Fachkräftemangel schlägt auf Hochschulen durch

Der Fachkräftemangel im High Tech-Bereich beginnt sich nun offenbar an den Hochschulen auszuwirken, die eigentlich einen wichtigen Gegenpol zu dem Problem darstellen sollen. mehr... Universität, Ausbildung, Vorlesung Bildquelle: native-energie.de Universität, Ausbildung, Vorlesung Universität, Ausbildung, Vorlesung native-energie.de

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Wann wird diese beschissene Lüge endlich mal offiziell entlarvt? Es fehlt nicht an Fachkräften, es fehlt nur an BILLIGEN Fachkräften. Also jammert man schön rum, damit man sich schön billig Ausländer einkaufen kann, anstatt die verfügbaren Fachkräfte ordnungsgemäß zu bezahlen. Ich sehe es zum Beispiel nicht ein als Master der Informatik für 36k im Jahr zu arbeiten...da gehe ich lieber ins Ausland und werde gut bezahlt.
 
@Draco2007: Sehe ich auch so. Werde in Kürze auch wieder ins Ausland zurückkehren. Dort wird besser gezahlt und auch sonst sind die Möglichkeiten dort besser.
 
@Draco2007: Das mag auch ein Punkt sein, aber nicht der alleinige. Aber du hast Recht, deutsche Firmen sparen sich zu Tode. Auf der anderen Seite sollte der Staat zusehen, dass die Lohnnebenkosten runterkommen, damit die Fachkräfte auch vernünftig bezahlt werden können.
 
@tommy1977: Nein der Staat bringt lieber Gesetze, die es ermöglichen noch billigere Fachkräfte einzukaufen ^^
 
@Draco2007: Das ist ja das schlimme daran! Aber in den letzten Jahren haben wir ja gesehen, dass die Leute wieder mutiger werden und für ein vernünftiges Lohn-/Gehaltsniveau kämpfen. Ich hoffe, diese Welle hält an und die Wirtschaft bekommt ordentlich gezeigt, wer das Geld für die Unternehmen verdient.
 
@tommy1977: Das sehe ich genauso, soll doch die Wirtschaft rumjammern, dass sie keine Fachkräfte haben, solang die guten Leute nicht einknicken und sich mies bezahlen lassen, werden die Unternehmen schon sehen, dass sie mit besserer Bezahlung am Ende besser dastehen als ganz ohne Fachkräfte.
 
@Draco2007: Dafür gibt es ein (für viele Unternehmen) Fremdwort. Dieses heißt "Personalpflege" und ist im Allgemeinen billiger als Neuaquise. Vorhandenes Wissen ist eben nicht mal von jetzt auf gleich durch eine Neueinstellung zu ersetzen. Ich habe einige Ex-Kollegen, welche bereits in Rente oder Altersteilzeit sind, die mir aber gern noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn ich mal nicht weiterkomme. Erst beim Austritt aus dem Unternehmen merken viele, wer da mit welchem Wissensschatz geht.
 
@tommy1977: Allerdings. Beobachte auch in meinem Fachgebiet die Rotation der Angestellten bei einigen Firmen. Teilweise so däutlich das man nur noch erahnen kann unter welchen Arbeitsbedingungen diese Arbeiten müssen.
 
@tommy1977: Ja das kenne ich auch. Während meinem Praxissemester hatte ich 2 Kollegen, die nur als Externe über eine Fremdfirma angestellt sind, aber effektiv sämtliches Know-How über das System hatten, an dem ich auch gearbeitet hatte. Da das aber Externe waren, hätten die jederzeit sehr kurzfristig gehen können und niemand hätte das System noch weiter warten können, weil das Wissen weg ist. @Eisenkopf die Frage ist immer wie ihr sucht, wenn ihr (wie viele) sowas inseriert wie "Suchen Bla mit 20 Jahren Berufserfahrung, maximal 20 Jahre alt und perfekte Kenntnisse in X, Y, Z, ach und A, B, C, D, E, F könnte auch nicht schaden", dann schreckt das eben viele ab.
@reflix das glaube ich gerne, dass das viele Bereiche betrifft, aber ich kenne halt grade nur meinen ^^
 
@refilix: Rotation ist gut...hab ich jahrelang durch. Jetzt such ich mir was neues.
 
@tommy1977: "dass die Leute wieder mutiger werden und für ein vernünftiges Lohn-/Gehaltsniveau kämpfen. " !? Ich kenne keinen, der dafür aktiv gekämpft hat. Jungingenieure werden erstmal über Zeitarbeit eingestellt, und wenn sehr gut dann vllt. auch mal übernommen, aber dann meist mindestens eine Entgeltgruppe unter "alten Hasen", und natürlich ohne Sonderzulagen und VL. Und: ES IST IHNEN EGAL! die versuchen dann lieber krampfhaft, Karriere zu machen, um so mehr Geld zu verdienen. Die Firma freut sich...
 
@tommy1977: Wann hört endlich das dumme Geschwafel um die Lohnnebenkosten auf? Noch schlimmer ist es wenn jetzt schon Lohnempfänger eine Senkung der Lohnnebenkosten fordern und im selben Satz eine bessere Bezahlung! Bist Du Dir eigentlich im Klaren was LohnNEBENKOSTEN überhaupt sind?! Sie sind nichts weiter als ein Teil des Lohns! Es sind die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungen und die Steuern! Wenn diese gesenkt werden, wer bezahlt das dann wohl? Ich verrate es Dir: DU! Eine Senkung der Lohnnebenkosten ist nix anderes als eine Lohnsenkung! Selbst wenn Du dann mehr verdiehnen würdest, was Du mit Sicherheit nicht wirst, weil man die ja senken will um einzusparen, wird das für Dich schlicht teurer! Denn dann mußt Du das was vorher durch den Arbeitgeberanteil bezahlt wurde, aus eigener Tasche(!), in "private Vorsorge" stecken! Und wenn die Lohnsteuer sinkt werden andere Steuern steigen, weil der Bedarf der öffentlichen Haushalte ja deshalb nicht sinkt!? Und selbst wenn es zu einer Nettolohnsteigerung kommen würde, wird diese die entstehenden Mehrkosten für Dich nie auffangen. Was zetern die Leute immer über die Differenz zwischen Brutto und Netto? Das ist doch für den kleinen Mann völlig uninteressant. Das einzig entscheidende ist, wie gut man von seinem Netto leben kann!
 
