasse zusammenkommen, überalterte Lehrer die keinen Bock mehr haben und letztlich die Föderalismusreform die alles nur noch schlimmer gemacht hat, zusammenzähle, ist klar das in puncto Bildung das was wir jetzt haben, dabei rauskommt. Und die Probleme gibts nicht nur in der IT Welt, sondern eigentlich in jedem Fachsektor. Aber wir eifern ja gerne Skandinavien nach, da wo Kinder, deren Bildung, deren Erziehung als Beruf anerkannt und gesellschaftlich hoch angesehen ist. wir sollten erstmal als Land anfangen, Kinder und Familie nicht mehr als Behinderung anzusehen, bevor wir der Informatiklobby in den Anus krauchen...
 
@Rikibu: Weil nur verantwortungslose, nichthaftende Blödmannsgehilfen an den entsprechenden Stellen sitzen, die bei der Nächsten Wahlperiode sowieso wieder woanders sind.
 
@F98: leider ist es ja so, dass jeder trottel nur bis zu seinem eigenen unfähigkeitslevel befördert wird. hat er dieses niveau erreicht, ist seinen aufgaben aber für höheres nicht mehr gewachsen, so wird er nicht mehr befördert, was widerum heißt, dass in jeder position leute sitzen, die ihrer aufgabe nicht so recht gewachsen sind...das erklärt so viele hierarchien...
 
Schwachsinn! Es gibt so viele Bewerber wie nie. Jeder der ne kleine Batch-Datei schreiben kann meint doch sofort er kann sich als Informatiker bewerben.
Das der Beruf noch andere Voraussetzungen hat vergessen wohl die meisten.
Ist bei uns auch so.
Jeder der sich n bisschen mit PC auskennt bewirbt sich.
Es werden jedes Jahr mehr.
 
@Knight-FLo: man kann aber das alles auch nicht verallgemeinern. wenn eine branche die spezialisierung maßgeblich geprägt hat, dann ja wohl die informatik. nirgendwo ist die aufgabenbandbreite gefächerter als bei der arbeit mit dem pc. die ausbildungsberufe sind ja in den letzten jahren auch genau da hin gegangen, zur spezialisierung. so speziell, dass du nur noch in diesem einen segment bescheid weißt, während eigentlich in vielen firmen it leute gesucht werden, die sich eher allumfassend auskennen um flexibel eingesetzt werden zu können. zumindest hab ich die erfahrung gemacht.
 
@Knight-FLo: Hierbei geht es auch weniger um die Zahl der Bewerber bzw. derer, die sich für eine Aubildung in diesem Bereich entscheiden, sondern um die Qualität der Aubsildung und besonders der Vorbildung in allgemeinen Schulen.
 
@Knight-FLo: "Ich bewerbe mich hiermit, kann auch ne Verknüpfung zu der Batch-Datei aufm Desktop anlegen und sie umbenennen. Allerdings nur Winows, alle anderen Systeme sind nicht mein Fall, da ich sie nicht mag. Will auch nur mit Windows programmieren und am besten HTML. Die HTML-Programmiersprache habe ich mir in paar Monaten selbst beigebracht und habe schon eigene Seiten damit programmiert. Ich kann auch CSS programmieren, aber das noch nicht so gut. Dieses Java-Zeug da in Browsern mag ich eigentlich auch nicht so, weil Java sowieso total langsam ist und zu viele Sicherheitslücken hat. Ich würde gerne in Ihrer Firma als WebMaster arbeiten, aber kenne nur phpBB Forum und WoW-Portal. Kann auch etwas LUA für WOW, habe das Addon-Programm schon selbst entpackt und ins richtige Verzeichnis kopiert. Außerdem habe ich die Legendäre Waffe und Rüstung und habe alle Bosse down als World-First. Ansonsten sind C und C++ (ok ist ja beides das Gleiche) nicht mein Fall, da ich Pointer nicht mag. HTML ist sowieso viel besser. Ich kenne auch C# da ich das Demo-Programm runtergeladen und geöffnet habe und als ich es startete kam "Hello World!". Also es lief. Ich mag außerdem keine Dokumente schreiben, das sollte sowieso lieber die Sekretärin machen, die ist schließlich dazu da. Englisch ist nicht meine Stärke, ich programmiere lieber auf Deutsch. Kann man sowieso besser verstehen. Außerdem möchte ich nicht ins Ausland. Achja, ich habe nicht studiert, weil ich sowieso programmieren kann und mein Vater meint, dass nur über Praxis man etwas im Leben lernt und nicht in Büchern. JA, ansonsten will ich 6000 Brutto, 31 Tage bezahlten Urlaub und gegen einen Vollkasko Firmenwagen, den ich privat nutzen kann, hätte ich auch nichts. Es sollte aber ab E Klasse sein." <- ich kann noch drüber lachen, aber da sind sooooo viele Wahrheiten drin wie sich die Leute teilweise die IT-Stellen vorstellen, das ist einfach schon krass. IT ist und bleibt ein harter Job (wenn man ihn gut macht). Die sind nicht umsonst gut bezahlt.
 
