Super-Sensor entdeckt Hinweise auf Dunkle Materie

Ein zwei Milliarden Dollar teures Sensor-System hat offenbar Hinweise auf die Antwort einer der brennendsten Fragen der Wissenschaft gefun­den: Die bisher nur theoretisch angenommene Dunkle Materie könnte tatsächlich existieren. mehr... Iss, Raumstation, AMS Bildquelle: NASA Iss, Raumstation, AMS Iss, Raumstation, AMS NASA

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Hört sich sehr cool an, mal eine Interessensfrage, hat dunkle Materie einen Wert für die "normale" Menschheit oder ist diese Forschung nur zum Löschen des Wissendurstes da? Nicht falsch verstehen, solche Forschung ist wichtig, schließlich sollten wir unser Universum verstehen.
 
@Knerd: Soweit ich das verstanden habe, hat dunkle Materie eine höhere Anziehungskraft und somit für die Entstehung von allem verantwortlich.
 
@Knerd: Vieles wurde vorher Erforscht und erst später einem brauchbaren Zweck zugeführt. Bestes Beispiel ist die Elektrizität. Schwer zu sagen was mit dem Wissen um dunkle Materie zu machen ist, danach Forschen macht sicher Sinn.
 
@wINI: Elektrizität hat selbst noch viele offene Fragen.. ich denk da nur an Herrn Tesla, Goldspitzen der Pyramiden, etc
 
@Knerd: Das kann man bei Grundlagenforschung fast nie sagen. Nur mal so: Zu Zeiten Keplers war es zwar vielleicht interessant zu wissen, wie sich die Planeten bewegen, und es führte zu harten Auseinandersetzungen, aber der praktische Nutzen war über Jahrhunderte eigentlich quasi Null. Allerdings würden wir heute keinen Satelliten ohne die Erkenntnisse geflogen bekommen.
 
@ckahle: Da hat sich jemand den Account ckahle geklaut: "würden [...] geflogen bekommen" klingt nicht nach einem Redakteur...
 
@Knerd: Wenn sich dunkle Materie auf die Gravitation auswirkt, dann kann es schon einen nutzen haben, z.B. besser voraus berechnen wie z.B. große Objekte im All fliegen oder so :) aber vllt. liege ich da ja auch falsch! :)
 
@Knerd: fast alle Errungenschaften die der "normalen" Menschheit dienen bauen auf Grundlagenforschung auf also kann man diese garnicht hoch genug bewerten :)
 
@Knerd: Ja, die Dunkle Materie wirkt wie ein Klebstoff zwischen den Galaxien. Das sie sich trotzdem voneinander entfernen liegt an einer hyptothetischen Dunkeln Energie.
Gäbe es keine Dunkle Materie, wären die Galaxien jetzt whol schon viel weiter weggeflogen oder garnichterst entstanden, da die Dunkle Materie auch innerhalb von Galaxien als Klebstoff wirkt.
Soweit mein Stand
 
@Windowze: Ich denke, er fragt ob das etwas für praktische Anwendungen im Alltag bringt. ^^
 
@Knerd: Um die Ecke gedacht: das bringt uns der "Theory of Everything" einen Schritt näher, die uns irgendwann mal ermöglicht das ganze Universum zu erklären. Und wenn man dieses versteht, ergeben sich vielleicht praktische Anwendungen auf die man ohne dieses Verständnis nie kommen würde. Ein Beispiel: die selbe Frage stellte man früher hinsichtlich der Quantentheorie, die doch sehr wenig mit dem Alltag zu tun hat -> heute erwartet man den Quantencomputer als die nächste grosse Computer-Revolution.
 
@Knerd: Das Problem wird sein, daß diese Forscher den Bürgern hier nichts beweisen können. Aber informiere dich z.B. einmal darüber, wieviel Zeit zwischen dem Anfang der Batterie und ihrer ersten kommerziellen Anwendung verging. Wieso überhaupt "für" die Menschheit? Fand noch nie statt. Heute z.B. werden Transistoren verwendet, um anderen zu helfen, sie zu entertainen...und manche von ihnen zu unterdrücken oder gar zu töten (unter falschen Vorwänden wie "im Namen der Freiheit, des Friedens, der Demokratie, der Menschenrechte" und anderer aktueller Ersatzbegriffe für "im Namen Gottes").
 
