EU: Netzneutralität ja, aber nicht unbedingt schnell

Der uneingeschränkte Zugang zum Internet ist aus Sicht der EU-Kommission ein sehr wichtiges Gut und soll besonders geschützt werden. Angesichts aktueller Entwicklungen will man sich in Brüssel beeilen. mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Nicolas Raymond / Flickr

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"damit sich ihm letztlich die Möglichkeit bietet, im Zweifel zur Konkurrenz zu wechseln." Bullshit...wie oft noch? Das ist zumindest in Deutschland kein offener Markt. Viele können einfach nicht wechseln.
 
@shire: wieso können viele den Provider nicht wechseln wenn da eine telekomleitung liegt? Die telekom muss die vermieten.
 
@0711: Genau...statt DSL 16.000 nur DSL 6000 bei Vodafone. Kabel gibt es hier auch nicht...auch das spielt eine Rolle. Im Moment liefert hier nur Congstar und evtl 1und1 16.000. Bei einigen sieht das sicherlich noch schlechter aus. Was ich damit sagen will...die Telekom hat damit in vielen Gegenden ein Quasi-Monopol.
 
@shire: bisher ist mir bei solchen aussagen noch nie untergekommen dass man nicht zu einem anderen Provider wechseln konnte...
 
@0711: Im Forum der Seite www.geteilt.de gibt es genug dieser Fälle. Und bin auch davon betroffen...
 
@shire: Hat Vodafone nicht auch eigene Leitungen?
 
@Kuli: Mag sein...in der Gegend hier...sicherlich nicht.
 
@shire: Fakt ist aber auch, wenn sie wollen, können die anderen Anbieter dort auch investieren, es hindert sie keiner dran. Tun sie das nicht, weil es nicht lukrativ genug ist, ist das eben Pech. Dann muss man mit der Leistung der Telekom leben oder umziehen, so einfach ist das. Da bringt es nichts, auch noch so lautstark drüber zu meckern, man kann einfach nicht erwarten, dass irgendein Anbieter einem den schnellen Internetanschluss in beliebig dünn besiedelte Gebiete hinterherträgt. Wer schnelles Internet und ähnliche infrastrukturielle Vorteile genießen will, muss eben in eine (Groß-)Stadt ziehen. Wer auf dem Land lebt, muss auf sowas verzichten, so einfach ist es und so wird es auch immer bleiben. Wer einen solchen Wohnort wählt, muss eben damit leben und sich nicht andauernd beschweren.
 
@mh0001: Genau...ich verkaufe das Haus, damit ich in einem anderen Ort nen besseren DSL-Anschluß bekommen? Woher kommt denn diese grandiose Idee? Mal davon ab, dass die Steuermilliarden vor allem auch in den Ausbau unterversorgter Gebiete fließen sollten. Fakt bleibt trotzdem, dass wir eben nicht _die Wahl_ haben...je nach dem wo man eben lebt.
 
@shire: Wenn ich mir ein Haus auf dem Mond kaufe/baue, kann ich dann auch nicht zu 1&1 rennen und sagen, sie sollen mir da ne Leitung hinlegen.
 
@mh0001: ??? Was ist das für ein bescheuertes Beispiel?
 
@shire: Weil der Meter Glasfaserkabel nunmal extrem teuer ist. Das lohnt sich gerade so, wenn man die in eienr sehr dicht besiedelten Stadt verlegt, und dann sind die Investitionen vielleicht frühestens in 10 Jahren wieder drin, wenn das dort dann auch wirklich fast alle potenziellen Kunden nutzen.
Jetzt kannst du selber mal nachrechnen und überlegen, wer bitteschön in z.B. ein 500 Einwohner-Dorf für 1 Mio. € Glasfaser hinlegen lässt, damit die Leute dort schnelles Internet haben. Das geht einfach nicht und ist Verschwendung, und das wird sich auch nach dem x-ten Breitbandförderprogramm nicht ändern. Wenn sich in deiner Stadt eine halbe Million Einwohner angesiedelt haben, dann und nur dann kannst du damit rechnen, auch schnelles Internet dort zu bekommen.
 