@NewsLeser: Hahaha gut bezahlt, der war gut.
 
@shriker: traurig aber wahr! Es gibt keinen Fachkräftemangel, nur Mangel an Budget für Fachkräfte.
 
@NewsLeser: Wow, das kommt mir ja so bekannt vor. Kann es sein, dass Du Dich jedes Jahr zig-mal bei uns bewirbst? ;-)
 
Ich habe die Ausbildung um 1 Jahr verkürzt und in der Schule habe ich nichts aber auch wirklich garnichts gelernt. Wir haben zum großteil nur Cisco gemacht und das nenne ich mal realitätsfremd...
 
@jann0r: Cisco verschwiegt viel.
 
@jann0r: Was bedeutet: 'Wir haben nur Cisco gemacht'? Cisco ist eine Firma. In der Berufsschule unserer Azubis werden Cisco-Produkte nur am Rande behandelt. Eher zu wenig. Cisco als realitätsfremd zu bezeichnen ist ... realitätsfremd. Wie hat Cisco selbst geworben: 'Nahezu der gesamte Internet-Verkehr geht über Cisco-Systeme'. Cisco ist in vielen Bereichen Marktführer bis Quasi-Monopolist. Nur als kleiner Home-User sieht man Cisco natürlich eher selten.
 
Ich habe mich 7 Jahre beworben um einen Ausbildungsplatz und habe keinen bekommen. Also sollen die mal hier nicht so tun als wenn es keine Leute gibt.
Die Arbeitgeber sollten aufhören auf die Zeugnisse zu schauen und lieber mal prüfen, ob die Herren und Damen was drauf haben anstatt direkt die Bewerbung in den Müll zu feuern.
 
Ist gar nicht so lange her, als die Medien noch über einen Überfluss an IT-Fachkräften berichteten. Personalplanung und Arbeitsmarkt-Steuerung mag nicht einfach sein, aber wie das in Deutschland gehandhabt wird, ist schlicht eine Zumutung! Und auch das Geheule und Gejammer der Industrie, wenn die Fachkräfte dann mal wieder knapp werden, ist unerträglich ! Siehe Thema Bildungs-Chancen, siehe Thema Jugendarbeitslosigkeit ... Politik und Manager müssten sich bei solchen Meldungen eigentlich in Grund und Boden Schämen, statt den selbst verursachten Mangel zu beklagen und dabei womöglich noch den Menschen (Schülern und Studenten) die Schuld zuzuweisen. Jeder junge Mensch will lernen und sein bestes geben, wenn er die nötige Anleitung und Unterstützung bekommt !
 
@Hobbyperte: Ich denke hier geht es eher darum mal wieder Fachkräfte aus anderen Ländern der Welt heran zu subventionieren, die für einen Bruchteil unserer Gehälter arbeiten... Es gibt keinen Fachkräftemangel in der IT, hat es noch nie gegeben. Es gibt nur Firmenchefs, die der Meinung sind ein 50-jähriger Informatiker könne nicht mit aktuellen Entwicklungen mithalten.
 
