Im Todesfall: Firma will den digitalen Nachlass regeln

Eine neue Firma will nach dem Tod eines Menschen dessen digitalen Nachlass auflösen. Außerhalb des Netzes erhalten Hinterbliebene auf Wunsch schon Unterstützung, online war dies allerdings bisher kompliziert. mehr... Tod, Friedhof, Grab Bildquelle: Jim Linwood (CC BY 2.0) Tod, Friedhof, Grab Tod, Friedhof, Grab Jim Linwood (CC BY 2.0)

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man versucht mit allem geld zu machen
 
@freakedenough: Und bei der Beisetzung heißt es dann: "In unseren Herzen und bei Facebook lebt er weiter..."
 
@Kobold-HH: Ich finde diese ganze Scharade die da gemacht wird sowieso sinnlos, verbrennen und ab in ne Tüte zum mitnehmen, fertig.
 
@wuddih: Ich nehme an, Du hast bisher noch keine nahestehende Person verloren? Auch wenn ich manchmal sehr schwarzen Humor habe, so musste ich schon von mehreren geliebten Personen Abschied nehmen. Und als "Scharade" möchte ich dies nicht bezeichnen.
 
@Kobold-HH: Es ist eine Scharade die aus kommerziellen Gründen und durch starke Unterstützung von Lobbyisten per Gesetz zu einem gesellschaftlichen Druckmittel geworden ist. Und das schlimme ist, jeder denkt es geht nicht anders. Der Typ der hier in Deutschland ne Beerdigung für unter 500€ anbietet, bekommt Morddrohungen noch und nöcher, weil das was der macht unethisch sein soll. Ich kenns anders und das in einem sehr zivilisierten und fortschrittlichen Land für ca. 120€ und das ist verbrennen und eindosen.
 
@wuddih: OK, nun hab ich verstanden, was Du meinst. Sicher, die Beerdigungsunternehmen sind eine Mafia. Die wehren sich hart gegen Mitbewerber, die sich nicht an die schönen Regeln halten.
 
@freakedenough: Ich fände es Super wenn meine Kinder, nach meinem Ableben, auch was von den Milliarden iTunes Songs/Filmen/Serien haben die sich über die Zeit ansammeln…warum solche sachen versickern lassen?
 
@Qvieo: Na, dann gib ihnen doch die Anmeldedaten. Wäre doch der einfache (und günstigere) Weg.
 
@tomsan: Stimmt, sinnvoll ist es nicht.
Man muss nur eine Todesurkaunde an Google oder Apple schicken und die sind dann meistens Kulant genug dir das zu erstatten und aufzulösen.

Interressanter währe da ob ich die Medien vom einen Account auf den anderen Erben kann!
 
@Qvieo: Jep. Das wäre interessanter. Wie man digitale Käufe weitervererben kann.... also mein Steam-Account wäre n Jackpot :)
 
Account-Daten im Testament hinterlegen und gut is! :-)
 
@Kobold-HH: "Und meinem Sohn hinterlasse ich meinen bezahlten pr0n.xxx account. Möge er dir genauso viel Freude bereiten, wie er es mir getan hat."
 
@Wuusah: Die Mutter wird sich freuen.
 
@Wuusah: "Des weiteren vermache ich ihm meine Sammelkarte im Puff ###. Der gratis Lapdance ist sogar noch nicht genutzt worden. Möge sie ihm so viel spaß bereiten wie mir."
 
@Wuusah: Solange es nicht bei "Horny-Granny.com" ist, sollte das OK sein :-)
 
Das ist unzulässig, weil diesem Unternehmen der Datenschutz Ihrer Kunden egal ist!
 
@Graue Maus: Sehe da keine Datenschutzbedenken, mal vll abgesehen davon dass man ihnen belegen muss dass da grad jemand gestorben ist. Zu keinem Zeitpunkt müssen dazu irgendwelche Zugangsdaten ausgetauscht werden
 
@zwutz: Wenn bei meinem Facebook Account drinn stehen würde, meine Englischlehrerin Frau H. ist eine blöde Kuh, oder mein Mathelehrer Herr G. jede Woche auf den Strich, sicher schon (so, oder so ähnlich, würde die heutige Jugend bei FB schreiben).
 