@mh0001: Habe ich etwas gegenteiliges behauptet? Der Punkt ist, dass viele eben nur das steuersubventionierte DSL der Telekom bekommen können. Sie haben keine andere oder nur eine sehr eingeschränkte Wahl den Anbieter zu wechseln. Daher ist die Behauptung im Text oben, eben, meiner Meinung nach, so nicht haltbar.
 
@mh0001: So ein Schwachsinn. Der deutsche Steuerzahler hat für unzählige Glasfaserkabel bei der Telekom schon lange bezahlt und zwar indirekt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Bis heute hält sich die Telekom aber zurück und verschleppt den Ausbau.
 
@ephemunch: Du glaubst nicht wirklich, die horten Unsummen für den Ausbau und geben sie nur nicht aus, oder? Hast du irgendeine Ahnung davon, welche Summen die Telekom bereits jährlich für Ausbau, Wartung etc. ausgibt? Von dem Geld der Steuerzahler könnte man die laufenden Ausgaben nichtmal bezahlen. Und es ist völlig egal, wer da was bezahlt, es lohnt sich nicht!
Ich möchte nicht, dass mein Geld als Steuerzahler für so einen großen Mumpitz verschwendet wird, wie ein Glasfaserkabel in ein Kuhkaff zu verlegen! Lieber eine Großstadt damit weiter ausbauen, das hat wenigstens Zukunft. Auch Steuerzahlergeld sollte nur da investiert werden, wo es sich auch lohnt. Und die Kosten für 100MBit/s-Internet in irgendeinem Kaff sind nach 20 Jahren nicht wieder drin, wohingegen das Geld in einer städtischen Infrastruktur viel sinnvoller investiert ist.
 
@mh0001: Man kann nicht einfach irgendwo Kabel hinlegen, selbst wenn man möchte. Die Kommunen regeln die Bebauung, damit Straßen nicht dauerhaft unbenutzbar werden. Wenn in einer Straße gebaut (Kabel, Wasser, Strom, ...) wird, dann wird danach meist für mehrere Jahre keine weitere Bebauung zugelassen. Die Kommunen regeln die Fristen und koordinieren die verschiedenen Versorger. Es wird vielleicht nacheinander aufgerissen für Strom, Telefon, Abwasser. Danach ist aber für längere Zeit Schluss. Ausnahme sind Reparaturen.
 
@mh0001: In der Stadt íst alles besser? Die Kinder bringt der Storch und der Weihnachtsmann wohnt am Nordpol. In der Stadt teilt man sich die Leitungen mit wesentlich mehr Leuten, als auf dem Land. Ergo wird man da auch schneller mal runtergebremst. Das kann ich aus eigener Erfahung sagen. Stichwort "BIS ZU soundsoviel kBit". DSL 16.000 != DSL 16.000.
 
@0711: Theorie vs. Praxis.
 
@kubatsch007: siehe re4
 
@0711: die Leitung allein macht aber noch kein DSL
 
@0711: Ja die Glasfaser Kabel liegen bei uns und die Telekom bietet 250 Mbit an - was auch funktioniert - alle andern können aber nur DSL 1000 bereitstellen! Wie um Himmelswillen soll man da wechseln können? da kann auch gleich die 384K von der Telekom nehmen!
 
[re:1] 0711: Weil viele mangels Anbieter gar keine Alternative zur Telekom haben! Wir haben in unserem Ort DSL-Superlight, max. 2Mbit, regelmäßig unter 1Mbit!!!. Es gibt keinen einzigen Anbieter neben der Telekom, der unseren Ort mit Internet versorgen könnte/wollte (ca. 2.500 Einwohner). Also sind wir auf Gedeih und Verderb der Telekom und ihrem Tun ausgeliefert - und wir wollen´s nicht!!!
 