@OPKosh: Privat vorsorgen muss man doch jetzt schon im großen Stil, trotz hoher Lohnnebenkosten. Ich führe hier nur Rente und Krankenversicherung an. Am besten alles weglassen und jeden privat vorsorgen lassen. Das ist meiner Meinung nach sinnvoller, als wenn z.B. jeder gesetzlich Krankenversicherte Risikosportler, Raucher & Co. mitfinanziert.
 
@tommy1977: Du glaubst den Unsinn, dass umlagefinazierte Versicherungssysteme nicht funktionieren, ungerecht und zu teuer wären, tatsächlich!? Dann hat die Überzeugungsarbeit bei Dir ja funktioniert! Ein jedes Versicherungssystem, ob staatlich oder privat spielt dabei keine Rolle, funktioniert nur dann wenn es wirklich solidarisch ist. Dieser "Egoismus" ("ich will keine Raucher, Risikosportler ..., mit durch füttern!") ist es, der gezielt den Solidargedanken untergräbt und auch untergraben soll. Inzwischen besteht der Solidargedanke in diesem System auch gar nicht mehr, und das ist es weshalb es nicht mehr richtig funktioniert. Die "breiteren Schultern" sind zum größten Teil gar nicht mehr drin, da inzwischen auch abhängig Beschäftigte über der Beitragsbemessungsgrenz sich privat versichern dürfen. Die Beitragsbemessungsgrenze selbst führt das System schon adabsurdum. Schau mal in die Schweiz wie gut das dort funktioniert! Und das bei niedrigeren Beiträgen als hier! Und ja, Du mußt jetzt schon privat vorsorgen. Dann aber noch mehr! Und das Argument man könne dann selbst entscheiden gegen was man sich versichert, ist geradezu allbern! Keiner weiß was auf ihn zu kommt. Versicherungen sind dazu sich gegen das Unvohersehbare abzusichern! Das ist der Witz daran!
 
@tommy1977: nicht die LNK müssen runter (=Symptom bekämpfen), sondern es müssen Steuerschlupflöcher und Korruption/Lobbyarbeit zB im Gesundheitswesen bekämpft werden. Der Rest ergibt sich von alleine! (wenn SM (schäuble + merkel) die Kohle nicht wieder irgendwo verprassen...
 
@Draco2007: Das ist nicht nur im IT Bereich so. Im allgemeinen Verdienen viele mit Dipl. oder Master heute weit aus weniger als unsere Eltern das noch erfahren durften. Nur die wenigsten aus meinem Bekanntenkreis die Studiert haben verdienen angemessen. Bei den meisten grenzt es schon an einen schlechten witz, gemessen an Ihren Leistungen und Verantwortungen die Sie tragen. Es gibt auch immer mehr bzw. verstärkter den Trend der Industrie das man auf Honorarbasis Arbeitet. Also als Selbstständiger "Angestellter". Was aus meiner sicht ne Miese nummer ist. Oder die Projektverträge. Die Projektieren sich tot die Firmen.
 
@Draco2007: Nunja, die Firma, die mich derzeit beschäftigt hat kürzlich auf stepstone inseriert. Wir suchen Techniker mit KnowHow im Fachbereich SAN / LAN / Converged bzw. Infrastrukturen im DataCenter.

Bis jetzt liegen mir etwa 10 Bewerbungen vor - bis auf eine Bewerbung alle aus dem Ausland oder von ausländischen und derzeit in Deutschland studierenden. So aus der Luft gegriffen ist der Fachkräftemangel nun nicht.
 
@Eisenkopf: Wie bereits weiter unten geschrieben wurde, fällt die Entscheidung für einen Studiengang oftmals auch mit den Verdienstaussichten.
 
@Draco2007: Das stimmt leider! "Fachkräfte" aus dem Ausland arbeiten im Durchschnitt sicherlich für 60 % weniger Geld. Aber dank SPD, CDU und wie die übrigen kriminellen Vereinigungen heißen, wird es für deutsche Firmen einfacher, Billiglohnarbeiter zu holen. Was denkt ihr warum Entwicklungsländer wie Rumänien und Bulgarien in der EU sind?
 
@ichbinderchefhier: Wegen dem Käse und dem Honig. Fachkräfte aus der IT Branche aus diesen Ländern haben oft auch die wahl anderer Länder. Und mal im ernst, würdest du als IT Spezialist nach Deutschland kommen oder in die USA gehen, die auch suchen wie bekloppt.
 
@Draco2007: Wäre ich gesundheitlich nicht so angeschlagen und gleichzeitig zu alt, würde ich keine Sekunde länger zögern, diesem Land, welches NULL für seinen arbeitenden Teil der Bevölkerung übrig hat, den Rücken kehren. Deutschland hat selbst Schuld an diesem Zustand des Fachkräftemangels. Bereits vor Jahren war doch abzusehen, dass das permanente Preisdrücken im Lohnsektor äußerst unangenehme Nebenwirkungen hat. Doch im lobbyregierten Berlin verweigert man sich seit Jahren davor, die Situation einmal aus dem Blickwinkel der Arbeitnehmer zu betrachten. Man WILL die Realität nicht sehen. Irgendwann wird's richtig knallen, dann ist die Menge nicht mehr zu halten. Davon bin ich überzeugt.
 
@Draco2007: Du siehst es nicht ein, für 36.000 EUR im Jahr (!) zu arbeiten? Unglaublich wie gierig diese Gesellschaft geworden ist...
 