@Graue Maus: So wie ich das verstanden habe geht dann von obiger Firma dann nur ein entsprechender Hinweis an Facebook "User XY ist verstorben; Nachlass an YX" und das Portal handhabt dann die weiteren Schritte. Also (private) Daten löschen, eventuelle Besitztümer an den Nachlassempfänger. Wie genau dann verfahren wird ist natürlich von Portal zu Portal unterschiedlich. Wobei natürlich so gesehen auch private Daten Bestandteil des Nachlasses sein können, sofern nicht explizit anders gewünscht. Wird mit nicht-digitalem Besitz ja schließlich auch so gehandhabt.
 
Aha und wie weiß die Firma, wo ich überall angemeldet bin? Ich bin ja nicht überall als "citrix no.2" "citrix no.3" und "citrix no.4" unterwegs, sondern auch als pipi-pirat und joe_hardwood und und und ... Und das weiß ich vielleicht schon gar nicht mehr... Meine Meinung: Diese Firma ist Quatsch!
 
@citrix no.4: steht doch da, die ziehen Unternehmen an Land die mit ihen kooperieren. Diese Unternehmen werden dann abgefragt. Fast immer weicht der Benutzername jedoch vom tatsächlichen Namen ab, in vielen Fällen, besonders wenn es um Geld geht, ist aber zB. ein Bankkonto hinterlegt, welches Rückschlüsse auf den richtigen Namen zulässt.
 
@citrix no.4: Diese Firma zielt wahrscheinlich eher auf die "Klarnamen"-Accounts ab. Dazu müssen die Anbieter wohl in diesem ominösen Klub der registrierten Firmen sein...
 
@citrix no.4: Im Idealfall übermitteln die die zur Identifizierung notwendigen Infos (geht natürlich auch datenschutzkonformer) und das entsprechende Portal versucht, diese Infos einem Nutzer zuzuordnen. Klappt natürlich nicht immer, aber sicher oft genug um zu funktionieren. Oder aber der Nutzer hinterlegt aktiv einen entsprechenden Schlüssel, wenn er sich zu Lebtagen entscheidet, dass seine Erben so seinen digitalen Nachlass regeln sollen. Möglich ist alles
 
"Jedes Jahr sterben in Deutschland laut Statistik zum Beispiel mehr als 240.000 Facebook-Nutzer." Man kann ja zu Facebook sehr verschieden stehen, aber überwiegnd sind sie wohl an diesen Todesfällen unschuldig. Und ich vermute, dass in Deutschland jährlich deutlich mehr Telekom- oder Sparkassenkunden als Facebooknutzer sterben.
 
@Drachen: Ich wette es sterben noch weit aus mehr Menschen jährlich die Brot konsumieren.
 
@BartVCD: verbietet Brot!
 
@BartVCD: Todesursache Nummer 1: Wasser. Jeder, der Wasser trinkt, stirbt zwangsläufig...
 
@Joebot: Zusätzlich sollte man auch Luft verbieten, jeder der Luft atmet wird früher oder später sterben^^
 
"Dort gleicht eine Datenbank die Angaben mit den Informationen kooperierender Internet-Unternehmen ab" ..... OK, aber dann könnte ich ja auch selbst eine Liste mit Benutzernamen/PW anlegen. Weil das Unternehmen muss ja nun wissen, *wo* ich bemeldet bin. Und check das dann mit meinem richtigen Namen gegen. Ob man den überall gibt, ist auch ne andere Frage. ........ und vor allem wickelt diese Firma ja nur die *bekannten* Accounts ab. Unbekannte/nicht-kooperierende werden ja nun nicht gefunden. Blödsinnig....
 
Frage mich hier auch nach der *Zielgruppe*. Mal überspitzt ausgedrückt: Alte Knacker? Werden eh vielleicht den Neffen gefragt haben beim Einrichten. Und wenn sie nun Angst haben bald zu sterben und was nicht geregelt haben, können sie auch Einlogdaten übergeben. Oder Junge Hüpfer? Überall und nirgends Konten. Aber macht man sich da Gedanken: Was passiert, wenn statistisch gesehen in XX-Jahren sterbe? Besser *jetzt* schon mal regeln. Hmmmm
 
oder...ja oder man läßt die werten verstorbenen im netz einfach weiter leben...dann erinnern sich nicht nur die freunde und verwandten sondern auch die netzgemeinde weiterhin, bis die accounts dann doch irgendwann wegen inaktivität von den betreibern gelöscht werden...anders natürlich bei accounts, wo wirklich geld im spiel ist, hier sollte mal ne gesetzliche regelung getroffen werden, damit die anbieter von sich aus tätig werden müssen, wenn so ein account mal ne gewisse zeit(zb 1jahr) brach liegt...dann braucht es auch keine neuen geschäftsfelder wie online-bestatter, die unbdarften kunden das geld für eine leistung aus der tasche ziehen, die sie ohnehin nicht erbringen können bzw dürfen...
edith meint noch: eigentlich ist dieser "service" ja für die beteiligten anbieter noch viel nützlicher als für die hinterbliebenen, weil die so ihre karteileichen loswerden, mit denen sie sowieso nix mehr verdienen...
 