@MaikEF: wie gesagt muss die telekom die Leitung vermieten...dass euch ein anderer anbieter vdsl in ort legt ist unwarscheinlich
 
@0711: ...und das führt dann zu welcher Situation? Die Versorgung in vielen Gebieten ist für andere Unternehmen einfach unrentabel und daher bringt es auch nix, wenn die Drosselkom gezwungen ist, die Leitungen zu vermieten. Wie gesagt...trotz der Steuermilliarden, die für den Ausbau in den letzten Jahren verballert worden sind, merken viele nix davon. Es ist eben nicht so, dass wir die freie Wahl haben. Daher auch meine Aussage, dass das eben Bullshit ist, dass jeder Konsument mit den Füssen abstimmten kann.
 
@0711: können sie, wenn aber keine anderer (QSC, Vodafone oder Telefonica) im Ortsnetz vertreten ist geht das per "Fernschaltung" komplett die Telekom (also auch der Port). Kostet dann "nur" 5€ mehr wie bei Anbieter groß beworben und ist auf ADSL1 und i.d.R. max. DSL2000 beschränkt.
 
@0711: Leider klappt das in der Praxis oft nicht. In meiner Gegend hat die Telekom von 0 auf 16.000 kbit ausgebaut (in einigen Orten, via Outdoor-DSLAMs) In diesen Ausbaugebieten lässt die Telekom meist keine anderen Anbieter mehr zu, d.h. es erfolgt regelmäßig eine Stornierung solcher Aufträge...
Die BNA kann hier leider auch nicht wirklich weiterhelfen.
 
@shire: das führt zu der Situation dass man der drossel im Zweifelsfall entgehen kann.
 
@Gerdo: Beschwerde bei der bundesnetzagentur einlegen. Die telekom hat schlciht nicht das recht keine anderen anbieter zuzulassen.
 
@0711: Wenn da kein Interessent weiter ist, der dort Internet anbieten würde, nutzt es auch nix, dass die Telekom weiter vermieten müsste! Vermieten an wen denn??? Und wenn da keiner ist, ist da folglich auch niemand, zu dem man wechseln könnte!!! Darum können viele den Provider nicht wechseln, selbst wenn da 100 Telekomleitungen liegen würden...
 
@0711: Was soll das bringen? Wenn bei ihm jetzt erst ausgebaut wurde hat die Telekom je nachdem wie viel Subventionen geflossen sind bis 2 Jahren das alleinige Nutzungsrecht.
 
@0711: Ich habe schon Kontakt zur BNA aufgenommen: Sie sagt: Theoretisch müsste die Telekom diese Aufträge zwar zulassen. Gleichzeitig wird aber eingeräumt, dass die Telekom natürlich immer sagen kann, es gäbe zu wenig Ports. Allerdings liegt der Ausbau inzwischen schon länger als 2 Jahre zurück, trotzdem wurde an dieser Praxis seitens der Telekom bisher nichts geändert. Ein grundsätzliches Problem sehe ich darin, dass (historisch bedingt, ähnlich der Bahn) die Telekom gleichzeitig Netzbetreiber und Provider ist. Eine Trennung hätte wahrscheinlich einiges erleichtert.
 
@Gerdo: vielleicht nur Annex J Ports vorhanden und die werden nich an andere Provider vergeben
 
@0711: "Im Zweifelsfall" genau...das gilt eben längst nicht für alle User.
 
@MaikEF: Ist das so? Ich hätte erwartet, dass den resellern egal ist, wo die Kunden sitzen, solange die Telekom dort Leitungen hat (und zur Verfügung stellen muss)
 
@0711: mit nachdenken hättest du dir diese Frage sparen können.
 
@frankyboy1967: ich seh zu 99% im thread nur gejammer man muss 5€ mehr zahlen oder sonst irgendwelche ausflüchte. Nichts anderes hab ich erwartet.
 