Rümpf, rümpf - Mein "Sensor für dunkle Materie" hat mir grad mitgeteilt, dass mein Essen angebrannt ist :-DDD
 
@beeelion: f5, notfalls f1
 
@beeelion: DAS kommt davon, wenn man die Wirkung der Dunklen Materie unterschätzt oder nicht kennt! Aber mach ja gar nichts. Dafür hast Du nun Dunkle Materie (im Topf, in der Pfanne) selbst hergestellt und bist damit viiiiiel weiter als die Wissenschaftler bisher. Nobelpreisverdächtig!
 
Schöne Sache, sie sollten aber lieber mal Hinweise auf die (vermutete) dunkle Energie finden, denn die macht 73% des Universums aus (dunkle Materie nur 23%, sichtbare Materie sogar nur lächerliche 4%). Die dunkle Energie ist die Kraft, die alles bestimmt. Hinweise auf dunkle Materie sind natürlich ein Anfang. Ich finde das Thema echt spannend, wie alles was Raumfahrt/Weltall angeht
 
@cobe1505: die "dunkle Energie" hat auch ein bißchen das Image einer "schnell eingefügten Notlösung" weil man sich sonst die steigende Expansion nicht erklären kann. Die ist vielleicht auch nicht der Weisheit letzter Schluss... ^^
 
@cobe1505: Oder ist das alles nur dunkle Magie der Wissenschaftler, weil sie nicht weiterkommen?
 
Na sowas, in Star Trek Voyager finden Sie erst in einem verlassenen Nebel Beweise für dunkle Materie. Da sind wir der Zeit ausnahmsweise mal rund 300 Jahre voraus :-)
 
Da stellt sich für mich als "unwissender" die Frage, wie man diese dunkle materie verstehen kann. Ist das genauso Materie wie wir sie kennen oder was ganz anderes? Bzw. zählt es als neues Element im Periodensystem und ließe sich rein theoretisch (in sehr großen mengen) auch "anfassen". Was mich weiterhin verwirrt ist, dass dies alles nur im Weltraum nachgewisen und erforscht werden kann. Doch was ist bei uns auf der Erde? Wir sind auch mittem im Weltraum. Warum kann hier nichts nachgewiesen werden. Ich kann mir darunter nunmal relativ wenig vorstellen. Einzig die aussage, dass sie gravitation ausübt und kein licht reflektiert ist verständlich und logisch.
 
@Laggy: Guck mal Futurama, da lernste noch was über dunkle Materie :P Nein, natürlich fehlt mir dafür auch das Verständnis. Finde das Thema um die Dunkle Materie sehr interessant und werde mich darüber auch mal mehr einlesen. Schau mal hier, ob dir diese Doku auf Youtube evtl. weiter hilft: http://tinyurl.com/cwe3q5r
 
@Laggy: Dunkle Materie scheint bisher nur gravitative Auswirkungen zu haben, du könntest es also nicht anfassen (genauso wenig, wie du z.B. Licht anfassen kannst). Und es gibt auch auf der Erde dunkle Materie, allerdings ist hier viel mehr andere Materie unterwegs, so dass sie nicht auffallen würde. Selbst im Maßstab unseres Sonnensystems ist sie lange nicht aufgefallen, weil es auch da recht wenig ist. Erst im interstellarem Raum, wo Materie generell kaum Vorhanden ist (was im allgemeinen z.B. als "Wolke" beschrieben wird, wäre im Labor ein Hochvakuum) kommt die dunkle Materie zum tragen. Deshalb ist sie ja auch erst so richtig mit der Erforschung ganzer Galaxien aufgefallen
 
@zwutz: OK, das ist verständlich. Danke für die Erklärung.
 