@feliciano: Dafür, dass ich 13 Jahre zur Schule gegangen bin und jetzt 10 Semester Studium hinter mir habe, gute Noten habe, Praxissemester und Thesis bei einem namhaften deutschen Sportwagenhersteller verbracht habe und auch schon eine Veröffentlichung mit Auszeichnung habe, JA da sind 36k im Jahr eindeutig zu wenig. Das dürften Einstiegsgehälter für Bachelor-Absolventen sein, aber nach einem Master-Studium geht unter 45-55k im Jahr nichts. Ich muss mich nicht unter Wert verkaufen...ich bin kein ungelernter Fließbandarbeiter, sondern eine echte FACHKRAFT. Jemand der direkt von der Realschule in eine Ausbildung geht, hat mir fast 10 Jahre BEZAHLTEN Job voraus...
 
@Draco2007: Wie seaman schon schreibt ist man als Absolvent (egal mit wievieln Praktika und Auszeichnungen) immer noch keine wirkliche Fachkraft, sondern bringst nur die (Grund-) Vorraussetzungen dafür mit. 45-55k Einstiegsgehalt zu fordern ist einfach nur dreist. Wenn du glaubst das du soviel verdienen solltest weil u.a. deine Ausblidung so lange war - selbst Schuld. Du hättest auch mit einer mittleren Reife die Schule verlassen und dann eine 3-Jährige Ausbildung anfangen können. Mit etwas Glück hätteste danach ein Gehalt von ~25k gehabt was aber mitlerweile über die Jahre stetig richtung 30k gewachse wäre. Davon kann man als Singel locker leben. Aber nein - der Mensch ist ja Gierig und will natürlich mehr und heult rum wenn er es nicht kriegt.
 
@-flo-: Dann bist du einfach falsch informiert, wir sind diese Beträge einfach wert. Und ich kenne mittlerweile genügend Kommilitonen die fertig sind und genau diese Einstiegsgehälter verdienen. Klar hat man einigen weniger geboten, aber geht man zu den richtigen Firmen sind 50k im Jahr als Einstiegsgehalt durchaus drin. Und jemand mit einer 3 jähigen Ausbildung, selbst wenn er dazu noch 5 Jahre Berufserfahrung hat, kann mit einem Master Absolventen nicht mithalten, vergiss es....da mag man praktisches Wissen haben, welches dem Master fehlt, aber in einer Ausbildung hast du effektiv NULL theoretisches Wissen, was du bräuchtest um dir SCHNELL neues praktisches Wissen aneignen zu können. Was dann rauskommt sind Fachidioten, die ihre EINE Programmiersprache beherrschen und im Keller sitzen und die "dumme" Arbeit machen. Wir Master Absolventen hingehen sind die Software Architekten und können wenn es nötig ist in wenigen Wochen jede Programmiersprache erlernen. Wir haben einen ganz anderen Blick auf Software....und dieses Wissen kann man sich nicht einfach so aneignen, dazu sollte man schon studiert haben...und dieses Wissen und auch die Zeit die wir mit Studieren verbringen macht uns nunmal wertvoller als einen Fachinformatiker. Das hat nichts mit gierig zu tun, sondern mit angemessener Bezahlung für einen wichtigen Job.
 
@Draco2007: Selten so einen arroganten Schwachfug gelesen! Genau diese ach soooo tollen Studierten sind doch die Fachidioten, die ständig in der Praxis auf die Nase fallen, weil es nicht so funktioniert, wie es theoretisch sollte. Und entweder man kann programmieren und abstrakt denken, oder nicht. Und das hat in keinster Weise etwas mit studiertem Frameworkgeschupse zu tun! Wenn man richtig programmieren kann, ist es egal, welche Sprache man verwendet, denn sie ist nur ein Werkzeug. Hat man euch diesere Herablassende Haltung eingetrichtert, oder ist dir das selbst entsprungen?! Aus meiner Erfahrung heraus, sind es diese "dummen Arbeiter", die den hochstudierten Labertaschen ständig den Hintern retten!
 
@CheRubiM: Dann kennst du eben nur schlechte Uni-Absolventen, soll es geben...aber es gibt auch genug gute, die eben wirklich was drauf haben. Und es kann halt einfach nicht angehen, dass jemand der jahrelang studiert hat das gleiche Verdienen soll wie jemand der direkt nach der Schule eine Ausbildung angefangen hat. Wenn die Hochschul-Absolventen so nutzlos wären, wieso studiert dann überhaupt noch jemand? Wozu überhaupt Hochschulen verschlingen doch nur unnötig Geld, wenn es die Fachinformatiker sowieso besser drauf haben. Tut mir leid, dass ich die 10 Semester Studium durchaus für sinnvoll halte und ich damit einen gewissen Ausbildungsvorsprung gegenüber einem einfachen Fachinformatiker habe. Nur kann ich nicht ohne die Fachinformatiker arbeiten, genausowenig wie die auf einen Studierten verzichten können. Das ergänzt sich einfach. Und trotzdem hat der Studierte einfach mehr Geld verdient, schon allein aufgrund der Zeit die er ins Studium investiert hat und dabei KEIN Geld verdient hat. Und idr bekommt der Studierte dann auch den verantwortungsvolleren Job, muss also eher mal seinen Kopf hinhalten, selbst wenn der Fachinformatiker irgendwas verbockt, auch das wirkt sich auf die Gehaltsstufe aus. Und das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Tatsachen. Ich sehe Fachinformatiker nicht als etwas schlechteres, sie sind notwendig, wie schon gesagt, aber ICH finde es kackendreist zu sagen, ich solle mich mit 30k im Jahr abfinden, nachdem ich mir den Arsch wund studiert habe, oder solle doch direkt auf das ganze Studium verzichten, DAS ist dreist, nicht meine Aussage, dass jemand Studiertes mehr Geld verdient hat.
 