@shire: Ein offener Markt ist eine Illusion. Bestes Beispiel war ja die Liberalisierung des Strommarkts und des Wassermarkts in afrikanische, südeuropäischen und südamerikanischen Staaten. Am Anfang gibt es immer mehrere Unternehmen, aber es wird immer Unternehmen geben, die stärker sind und die kleineren Konkurrenten schlucken. Mit der Hilfe von irgendwelchen ausländischen Großinvestoren. Dann gibt es beispielsweise nur 1-2 Wasseranbieter und paar Stromanbieter. Und komischerweise haben die dann alle beinah die gleichen Preise und die steigen auch gleichzeitig. Die Illusion, dass ein offener Markt funktionieren würde wurde doch schon lange widerlegt.
 
@ephemunch: Wer sitzt wohl heute von den Politikern, die die Liberalisierung damals durchgedrügt haben in den Vorständen und Aufsichtsräten der paar Stroimversorger, die den Markt heute kontrollieren? Das ist mittlerweile alles so durchschaubar geworden. Dumm wer glaubt, dass da im Interesse der Kunden gehandelt wird.
 
Typisch EU. Wenn es darum geht die EU-Kasse aufzustocken, ist sie immer schnell und konsequent. Wenn es um Themen wie Netzneutralität geht, kommt man mit so laschen Antworten daher... soll der Bürger gucken wo er bleibt. Schön dass man darüber auch EU weit diskutieren will. Aber wie im letzten Absatz steht, wird da nicht viel bei rauskommen.
 
"Gleichzeitig müssen Unternehmen auch die Freiheit haben, ihre Kunden zwischen einem Premium-Service und einem begrenzten Service wählen zu lassen" Meines Erachtens nach ist ein VDSL 50 Paket mit Entertain und allem drum und dran für 50-60€ im Monat oder was das kostet schon Premium genug..
 
"Gleichzeitig müssen Unternehmen auch die Freiheit haben, ihre Kunden zwischen einem Premium-Service und einem begrenzten Service wählen zu lassen"

Sollen sie das tun. Ich habe kein Problem damit ein wenig mehr zu Zahlen. Ich sehe aber nicht ein mir X-Gigabyte an traffic dazu zu Kaufen.
Sollen sie eine Flat anbieten ohne Drossel für 50/60/70€ zahl ich ohne zu überlegen. Wenn sie denn dann auch Premium Service anbieten und die "bis zu" aussagen aus den Verträgen streichen.
 
@picasso22: Meiner Meinung nach ist der Nachkauf von Volumen-Paketen nicht gleich zu setzten mit der Wahl eines unbegrenztem "Premium-Service". Da müsste die Telekom wirklich nachbessern und die "klassische" Flatrate mit aufpreis wieder anbieten. Das Modell wie es jetzt steht ist doch totale Grütze, ich bezahle für 16MBit/s, kriege 3MBit/s und dann wollen sie mir bei 75Gb die Leitung quasi dicht machen. Ich bin mal gespannt, wie teuer das zu buchende Zusatzvolumen wird. Da bezahl ich für 200Gb bestimmt noch mehr als ein VDSL-Tarif kosten würde. VDSL ist natürlich hier nicht verfügbar !-(.
 
@picasso22: Dem ist quasi nichts hinzuzufügen :)
 
"Außerdem dürfe man Informationen nicht dem freien Markt überlassen, betonte Heath. "
Dieser Satz sagt wohl alles !!!
 
@Cooker: Das sagt erst mal nichts aus. Denn man sollte sich fragen was sie damit meint. Informationen = Internet ? Oder was ? Die komplette Inet-Struktur dem freien Markt überlassen wäre eine Katastrophe für die Inet-Nutzer. Denn, dann hätten profit-orientierte Unternehmen die Macht und dann wäre das Inet in jetziger Form wohl Geschichte. Mit kritischen Blogs, mit Netzneutralität, mit mehr oder weniger vernünftigen Preisen usw. usw. Willst du etwa das ? Ein Zwischending zwischen freier Markt und Regulierung durch den Staat ist am besten. Mir macht eher Sorgen, dass die ICANN in den USA sitzt und nicht beispielsweise in einem neutralen Land wie der Schweiz.
 
Die EU ist das komplette Gegenteil von guter Politik! Nieder mit der EU!
 
da hat die lobby "gute" arbeit geleistet.
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