@Laggy: dunkle marterie ist das was alles zusammenhält =P
 
@Laggy: vllt noch eine kleine verständnisergänzung zum chemischen element: ein chemisches element ist nur im sinne der chemie ein element. also insbesondere _chemisch_ nicht weiter teilbar. das ende der fahnenstange ist jedoch die physik. und hier weiß und kann man sehr wohl chemische elemente teilen, die wiederum physikalische eigenschaften besitzen. auch wenn du das vielleicht in einer doku mal gehört hast (ich hab mir das mal in einer doku antun müssen), aber das periodensystem mit dunkler materie in verbindung zu bringen im sinne, dass dunkle materie ein chemisches element darstellen würde oder könnte, zeigt nur, dass man dokus immer mit vorsicht genießen sollte. ;)
 
@Laggy: nach dunkler materie hier auf der erde wird z.b. auch am teilchenbeschleuniger des CERN geforscht. ;) und, was eigentlich schon aus zwutz's kommentar hervorgeht, dunkle materie ist nicht gleichverteilt. erst dadurch, dass sie ja an bestimmten orten verstärkt vorkommen muss, wird sie auch dort verstärkt wirkung zeigen. und hier (am äußeren rand unserer galaxie) scheint sie nicht so dicht zu sein.
 
@Laggy: Dunkle Materie meint nicht chemische Elemente aus dem Periodensystem (die könnte man ja nachweisen), sondern die noch kleineren Bausteine, die Elementarteilchen. Allgemein bekannte Elementarteilchen sind z.B. Elektronen, Protonen, etc. Allerdings gibt es noch eine Vielzahl anderer Elementarteilchen. Viele davon sind durch unsere Detektoren sehr schwer oder gar nicht messbar, da sie z.B. kaum Masse haben, keine Ladung haben, nicht auf Licht reagieren, etc. Diese sind damit "heisse Kanditaten für die "dunkle" also kaum messbare Materie.
 
@moribund: richtig, wollte ich auch noch schreiben. nur sind protonen keine elementarteilchen! ;) diese bestehen wiederum aus quarks. aber welche teilchen sind nicht messbar??
 
@larusso: OK, mit den Protonen geb ich Dir recht - ich war da wohl etwas schlampig. ^^ Extrem schwer zu messen sind zB Neutrinos (auch ein Kandidat für die dunkle Materie), Teilchen die sich nicht DIREKT messen lassen: http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Teilchen
 
@moribund: achso okay, das meinst Du. :) ich dachte schon, ich hätte was verpasst und es gäbe plötzlich prinzipbedingte teilchen, die sich nach heutigem stand nicht messen lassen (wobei z.b. freie quarks noch nie gemessen wurden, weil sie womöglich frei nicht existieren können. oder eben die virtuellen teilchen. meine ausdrucksweise ist jetzt gerade vielleicht auch etwas schlampig). extrem schwer bzw. kaum messbar ist aber nicht "gar nicht messbar" ;) deswegen meine frage und verwunderung. ;)
werden neutrinos aber nicht inzwischen nicht mehr als kandidat für dunkle materie gehandelt?
die z.b. quantenfeldtheoretische störungstheorie werde ich dieses semster haben. :D astrophysik und kosmologie und das standardmodell stehen auch auf dem plan. ich freu mich. :D
 
@larusso: Naja es sollte ja auch nur eine eher einfache Erklärung für Laggy sein. :-) Neutrinos sind meines Wissens nach schon noch ein wichtiger Kandidat für dunkle Materie, aber so sattelfest und auf den neuesten Stand bin ich da ehrlich gesagt auch nicht. ^^ Hab mich seit ein paar Jahren nicht mehr so damit beschäftigt, daher lasse ich mich gerne eines besseren belehren ;-) Ich find's ja schon mal gut dass man endlich mal in Punkto dunkle Materie weiterkommt.
 
