KALQ-Tastaturlayout: Schneller schreiben auf Tablets

Ein verändertes Tastaturlayout kann die Eingabe von Texten an Tablets deutlich beschleunigen. Entwickelt wurde dieses vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. mehr... Tastatur, Layout, KALQ Bildquelle: Max-Planck-Institut Tastatur, Layout, KALQ Tastatur, Layout, KALQ Max-Planck-Institut

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"Häufig verwendete, englische Wörter" Dann dürfte bei jeder Sprache wiederum ein anderes Layout schneller sein. Dumm nur wenn man sich umgewöhnt und im Büro die Tasten nicht mehr findet :D
 
@wertzuiop123: Es gibt bereits für verschiedene Länder verschiedene Tastaturlayouts, genau aus diesem Grund. Ursprünglich wurden die Tasten so angeordnet, damit sich die Typenhebel an der Schreibmaschine nicht verheddern beim schnellschreiben. Daher wurden häufig zusammen genutzte Buchstaben (was statistisch bei jeder Sprache anders ist) räumlich voneinander getrennt. Da die Tasten physisch mit den Typenhebeln verbunden sind, wirkt sich eine räumliche Trennung von Tasten auch auf die Anordnung der Typenhebel aus. Daher gibt es für jede Sprache unterschiedliche Tastaturlayouts. Die Amerikaner nutzen QWERTY während wir Deutsche QWERTZ benutzen. Daher ist es auch nur logisch, dass es auch auf Tablets unterschiedliche Tastaturlayouts gibt.
 
@AnisOne: Allerdings sind sich die Länderlayouts alle sehr ähnlich (oft nur unterschiedlich in den Sonderzeichen und z/y). Während die ergonomischen Layouts oft komplett unterschiedlich sind.
 
@dodnet: Da hast du natürlich recht, wie ich aber in der anderen Antwort an dich weiter unten schon geschrieben habe: Bei Tablets kann man das Tastaturlayout sehr schnell anpassen, wenn jemandem das neue Tastaturlayout nicht gefällt, kann es ziemlich einfach ausgetauscht werden.
 
@wertzuiop123: Wieso finden? Tippst du nur mit den Daumen im Büro? Oder suchst du die Tasten mit dem Auge? Das tippen ist doch so oder so im Muskelspeicher, vor allem wenn man im Büro arbeitet sollte das normal sein.
 
Jetzt hab ich mich so sehr an QWERTZ gewöhnt.... :D
 
Es gibt auch für Desktop-Tastaturen dutzende optimierte Layouts, die ergonomisch besser als die bestehenden sind, aber durchgesetzt hat sich nie eine. Und das werden sie wohl auch nicht, weil die nämlich noch viel mehr darunter leiden, dass sie für jede Sprache komplett anders angeordnet sind als die schon bestehenden Sprachlayouts. Weil was nutzt es mir, wenn ich an einer englischen Tastatur sitze und dort jeder Buchstabe woanders ist.
 
@dodnet: Bei einer englischen Tastatur sind die Buchstaben zwar größtenteils an der gleichen Position, allerdings sind "y" und "z" vertauscht. Schlimm wird es allerdings mit Sonderzeichen wie ",", "[", etc. Diese sind auf der englischen Tastatur nämlich ganz anders angeordnet. Demnach muss man sich auch jetzt schon daran gewöhnen, wenn man an einer englischen Tastatur sitzt. Das schöne an Tablet ist allerdings, dass die Tastaturen nur Software sind. Wenn du also ein englisches Tablet hast, kannst du das Tastaturlayout ganz einfach anpassen. Ich glaube schon, dass es eine reelle Chance dafür geben kann, wenn es von einigen Herstellern forciert wird. Bei Apple kann ich mir gut vorstellen, dass sie eine solche Tastatur bei iOS verbauen (sie werden wohl auch am wenigsten Probleme mit unzufriedenen Kunden haben ;-))
 
Man könnte ja auch einfach das QWERTZ-Layout nehmen, in der Mitte trennen und die beiden Hälften an die Ränder verfrachten. Ich denke das wäre optimal, denn die meisten Menschen schreiben eh im Zweifingersystem und es macht für die nahezu keinen Unterschied, ob sie nun mit den Zeigefingern oder den Daumen tippen.
 
@ElDaRoN: Dieses getrennte Tastaturlayout gibt es meines Wissens nach bereits bei allen drei "großen" Tabletbetriebssystemen (bei Android und Windows 8 bin ich mir sicher, bei iOS nicht). Das Problem damit wurde bereits im Artikel angesprochen: viele Wörter werden sind dann sehr links oder rechtslastig, womit man häufig Wörter mit nur einem Daumen schreiben muss. Viel effizienter wäre es allerdings, wenn die Buchstaben so angeordnet sind, dass man statistisch gesehen für jedes Wort beide Daumen benötigt. Daher wurde ja auch das neue Tastaturlayout "erfunden".
 