@Draco2007: Ja, ich habe auch erst ein 6-monatigen Bewerbungsmarathon hinter mir und der häufigste Grund, warum ich eine Absage bekam war, dass ich zu wenig Erfahrung mitbringe. Ich bin 31 habe meinen Bachelor (Elektrotechnik) abgeschlossen und habe zuvor Mechatroniker gelernt und in diesem Berufsfeld auch einige Jahre gearbeitet. Aber als Ingenieur bringe ich **NULL** Erfahrung mit und das "kritisieren" viele Firmen. Ok, mittlerweile habe ich einen Job gefunden und ich werde auch sehr gut bezahlt, aber es kann doch nicht sein, dass ich aufgrund mangels Erfahrung "abgelehnt" werde und mich so von Bewerbung zu Bewerbung hangeln muss?! Demzufolge stzimme ich dir 100%ig zu!!!!!!!! Ich Deutschland gibt es keine Fachkräftemangel, es gibt nur ein Mangel an Firmen, die bereit sind künftige Fachkräfte auszubilden und sie auch anständig zu bezahlen. Als Uni- oder Hochschulabsolvent ist man nämlich noch lange keine Fachkraft, sondern man bringt (wenn überhaupt) die nötigen Grundkenntnisse mit, um später eine Fachkraft sein zu können.
 
@seaman: Naja sagen wirs so, klar würde mir die echte Berufserfahrung fehlen, aber aufgrund der Ausbildung fällt es mir sehr leicht neue Dinge zu lernen und das extrem schnell. Das ist auch der Grund wieso grade Master-Absolventen soviel "Wert" sind, wir haben eine sehr abstrakte Ausbildung die uns eben das spezielle Wissen sehr schnell aneignen lässt. Das ist vom Bachelor zum Master nochmal um einiges stärker geworden.
 
@Draco2007: Da muss ihnen recht geben, solange die Industrie für Fachkräfte nur Hungerlöhne bezahlt und oben in der Managementabteilung mit der Bezahlung keine Grenzen kennt habe ich kein Mitleid mit der Industrie. Bei mir persönlich war die Situation so das Ende 2010 mein Arbeitgeber Insolvenz gegangen ist. Es war kaum möglich gut bezahlte Jobs zu finden und wenn nur mit viel Reisetätigkeit zu einem mäßigen Gehalt. Daraufhin habe ich mich selbstständig gemacht und bereue das auch nicht, denn ich muss nicht für nen riesigen Verwaltungsapparat mitarbeiten und diesen mit durchziehen. Von Arbeitsmangel kann ich auch nicht reden da im Maschinenbau notorische Unterbesetzung ist und die ganzen Firmen heute lieber outsourcen anstatt selbst Leute einzustellen und weiterzubilden. Armes Deutschland, man kann den Sinn unserer Denkweise in der Industrie nicht verstehen.
 
@Draco2007:
Verfolge diese Unterhaltung mit Spannung.
Könnten die Auslandsorientierten konkret sagen, welche Länder sie da vor Augen haben? Wäre wirklich interessant.
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Mein eigener Senf zu dem Thema: Bei der enorm fortgeschrittenen Globalisierung und Technologien a la Skype und Email verstehe ich nicht, wie es auf der Welt ein so großes Lohngefälle zwischen den IT Kräften geben kann. Das meine ich vor allem für uns Deutsche noch im negativen Sinne, wenn ich mir die Massen an billigen und qualifizierten Leuten in Indien oder China angucke.
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Bin am überlegen, IT zu studieren, aber ich habe echt Angst davor, schon mittelfristig im direkten Wettbewerb zu aufstrebenden Indern oder Chinesen zu stehen. Ist diese Angst begründet?
 
Und eine Studie hat bestimmt herausgefunden, dass es an Computerspielen liegt? Was machen diese ach so klugen Leute denn den ganzen Tag?
 
@shriker: Die klugen Leute gehen ins Ausland, wo die Bezahlung und die beruflichen Chancen besser sind.
 
@Fallen][Angel: Nein ich meinte die ach so klugen Leute, die soetwas behaupten und keine Lösung dafür finden. Ist auch lustig, wir holen unsere Fachkräfte aus dem Ausland weil unsere zu teuer sind, und unsere gehen ins Ausland, weil sie hier schlecht bezahlt werden.
 
@Fallen][Angel: Du meinst so wie die ganzen Fachkraefte aus dem Ausland die hier arbeiten ?:) Ihr beschwert euch ueber Fachkraefte aus dem Ausland und macht genau das gleiche wie die Leute ueber die ihr euch beschwert - schon irgendwie .. lustig
 
@-adrian-: Ich beschwer mich nicht über Fachkräfte aus dem Ausland, ich beschwere mich darüber, dass so mies bezahlt wird, dass sie Fachkräfte nur noch so mies bezahlen können und dass höchstens Ausländer, die noch mieser bezahlt werden würden in ihren Ländern diese Jobs annehmen würden. Und dann wird so laut gejammert, dass sogar noch Gesetze erlassen werden, die es ermöglichen, dass man Ausländer für noch weniger einstellen kann. Das sich die Fachkraft (woher sie auch kommen mag) den bestbezahltesten Job sucht ist doch vollkommen normal. Nur können Unternehmen nicht rumjammern, wenn sie mies bezahlen, dass sie keine guten Leute finden, wenn es für die guten Leute bessere Alternativen gibt.
 
@-adrian-: Wieso ihr? Ich arbeite in Deutschland. Schon irgendwie... traurig.
 
@Fallen][Angel: Mit ihr meinte ich eigentlich diejnigen die sich beschweren und den ratschlag "geh ich halts in ausland" hier rumposaunen :)
 
Tja...wenn ich mich so an meine Schul- und Berufsschulzeit zurück erinnere, war mir damals schon klar, dass die deutsche Bildungspolitik diesbezüglich versagen würde. Wenn man sich die technische Ausstattung der Schulen mal anschaut, dann kam/kommt einem das große Grausen! Da werden dann lieber Fachkräfte aus dem Ausland geholt, statt in die eigene Bevölkerung zu investieren. Echt traurig!
 
Wenn jetzt sogar an den Hochschulen weniger Leute die entsprechenden Studiengänge wählen sollte mal ernsthaft darüber nachgedacht werden an der Gehaltsschraube zu drehen. Es gibt sicherlich nicht wenige Abiturienten die sich ihre 3-4 Studiengänge der ersten Wahl anschauen und dann auch mal auf die Einstiegsgehaltstabellen schielen.
So unglaublich es auch klingt - JA! Geld ist ein Anreiz!
 