@moribund: Also nimm meine "kritik" bitte nicht zu ernst. ;) ich hab nur manchmal die eigenheit, dass ich selbst etwas an meinem ausdruck spare und so missverstände für andere manchmal nicht vermeidbar sind. und da schließ ich dann von mir auf andere und lege vllt manche formulierungen auf die waage (um missverständen vorzubeugen), die du, wie gesagt, nicht zu ernst nehmen sollst. ;)
Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich nicht mal gehört habe, dass die neutrinos nun ausgeschlossen werden. könnte also sein, dass diese immer noch ein kandidat sind. Ja, in die sache dunkle materie sollte so langsam mal mehr und schneller schwung kommen. ob es die gibt und was sie dann ist, möchte ich noch zu lebzeiten erfahren.^^
 
@larusso: nein nein, keine Sorge. Dein Posting war schon so geschrieben (und mit Smileys versehen) dass ich weiß wie es gemeint ist. :-) Beüglich der Neutrinos wirst Du wohl recht haben, denn mein Wissensstand ist schon ein paar Jahre her und in dem Gebiet hat sich ja in den letzten Jahren einiges getan. (Sollte mich wohl wieder mal etwas einlesen :-)) Ich bin optimistisch dass wir zu unseren Lebzeiten noch einige der grossen Fragen gelöst bekommen. ^^
 
@moribund: okay. ;) ich bin da eigentlich auch recht optimistisch, dass wir einige probleme noch zu lebzeiten gelöst bekommen. ich bin physikstudent, wer weiß, vllt darf ich mehr oder weniger direkt, an einer lösung eines problems dabei sein. wäre zumindest ein traum. :D mir würde es sogar schon reichen, wenn ich nur ein unbedeutender assistent eines großen wissenschaftlers wäre oder nur ein kleines mitglied einer gruppe von wissenschaftlern. :P
 
@larusso: Unser Gespräch zu dem Thema ist zwar schon ein paar Wochen her, aber das dürfte Dich interessieren: http://www.extremetech.com/extreme/153782-particle-physicists-discover-strongest-ever-evidence-of-dark-matter
 
@moribund: Danke! vor allem für die mühe des raussuchens des alten threads. ;)
überraschende Ergebnisse, die mit einigen anderen Experimenten nicht übereinstimmen. das machts noch spannender. :P so erfährt man auch immer wieder von neuen Experimenten. das war mir z.b. neu. EDIT: hier vllt noch ein alternativer link mit ein paar zitaten eines profs an meiner uni. :P http://goo.gl/IPK6w
 
Endlich wurde der Ursprung der finsteren Mächte gefunden. Wollen wir nur hoffen, dass die nicht auch in der Überzahl sind, wie ihre dunkle Materie.
 
man hätte ruhig noch den teil mit der Supersymmetrie im artikel unterbringen können. das find ich noch irgendwie interessanter als dunkle materie. :)
 
hey und wann kommt die Entdeckung der Föderation? ^^ ach nee die wird ja dann erst gegründet... na dann mal los, ich will es gern noch erleben!
 
Ist nicht das Bewusstsein gleichzusetzten mit der Dunklen Materie? Quantenmechanik...
 
@psyabit: oh oh, die verschiedenen interpretationen der quantenmechanik... bewusstsein und dunkle materie sind gleichzusetzen? das kenn ich noch nicht. :D ist das dann nicht ein psychologisches problem, weil wir z.b. uns selbst ja nicht der verbindung mit der dunklen materie bewusst werden?? also manche interpretationen sind doch irgendwie... naja, so lala. (und das hier, obwohl wir ja noch gar nicht so viel über die dunkle materie sagen können...)
 
Wow ich bin schwer begeistert und genauso überrascht. Das hier ist einer der gaaaaaaanz wenigen Threads in dem mal ein echt interessantes Thema behandelt wird UND das nicht von irgendwelchen Schwachmaten mit dummen Kommentaren zugemüllt wird. Es gab auch bisher kein Bashing und Samsung, Apple und Patente wurden auch nicht genannt. Super
 
@cobe1505: da stimm ich dir absolut zu! ich hab auch schon überlegt, etwas dazu zu schreiben. bei solchen news liest man hier sonst immer gleich als erstes in den kommentaren irgendwelche witze und nur so aussagen wie "versteh ich nicht". es nicht zu verstehen ist ja nicht schlimm. aber dass hier endlich mal jemand ordentliche fragen stellt, wie z.b. Knerd gleich zu anfang, ist deutlich mehr wert als die mehr oder weniger guten/schlechten witze. denn dann brauchen sich diejenigen ja die news nicht durchzulesen und auch keinen kommentar abgeben!
 