Viel wichtiger sind doch Einkäufe bei iTunes oder ect. ich habe in den letzten Jahren ca. 350€ bei iTunes ausgegeben und bin dabei sicherlich noch bescheifen vorgegangen. Es währe unsinnig dieses Geld bei meinem Tod versickern zu lassen.
 
"Interessiert mich ums verrecken nicht was nach meinem Tod mit meinen Daten, usw. passiert". Es gibt nichts schlimmeres als mit dem ableben von Menschen Geld verdienen zu müssen. Wozu brauch ich denn so einen Dienst? Wenn wirklich ein Anbieter interesse an mir bekunden sollte und evtl. Geld fordern sollte, so gibt es die Sterbeurkunde welche dem Hinterbliebenen ausreichend Sicherheit vor weiteren Forderungen bewahren sollte. Das kostet, ausser einer Briefmarke, kein Geld und der Fall ist geschlossen. So eine Abzocke sollte unterbunden werden, denn es gibt keine Garantie daß sämtliche Daten aus dem Netz von mir gelöscht wurden. Und den Nachweis möchte ich von dem Dienstleister haben!
Abgesehen davon stammt das Zitat in der 1. Zeile nicht von mir, sondern von meinem verstorbenen Großvater.
 
echt mal. nichts verkommen lassen. die bayern sind schon immer megageldgeil, andere auch, aber die bayern am schlimsten. nicht das die beerdigung an sich ja schon etliches geld kostet. für 250 euro wüsst ich in dem moment was besseres anzufangen, als mich um sinlose accounts zu kümmern.
 
249 Euro wofür ? Zität: "Schließlich wird ein Online-Account nicht automatisch stillgelegt, wenn ein Nutzer dort monatelang nicht aktiv war." -- dann sollte der Gesetzgeber das einfach zwingend vorschreiben, inkl. automatischer Erstattung von Guthaben auf das Konto des "inaktiven" Online-Kunden ... Und schon erledigen sich diese "Probleme" von selbst. Denn 2.) kann man als User nur eines tun, entweder hält man seine Login-Daten, insbesondere Passwörter GEHEIM, am besten nur im eigenen Gedächtnis, was bei der Fülle von Accounts die man heutzutage anlegt kaum mehr möglich ist. Oder man hinterlegt die Daten bspw. auf einem USB-Stick oder CD gebrannt beim Testament, was außerdem eine ständige oder wenigstens sehr regelmäßige Aktualisierung erfordern würde. Was kaum geht, wenn das Testament beim Amtsgericht lagert... Was - außer dem hier vorgestellten Geschäftsmodell - spricht eigentlich gegen die beste Lösung, nämlich der automatischen Auflösung nach bspw. 12 Monaten Inaktivität ?
 
Hallo, auch ich habe mir Gedanken über die Regelung des digitalen Nachlasses gemacht. Die rechtliche Situation ist immer noch nicht klar, deshalb habe ich ein Internetkonzept geschaffen, woraus dann auch eine Internetpräsenz wurde. Hier können die Mitglieder Ihre Daten (vorzugsweise) verschlüsselt und auch Emails bei uns hinterlegen kann. Der Abruf kann sofort oder nach einer gewissen innaktiven Zeit erfolgen. Alle die sich dafür Interessieren lade ich ein meine Homepage: https://www.meine-letzte-mail.de anzuschauen. Zur Information : die Seite ist gesichert über SSL und in Deutschland gehostet. Der Kommerz ist hier nicht vordergründig ( siehe Mitgliedsgebühren), der Gedanke, das die wichtigen Daten sicher aufbewahrt werden vorrangig . Das das Projekt abgeschaltet wird nach kurzer Zeit wird sicherlich nicht der Fall sein, solange Mitglieder angemeldet sind, denn der finanzielle Aufwand und der Ertrag sind nicht der Hauptgrund für dieses Projekt. Mit freundlichen Grüßen Uli
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