@hezekiah: NEIN! DAS HAT DIR DER TEUFEL GESAGT! ;-) Aber stimmt schon...ich merke gerade selbst, dass ein neuer Job oftmals an den eigenen Gehaltsvorstellungen scheitert. Ich sehe es aber nicht ein, mit 14 Jahren Berufserfahrung ein Gehalt zu akzeptieren, welches sogar noch unterhalb meines momentanen ALG1 liegt.
 
@hezekiah: Genau so siehts aus, WENN es den Fachkräftemangel wirklich geben WÜRDE, würden die Unternehmen wie schon vor einigen Jahren, direkt an die Unis gehen und den Studenten FETTE Angebote machen um sie direkt von der Uni "wegzukaufen", passiert aber nicht. Weder die "Abwerbung" noch die gute Bezahlung, nein man muss sich noch selbst bewerben (ist ja ok so) und dann soll man doch dankbar sein, wenn man miese Arbeitsbedingungen bekommt und mit einer miesen Bezahlung abgespeist wird.
 
@Draco2007: Der springende Punkt ist doch, das diese ganze Globalisierung Tür und Tor für solche miesen Praktiken öffnet, Innerhalb der EU kann doch jeder arbeiten wo er will und das ganze dann auch noch ohne große Hürden. Wenn man sich allerdings mal das Lohn-/Gehaltsgefälle quer durch die EU anschaut, dann sollte klar werden, warum viele Ausländer auch für gravierend weniger Geld arbeiten wollen.
 
Volksverarschung pur!

Es gibt keinen Fachkräftemangel, nur einen MANGEL an ARBEITSPLÄTZEN für FACHKRÄFTE.

Unzählige Bewerbungen trotz guter Leistungen jede Menge Absagen und hohe Anzahl an Mitbewerbern, kommt euch das auch bekannt vor?

Unwort des Jahrhunderts: Fachkräftemangel
 
@ichbinderchefhier: Die Stellen gibt es schon...nur eben nicht mit der Bezahlung, welche angemessen wäre.
 
@tommy1977: Ok, dann interpretieren wir das so :)
 
@ichbinderchefhier: Siehste...alles eine Frage des Blickwinkels! ^^
 
@tommy1977: Nein... es gibt die Stellen, meinen Erfahrungen, auch nicht, wenn man von sich aus die Gehaltsvorstellung sehr niedrig ansetzt, wenn man zwar durchaus ein "IT-Fachmann" ist, aber nicht studiert hat, also langjährige Berufserfahrung, Zertifikate, Technikerausbilung usw. das ist nämlich, nach meiner Meinung, auch noch so ein Punkt bei diesem "Fachkräftemangel".
 
Ich kenne fast niemanden, der nach Master sofort ein Job gefunden hat. Entweder mussten sie Erfahrung mitbringen oder konnten in der Firma als unbezahlter Praktikant die Zeit totschlagen. Und eine Bachelor ist nicht mal etwas wert. Und da wollen die mir was von Fachkräftemangel erzählen. Zum Glück ist selbst den meisten Indern klar, dass man in Deutschland kaum was verdient.
 
@algo: Sieht bei uns im Informatik-Master zum Glück etwas besser aus. Aber wir haben hier an der (Fach-)Hochschule auch nur 5-6 Abgänger pro Semester. Aber von denen die ich kenne, haben eig. alle einen Job. Manche sogar anständig bezahlt, manche aber nicht ^^
 
Wir hatten letztens eine "Fachkraft" zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die letzten beide Jahre Eintrittskarten verkauft, unterdurchschnittliche schulische Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten. Keine Berufserfahrung nach der Ausbildung.

Gehaltswunsch: ~ 45k/jähr.

Ist klar ne.
 
@Eisenkopf: Klar sowas gibts auch. Aber nimm mal mich als Beispiel. Master der Informatik (bald :p), gute Noten, Praxissemester und Thesis bei einem namhaften deutschen Sportwagenbauer, eine ausgezeichnete veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit...ich würde selbst bei 45k im Jahr noch versuchen zu verhandeln ^^....aber als Nicht-Studierter sollte man sich solche Einstiegsgehälter ganz schnell aus dem Kopf schlagen, selbst als Bachelor wäre das etwas überzogen.
 
@Eisenkopf: wobei Gehälter ja auch regional schwanken und das ist wegen verschiedener Lebenshaltungskosten (speziell Mieten) auch normal. In Frankfurt/Rhein/Main oder München sind 45K wenig, in Meck-Pomm oder anderen abgelegenen Ecken biste damit fast Krösus. Absolute Zahlen sagen also auch nicht sooo viel aus, außer es geht um Differenzen ab Faktor 5 oder so :)
 
@Draco2007: Jup. Ich glaube einfach, dass sich zu viele Menschen in der IT als die unglaubliche Fachkraft sehen - was leider häufig so nicht zutrifft.

Einen Admin, der im Tagesgeschäft etwas klickibunti AD in einer 50 Mann Bude administriert oder im 1st Level Usersupport für nichtdruckende Drucker schiebt - sehe ich nicht wirklich als Fachkraft an.
 
@Eisenkopf: Warum genau ist das für dich kein Admin? Weil die Firma so klein ist oder weil die AD nutzen. Woran machst du es fest, ob jemand eine Fachkraft ist oder eben nicht?
 
@Drachen: Ich sage nicht dass er für mich kein Admin ist, ich sage, dass er keine gesuchte Fachkraft ist.

Fachkraft fängt für mich bei Technikern /Technikerinnen an, die in der Lage sind in einem technischen Umfeld zu arbeiten, was nicht unbedingt jeder Quereinsteiger oder Berufsschulabsolvent oder Fachhochschul- oder Unifrischling innerhalb ein paar Wochen Einarbeitungsaufwand beherrscht.
 