Die gefundenen Positronen sind Antimaterie und diese reagiert mit normaler Materie äußerst heftig. Die Materie verschwindet und es entsteht sehr starke Strahlung.
Wenn Dunkle Materie tatsächlich aus Antimaterie (Positronen) besteht und es laut Berechnungen 6 mal soviel Dunle Materie gibt wie normale Materie, dann müsste es doch im Weltall viel stärkere Strahlung geben, weil es andauernd zu Materie-Antimaterie-Reaktionen kommen würde.
Daher kann ich an diese Theorie nicht glauben.
Vielmehr wird eine rotierende Galaxie genauso wie auch ein rotierender Planet die Raumzeit mit sich reißen, also verdrehen, wie das Experiment "Gravity Probe B" für die rotierende Erde bewiesen hat. Diese rotierende Raumzeit wird dann die andere äußere Materie mit sich ziehen und dadurch für einen externen Beobachter eine erhöhte Rotationsgeschwindigkeit zeigen, als es die Materie alleine durch ihre Massenschwerkraft verursachen könnte.
Das ist wie ein rotierender Wasserstrudel. Bei diesem gibt es zwar immer noch die Massenanziehungen und Fliehkräfte, aber zusätzlich noch das rotierende Medium, der die Massen mit sich reißt.
Siehe Arte-Doku "Der Stoff, aus dem der Kosmos ist - 2v4 - Was ist Raum?" ab Minute 20.
http://www.youtube.com/watch?v=aTV2chxRA90#t=20m00s
 
@Marathon: klingt ja interessant. aber würde somit die allgemeine relativitätsatheorie die geschwindigkeit der äußeren sterne in den galaxien nicht schon bereits längst erklären und die ganze diskussion um die dunkle materie wäre hinfällig?!? offensichtlich ist das problem damit ja nicht gelöst. hast du vielleicht einen link, in dem das ganze nochmal detaillierter erörtert wird?
 
@larusso:
Das Problem ist, dass die Theorie der Dunklen Materie erdacht wurde, bevor das "Gravity Probe B" Experiment den von Einstein vorhergesagten "Lense–Thirring effect" (Raum-Zeit-Verdrehung durch rotierende Massen und damit auch das Mitreißen der in diesem verdrehten Raumzeitstrudel befindlichen Massen) tatsächlich bewiesen hatte. Das Experiment startete mit einigen Problemen und mit 40 Jahren Vorbereitung im Jahr 2004, aber die Ergebnisse wurden erst im Jahr 2011 endgültig vorgelegt.
Die Vorhersage der Dunklen Materie und auch die allermeisten Simulationen beruhten aber auf der Newton-Formel der Gravitation und haben nicht alle Effekte der allgemeinen Relativitätstheorie berücksichtigt, ganz besonders nicht diesen "Lense–Thirring effect".

Es wurden noch mehr Widersprüche entdeckt, die die Theorie der Dunklen Materie nicht unterstützen:
http://tinyurl.com/cj8xxd3

"Lense–Thirring effect"
http://en.wikipedia.org/wiki/Lense%E2%80%93Thirring_effect

"Gravity Probe B"
http://en.wikipedia.org/wiki/Gravity_Probe_B

Die Dunklen Materie wurde eigentlich nur als Korrekturfaktor eingeführt, damit die fehlerhaften Formeln zu einem einigermaßen passenden Ergebnis kommen.
Sowas ist im Grunde Scharlatanerie, denn normalerweise sollte man eine Formel als falsch ansehen, wenn deren Ergebnisse nicht mit der Realität übereinstimmen. Der zweite Korrekturfaktor neben der Dunklen Materie ist die Dunkle Energie, die die ich beschleunigende Ausdehnung des Universums erklären soll, die aber ebensowenig nachgewiesen werden konnte.
 