@Mitsch79: exakt diese Greencard-Preisdrückerei ist einer der Hintergründe. Selber Ausbilden kostet Geld, mit qualifizierten Ausländern spart man sich die teure Ausbildung und sicher auch oft ein gutes Stück am Lohn ... und bekommt dafür höchst motivierte, willige, unterwürfige, "dankbare" Mitarbeiter ... die man "nach Gebrauch" (wenn sie Streß bedingt arbeitsunfähig werden) einfach wieder in deren Heimatländer entsorgen kann, was auch ganz im Sinne der Politik ist, da die Sozialkassen so nicht mit den Folge-Kosten belastet werden. Ein nettes ausgeklügeltes Ausbeutungssystem...
 
@Mitsch79: "Fachkräfte aus anderen Ländern" Sehr witzig. Schau mal die Statistiken an, wie viele Fachkräfte angeworben wurden. So gut wie gar keine. Sogar die Bundesregierung selbst spricht vom totalem Fehlschlag. Edit: Siehe http://tinyurl.com/c8ply3w
 
@Hobbyperte: Seit ich vor 25 Jahren meinen Abschluss gemacht habe, war immer von fehlenden IT-Kräften die Rede. Zwischendurch gab es mal eine Blase, da brauchte ein Hauptschüler nur 3 IT-Bücher lesen und konnte dann 40.000 Jahresgehalt fordern. Diese Zeiten sind vorbei. Heute werden wirkliche Fachkräfte gesucht und die Bezahlung ist auch deutlich niedriger geworden.
 
@Nunk-Junge: Meine Kritik gilt nicht speziell für IT-Fachkrafte, sondern global, das gesamte System betreffend. So wie auch ausländisches Personal nicht explizit nur im IT-Bereich engagiert wird. Schau mal in Nähe der Ost-Grenzen in die Krankenhäuser ... Ich weiß nicht so recht, was die Phase des erleichterten Quereinstieges mit der Problematik an sich zu tun hat ? Wirkliche Fachkräfte braucht man auch in Kindertagesstätten und schau mal wie die zu ihrer Ausbildung kommen... und wie die für ihre Qualifizierung anschließend entlohnt werden ... Personalmangel herrscht vor allem auch im Kranken- und Alten-Pflege Sektor, schau mal wie die bezahlt werden .... warum hat ein Sektor mit derart vielen Arbeitskräften keine wirksame Vertretung (Gewerkschaft) ? Und so gäbe es unzählige weitere Beispiele und offene Fragen...
 
@Hobbyperte: Ja, es gibt eine ganze Reihe Bereiche in denen Fachkräfte fehlen. Der Pflegesektor ist ganz massiv davon betroffen.
 
der artikel erinnert mich an abitur P4.. informatik zusammen mit einem anderen schüler belegt. das fach wurde extra auf unseren wunsch hin aus dem boden gestampft und wir haben es dann auch tatsächlich zu zweit (!) belegt.. :)
 
Fehlende Fachkräfte??? Die Firmen und Behörden müssen einfach entsprechend der Leistung auch entlohnen. Und schon stehen die Fachkräfte vor der Tür und fragen nach Jobs. Ärzte nach Schweden reicht wohl als Hinweis. Angebot und Nachfrage ist doch die einfachste Regel der Welt. Das gilt auch für den Arbeitsmarkt.
 
@Friesenmeister: Solange wir importierten Fachkräften auch noch die Tür aufhalten, wird sich an dieser Situation mit Sicherheit nichts ändern. Ich arbeite im IT-Bereich und habe eine entsprechende Ausbildung. Ich beziehe trotz rollender 40-Stunden Woche ergänzend ALG-II, das sagt ja wohl alles. Der Inder machts halt billig, warum also mehr bezahlen? Für diese Aussage wirds garantiert gleich Minusse hageln, aber das ändert nichts an den Tatsachen...
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