@Eisenkopf: was bitte ist an einer AD für dich "nicht" technisch! Dämlicher Post! Gerade jemand, der nicht funktionierende Drucker wieder zum laufen bekommen ist eine "Fachkraft" und wird für größere Druckersysteme nicht nur gesucht sondern auch ganz ordentlich bezahlt! Man kann sich jetzt über die Qualität der Arbeit unterhalten, dafür verdient aber auch der 1st LVL Support Typ nicht die Welt!
 
@LivingLegend: Was ist daran dämlich? Wer sagt dass ein AD nicht technisch wäre? Wer sagt, dass in einer typischen 50 Mann Butze Enterprise Druckersysteme stehen? Genau, niemand. :)
 
@Eisenkopf: Ich kenne 'ne Bude hier um die Ecke, die haben m.W. 4 Festangestellte und bei Bedarf 2 Aushilfen und die _haben_ super Drucksysteme mit Falten und Kuvertieren, das ist deren Business. In unserer Firma dagegen mit 1500 MA brauchen und haben wir sowas nicht, wir haben dafür einige Hundert stinknormale Netzwerkdrucker verschiedener Größen und Ausbaustufen (Anz. Papierschubladen, mit/ohne Fax und Kopierfunktion) und nichts davon hält bei der kleinen Bude auch nur ansatzweise mit. Allerdings haben die m.W. auch keinen Admin dort und lassen die Technik über Verträge warten. Die Größe der Firma sagt also ganz exakt NICHTS aus über die Technik und das Knwo-How, was dort benötigt wird.
 
@Eisenkopf: OK, effektiv gehts dir also um erworbene Berufserfahrung, die Einsteiger naturgemäß nicht vorweisen können. Das kann ich nachvollziehen. Mit der dämlichen Formulierung von wegen "klickibunti AD" hast deine Intention aber sehr gut verschleiert :-P
 
@Eisenkopf: Das Problem ist, dass grade solche "bisschen AD klicken und Drucker reparieren"-Stellen nur noch für Leute mit Bachelor oder Master ausgeschrieben werden, obwohl das genauso ein ausgebildeter Techniker hinkriegen würde. Und weil sich kein Master drauf bewirbt weil überqualifiziert, wird dann laut "Fachkräftemangel" gerufen!
 
@DarkMole: Bei uns im Großraum Hannover schaut das etwas anders aus, da bewerben sich zig mäßig bis schlecht ausgebildete Techniker auf so gut wie jede inserierte Position. Spezialisierte Techniker mit Berufserfahrung finden sich jedoch so gut wie überhaupt nicht. Wir haben jetzt auch damit begonnen aus dem Ausland einzustellen.
 
@Eisenkopf: Wie wärs mit selbst ausbilden? Wenn es die Arbeiter nicht gibt die man sucht, muss man eben selbst etwas aktiv werden. Spezialisten wachsen eben nicht auf Bäumen.
 
@Draco2007: Machen wir auch - so gut wie jeder Auszubildende wird glücklicher Weise übernommen. Es ist also nicht so, dass es derzeit keinen Fachkräftemangel gäbe.
 
es sind Wahlen. Wenn die Damen und Herren Politiker es wirklich ernst meinen würden, würde mann den Banken nicht das Geld schenken, sondern würde endlich Schulen und Univerisäten so ausstatten, dass auch Nachwunchs entsteht. Ein Agararökonom weiss doch, wer ernten will muss ordentliches Saatgut sähen und die Pflanzen hegen und pflegen, damit sie gute Früchte erbringen können.
 
Das ist dann wohl ein Fallbeispiel für eine gute Lobby-/Verbandsarbeit. Die lancieren solange solche Pressemitteilungen, bis es von allen Außenstehenden geglaubt wird. Wenn unser Rechenzentrum eine Stellenausschreibung startet, haben wir i.d.R. 50+ Bewerbungen und wir (öffentlicher Dienst) bezahlen nun wirklich nicht viel. Für mich ist das eine Riesensauerei und Lügengeschichte nur um an noch billigere Arbeitskräfte zu kommen....
 
@Hagendorf: Wollt ich grad sagen, wir haben für den 1st LVL Support für Berlin, jemanden gesucht. Gerade in Berlin ists extrem schwer. 2000€ Brutto Anfragen von Leuten mit Studium, und mehreren Jahren Berufserfahrung im Cisco Umfeld. Und davon nicht gerade wenige!
Berlin ist meinetwegen ein gesonderter Fall, aber trotzdem siehts meiner Meinung nach beim Rest nicht besser aus!
 
@LivingLegend: den Teil hab ich grad nicht verstanden: die Bewerber wollen nur 2000 Brutto? Oder wollt ihr nicht mehr zahlen? Das ist aber arg wenig. Macht FLS bei euch nur Telefonsklave und nimmt nur Anrufe entgegen und speist die ins Ticketsystem ein?
 
@Drachen: Die wollten nur 2000€, ich war auch vollkommen geschockt. Nein, für den Standort wäre es Mädchen für alles, durchaus anspruchsvoll!
 
@LivingLegend: vermutlich junge Leute, die noch bei Muttern oder in einer WG wohnen, anders kann man mit 2K brutto kaum auskommen ohne eigenes Haus oder Eigentumswohnung. Ok in Berlin gibts noch günstige Ecken zum Wohnen, aber dann ist man 1,5 Stunden unterwegs jeden Morgen, bei S-bahn-Pendelverkehr auch mal 'ne Stunde mehr. Noch mit 3K Brutto lägen die Leute für anspruchsvollen inhouse-Support ja weit unterm Schnitt, aber mit Familie und Kindern und Miete ist das je nach Region grade so ausreichend oder es braucht ein zweites Einkommen im Haushalt.
 
@LivingLegend: 2000 brutto? Da hab ich ja im Verkauf früher mehr verdient.
 
@Drachen: Ne ich sags ja, mehrere mit Studium und 4+Jahren Berufserfahrung! kein Witz! Wenn man sowas sieht muss man sich auch nicht wundern!
 