@Marathon: ja das stimmt, die dunkle materie basiert auf unstimmigkeiten der newtonschen theorie. dass das ergebnis von gravity probe b aber erst 2011 vorgelegt wurde, war mir nicht bewusst. deswegen ist die sache im zusammenhang mit der allg. relativitätstheroie umso interessanter. ;) es gibt ja auch MOND, die modifizierte newotnsche dynamik, die kurz am ende in deinem verlinkten artikel erwähnt wird. die anfangs auch (und wohl immer noch) nicht akzeptiert und nur als eine für das problem "angepasste" theorie abgetan wurde. doch ich habe vor ein paar monaten auch eine news gelesen, die zeigte, dass sich diese theorie auch auf andere probleme hat ausweiten lassen und nicht einfach als eine theorie abgetan werden kann, die sich lediglich dem problem "beugt". wenn hier aber lediglich die theorie tatsächlich nur die stärke der gravitationkraft auf verschiedenen skalen anpasst, dann sieht das schon sehr nach "zusammenklabuschtert" aus. die theorie sollte dann schon erklären, warum hier die kraft anders ist, oder es sich einfach machen und diesen punkt als postulat aufführen. ich finde aber auch nicht, dass die sache mit der dunklen materie scharlanterie ist. schließlich gabs auch lösungen einer gleichung, die letztlich antimaterie vorhersagte. hätte man diese lösungen lediglich als mathematische lösungen interpretiert, so wäre diese idee verworfen worden und wir hätten noch gar nicht oder viel später die antimaterie entdeckt. auch hätte einstein mit seiner theorie eine expansion des universums vorhersagen können, wenn er nicht fest davon überzeugt wäre, dass das weltall statisch ist. wenn eine theorie also nicht mit den beobachteten daten übereinstimmt, muss sie nicht zwangsläufig falsch sein. meine 2 beispiele sind zwar von der art etwas anders, als die sache mit der dunklen materie. aber trotzdem sollte man beide wege gehen. also nach dunkler materie suchen und theorien entwickeln, die ohne auskommen. es ist letztlich eine gradwanderung, ob man nun die theorie als korrekt annimmt und versucht daraus neue modelle zu entwickeln oder die alte theorie ablehnt und eine neue hervorbringt. wird aber beides verfolgt, wird man früher oder später sicher der wahrheit näher gekommen sein. ;)
ich persönlich bin der dunklen materie auch skeptisch gegenüber. aber nicht so skeptisch, dass ich sie komplett ablehne und nur anderen kandidaten eine gewisse wahrscheinlichkeit einräume.
 
@Marathon: ein anderer ähnlicher punkt ist die stringtheorie. hier wurde von physikern zu recht bemängelt, was man mit einer theorie soll, die 10 hoch 500 (!) lösungen hat (je nachdem wie die zusatzdimensionen nun aussehen). andere interpretieren es dagegen als die mögliche existenz von multiversen. da finde ich den gedankengang zur dunklen materie schon wahrscheinlicher. denn 10 hoch 500 lösungen, die von der beschaffenheit der dimensionen abhängen, können auch so interpretiert werden, dass diese theorie nichts über die beschaffenheit der dimensionen aussagen kann (diese deswegen variabel lässt) und man, wenn man probleme damit lösen will (z.b. wie sieht eine mögliche kraft in einem universum mit gewissen dimensionen aus?), dann lässt diese theorie eben nur zu, dass man sich die beschaffenheit des uns beobachteten universums anschauen muss und diese dann nachbilden kann. mehr nicht! bin aber auch kein fan von diesen multiversen. und unbedingt oder direkt erschließen tun sich diese auch nicht wirklich aus der stringtheorie.
 
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Hmm Dunkle Materie war das nicht Pflichtfach an der Schule und hieß "Mathe" ? Kamm mir immer so vor, alles so Düster und Rätselhaft ;)
 
Etwas irritiert mich noch. Warum man, wenn sie denn existiert, dunkle Materie nicht sieht, ist ja gut erklärt. Wenn sie denn wirklich in solchen Mengen existiert, sollte dennoch etwas zu sehen sein, und zwar durch Abschattung von für uns sichtbarer Himmelskörper, analog z.B. der Sonnenfinsternis. Der Himmel wird nun so lange schon beobachtet. Ich kann mir irgendwie nicht wirklich vorstellen, dass das nicht aufgefallen wäre.
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