@AnisOne: Bei meinem Smartphone (im Querformat, 4.5") kann ich diese einseitige Daumenbelastung bei mir persönlich nicht bestätigen. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist ausreichend, so dass meine Daumen über den Touchscreen wie Steine über das Wasser hüpfen. Ich habe kein Tablet, also denke ich sollte das auch bei einem Tablet funktionieren, es sei denn die Ränder sind sehr dick. Vlt. habe ich aber auch zu große Hände. ^^ ___@adrian: Wenn es für die Daumenbedienung zu groß ist, dann braucht es aber auch kein neues Layout, da man dann ja offenbar das 10-Finger-System benutzt. ___@shriker: Wie gesagt: Ich habe kein Tablet, darum wusste ich das nicht, kann das im Artikel genannte Argument aber trotzdem nicht nachvollziehen.
 
@ElDaRoN: Es ging mir nicht um Smartphones sondern explizit um Tablets. Bei Tablets gibt es eine Option für ein Split Keyboard, wie man es auf diesem Bild sehen kann: http://arabiangazette.com/wp-content/uploads/2012/03/windows-8-touch-keyboard.jpg. Im Artikel wurde angesprochen, dass es viele häufig auftretende Wörter gibt, welche nur Buchstaben von einer Seite der Tastatur benötigen. Es geht mir auch weniger um die Belastung der Finger, sondern viel mehr darum, dass man schneller schreiben kann, wenn man beide Daumen nutzt anstatt nur einen. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass sich bei Tablets (besonders weil es bei On-Screen Keyboards sehr einfach umsetzen lässt) ein neues Layout durchsetzen könnte.
 
@AnisOne: Ja, ich habe das schon verstanden. Und ich glaube euch auch ohne Bildbeweis, dass es Split-Tastaturen bereits gibt (wie ich bereits geschrieben habe). Aber im Artikel steht "[..] sowohl die Eingabegeschwindigkeit erhöht als auch die Belastung für die Daumen minimiert." und eben letzteres kann ich nicht bestätigen. Wenn das Tablet natürlich 2cm dicke Ränder hat ist das etwas anderes, aber dann nützt wohl auch kein neues Layout. Und ob man nun soviel schneller ist, mag ich auch bezweifeln, denn wie gesagt: "meine Daumen [hüpfen] über den Touchscreen wie Steine über das Wasser" - Multitouch-Displays sollten auch die Reihenfolge von x nahezu parallele Buchstabeneingaben korrekt erkennen können. Im Prinzip sollte es beispielsweise so sein: Du wischst vom W zum R und hast ein "wer".
 
@ElDaRoN: Dann habe ich dich einfach falsch verstanden ;-) Du hast natürlich recht. Ich kann bestätigen, dass dicke Ränder beim Tippen sehr ermüdend sind. Ich habe einen alten Dell Touchscreen Laptop. Wenn ich im Bett liege und den Laptop auf dem Bauch liegen habe, dann schreibe ich gelegentlich mit dem On-Screen Keyboard. Obwohl ich es so klein gemacht habe wie es geht ist es immer noch sehr anstrengend. Daran würde auch ein anderes Tastaturlayout nichts ändern :-)
 
@ElDaRoN: das display beim tablet ist aber zu gross um es mit dem daumen prezise zu bedienen klappt vllt auf einem 4-5 zoll geraet - darueber hinaus wirds recht schwer
 
@ElDaRoN: gibts doch schon längst.
 
Also, die wollten ein Tastaturlayout entwerfen, bei dem möglichst abwechselnd beide Seiten benutzt werden sollen, also Buchstaben, die häufig hintereinander auftreten, auf verschiedenen Seiten sind - und bezeichnen es als "unerwartet", dass alle Vokale auf einer Seite sind?!
 
@kesan: Das ist tatsächlich nicht sehr verwunderlich :-)
 
Neue Tastaturlayouts gabs immer mal wieder, genau aus dem gleichen Grund (DVORAK, NEO). Jetzt im Tabletzeitalter wird das wieder neu aufgerollt, das KALQ wird sich aber genausowenig durchsetzen wie die restlichen...
 
"akzeptable Fehlerrate", "haben dazu eine Fehlerkorrektur auf Grundlage der Wahrscheinlichkeitstheorie entwickelt" - schon bei heutigen Smartphones und Tablets nervt das. Zwar können viele Tippfehler ausgemerzt werden - macht die Korrektur jedoch einen Fehler, hat der Empfänger es sehr viel schwerer, das ursprüngliche Wort zu erkennen,....
 
Ich halte mein Tablet nicht so, dass ich mich 2 Daumen schreibe! Scrollen auch mit Daumen -> irgendwie komisch :-)
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