Der Fachkräftemangel ist doch eine pure Propaganda der Wirtschaft. Es gibt keinen Fachkräftemangel. Die Fachkräfte gibt es, aber die Wirtschaft will Fachkräfte, die man ausbeuten kann und mit Almosen bezahlen kann. Deswegen erzählen die dem Deutschen ständig was vom Fachkräftemangel und suchen dann im Ausland danach. Oder besser gesagt die nutzen die Armut solcher Länder wie Bulgarien aus. Neoliberalismus in Höchstform. Und falls man Probleme hat mit ausländischen Fachkräften werden die weggeschickt wie ein Produkt oder ''fallengelassen'' um dann später genüsslich zu sehen wie die Wut der Deutschen auf solche Menschen abgeladen wird. Ausgerechnet den Menschen, die am wenigsten für diese deutsche Politik können und nur diese Jobs annehmen um zu überleben. Zum Beispiel Bulgarien geht es ja heute in der EU deutlich schlechter als damals im Ostblock. Wird ja heute schon als Armenhaus Europas verspottet. Und die EU macht schön weiter und übt Druck aus mit dem Ausverkauf Bulgariens (Strom, Wasser, Krankenhäuser usw.)
 
@ephemunch: Fraglich ist auch wie ein industriestarkes Land wie Deutschland eine "Union" mit einem armen Land wie Bulgarien bilden kann, genauso wie ein Land mit 82 Mio. Einwohnern dieselbe Währung hat wie ein Land mit gerade mal 800.000 Einwohnern.
 
@ichbinderchefhier: Die Währung ist es nicht, sondern die völlig verschiedene Wirtschaftskraft und die vollkommen andere Kosten- und Preisstruktur - und das über die Jahre anders entwickelte Anspruchsdenken bzw. Lebensstandard. Ne Lehmhütte ohne Strom und ohne fließend Wasser gegen eine durchschnittliche "frisch modernisiserte" Mietwohnung - da prallen Welten aufeinander, Welten andee Gewohnheiten, anderer Anforderungen und natürlich ganz anderer finanzieller Bedürfnisse.
 
@Drachen: Die Währung ist es auch. Die Südländer z.B. konnten ihre alten Währungen abwerten um wettbewerbsfähig zu bleiben. Heute geht es nicht und sie werden von der EU-Kommission, IWF und den Geldgebern gezwungen Staatseigentum zu verkaufen und Löhne, Renten usw. zu senken + Mehrwertsteuer und sonstige zu erhöhen. Wodurch die Kaufkraft der Menschen schwindet und die Wirtschaft stagniert. Und Staatseigentum zu verkaufen ist ja auch sinnlos. Was bringt es einem einmalig paar Millionen oder vielleicht Milliarden in die Kassen zu bekommen... Diese Austeritätspolitik macht alles nur noch schlimmer.
 
@ephemunch: Ok von der Warte aus ist es auch die Währung. Aber normal hätten die Volkswirtschaften in etwa gleich stark sein sollen vor der Gemeinschaftswährung und noch einige andere Punkte waren verkorkst, Stichwort Stabilitätskriterien.
 
re:

Nur mal ein kurzer Beitrag hierzu.
Bei uns sieht es nicht anders aus.
Ich bin externer.
Erst sollte innerhalb kürzester Zeit alles nach Indien transferiert werden.
Dies hat jedoch nicht funktioniert.
Es ist derzeit auch schon bekannt, dass durch die Umstellung kein Geld eingespart wird.
Dann bekommt man nur gesagt das wir keine neuen Aufträge annehmen können weil wir nicht genügend Mitarbeiter haben?
Jedoch will die Firma keine neuen Mitarbeiter einstellen und die externen alle abbauen.
Da ja alles nach Indien outgesourct werden soll.
Dies ging schon einmal schief, warum sollte es diesmal funktionieren?
 
Ich gebe auch meinen Senf hierzu und möchte über meine Erfahrungen berichten.
Ich hab ein gutes FH Diplom im Bereich Logistik. Trotzdem war es nicht leicht einen Job zu bekommen. Zum einen habe ich keine Auslandserfahrung und zum anderen war ich nicht spezialisiert genug.
Und genau da ist das Problem. Schaut euch mal die Stellenanzeigen an, wenn man mal eine findet, die zu den gelernten Fähigkeiten passt. Das ist mit einem frischen Uni oder FH Abschluß nicht so einfach. Wie soll man da schon 5 Jahre Erfahrung in z.B. SAP (natürlich ein bestimmtes Modul), CAD, SQL und MATLAB/Simulink gleichzeitig haben. Her sollten die Unternehmen auch mal den Neulingen eine Chance geben. Das Gehlt war bei mir meistens nicht das Problem. Zu dieser Frage kam es dann meistens nicht, wenn man nur 3 der geforderten gefühlten 100 Fähigkeiten erwartet. ;o)
Aber ich denke auch, dass Uni und FH Absolventen mittlerweile deutlich an Wert verloren haben. Die armen Bachelors. ;o) Und viele hiervon würden sich schon über 30K freuen.
 
@ToyMachine: Das ist mir in den Stellenanzeigen auch aufgefallen. Überall sucht man nur Leute, die schon viel Erfahrung haben.
 
Also mir ist aufgefallen dass seit dem Bemühen Männlein und Weiblein beruflich gleichzustellen, besonders in Berufszweigen mit Schichtarbeiten, - es nahezu unmöglich wird eine fachlich gut ausgebildete Fachkraft zu ersetzen. Nacht, Wochenende, Feiertagszuschläge sind dermaßen gekürzt worden und auf der anderen Seite bekommt die Frau mit geregelten Arbeitszeiten aufgrund der beruflichen Gleichheit nun mehr Sozialleistungen, Arbeitssicherheit und Geld beispielsweise für Büroarbeiten. Weshalb sollte man sich da seine Gesundheit ruinieren wollen, wenn beispielsweise Jobs alla Büroarbeit nun genauso bezahlt wird wie die Schichtarbeit. Da überall Fachkraftmangel vorherrscht, muss man auch seine paar freien Wochenenden opfern, als Krankheitsvertretung. Mir leuchtet nicht ein weshalb sich das eine Frau antun sollte, wenn andere Arbeitsbereiche ihr eine bequemere Lösung mit geregelten Arbeitszeiten bieten. Selbst Berufszweige welche von jeher überwiegend durch Frauen besetzt waren, bleiben diese weg. Beispielsweise gibt es Unmengen von Erzieherinnen. Sind noch vor 10 Jahren viele von denen in der Behindertenarbeit gelandet, sieht ein Frau heute nicht mehr ein, eine 24 Stunden rund um die Uhr Betreuung ohne Schichtzulagen einzugehen, wenn man für das gleiche Geld eine 5 Tagewochen im Kindergarten bekommen kann, wo man freitags geregelt um 13.00 Uhr Wochenende machen kann. So muss eine Leitung in diesem Bereich heute 2 Jahre einplanen um eine Fachkraft adäquat zu ersetzen. In der Zwischenzeit müssen die restlichen Fachkräfte die doppelte und dreifache Arbeit verrichten und gleichzeitig immer mehr Qualitätsstandards erfüllen. Dies schlägt auf die Gesundheit und es kommt zu vielen Krankmeldungen und so muss man bei einem eh schon unterbesetzten Bereich dann auch noch die Arbeit von den erkrankten Kollegen mitmachen. Da die restlichen Kollegen dann unter der Last auch krank werden, ist dies ein nicht mehr zu durchbrechender Kreislauf. Ich habe in dem letzten Jahr auf 4 vakante Stellen (3 blieben vakant) 4 neue Fachkräfte eingearbeitet aber keiner ist geblieben. Das heißt, ich und meine Kollegin haben für eine Arbeit wo 6 Fachkräfte vorgesehen sind, die Arbeit alleine vollbringen müssen. Gleichwohl gab es Krankenmeldungen wie noch nie im Unternehmen und alles was ich gemacht habe, hat zwei bis drei mal so lange gedauert, da ich neue Fachkräfte einarbeiten musste und als es dazu kam, das sie eingestellt werden sollen, waren die wieder weg. Wer soll das machen wollen, für weniger Geld, reduzierten Schichtzulagen und weniger Arbeitssicherheit.
 
Das Problem ist eine desolate Wahrnehmungspoltiik. Die, die was leisten, von der untersten Ebene an, werden schlecht bezahlt, obwohl die all die Lasten zu tragen haben und der "hire and fire" Mentalität am stärksten ausgesetzt sind... das fängt in den Kitas an und zieht sich bis zur Sekundärschule. hier fehlts an Anerkennung uns ordentlicher Bezahlung. Diejenigen, die im Grunde nichts mehr leisten und nur Kaffee saufen und Vorlesungen aus ollen büchern halten, heimsen den ganzen Ruhm der Bildungspoltiik ein... und genau das ist der Fehler. Das System müsste vom Kopf auf die Füße gestellt werden damit das funktioniert. Das Bildungswesen gehört dringend sowieso reformiert, aber da sehe ich keine Hoffnung... eher eifern wir wiederNordkorea nach, die pisa technisch immer vorderste Ränge belegen... wir eifern einem Land nach bei dem die Hälfte aller Erziehungsmaßnahmen hierzulande ein Straftatbestand sind... gut gemacht, wie jämmerlich... es geht doch im Grunde nur darum die Jüngsten fit zu machen für den kapitalistischen Hamsterradlauf...da gehört dann natürlich auch so eine Parole wie es herrscht fachkräftemangel usw. auf die Agenda... Selbst wenn wir diesen hätten, ist die Wirtschaft selbst an dieser Situation schuld. Ständig nur fordern ohne zu fördern ist noch nie joot jejange...
 
@Rikibu: Nordkorea ? Du meinst Südkorea. Südkorea war und ist pisa-technisch an vorderster Stelle. Aber ja, in Südkorea ist der Leistungsdruck bei den Schülern extrem hoch. Dort bringen sich auch überdurchschnittlich viele südkoreanische Schüler um. Ich bin mir nicht sicher, aber glaube die Suizidrate bei Jugendlichen ist dort neben Japan am höchsten. Ansonsten hast recht.
 
@ephemunch: is doch alles das gleiche :-) is halt schlimm wenn man so einem land nacheifert ohne zu sehen mti welchen mitteln man da hinkommt. von wegen kinder ins eiswasser schmeißen usw.
das ist ungefähr so als würde ich unserer geballten politriege eine dachlatte in den nacken schlagen und wenn sie zusammengesackt sind, nachfragen ob sie noch nen schlag von der anderen seite wollen
 
Röstfrischer Ingenieur hier... leider arbeitslos. Oh Stellenanzeigen: "Nur mit BerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrungBerufserfahrung......" || Sorry aber ich hab kein Mitleid mit dieser beschissenen Industrie.
 
@Aerith: was wird immer gepredigt? flexibilität. flexibilität, flexibilität... also auf zum taxi fahrerschein... eigentlich lustig, wenn die situation nicht so traurig wäre.
 
@Rikibu: 20 Jahre jung, 50Jahre Berufserfahrung, bitte keine Kinder und Familie und Weltweit einsetzbar. Sorry aber das kann & will ich ned bieten.
 
@Aerith: du hast vergessen 48 stunden am tag arbeiten :-)
 
@Rikibu: Darum will mich kein Unternehmer, mein Temporalverformer is kaputt!
 
Erst werden in der Industrie die F&E-Abteilungen wegrationalisiert, Entwicklungsarbeit nach Indien&Co. verlagert, dann will auch keiner mehr an den Hochschulen mit Halbjahresveträgen für Dreigeldfuffzig arbeiten ... Und oh Wunder! Wir haben einen Fachkräftemangel! No Shit Sherlock!
 
Solange in Deutschland Waffen produziert werden und die Justiz Kriminelle nicht nur deckt, sondern selbst zu diesen Kriminellen gehört (während sie sich als unfehlbar darstellt), sollte man Abstand davon nehmen eine "Scheuklappenfachkraft" zu sein oder zu werden.
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